Dem Spätsommer auf der Spur - Aktuelles aus Österreich

Außerhalb der Hauptreisezeit bieten milde Temperaturen ideale Bedingungen für aktiven Erholungsurlaub. Wir stellen sechs Destinationen für den Spätsommer vor


Kaiserwinkl: Hike and Bike zu des Kaisers schönsten Hütten

Ganz früh am Morgen, wenn der Tau auf den Wiesen glitzert, ist die beste Zeit, um den Berg zu erklimmen. Ob per Bike oder zu Fuß spielt keine Rolle, wichtig ist nur, früh dran zu sein. Im Morgenlicht sind der Wilde Kaiser und sein kleiner Bruder, der Zahme Kaiser, noch bleiche Gesellen. Je mehr das Licht zunimmt und die Sonne sich nach vorne drängt, desto mehr ver- wandeln sich die Bergrücken erst in bläu- lich schimmernde, dann orange farbene Flanken. Dieses Farbenspiel macht die Touren zu des Kaisers schönsten Hütten so unvergleichlich. Der Tiroler Kaiserwinkl ein wahres Paradies für Aktivurlauber.

Auf dem Berg haben Gäste zwischen 30 Hütten die Wahl zur Einkehr. Wem Biken und Wandern nicht genug ist, der versucht es mit Golf, Tennis und Wassersport. Ein sprichwörtlicher Höhepunkt des Urlaubs kann ein Gleitschirm- oder Drachenflug sein. Die Flugschule in Kössen erfüllt jedem Mutigen diesen Traum.

Tourismusverband Kaiserwinkl, Tel. +43(0)501100, www.kaiserwinkl.com



Steiermark: Zur Erntezeit ins Apfelland Stubenbergsee

Ab September sind die Äpfel im ApfelLand-Stubenbergsee reif. An der Apfelstraße beginnt dann die Ernte der schönsten Früchte, aber auch die Verarbeitung zu Saft und Most. Bei einer Wanderung oder Radtour durch die Apfel- gärten treffen Gäste auf Obstbauern, die behutsam die Ernte einbringen. Besucher sind eingeladen mit anzupacken und natürlich auch Früchte und frische Säfte zu verkosten.


Durch das Apfelland führt auch die Römer-Weinstraße. Um diese Jahreszeit darf man sich in den Buschen- schenken den angegorenen Traubensaft, Sturm genannt, nicht entgehen lassen. Höhepunkt der Erntezeit ist die „Erlebnisfahrt auf der Apfelstraße“, bei der am 21. September 25 Obsthöfe und Apfel-Wirte zu sonntäglichen Hoffesten laden.

Tourismusregion Apfel Land-Stubenbergsee, Tel.: +43 (0)3176/8882, www.apfelland.info


Den Alpen ganz nah: For Friends Hotel

Wer hier aus dem Auto aussteigt, der steigt im wahrsten Sinne des Wortes aus. Ob für einen Augenblick der Ruhe oder für den Beginn einer neuen Lebensphilosophie, ob auf der Suche nach neuem Schwung oder fast vergessener Entspannung. Das im Juli 2014 eröffnete For Friends Hotel heißt Suchende und Anspruchsvolle, Schöngeister und Sportler, Kosmopoliten und Zurückgezogene tirolerisch herzlich willkommen.



Hoch über dem Inntal, man könnte sagen im „Schwalbennest Tirols“, mit einem Blick, so atemberaubend, dass ihn bereits Albrecht Dürer in einem seiner berühmten Selbstportraits verewigt hat. Umgeben von der gewaltigen Bergwelt, endlos blauem Himmel, unverbrauchter Luft und glasklaren Seen.

Die Landschaft weckt Leidenschaft: Aufstehen, hinausgehen, hinaufsteigen. Sich auf den Weg machen in Richtung Horizont – einen neuen Pfad finden. Vor allem die Tiroler Bergwelt will mit viel Ortskundigkeit, Bergerfahrung und Einfühlsamkeit für individuelle Leistung erkundet werden. Vom Gipfelsturm bis zur Einkehr in der urigen Alm, von der Jaus‘n mitten im Wald mit dem „For Friends Jaus‘n Rucksack“ bis zu den „Alpen hautnah“ als Hot Stone Massage oder Kräuterstempelanwendung. Für den Genuss-Gipfel sorgt eine alpine Weinverkostung mit Alpen Tapas und der Besuch der Ausstellung „Berge- eine unverständliche Leidenschaft“ in Innsbruck.

For Friends Hotel, Tel.: +43 5212 20350 www.for-friends-hotel.at



Urlaub am Bauernhof im Salzburger Land: Butter und Schnaps

Auf wahre Schnapsideen bringt Helmut Müller vom Pichlgut seine Gäste. In der eigenen Brennerei werden seit über 40 Jahren Edelbrände hergestellt. Da lohnen sich Mithilfe und Verkosten auf alle Fälle, vor allem wenn es um den König der Schnäpse, den Vogelbeerbrand, geht. Von der Wiese auf den Tisch lautet derweil das Motto bei Judith Müller. Die selbstgepflückten Kräuter werden zu einem belebenden Vitaldrink gemixt oder in einem Wildkräuter-Kochkurs beim feinen 3-Gänge-Menü verwendet.



Gerade im Spätsommer bieten sich viele Gelegenheiten, um an typischen Bau- ernhof-Arbeiten teilzunehmen. Auch der Zittrauerhof bei Familie Schwaiger bietet Gästen diese Form der aktiven Erholung, bei der sich der landwirtschaftliche Betrieb samt Milchviehbetrieb und Pferdehaltung kennen lernen lässt. Das Flair des 400 Jahre alten und gepflegten Bauernhauses lädt mit besonderem Ambiente ein. Gäste wohnen in liebevoll renovierten Appartements aus echtem Naturholz. Wenn es um die Herstellung von Butter geht, dann sind Urlaubsgäste am Unter- mooshof bei Familie Kaserer richtig. Hier wird gemolken, Butter geformt und ein- gepackt. Die selbstgemachten Produkte schmecken beim Frühstück umso besser und als Mitbringsel für Zuhause genießen sie einen ganz besonderen Stellenwert.

Urlaub am Bauernhof SalzburgerLand Tel: +43 662 870571-341, www.urlaubambauernhof.at/salzburgerland


Mit Kindern auf dem Bauernhof in Oberösterreich

Das spätsommerliche Farbenspiel der Natur ist eine besondere Augenweide. Die Luft ist klar und frisch, der große Urlaubstrubel vorbei – genau die richtige Zeit, Sonnenstrahlen auf einem Bauernhof in Oberösterreich zu genießen. Ob für Familien mit kleinen Kindern, Paare, Naturliebhaber oder Entspannungssuchende, Urlaub am Bauernhof hat für jeden das richtige Angebot.



Der Bauernhof ist ein Paradies für Kinder, denn es gibt viel Platz zum Spielen und Herumtollen. Ein besonderes Abenteuer ist der Stallbesuch und das Versorgen der Tiere gemeinsam mit der Bäuerin oder dem Bauern. Sind die Tiere nicht im Stall, vergnügen sie sich diese auf der Weide oder Alm. Dann nichts wie los – rein in die Wanderschuhe, Rucksack packen, Wan- derstöcke in die Hand und auf geht’s!

Zur Erntezeit werden die Schätze des Gartens und der Felder verarbeitet. Reife Äpfel, Birnen und Zwetschken müssen im Land ob der Enns eingebracht werden und beim Obst klauben ist jede helfende Hand gerne gesehen. Gäste können aber auch dem Bauern beim Marmelade kochen über die Schulter schauen oder bei der Herstellung von Most und Saft helfen.

Natürlich ist auch Faulenzen erlaubt. Ab in die Hängematte oder den Liegestuhl und dabei der Natur lauschen. Den herrlichen Ausblick genießen und die Seele so richtig baumeln lassen. Zwischendurch vielleicht einen Spaziergang in der idyllischen Landschaft unternehmen. Den Abend lassen Gäste am besten bei einem guten Gespräch mit den Gastgebern ausklingen, die gerne vom Leben auf dem Bauernhof erzählen.

Urlaub am Bauernhof Oberösterreich Tel.: +43 50/6902-1248 www.bauernhof.at


Zum Almabtrieb in Tirol

Rund 500 bäuerliche Vermietungsbetriebe in Tirol, vom Bergbauernhof auf 1.800 m Seehöhe bis zum feudalen Gutshof in der Inntalfurche, bieten qualitätsgeprüfte Urlaubserlebnisse. Dabei wird dem verant- wortungsvollen Umgang mit der Natur ein ebenso hoher Stellenwert eingeräumt wie der Volkskultur, Traditionen und artgerech- ter Tierhaltung. Urlaubsgäste können das alles hautnah erleben und erholsame Tage in Tirol verbringen.



Im September und Oktober präsentiert sich Tirol mit bäuerlicher Tradition, wenn geschmückte Tiere, Hirten, Sennerinnen und Senner das Bild prägen. Vom Tiroler Oberland bis Kufstein, vom Außerfern bis Osttirol warten zünftige Almabtriebsfeste. Zu dieser Zeit ist auf den Bauernhöfen viel los, wenn Tiere von der Alm zurückkehren und das Muhen, Wiehern oder Blöcken auf den Tiroler Höfen wieder einsetzt. Zudem finden Erntedankfeste in dieser Zeit statt – traditionelle Feiern, bei denen auch Gottesdienste für die reichhaltige bäuerliche Ernte danken und sie segnen.

Urlaub am Bauernhof Tirol Tel.: +43 662 880 202 www.urlaub-bauernhof-tirol.at


Genusswandern am Wörthersee

Die Steigungen sind sanft. Durch die Stämme der alten Fichten blitzt das türkisblaue Wasser des Wörthersees. Hier und da reicht der Blick sogar bis zu den Karawanken. Die Hügellandschaft rund um Kärntens größten See ist bis in den Herbst hinein sonnenverwöhnt. Die gut ausgeschilderten Wanderrouten bieten Naturliebhabern herrliche Aussichten – und den Freunden der Kärntner Küche ebenso.



Melitta Spendier führt in Rosental ihr Gäste bei einer Panorama- Wanderung auf den Rupertiberg. Zur Stärkung gibt es dann auf ihrem Bauernhof hausgemachte Käsnudeln, gefüllt mit Quark, Kerbel und Minze. Spannendes über Kräuter und Wildpflanzen am Wegesrand, über Archäologie und Anekdoten der Region erfährt man aus Tatjana Gregoritschs Wörthersee-Wanderführer*. Einige der Touren laden außerdem zum Lustwandeln auf den Spuren berühmter Einheimischer und Gäste am Wörthersee wie Ingeborg Bachmann oder Gustav Mahler.

Ein Muss für begeisterte Wanderer ist der 55 km lange Wörther- see Rundwanderweg, der auch steilere Abschnitte zu bieten hat. Zu sportlich? Jeder wählt hier seine Lieblingsetappe. Zum Abkürzen benutzt man einfach die Bahn oder eines der Kurs- boote zwischen den Ortschaften am See. In Krumpendorf lockt der Kärntner Reindling (ein süß gefülltes Hefegebäck) zur Einkehr in die Buschenschenke von Sylvia und Hans Krainer. Wer es lie- ber deftiger mag, bestellt eine Bauernjause mit hausgekeltertem Most. Er erfrischt fast so gut wie ein Sprung in den immer noch angenehm temperierten Wörthersee.

www.woerthersee.com, Tatjana Gregoritsch: Wörtherseewanderungen. 55 Touren für jede Jahreszeit, 2013


Goldener Herbstam Alpe-Adria-Trail

Die Wälder entlang des Alpe-Adria-Trails beginnen sich bunt zu verfärben. Selten ist die Luft so klar und der Himmel über den Bergen so intensiv blau wie im Herbst. Jetzt ist die beste Wan- derzeit. Vom Großglockner, Österreichs höchstem Berg, führt der Alpe-Adria-Trail durch Kärnten über die Karawanken bis ins italienische Muggia an der nördlichen Adria. Auf 43 Etappen verbindet der einzigartige Weitwanderweg die drei Länder Österreich, Slowenien und Italien. Einige seiner imposantesten Abschnitte können Urlauber auf einer zweitägigen Wanderung durch die Nationalpark-Region Hohe Tauern in Kärnten entdecken.



Das historische Goldgräberdorf Großkirchheim ist Ausgangs- punkt der ersten Tagesetappe (11 km). Vorbei am mächtigen Wasserfall Jungfernsprung schlängelt sich der Weg sanft bergauf zu den Apriacher Stockmühlen. Die bergbäuerlichen Getreide- mühlen stehen heute unter Denkmalschutz. Über Almwiesen und durch Lärchenwälder, die schon gelb leuchten, erreicht man schließlich die zweite Etappenunterkunft im Bergdorf Heiligenblut, dem Tor zum Großglockner.

Dem fast 4.000 m hohen Wahrzeichen der Region nähern sich die Wanderer am zweiten Tag. Spätestens für diese Tour (12,5 km) braucht es eine sehr gute Kondition, Trittsicherheit und die passende Bergausrüstung. Die Strecke führt vorbei an der sagenumwobenen Bricciuskapelle und an der Pasterze, dem größten Gletscher der Ostalpen, bis hinauf zur Kaiser-Franz-Josephs-Höhe (2.369 m). Sie ist der Start und in diesem Fall das Ziel des Alpe-Adria-Trails. Wer noch Zeit hat, kann natürlich weiter durch den goldenen Herbst wandern: von Großkirchheim an die Kärntner Seen oder bis ans Meer.

www.alpe-adria-trail.com


Niederösterreichs Stifte. Ein Blick hinter die Kulissen

Sie sind Orte der Einkehr. Sie sind Ziel von Pilgern und Bewun- derern sakraler Baukunst aus Jahrhunderten. Die 10 Stifte in Niederösterreich beherbergen zudem wertvolle Bibliotheken und Kunstschätze. Ruhesuchende können sich für einige Tage und Wochen in ein „Kloster auf Zeit“ zurückziehen. Doch auch wer die Wirkstätten der Augustiner Chorherren, der Benediktiner oder Zisterzienser nur kurz besucht, kann hinter die ehrwürdigen Mauern blicken. Dort wird von den Mönchen durchaus weltlich Genussvolles produziert.



Stift Klosterneuburg bei Wien, das 2014 sein 900-jähriges Bestehen feiert, ist etwa das älteste und eines der renommiertesten Weingüter Österreichs. Die faszinierenden Kelleranlagen sind zu besichtigen. Die Weine gibt es selbstverständlich zu verkosten: ein St. Laurent, ein prämierter Zierfandler-Rotgipfler oder den wiederbelebten „Wiener Gemischten Satz“ aus den Rebsorten Grüner Veltliner, Chardonnay und Weißburgunder.

Klösterliche Gartenpracht entfaltet sich in und um alle Stifte: In Melk an der Donau flaniert man durchs barocke „Paradies- gärtlein“ und vorbei an sprechenden Steinen. In Seitenstetten im Mostviertel wird im Dörrhaus des Stifts heute wie damals die Obsternte veredelt. In Zwettl im Waldviertel gibt es auf den kunstvoll angelegten Terrassen einen Naschgarten.

Und im nahen Geras führt Prior Benedikt Felsinger das Erbe des „Kräuterpfarrers“ Hermann Weidinger fort. Im Schaugarten des Stifts gedei- hen unzählige Heil- und Gewürzkräuter, Wild- und Giftpflanzen. Sie werden nach alten Rezepturen zu Tees, Salben und Likören verarbeitet. Hochsaison haben ab Herbst dann die klösterlichen nicht erst in der Weihnachtszeit begehrte Leckerbissen.

Niederösterreich und seine Stifte gibt es online im Marco Polo travelmagazine „Niederösterreich“ nachzulesen: www.marcopolo.de/travelmagazine/niederoesterreich

www.niederoesterreich.at


Cosima von Bonin im MuseumsQuartier Wien

Wien zählt zu den lebenswertesten Städten der Welt, ein Kurzbesuch der Kulturmetropole lohnt bekanntlich. Ab Oktober besetzen die übergroßen Stoff- und Plüschtiere von Cosima von Bonin das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien: ein bunter Oktopus, ein demonstrativ fauler Hase, ein Einsiedlerkrebs auf einem nachgemachten Jean Royère-Stuhl und viele andere. Unter dem Titel „Hippies Use Side Door. Das Jahr 2014 hat ein Rad ab“ präsentiert das mumok die bisher umfassendste Retros- pektive der renommierten, deutschen Künstlerin in Österreich.



Über 100 Werke, von den Anfängen in den frühen 1990er-Jahren über die jüngeren, bühnenhaft inszenierten Installationen bis hin zu Arbeiten, die sie für Wien neu entwickelt hat, werden gezeigt. Im Zentrum der Ausstellung stehen die raumgreifenden Werke, die für Cosima von Bonins singuläre künstlerische Position ebenso exemplarisch wie wegweisend sind. Auch Musik ist ein maßgeblicher Bestandteil ihrer Arbeit. So lassen von Bonins Soundglocken Klänge des Berliner DJs Moritz von Oswald auf die Besucher herabregnen. Zusammen mit langjährigen Weg- gefährten – darunter Tocotronic, Andreas Dorau und dem Duo Phantom Ghost – gestaltet sie außerdem das musikalische Rahmenprogramm.

Wortwörtlich getoppt wird die Retrospektive von einer weithin sichtbaren Skulptur auf dem Dach des mumok mitten im Wiener MuseumsQuartier: eine riesige Rakete, auf der ein Küken reitet, das sich sichtlich unwohl fühlt. Von Bonins farbenfrohe Universen aus Holz, Stoff und Plüsch sind nur vordergründig kindlich ver- spielt. Niedlichkeit trifft auf Ironie. Und nicht bloß vor dem Küken auf der Rakete tun sich Abgründe auf.

Wien, 4. Oktober 2014 bis 18. Januar 2015

www.mumok.at


++++++++++++++++++++

Juli 2014: Sommerglücksmomente - Aktuelles aus Österreich

„Selig lauscht der grüne Baum, Und er taucht mit allen Zweigen, In den schönen Frühlingstraum, In den vollen Lebensreigen.” Im lyrischen Versmaß des österreichischen Dichters Nikolaus Lenau geht’s nun nicht weiter – dafür aber genauso frühlingshaft, denn wir präsentieren Ihnen unter anderem aktuelle Reiseanlässe für die Monate Mai und Juni.



Die Natur begreifen.
Ein interaktiver Lehrwanderweg in der Alpenregion Bludenz

Am 17. Mai 2014 eröffnete im Brandnertal der Lehrwanderweg NATURSPRÜNGE. Hier sollen Wanderer jeden Alters die Natur als Juwel schätzen und begreifen lernen.

Ein ganz besonderes Wandererlebnis erwartet Besucher des Brandnertals ab dem 17. Mai 2014. Der interaktive Lehrwanderweg NATURSPRÜNGE soll Gästen einen emotionalen Bezug zur Natur des Brandnertals vermitteln. Staunen, nachdenken, lachen, spüren – das sind die Schlagworte zu dem Naturerlebnis in der Alpenregion Bludenz.

Das innovative Kooperationsprojekt zwischen Naturwissenschaft, Tourismus und Landwirtschaft soll die Natur auf spannende Art erfahrbar machen. An elf verschiedenen Stationen kommen die Gäste mit speziellen Elementen des Lebensraumes Brandnertal in Kontakt und können die Besonderheiten der alpinen Region kennenlernen.

Die Inhalte werden so präsentiert, dass Wanderer jeden Alters Spannendes entdecken können mit Infosäulen, Texten und Spielen an den einzelnen Stationen. Vermittelt werden klassischnaturwissenschaftliche Inhalte wie die Entstehung der Alpen, die Bedeutung des Wassers und der Böden sowie der alpinen Flora und Fauna.

Ebenso wichtig sind den Entwicklern des Konzeptes aber auch Themen wie Waldnutzung, Betreuung der Wildbestände und alpine Gefahren. Zusätzlich können Gäste des Brandnertals Führungen zu unterschiedlichen Themen buchen.

NATURSPRÜNGE gewann 2012 die von Bund und Ländern in Österreich ausgeschriebene Innovationsmillion, die jährlich an vorbildliche Leuchtturmprojekte vergeben wird.

www.vorarlberg-alpenregion.at


Balancieren am Baumstamm, 
Klettern in der Steilwand

Der Arlberg ist nicht nur ein Paradies für Wintersportler, sondern auch eines der besten und traditionsreichsten Klettergebiete. Im Sommer locken hier viele attraktive Routen für Kletterer. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Neuling oder Profi ist. Von den ersten Balanceübungen im Niederseilklettergarten über die Boulderrouten im Sport- und Kletterzentrum arl.rock bis zu hochalpinen Exkursionen auf dem berühmten Arlberger Klettersteig reicht die Palette.



Wer beim Klettern erste Erfahrungen sammeln will, der hat rund um St. Anton am Arlberg beste Voraussetzungen. „Da würde ich zum Beispiel einen Ausflug zur Darmstädter Hütte empfehlen, wo

es schöne Klettergärten gibt und einen Hüttenwirt, der viele gute Tipps geben kann“, empfiehlt Andy Thurner von der Alpin Schule Arlberg Guides. Die Darmstädter Hütte ist eine Alpenvereinshütte auf 2.384 m Höhe im Verwallgebiet und von St. Anton aus in gut drei Stunden erreichbar. Sieben Klettergärten mit 69 Routen warten rund um die Hütte. Es geht aber auch bequemer und kürzer, sagt der Andy.

Aber fangen wir am besten ganz von vorne an. Für die ersten einfachen Erfahrungen und Trainingseinheiten wäre der Hoch- und Niederseilgarten im Verwalltal unbedingt empfehlenswert.

Vor allem, wenn Eltern mit ihrem Nachwuchs erste alpine Ausflüge planen. Je nach Fertigkeit und Mut können die Kandidaten hier auf zwei oder auch auf sechs Metern Höhe auf Baumstämmen balancieren, über Strickleitern kraxeln und testen, wie gut es um ihre Trittsicherheit steht.


Sommer im Kaiserwinkl
Naturerlebnis zwischen Spannung und Entspannung

Wenn man dem Inn in Richtung Süden folgt, ist der Kaiserwinkl da, wo Bayern aufhört und Tirol anfängt. Ihren Namen hat die Region nicht etwa einem der gekrönten Häupter Österreichs zu verdanken, sondern den beiden Gebirgszügen, die sie so majestätisch beherrschen: dem Zahmen und dem Wilden Kaiser. Wintersportler lieben das schneereiche Kaiserreich für rasante Abfahrten und gemütliches Après-Ski. Doch auch der Sommer hat hier viel Spannendes und Entspannendes im Programm.



Danach bietet sich das Sport- und Kletterzentrum arl.rock mit seinem Outdoor- und Indoorbereich und rund 100 Kletter- und Boulderrouten in den Schwierigkeitsgraden drei bis neun an. Die Bereiche sind für Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten auf- geteilt, damit die Besucher auch nicht im falschen Terrain landen.

Zur Abwechslung kann man sich dort auch vom Dach der Halle abseilen. Aber irgendwann wollen die Kletterer raus und rauf auf den Berg. Neben der Darmstädter Hütte ist für Andy Thurner der Klettergarten der Schnanner Klamm ein besonders empfehlenswertes Ziel. Dort gibt es zwölf Kletterrouten von bis zu drei Seillängen in den Schwierigkeitsgraden vier bis neun.

Und die Könner? Auch denen bietet St. Anton reizvolle Möglichkeiten. Der Arlberger Klettersteig gehört zu den schönsten und auch schwierigsten Touren in den Alpen. Rauf kommt man mit der Valluga-Seilbahn und einem kurzen Abstieg. Zwischen Mattunjoch und Weißschrofenspitze erstreckt sich eine ca. drei Kilometer lange Route auf rund 2.500 m Höhe mit einem finalen Aufstieg zum 2.752 m hohen Gipfel der Weißschrofenspitze. Unterwegs warten dann noch Knoppenjochspitze, Lisunspitze und die Haizähne.

Wer individuell auf Entdeckungstour gehen will, der sollte sich einem erfahrenen einheimischen Bergführer anvertrauen. Leute wie Andy kennen die schönsten Routen und wissen, wann man wo aufsteigen kann und wo besser nicht. Er hat auch noch seine ganz persönlichen Favoriten.

Die 2.673 m hohe Roggal-Nordkante mit Passagen im oberen 4. Schwierigkeitsgrad gehört für ihn zu den schönsten Routen der anspruchsvollen Kategorie.

Oder der Nordostgrat des Patteriol, der majestätisch über dem Arlbergpass thront und einer der Klassiker im Arlberggebiet ist. Ausgangspunkt ist die Konstanzer Hütte, die auf 1.688 m Höhe im Verwalltal steht. Beliebt sind hier auch die Touren hinauf zur 3.148 m hohen Kuchelspitze und zur 3.147 m hohen Küchelspitze. Kletterrouten gibt es hier am Arlberg also mehr als genug.

Die Hauptrolle spielt in den Sommermonaten unangefochten die großartige Natur, und was sie zeigt, ist wirklich großes Kino. Egal, ob man eher auf Action, Nervenkitzel, Spaß oder Romantik steht.

Die Gipfel des Kaisergebirges und die sanften Täler zu ihren Füßen bilden die malerische Kulisse für Bergabenteuer in allen Schwierigkeitsgraden. Rund 200 Kilometer Wander- und Bergtouren sind markiert. Dazu kommen vielseitige Klettereien, etwa in der Kletterarena Kaiserwinkl neben der Ottenalm in Walchsee mit dem „Bergkameraden-Klettersteig“, der anspruchsvollen „Ottenalm-Direttissima“ und der leichteren „Walchseerunde“.

Ein Klettererlebnis aus der Eichhörnchenperspektive verspricht der Hochseilklettergarten Kössen. Ausgestattet mit Helm und gesichert mit Gurt und Seil überwindet man hier abwechslungsreiche Hindernisparcours auf Baumwipfelniveau.

70 Kilometer Mountainbikerouten und Radwege führen durch die eindrucksvolle Berglandschaft. Geübte Fahrer können sich auf dem „Bike Trail Tirol“ auspowern. Zwei Etappen des mit über 800 Kilometern längsten zusammenhängenden Mountainbike- Rundkurses durch die Alpen führen durch den Kaiserwinkl von Kufstein nach Kössen und weiter nach Kitzbühel.

Rund 56 Kilometer und 1.900 Höhenmeter müssen die Fahrer auf dem zweiten Teilstück überwinden. Der Abschnitt ist damit einer der längsten und schwierigsten des Kurses. Alle, die sich dieser Herausforderung stellen, werden allerdings mit einem herrlichen Bergpanorama belohnt.

Neben den Berg- und Radsportlern kommen im Kaiserwinkl vor allem die Wasserratten auf ihre Kosten. Der naturbelassene Walchsee mit Wassertemperaturen um die 25 Grad und Trink- wasserqualität garantiert schnatterfreien Badespaß. Außerdem finden Segler und Surfer auf dem klaren See ein ideales Revier vor Heimatfilmkulisse, und schließlich kommen sogar die geliebten Brettln zum Einsatz.

Nein – nicht die alpinen – sondern die Wasserki. Denn der Walchsee ist der einzige See in Tirol, an dem man eine Wasserski-Schule findet. Eine weitere Attraktion ist die sogenannte „Schwemm“ bei Walchsee.

Die größte erhaltene Moorlandschaft Nordtirols ist der Lebensraum vieler inzwischen seltener Tier- und Pflanzenarten von der Zwerglibelle bis zur fleischfressenden Heilpflanze Sonnentau. Naturfreunde finden in dem Biotop eine Oase der Ruhe.

Intensive Naturerlebnisse für Actionfans versprechen dagegen die Rafting-, Kajak- und Canyoningtouren des Adventure Club Kaiserwinkl auf der Tiroler Ache. Die wilden Ritte durch enge Schluchten und vorbei an hohen Felswänden erlauben abenteuerlustigen Aktivurlaubern neue, ungewohnte Perspektiven in einem der schönsten Flusstäler Tirols und einer einzigartigen Landschaft.

Und wem Rafting und Canyoning noch nicht genug Adrenalin in die Adern gepumpt hat, der kann es noch mit einem Gleitschirmflug versuchen. Die Region Kaiserwinkel gilt wegen der guten Thermik als eine der Hochburgen dieses Sports.

Egal ob allein oder im Tandem mit einem erfahrenen Piloten, ein Flug an den Wänden des Kaisermassivs entlang könnte, zusammen mit dem damit verbundenen Naturerlebnis aus der Vogelperspektive, im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt des Urlaubs werden.

Die vier Feriengemeinden der Kaiserwinkl-Region sind Kössen, Walchsee, Schwendt und Rettenschöss. Kössen, mit knapp über 4.000 Einwohnern der größte Ort im Kaiserwinkl, und Walchsee am gleichnamigen See sind die lebhaften und modernen Zentren.

Wer es ursprünglicher und naturverbundener mag, ist im idyllischen Dörfchen Schwendt oder im verträumten Rettenschöss, dem kleinsten Ort des Kaiserwinkls, am besten aufgehoben.

www.kaiserwinkl.com


Hike & Bike im Ötztal: 
Mit dem Rad zur Wandertour

Für die einen ist es besonders sportlich. Die anderen schätzen es, weil es wirklich umweltschonend ist. Hike & Bike ist die geniale Kombination aus Radtour und Bergwanderung. Im Ötztal gibt es dazu perfekte Voraussetzungen. Ein dichtes Netz an Bikeverleihen und Radwegen, dazu traumhafte Wanderwege und Almhütten bis jenseits der 3.000 Meter.



Es klingt so selbstverständlich, dass man sich fragt, warum man eigentlich nicht früher darauf gekommen ist: Mit dem Rad zur Hütten- und Gipfeltour. Wo die Wege noch leicht und gut befahrbar sind, ist das Bike die bessere Alternative. Wenn die Wege dann steil und steinig werden, geht man zu Fuß weiter.

Hike & Bike heißt das, und im Ötztal gibt es dazu Angebote für jeden Anspruch. „Wir haben verschiedene Touren von einfach bis sportlich-anspruchsvoll, wobei die mittleren Strecken am gefragtesten sind“, sagt Urban Gstrein von der Bikeschule Ötztal in Sölden. Gstrein organisiert Gruppentouren mit Mountainbikes zu besonders reizvollen Almhütten und Berggipfeln.

Schön biken und wandern können auch Leute, die nicht perfekt trainiert sind. Dafür gibt es schließlich E-Bikes. Im Ötztal warten knapp 20 E-Bike-Verleih- und Ladestationen. Mit dem E-Bike geht es zunächst ganz entspannt mit elektrischer Unterstützung bergauf.

Die ideale Aufwärmphase für die Bergtour. E-Biker fahren ohne Stress und praktisch geräuschlos hinauf zu herrlichen Zielen, genießen den Ausblick auf die Ötztaler Gipfel und deponieren ihr E-Bike. Zahlreiche Hütten und Almen bieten dafür überdachte Stellplätze.

Dort können die Biker ihr Fahrzeug getrost parken und sich auf den Weg zum Gipfel machen. Und auf dem Weg zurück sitzt der E-Biker bequem auf seinem Rad und schont die Gelenke, die sonst beim langen Bergabgehen strapaziert werden.

Typische Touren für E-Bike & Hike sind zum Beispiel die Strecke von Umhausen bergauf zum Stuibenfall, dem größten Tiroler Wasserfall, und weiter nach Niederthai, einem romantisch gelegenen Bergdorf. Oder von Ötz hinauf zum Piburger See mit einem Ausflug zu Fuß auf dem Rudolf-Schock-Weg zum Seejöchl.

Auf dem Rückweg kann man sich ein Bad im See gönnen. Deutlich anspruchsvoller ist der Ausflug von Sölden hinauf zur Brunnenbergalm und zu Fuß weiter zum herrlich gelegenen Brunnenkogelhaus auf 2.738 m Höhe.

Insgesamt hat man dann rund 1.300 Höhenmeter absolviert und war gute fünf Stunden unterwegs. Was Hike & Bike besonders reizvoll macht, ist die Möglichkeit, dank der flotten Rückfahrt mit dem Bike auch mal längere Strecken in Angriff zu nehmen.

Sportlich und abwechslungsreich wird eine Tour, die sich Urban Gstrein von der Bikeschule für die kommende Saison ausgedacht hat. Der zweitägige „Hike & Bike“-Ausflug geht von Sölden in das Windachtal und weiter bis zur Siegerlandhütte.

Dort werden die Räder geparkt, und es geht zu Fuß weiter ins Südtiroler Passeiertal bis St. Leonhard und hinauf nach Schneeberg, einer ehemaligen Bergknappensiedlung. Dort übernachtet die Gruppe und kehrt am nächsten Tag auf einem anderen Weg zur Siegerlandhütte zurück. Das letzte Stück zurück nach Sölden ist dann eine lockere Bergabfahrt.

Ötztal Tourismus Tel. +43 572000 www.oetztal.com


Nordic Sports macht 
auch im Sommer Spaß

Langlaufen auf Asphalt, Biathlon im Hochsommer – in der Olympiaregion Seefeld kein Problem. In der Hochburg der Langläufer, Skispringer und Biathleten entwickelt sich das sommerliche Nordic-Angebot zum Publikumsrenner. Die neue Skiroller-Strecke mit leichten und schweren Varianten begeistert Profis und Einsteiger. Und beim Gästebiathlon lassen sich Fitness und Vergnügen ideal miteinander verbinden.



„Es ist für alle geeignet, die im Winter langlaufen“, sagt Martin Tauber, Langlauflehrer aus Seefeld. Und er meint das, was man so allgemein nur von Profis und engagierten Freizeitsportlern kennt, die im Sommer mit Skirollern unterwegs sind.

Ein halbwegs sportlicher Läufer sollte man schon sein, dann tut man sich leichter, fügt Martin Tauber hinzu. Aber er hatte auch schon Holländer im Kurs, die noch nie vorher auf Rollern standen und sich unbedingt auf den Winter vorbereiten wollten. Und die das auch geschafft haben. Die Dreitageskurse von Taubers XC Academy in Seefeld sind Teil des gut sortierten Sommerangebots in Sachen nordischer Sport in Seefeld.

Die Olympiaregion Seefeld ist ja schon lange als Austragungsort nordischer Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen und als einer der gefragtesten Trainingsorte für Sportler bekannt. Nun ist die sportliche Infrastruktur noch um eine Skiroller-Strecke erweitert worden.

Die 3,6 km lange und 3 m breite Skiroller- Strecke in Seefeld lässt sich in Länge und Höhenprofilen beliebig variieren, damit nicht nur Leistungssportler, sondern auch Anfänger und Kinder erste Versuche auf den leichteren Varianten machen können.

Der Einstieg zur Skiroller-Strecke befindet sich in der Casino Arena Seefeld direkt bei den Toni-Seelos-Sprung- schanzen. Die Strecke verläuft dann direkt durch das schöne Möserertal und bietet so auch noch wunderschöne Ausblicke auf die Tiroler Bergwelt. Die Preise sind ähnlich wie beim Langlaufen. Das Tagesticket kostet 5,00 €, Kinder bis 15 Jahre fahren gratis.

Mit diesen Angeboten bereiten sich ambitionierte Nordic-Sportler und Profis auf die Saison vor. Aber immer mehr normale Freizeitsportler wagen sich auf die Rollerstrecke.

Das macht Spaß und bringt gute Trainingseffekte. „Skirollern gehört zu den wenigen Outdoor-Sportarten im Sommer, bei denen nicht nur die Beine, sondern der ganze Körper, also vor allem auch der Oberkörper, trainiert werden“, erklärt Experte Tauber.

Die Skiroller-Fans versuchen sich übrigens auch gerne im Gästebiathlon, der während der Sommersaison hier angeboten wird. Das mag nun ungewöhnlich klingen, aber es hat seinen speziellen Reiz und wird teils auch in Verbindung mit E-Bikes praktiziert. Dabei radeln die Freizeitbiathleten zum Schießstand.

Im Winter jedenfalls ist es extrem begehrt. „Da sind unsere drei Termine pro Woche stets ausgebucht“, freut sich Martin Tauber. Und im Sommer lassen sich die Skiroller- und Biathlon-Ausflüge mit einem Abstecher zur Strandperle am Seefelder Wildsee verbinden. Ein erfrischendes Bad und eine Einkehr im Strandlokal sind eine schöne Belohnung nach dem schweißtreibenden nordischen Training.

Tourismusverband Olympiaregion Seefeld, Tel. +43 50 88050 www.seefeld.com


Ein Fall für Gipfelstürmer, 
Wasserratten und Romantiker

Berühmte Berge, geheimnisvolle Kultplätze und sagenumwobene Schluchten säumen den Weg. Die Weitwanderung vom Großglockner hinunter nach Kärnten zu den sonnenreichen Stränden des Millstätter Sees ist eine Erlebnis- reise par excellence. Wenn dann noch erfahrene Experten Geschichten erzählen und schöne Plätze zeigen, vergehen die Kilometer wie im Flug.



Die Kaiser-Franz-Josephs-Höhe ist der perfekte Startort für diese ungewöhnliche Tour. Auf 2.369 m Höhe hat 1856 schon der Kaiser die herrliche Aussicht genossen. Ein wenig herrschaftlich dürfen sich auch die Wanderer fühlen, die dann auf dem Alpe- Adria-Trail südwärts unterwegs sind. Hier am Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs mit 3.798 m, am größten Gletscher der Ostalpen, ist man von Superlativen umgeben.

Auf der ersten Etappe Richtung Millstätter See warten der mächtige Gößnitzfall sowie die berühmte Wallfahrtskirche Heiligenblut und das gleichnamige Goldgräberdorf. Gut, wenn man dann einen wie Ron dabei hat. Ron Kapteyn ist Nationalpark-Ranger und kommt eigentlich aus den Niederlanden, hat aber vor vielen Jahren seine Liebe zur Nationalparkregion Hohe Tauern entdeckt.

Als gelernter Gartenbauexperte hat er viel zu erzählen. Dazu kennt er auch die Wildkräuter, Pflanzen und Bäume und weiß, wo unterwegs Steinadler, Gams,- Rot- und Steinwild zu sehen sind.

Der Weg vom Großglockner zum Millstätter See ist der erste Teil des Alpe-Adria-Trails, der auf 43 Etappen durch die Regionen Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch-Venetien bis an die Adria führt. Gerade dieser Abschnitt durch die Nationalpark-Region Hohe Tauern zu den berühmten Kärntner Seen begeistert mit einer ungewöhnlichen Vielfalt und kulturellen Höhepunkten.

Nicht versäumen sollte man den uralten Kultplatz Danielsberg, die sagenumwobene Barbarossaschlucht, wo Kaiser Barbarossa auf dem Rückweg vom Kreuzzug Station gemacht haben soll, und die malerische weiße Wallfahrtskirche St. Maria in Hohenburg.

Wo am Danielsberg einst Kelten, Römer und Christen ihre Got- teshäuser und Opferstellen hatten, steht heute der Herkuleshof, ein stilvoller Zielpunkt für die Wanderer. Ehemals Jagdvilla des k. u. k. Hofrats Ferdinand Kaltenegger, beherbergt er heute ein romantisches Landhotel, dessen Restaurant sich auf die regionale Küche spezialisiert hat.

Und weiter geht die Wanderung Richtung See und Sonne. Es wird nun immer gemütlicher und genussvoller. Dafür sorgt auch der Glabischnig Franz, der auf der Millstätter Alpe hoch oben über dem Millstätter See in seiner urigen Alexanderhütte Kärntner Kulinarik auf höchstem Niveau auftischt.

Frisch zubereitete Alm-Kräuterbutter, Topfen, Milch, Bauernbrot und Käse, wie den für Kärnten typischen Graukäse, dazu Fleischspezialitäten von Schwein, Rind und Kalb gehören zu seinen hausgemachten Spezialitäten.

Glabischnig hat es als einer der ersten Biobauern des Landes über viele Jahre hinweg geschafft, die Alm ganz natürlich zu führen und aus ihr eine blühende Kräuter- und Blumenlandschaft mit reichhaltigen Ressourcen zu machen. Nur wenige Kilometer trennen die Wanderer noch von ihrem Ziel.

Von der Alpe geht es nun auf den Sentiero dell’amore, den Weg der Liebe. Ein sanfter Höhenweg voller Romantik, gesäumt von funkelnden Granatsteinen und mit grandiosen Ausblicken auf den Millstätter See und weit hinein zu den Karawanken und den Julischen Alpen.

Die Wanderer sind jetzt auf der Zielgeraden und werden bald die Vorzüge des ersten Kärntner Badehauses genießen. Relaxen im Außenpool, in der Zirbensauna und bei der Granatstein-Massage, die perfekte Belohnung nach einer langen Wanderung.

Hohe Tauern – die Nationalpark-Region in Kärnten, Tel. +43 4824 2700 www.nationalpark-hohetauern.at


Begegnungen mit 
Steinadler und Steinbock

Touren mit dem Ranger durch den Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol öffnen Türen, die man vorher nicht kannte. Abseits bekannter Wege warten intensive Naturerlebnisse und verborgene Schönheiten.



Manchmal lohnt es sich, die bekannten Wege für einige Schritte zu verlassen. Andreas Rofner kennt das. „Die faszinierendste Natur liegt oft abseits der normalen Wanderwege“, erzählt der Nationalpark-Ranger aus Osttirol. Oft lohnt es sich, die kleinen, weniger begangenen Wege zu nehmen, um dann die ganz besonderen Plätze zu finden, an denen unvergessliche Erlebnisse warten.

Wo ein Steinadler hoch oben am Himmel schwebt oder sich Steinböcke im steilen Hang niedergelassen haben und scheinbar entspannt die Wanderer beobachten. Oder wo sich plötzlich ein ganz anderer und bezaubernder Blick auf den Gipfel des Grossglockners, den mit 3.798 m höchsten Bergs Öster- reichs, eröffnet, der sich sonst gerne in Wolken verhüllt. Andreas kennt aus seinen Touren viele solcher Plätze, ist aber immer wieder aufs Neue überrascht, wie viele unbekannte Preziosen ihm unterwegs begegnen.

Der Nationalpark Hohe Tauern bietet unzählige solcher Naturerlebnisse. Mit 1.856 km² Fläche ist er das mit Abstand größte Naturschutzgebiet im gesamten Alpenraum. 1981 wurde er als Österreichs erster Nationalpark gegründet. In Ost-West-Richtung erstreckt er sich auf rund 100 km Länge, in Nord-Süd-Richtung erreicht er etwa 40 km. In diesem Gebiet gibt es allein 266 Gipfel, die höher als 3.000 Meter sind.

Zusammen mit den Nationalpark-Rangern die besondere Faszination und verborgene Schönheiten dieses Naturraums zu entdecken, wird das ganze Jahr über angeboten. Im Sommer kann man natürlich zu besonders entlegenen und reizvollen Orten kommen.

Zum Beispiel bei der Tour über alte Pfade im Defereggental, wo es hinauf zum Speikboden geht, auf dem die alte Heilpflanze Speik gedeiht, die früher wegen ihres betötrenden Duftes und der anregenden Wirkung teuer gehandelt wurde. Oder auf einer Tagestour vom Lucknerhaus bei Kals auf dem geomorphologischen Lehrweg, wo man an entlege- nen Plätzen seltene Gesteine entdeckt. Oder beim viertägigen Venedigertreck, der von Virgen aus eine weite Runde durch den Osttiroler Teil des Nationalparks macht.

Beim Gletscherlehrweg in Innergschlöß nördlich von Matrei erfährt man, welche gigantischen Gletscherkräfte diese Land- schaft einst formten und auch heute noch aktiv sind. Dabei geht die sechsstündige Tour durch das malerische Tal vom Matreier Tauernhaus hinein Richtung Großvenediger und weiter auf den Gletscherweg. An 24 Beobachtungsstellen wird die landschaftsprägende Dynamik der Gletscher dokumentiert.

Touren im Nationalpark Hohe Tauern sind wie ein Eintauchen in diese faszinierende Naturlandschaft mit all ihren Attraktionen und Besonderheiten. Man erfährt viele Geschichten und bekommt ein völlig neues Lebensgefühl sowie eine intensivere Beziehung zu dieser unberührten Bergwelt.

Dass die Natur hier noch in Ordnung ist, zeigt auch eine Begebenheit, die sich vor einigen Jahren zutrug: Als für Filmaufnahmen ein Experte mit einem dressierten Steinadler anreiste und der Vogel wie gewünscht seine Kreise zog, wurde er sofort von den einheimischen Raubvögeln vertrieben, die ihr Revier verteidigten.

Nationalpark Hohe Tauern Osttirol, Tel. +43 50 212 500 www.osttirol-nationalpark.at www.osttirol.com


So spektakulär kann der Sommer
in den Bergen sein

Mit 80 Sachen über die Alm fliegen. Mit einer venezianischen Gondel auf einem romantischen Bergsee schippern. Oder in Österreichs höchstem Kino auf 3.000 m Höhe sensationelle Bilder erleben. Die „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ bieten spannende und unkonventionelle Freizeiterlebnisse für Abenteurer, Familien, Genießer und Naturliebhaber.



Einmal wie ein Vogel über die Berge schweben. In Serfaus-Fiss-Ladis werden solche Träume wahr. Beim Sky Swing sitzen die Passagiere in festen Gurten und werden von einer Riesenschaukel durch die Luft befördert. Mächtige Schwünge und starke Beschleunigungen verschärfen das Flugerlebnis. Mit 65 km/h geht es rasant durch die Luft. Zwischendurch gibt es einen freien Fall in 12 m Tiefe. Oder wie wäre es damit, einmal selbst Pilot zu sein? Also rein in die Weste und rauf auf den Fisser Flieger.

Dort sitzen die Leute sicher in Drachenflieger-Gurten und warten gespannt auf den Abflug. Und was für einer! Mit maximal 80 km/h sausen sie bis zu 47 m über dem Boden und kreisen über der Möseralm bei Fiss. „Vor dem Start können sich die Leute das noch gar nicht so richtig vorstellen und sind natürlich etwas nervös“, sagt Georg Geiger, Betriebsleiter bei den Bergbahnen Fiss-Ladis, „aber danach sind sie alle total begeistert. Da ist dann auch die Höhenangst weg.“

Die Bergwelt einmal ganz anders und aus einer völlig neuen Perspektive erleben. Das ist das Erfolgsrezept von Sky Swing und Fisser Flieger. Diese Philosophie ist typisch für die 42 aus- gezeichneten Themenberge der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“. Diese Initiative wurde 2001 mit dem Ziel gegründet, ganz besondere Bergerlebnisse zu realisieren und die Attraktivität des Sommerurlaubs in den Bergen deutlich zu steigern.

Dazu gehören spektakuläre Höhenflüge ebenso wie fantastische Aussichten und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten. Diese Erlebnisse gibt es in vier verschiedenen Kategorien mit den Themen Abenteuer, Familie, Genuss und Panorama & Naturerlebnis. Besucher der Themenberge können dort natürlich herrlich wandern. Dazu finden sie aber auch attraktive Angebote, die keine Langeweile aufkommen lassen.

Wie zum Beispiel in Leogang im Salzburger Land. Dort lockt ein bis zu 140 km/h schneller Flying Fox im XXL-Format. Damit ist er der schnellste Flying Fox weltweit. Spaß lässt sich aber auch auf die gemütliche Art erleben. Wie zum Beispiel am Dachstein, wo es seit Kurzem aussichtsreiche Panoramagondeln bei der Luftseilbahn und eine neue, spektakuläre Aussichtsplattform gibt.

Eine solche wurde auch am Rofan im Achsensee-Gebiet eröffnet und auf den passenden Namen Adlerhorst getauft. Wer stilvoll und entspannt die Bergwelt erleben will, kann das auf dem Nassfeld im südlichen Kärnten direkt an der italienischen Grenze tun, wo Österreich sich einmal mehr als Treffpunkt Europas präsentiert.

Dort können sich die Gäste auf einem Bergsee auf knapp 2.000 m Höhe in einer venezianischen Gondel transportieren lassen. Mit dabei ist ein authentischer Gondoliere. Eine ungewöhnliche und eindrucksvolle Sehenswürdigkeit bietet auch das Kitzsteinhorn im Salzburger Land.

Dort wartet auf der Bergstation mit der Gipfelwelt 3000 ein multimediales Erlebnis- und Schauangebot der Extraklasse. Eindrucksvolle Naturstimmungen und Panoramabilder bietet das „Cinema 3000“, das höchstgelegene Kino Österreichs.

Dank dieser ungewöhnlichen Erlebnis-Angebote sind die Sommer-Bergbahnen deutlich erfolgreicher als die heimische Seilbahnbranche insgesamt. Bei einer umfassenden Analyse zeigte sich, dass die Zahl der Sommergäste seit der Grün- dung 2001 pro Jahr um durchschnittlich 13 Prozent gestiegen und damit heute fast doppelt so hoch ist wie der Branchendurchschnitt.

Fachverband der Seilbahnen Österreichs, Tel. +43 1 5037802 www.sommer-bergbahnen.at


Hüttenwandern in den Kitzbüheler Alpen: 
So gut schmecken die Berge

Es gibt keine perfektere Kombination als eine schöne Bergwanderung und eine Einkehr in einer gemütlichen Almhütte. In den Kitzbüheler Alpen haben solche Hütten- wanderungen eine lange Tradition, und sie werden auch von den Einheimischen innig geliebt. Die herrliche Bergwelt und beste hausgemachte Spezialitäten von Speck und Käse bis zum Kaiserschmarrn sind der Höhepunkt jeder Tour.



Die Kühe schauen hier so aus, als ob sie den ganzen Sommer über Urlaub hätten. Sie steigen gemächlich über die sanft geschwungenen Wiesen oberhalb des kleinen Stausees und schauen sich ganz entspannt die Wanderer an, die zielstrebig auf der schmalen Straße rauf zur Almhütte unterwegs sind. Und das sind sie aus gutem Grund, denn oben erwartet sie Leonhard

Schroll, der Wirt auf der Niederkaseralm. Den Sommer über weiden hier rund 90 Kühe, die sich von Gräsern und Kräutern ernähren. Und das ist die Basis für den vorzüglichen Käse, für Butter und Joghurt, die die Käserin Gabriela Schroll hier auf der Alm produziert.

Der Weg von der idyllischen Kelchsau hinauf zur Niederkaseralm ist zwar eher ein gemütlicher, aber nach der knappen Stunde freut sich jeder auf eine echte Tiroler Brettljause – vor allem, weil die Zutaten auf der Alm frisch zubereitet werden.

Praktisch für alle, die auch zu Hause nicht auf die Brettljause verzichten möchten: Die Schrolls führen hinter der Stube noch eine kleine Verkaufstheke mit Käse und Speck, den sie auch hier produzieren, und Honig.

In den Kitzbüheler Alpen sind solche alpinen kulinarischen Preziosen keine Seltenheit. Hüttenwandern ist hier auch Genusswandern und eine Entdeckungsreise für Freunde echter und guter Tiroler Spezialitäten.

Wenn die Kühe draußen auf der Alm sind und sich von besten Kräutern ernähren, schmeckt man das einfach, und dann tut der Ausflug in die herrliche Bergwelt noch mal so gut. Wandern steht hier hoch im Kurs.

In den vier Regionen der Kitzbüheler Alpen Brixental, Hohe Salve, Pillerseetal und St. Johann in Tirol locken herrliche Wege, umgeben von sanften Grasbergen und schroffen Kalkmassiven. Die vier Destinationen bieten Erlebniswelten und beste Hüttentradition am Berg, und dazu auch die haubenverdächtige Küche im Tal.

Wer ganz sicher gehen will, dass er unterwegs die besten lokalen Spezialitäten und gemütlichsten Hütten entdeckt, der sollte sich zusammen mit einem Wanderführer auf den Weg machen. Hier in den Kitzbüheler Alpen verraten einheimische Experten die schönsten Wege und besten Einkehrmöglichkeiten. Aber das ist lange noch nicht alles.

Die Wanderguides entführen die Gäste zu einem guten „Häppchen Natur“ und zeigen ihnen bereits während der Wanderung feine Köstlichkeiten, die oft direkt am Weg wachsen. Diese Möglichkeiten gibt es zum Beispiel bei der „Wiesen- und Kräuterwanderung“ in Hopfgarten und St. Johann. Hier lernt man die Kräuter der Umgebung genauer kennen und produziert dann selbst seinen ganz individuellen Kräuteraufstrich.

Dass Tradition und gutes, gesundes Essen in den Kitzbüheler Alpen so gut miteinander harmonieren, hat vor allem damit zu tun, dass das den Menschen in der Region selbst sehr wichtig ist. Das erklärt auch, warum es hier so viele kulinarisch geprägte Traditionsfeste gibt.

Das Brezensuppenfest am 15. Juni in Wörgl, die Salvenberg-Roas am 13. Juli, das Knödelfest in St. Johann am 20. September und die Weinwanderung am Harschbichl gehören für einheimische und auswärtige Feinschmecker zu den Höhepunkten der Saison.

Den Hüttenführer der Kitzbüheler Alpen mit allen kulinarischen Highlights gibt es in den Infobüros.

Kitzbüheler Alpen, Tel. +43 5356 64748 www.kitzbueheler-alpen.com



Die Bregenzerwälder Erfolgsformel: 
„Meor ehrod das Ault, meor grüoßod das Nü“


Wer im Bregenzerwald seinen Urlaub verbringt, kann eine fast unberührte Natur genießen. Das hügelige Voralpenland mit sattgrünen Wiesen, dunklen Wäldern und klaren Flüsschen wird von majestätischen Gipfeln eingerahmt. Dass das Tal und sein kulturelles Erbe bis heute so erhalten sind, hat es der Weitsicht seiner Bewohner zu verdanken.



Die „Wälder“, wie sich die Einheimischen selbst nennen, setzen bei der eigenen Lebensweise und den Angeboten für Touristen auf Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit. Dabei erweisen sie sich als überraschend fortschrittlich und innovativ, frei nach dem Bregenzerwälder Leitspruch:

„Meor ehrod das Ault, meor grüoßod das Nü“ („Wir ehren das Alte, wir grüßen das Neue“).

Die Region Bregenzerwald hat neben viel Natur vor allem kulturell Außergewöhnliches zu bieten. Besonders spannend ist die Baukunst der Wälder, die alt und neu harmonisch kombiniert. Die Bauwerke – vom traditionellen holzgeschindelten Bregenzerwälderhaus bis hin zur stylisch-modernen Holzkonstruktion – sind weit über die Grenzen bekannt und wie die typischen Barockkirchen vielbesuchte Sehenswürdigkeiten.

Die interessantesten Gebäude können zum Beispiel entlang des sogenannten „Architekturweges“ besichtigt werden. Die sechstägige Tour wird von Mai bis Oktober angeboten und führt von Hittisau nach Au.

Am Zielort des Weges steht u. a. die denkmalgeschützte Pfarrkirche Hl. Leonhard. Erbaut 1390 im gotischen Stil wurde sie im Jahr 1788 erweitert und barockisiert. Einmal pro Woche kann man hier den Auer Hotelier Walter Lingg treffen, der interessierte Gäste regelmäßig zu dem außergewöhnlichen Baudenkmal führt, um ihnen im passenden Rahmen die Geschichte der Bregenzer- wälder Barockbaumeister zu erzählen.

Lingg betreibt am Rande von Au das Viersternehotel „Krone“. Der ehemalige Präsident des Landesverbandes Vorarlberg Tourismus ist Vorreiter und leidenschaftlicher Verfechter des Nachhaltigkeitprinzips, das auf die Nutzung und innovative Weiterentwicklung regionaler Ressourcen und Fertigkeiten setzt.

Für den Neubau seines Hotels beschäftigte er nicht nur einheimische Architekten und Handwerker, sondern ließ auch ausschließlich regionale Materialien verbauen. Vorwiegend war es Holz, das im Bregenzerwald so reichlich vorhanden ist.

Holz wird im Bregenzerwald nicht nur als bewährtes Baumaterial genutzt, sondern in Form von Hackschnitzeln und Sägerestholz auch verheizt. Immer mehr Hotels und sogar ganze Dörfer erzeugen ihre Wärme modern und energieeffizient aus dem nachwachsenden Rohstoff. So nahm etwa das Gesundhotel Bad Reuthe von Herbert Frick ein privates Biomasse-Heizwerk in Betrieb.

Und spart damit rund 200.000 Liter Heizöl pro Jahr. Im Ort Damüls heizen sogar 95 Prozent aller Gebäude im Einzugsgebiet des örtlichen Biomasse-Heizwerkes umweltfreundlich mit Biomasse. Kurze Transportwege und ein deutlich verringerter CO2-Ausstoß sind gute Argumente und helfen, den einzigartigen Naturraum Bregenzerwald auch künftig zu erhalten.

Nachhaltigkeit und bewusster Umgang mit der Natur sind im Bregenzerwald nicht nur Schlagworte. Die Wälder Hoteliers und Gastronomen haben erfolgreiche Strategien für den sanften Tourismus und die Stärkung der lokalen Erzeuger und Handwerker entwickelt. Für Naturliebhaber bedeutet das Urlaub mit gutem Gewissen in einer intakten Natur- und Kulturlandschaft.

www.bregenzerwald.at




Wein als Erlebnis, Mohn zum Dessert . 
In Niederösterreich wird Genuss zelebriert

Eine der längsten Genussrouten der Welt ist die Weinstraße Niederösterreich. 830 Kilometer misst sie, führt durch acht Weinbaugebiete und zu mehr als 150 Weinorte. Die Wachau, das Carnuntum oder das Weinviertel sind nur drei dieser Regionen, die auch international als Lagen für Spitzenweine bekannt sind.



Einige der ausgezeichneten Tropfen kommen direkt von Schloss Gobelsburg im Herzen des Weinviertels. Gut, dass man gleich ums Eck auch die wichtigste Zutat für köstliche Desserts bekommt: den Waldviertler Mohn.

Wenn Hausherr Michael Moosbrugger seine Gäste durch Schloss Gobelsburg führt, wird klar, dass niederösterreichische Weinkultur Ausdruck für die Lebensfreude des Landes ist. Denn in Gobelsburg treffen Renaissance- und Barockarchitektur auf eine idyllische Weinlandschaft und Freude am Weinmachen. „Seit über 800 Jahren wird hier Wein gemacht“, so Moosbrugger, der seit 1996 Geschäftsführer ist. „Unser barocker Fasskeller bringt die Leute immer zum Staunen.“

Aber auch die Auszeichnungen der Weine auf internationaler Ebene können sich sehen lassen. Bereits viermal wurde Schloss Gobelsburg durch das amerikanische Magazin „Wine & Spirits“ als eines der 100 Top-Weingüter des Jahres ausgezeichnet.

Ein ebenso besonderes Gemäuer ist das Renaissanceschloss Rosenburg – bei einer Führung durch Turnierhof, Waffensaal und Prunkräume wird Geschichte spürbar. Ebenso in den Flugvorführungen der eigenen Falknerei, wo Besucher Einblicke in die falknerische Arbeit gewinnen können, und das in einem historischen Ambiente.

Während der Sommermonate wird die Rosenburg übrigens zur Bühne für ein besonderes Schau- spiel, bereits im elften Jahr findet hier Sommertheater auf hohem Niveau statt. Die hiesigen Inszenierungen sind inzwischen weit über die Grenzen hinaus für ihre frische Handschrift bekannt. 2014 werden die prachtvollen Mauern zur Kulisse für eine Molière-Komödie.


Wer gern spaziert und dabei staunt, wird die Kamptalgärten mögen. 19 ungewöhnliche, blühende Oasen ziehen sich durch ein besonders idyllisches Weinbaugebiet Niederösterreichs. Beeindruckend ist etwa der englische Schlosspark Grafenegg mit seltenen Pflanzen aus aller Welt. Hier werden gern Feste gefeiert, ein Empfang auf der Schlosswiese oder ein Picknick beim Gartenpavillon ist einfach königlich.

Auch die „Arche Noah“ in Schiltern ist ein besonderes Erlebnis, hier werden verschiedenste gefährdete Gemüse-, Kräuter- und Obstsorten erhalten und kultiviert. Vom 4. April bis 5. Oktober 2014 sind der Schaugarten und der Pflanzenverkauf geöffnet.

Genauso stolz wie auf Wein und Kultur sind die Waldviertler auf ihre Kulinarik, besonders auf ihre Süßspeisen. Vor allem der Waldviertler Mohn gilt als Wahrzeichen der Region. Im Mohndorf Armschlag können Urlauber sich auf vielen Wegen der genussreichen Pflanze nähern: Im hiesigen Mohngarten etwa blühen über 30 verschiedene Ziermohnarten, das gesamte Dorf hat gemeinsam daran gearbeitet. Spannend ist auch der Mohnlehrweg, der die Geschichte des Graumohns bis in die Jungsteinzeit belegt und Interessantes über Anbau, Pflege und Ernte zusammenträgt.

Nach so vielen Erkenntnissen ist es gut, dass die Gäste sich beim Mohnwirt von seinem Geschmack überzeu- gen können. Zum Beispiel bei Karpfenfilet im Mohnmantel oder Mohneis mit Eierlikör.

Ihr Experte vor Ort: Michael Moosbrugger, Winzer auf Schloss Gobelsburg Schloss Gobelsburg ist für seine 800 Jahre alte Weintradition berühmt. Insgesamt 19 verschiedene Adels- und Landadelsgeschlechter herrschten hier, bevor der hoch verschuldete Otto Achaz von Ehrenreich es 1740 an das Zisterzienserstift Zwettl verkaufte.

Es sollte noch über 200 Jahre dauern, bevor Pater Bertrand Baumann hier die Leitung übernahm und mit seinem Messwein das Gut an die Spitze des österreichischen Weinbaus führte. Seit 1996 leiten Michael und Eva Moosbrugger das Weingut. Ihr Ziel ist es, die historischen und zugleich ältesten Lagen des Gebiets zu pflegen und weiterzuentwickeln. Renom- mierte Auszeichnungen geben ihnen Recht. Michael Moosbrugger wurde beispielsweise zum „Winzer des Jahres“ durch das „Falstaff Magazin“ (2006) und das schwedische „Gyllene Glaset“ (2007) gekürt, das Gut selbst mehrfach zur „Winery oft the year“ (2009, 2010, 2011, 2013).

www.weinstrassen.at


Neuer Blickwinkel auf den Genuss: 
Wiens Prachtbauten, Museen und tolle Weine

In Wien finden Städtereisende Architektur zum Staunen – neben prächtigen historischen Bauten gibt es auch moderne Baukunst zu entdecken. Kunstfreunde werden das MuseumsQuartier ebenso lieben wie die Oper oder junges Design. Und zur Stärkung gibt es köstliche Spezialitäten wie das klassische Wiener Schnitzel und den Wein der Stadt.




Wiens Ringstraße ist einer der prächtigsten Boulevards der Welt. Diesen können Besucher nun auch aus einer anderen Perspektive entdecken – auf geführten Spaziergängen. Kunsthistorikerin Alexa Brauner steigt dafür mit ihren Gästen gern der Stadt aufs Dach, und zwar auf das des Naturhistorischen Museums.

Diesen Blick kennen selbst viele Wiener nicht – dort hinauf darf man nämlich nur im Rahmen einer Stadtführung. „Man hat hier eine großartige Aussicht auf den Prachtboulevard, der nächstes Jahr 150. Geburtstag feiert“, schwärmt Brauner. „Von hier kann man bis zur Donau schauen.“ Die Ringstraße selbst wurde im Laufe der Jahrzehnte von der Flaniermeile der Reichen und Schönen zu einem modernen Boulevard für alle.

Doch besteht der Ring, wie die Wiener ihn nennen, nicht nur aus prunkvollen Prachtbauten. An seinem Abschnitt beim Donaukanal trifft man sich heute zum Ausgehen und kann spannende Impulse moderner Architektur entdecken. Wer es grün mag, wird sich im „Hansen“ wohlfühlen.

Das charmante Restaurant am Ring ist in einer alten Markthalle und einem Blumenladen unter- gebracht. Hier speist man junge Wiener Küche – ganz im Grünen und mit Blick auf kreative Handschriften. Denn an den Wänden präsentiert das Restaurant bildende Künstler in wechselnden Ausstellungen.

Kunst lässt sich in Wien nahezu an jeder Ecke entdecken. Nicht nur Gustav Klimt – auch wenn ein Blick auf sein Bild „Der Kuss“ zu einem Wienbesuch gehört wie eine Melange im Kaffeehaus. Wer Ausstellungen moderner Kunst mag, wird sich im Museums- Quartier wohlfühlen. Die Sammlung Leopold, das museum moderner kunst stiftung ludwig ( mumok ) und die Kunsthalle Wien spannen hier den Bogen von der Kunst der Wiener Secession über die Entwicklung seit der Moderne bis heute.

Zudem ist das Kunstareal vor allem entspannter Treffpunkt für halb Wien. Denn hier lässt es sich gut essen oder auf den „Enzis“ im Innenhof ein Glas Wein unter freiem Himmel trinken. Die futuristischen bunten Sitzmöbel prägen den Innenhof des Kunstareals und finden sich immer wieder in spannenden, kunstvollen Formationen zusammen.

Apropos Wein: Wien ist die einzige Stadt weltweit, die nennenswerten Weinbau betreibt, und zwar auf einer Rebfläche von etwa 700 Hektar. Sorten wie Riesling, Grüner Veltliner oder Sauvignon blanc gedeihen hier außergewöhnlich. Aber auch die Rotweine der Wiener Winzer – allen voran Zweigelt und St. Laurent – finden Beachtung und Auszeichnung weit über die Stadtgrenzen hinaus. Kein Wunder also, dass der edle Rebensaft in der Stadt eine große Rolle spielt.

Ebenso wie das weltbekannte Wiener Schnitzel, das gar nicht aus der Stadt kommt, die ihm seinen Namen gab. Die Venezianer belegten ursprünglich Speisen mit Blattgold, um Reichtum zu demonstrieren. Aufgrund eines Verbots der katholischen Kirche griffen die italienischen Köche auf goldgelbe Panier zurück.

Nach Wien fand das frittierte Fleischgericht der Legende nach 1857 durch den österreichischen Feldmarschall Radetzky. Die Verschmelzung der Kulturen erfährt in Wien, dem Treffpunkt Europas, Perfektion und den Status eines Nationalgerichts. Und das schmecken Einheimische wie Gäste bis heute.

Ihre Expertin vor Ort: Alexa Brauner, Kunsthistorikerin Am liebsten führt Alexa Brauner ihre Gäste an Orte, die man allein nicht finden würde. Einer ihrer besonderen Tipps ist daher der Theseustempel im Volksgarten. Hier gibt es viel Grün rundum und oft spannende Ausstellungen aktueller Kunst in antiker Kulisse.

Die Kunsthistorikerin liebt die Vielseitigkeit Wiens, sein modernes Großstadtflair und seine Geschichte. Ihre Führungen sind maßgeschneiderte Entdeckungstouren, ganz gleich, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Limousine.

www.wien.info


In Linz treibt’s 
die Donau künftig bunt

„An der schönen blauen Donau“ nannte Johann Strauss einst einen seiner populärsten Walzer. Die Donaumetropole Linz hat den Titel von Österreichs heimlicher Hymne jetzt umgeschrieben. Der Slogan der Landeshauptstadt Ober- österreichs heißt in diesem Jahr „An der schönen bunten Donau“ und steht für Abwechslung, Vielfalt und kontrast- reiches Vergnügen in einer kreativen Kulturstadt.



So vielfältig die (Farb-)Palette der geschichtsträchtigen Region rund um einen der ältesten Verkehrswege Europas und die ehemalige Keltensiedlung „Lentos“ ist, so unterschiedlich sind die Perspektiven, aus denen Linzurlauber und Donautouristen sie betrachten können. Fahrradsattel, Donauschiff oder Weitwander- weg sind drei der verlockendsten Alternativen.

Wer sich für den Fahrradsattel entscheidet und Linz auf dem berühmten Donauradweg ansteuert, tut dies auf einem der beliebtesten Radfernwege Europas. Eines der attraktivsten Teilstücke des Klassikers führt von Passau quer durch Oberösterreich direkt nach Linz. Viele Passagen folgen alten Treidel- oder Treppelpfaden, auf denen einst Pferde schwere Lastkähne flussaufwärts zogen.

Auf dem Weg passieren Radler das Naturschauspiel der Schlögener Schlinge, wo die Donau eine atemberaubende 180-Grad-Wendung durch das harte Gestein nimmt. Vorbei am Zisterzienserkloster Wilhering führt der Weg zum Etappenziel Linz, der drittgrößten Stadt Österreichs und Kulturhauptstadt Europas 2009. Direkt am Flussufer liegen das Lentos Kunstmuseum, das Ars Electronica Center, der Donaupark und das Brucknerhaus.

Außerdem lockt die malerische Altstadt mit dem Alten Dom aus dem 17. Jahrhundert, dem Mariendom ( Neuer Dom ), der größten Kirche Österreichs, und dem Linzer Schloss direkt über dem Altstadtviertel. Auf dem Pöstlingberg, dem rund 540 Meter hohen Linzer Hausberg, können Radler die barocke Wallfahrtsbasilika besichtigen und den spektakulären Blick auf die Stadt genießen.

Zu schnell und zu sportlich? Die „schöne bunte Donau“, ihre Natur- und Kulturlandschaften, kann man sich natürlich auch erwandern. Seit 2010 führt der 450 Kilometer lange Donausteig von Passau nach Grein. „Einfach sagenhaft“ nennt sich der Weg völlig zu Recht, denn entlang der Route sind nicht nur auf 120 Tafeln die Donausagen und -legenden nachzulesen, sondern auch zahlreiche Naturschätze und Sehenswürdigkeiten zu bewundern – mal links und mal rechts des Stromes, da der Wanderer mit einer der zahlreichen Fähren mühelos die Seiten wechseln kann.

Auch dieser Weitwanderweg kommt an der oberösterreichischen Metropole Linz nicht vorbei. So führt eine der aussichtsreichsten Etappen direkt vom Linzer Hauptplatz über die Nibelungenbrücke vorbei am Pleschinger See auf den Pfenningberg, einen der sieben Donausteig-Gipfel.

Vom Panoramaplatz Linzblick eröffnet sich dann ein herrlicher Blick über das Linzer Becken, bevor die Wanderer die historische Stadt Steyregg erreichen. Auf speziellen Wanderrunden, die von der Hauptroute abweichen, können sie außerdem das Hinterland des Donautals erkunden.

Oder man lässt Fahrrad und Wanderschuhe einfach stehen und löst ein Ticket für eine herrlich entschleunigte Schifffahrt auf der Donau. Das so eng mit dem Fluss verbundene Linz ist dafür ein idealer Ausgangshafen. Per Schiff zeigen sich Europas zweitlängster Strom und die moderne Kulturstadt von ihrer bunten Seite.

Unternehmen wie die traditionsreiche Donauschifffahrt Wurm + Köck, die größte Ausflugsreederei auf der bayrisch- österreichischen Donau, bieten mit ihrer Flotte spannende Schiffsreisen und -ausflüge an. Eine „glamouröse Stadtrundfahrt auf dem Kristallschiff“, eine „Festa Italiana“ oder eine Abendfahrt unter dem Motto „Donau in Flammen“ sind nicht nur einmalige Urlaubserlebnisse, sondern eröffnen den Passagieren immer wieder überraschende Perspektiven auf die vorbeiziehende Stadt, ihre abwechslungsreiche Uferzeile und die sie umgebende Landschaft.

Egal für welche Alternative man sich entscheidet, oder ob man Radtour, Wanderung und Schifffahrt kombiniert, dank der „Donau-Card“, die 2014 erstmals angeboten wird, können Urlauber viele der Attraktionen in und um Linz in diesem Jahr besonders günstig genießen.

Die Donau-Card kostet 4,90 Euro pro Person und bringt mindestens 20 Prozent Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis. An der Aktion beteiligen sich nicht nur die Donau-Schifffahrtsunternehmen, sondern auch viele Museen und Schaubetriebe, außerdem gelten für Angebote wie geführte Wanderungen und Stadtführungen ermäßigte Preise.

Tourismusverband Linz Tel. +43 732 7070 2937 www.linztourismus.at


Tonangebend in Vorarlberg
Bergurlaub mit viel Kultur

Eine perfekte Verbindung aus Natur- und Kulturgenuss finden Urlauber in Vorarlberg. Musikalische Entdeckungen und außergewöhnliche Architektur lassen sich hier ebenso erkunden wie Wanderrouten mit Panoramablick.



Alte Höfe mit traditionsreichen Holzschnitzereien neben moder- nen Bauwerken aus Holz, Naturstein und Glas: Architekturfreunde können in Vorarlberg spannende Gegensätze entdecken. Dieser Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne prägt die Region in vielen Bereichen.

Die Bregenzer Festspiele bringen Mozarts „Zauberflöte“ auf die Seebühne; gleichzeitig zeigen sie im Rahmen der Reihe „Kunst aus der Zeit“ die Uraufführung der Sitcom-Oper „Das Leben am Rande der Milchstraße“.

Musiker Alfred Vogel sieht genau in diesem Spagat eine der großen Stärken seiner Heimat. Und so hat er in Bezau, einem kleinen, von bewaldeten Hügeln umgebenen Dorf im Bregenzer- wald, die Konzertreihe „Bezau Beatz“ ins Leben gerufen.

Vom 7. bis 9. August 2014 gibt es auf dem Dorfplatz Musik aus aller Welt – von Klassik über Rock und Pop bis hin zu Jazz. „Der Mainstream ist bei uns oft fernab“, so Alfred Vogel, der selbst als Perkussionist dabei ist. Er holt internationale Künstler auf den Dorfplatz und ermöglicht Einheimischen und Gästen eine musikalische Weltreise von Madagaskar über Ghana und New York bis nach Zürich und Berlin.

Auch oben am Berg bringen die Vorarlberger Ungewöhnliches zusammen. Unter dem Motto „berge.hören“ können Gäste in der Alpenregion Bludenz den Begriff „Hochkultur“ ganz neu für sich entdecken. Denn im September finden Musik, Literatur und Kulinarik ihren Platz am Berg.

Bei den Veranstaltungen wandern die Gäste gemeinsam mit den Künstlern, lernen ihre Musik oder ihre Bücher kennen und kommen später beim Hüttenschmaus mit ihnen ins Gespräch. Die Alpenlandschaft Vorarlbergs im Blick, Musik im Ohr und köstliches Essen für den Gaumen – bei berge.hören werden alle Sinne gleichermaßen angesprochen.

Auch was kulinarische Wanderungen angeht, werden Urlauber in Vorarlberg fündig. Ein deftiges Bauernfrühstück nach einer Sonnenaufgangswanderung kann genauso glücklich machen wie Sterneküche. Im Montafon zum Beispiel laden täglich mehrere Berggasthäuser in schöner Aussichtslage zum Bergfrühstück. Etwas ganz Besonderes sind Touren von Gang zu Gang.

Mit der ersten Seilbahn geht es von Bezau hinauf zum Panoramarestaurant, um das Frühstücksbuffet zu genießen. Von dort dauert die Wanderung drei Stunden bis in die Vorsäßsiedlung Schönenbach, wo das Gasthaus Egender für seine Käsknöpfle und seine Aussicht berühmt ist. Das Dessert schließlich nehmen die Wanderer im Café Katrina ein. Bei warmen Apfelküchle oder Topfennockerln kann die Wahl schon schwer werden.

Ein Festival vom Feinsten hat Initiator und Perkussionist Alfred Vogel in Bezau im Bregenzerwald etabliert: Vom 7. bis 9. August 2014 findet „Bezau Beatz“ in der Remise des Wälderbähnles statt. Hier begeben sich die Besucher auf eine musikalische Reise mit Künstlern wie Monika Njava und Linley Marthe mit Island Jazz ( Madagaskar ), De Beren Gieren ( Belgien ), Holler My Dear ( Berlin ) oder Kofi Quarshie’s Agoo Group ( Ghana ).

Sie alle spannen den musikalischen Bogen von improvisierter Musik über Singer / Songwriter bis zu World Music. Soul, gute Laune und intelligente Unterhaltung halten Einzug im idyllischen Bezau – an einem Ort voller Atmosphäre, neben der Dampflok und mit Blick ins Grüne und auf die umliegende Berglandschaft.

Tel. +43 5572 377033-0, www.vorarlberg.travel


Musikgeschichte


Auch Österreichs Musikgeschichte ist von Einflüssen aus ganz Europa geprägt. Das größte Genie verdeutlicht diese einzigartige Kulturgeschichte: Wolfgang A. Mozart. In Salzburg geboren, lernte er früh die italienische Musikkultur kennen, perfektionierte seine klassischen Stücke und machte sich auf Reisen durch Europa, deren Stationen man auf dem „Europä- ischen Mozartweg“ erleben kann.



Auch dank des damals expandierenden Verlagswesens entwickelte sich der klassische Stil von Mozart und Haydn zum internationalen Musikstil. Mit Wien als dessen Zentrum („Wiener Klassik“). Österreich war als Vielvölkerstaat ein Schmelztiegel der Kulturen. Diese vielen Einflüsse waren der Nährboden für Spitzenleistungen in der Musik.

Etwa für die Walzermelodien, die vor dem Wiener Kongress 1814/15 entstanden. Der Wiener Walzer wurde zum ältesten bürgerlichen Gesellschaftstanz und soll Wien damit die Revolution erspart haben. Angeblich soll der Wiener Walzer sogar den Kongress in die Länge gezogen haben. So schrieb Diplomat Charles Joseph de Ligne: „Der Kongress tanzt, aber er kommt nicht vorwärts.“ Österreich war Synonym für eine lockere Lebensart.


Volkskultur gewachsen im Alpenraum

Jede einzelne Region hat ihre eigene Geschichte, die heute noch lebendig ist. Etwa durch gelebte Traditionen, spezielle Bräuche oder Feste. Eine wesentliche Voraussetzung für den Handel und die Besiedelung der Alpen war die europäi- sche Nord-Süd-Verbindung in Österreich. Zahlreiche Traditionen haben hier ihren Ursprung.



Zum Beispiel der intensiv zelebrierte Fasching im Ausseerland mit seinen „Flinserln“. Das sind die attraktivsten Gestalten im Fasching, deren aufwendige Kostüme mit Silberflittern und Ornamenten geschmückt sind. Der Ursprung dieses Brauchtums liegt in Italien. Die Salzfuhrleute, die über die Handels- und Salzrouten nach Venedig kamen, haben dort das prachtvolle Maskentreiben erlebt.

Sie ließen sich von den Flittergewändern inspirieren und brachten die Idee nach Aussee. Heute sind die „Ausseer Flinserl“ ob ihrer Schönheit und Besonderheit in ganz Österreich und darüber hinaus bekannt.
Ja, über die frühen Handelswege in den Alpen hat ein reger Austausch stattgefunden. Daher gibt es in den Regionen diese spannenden Geschichten über volkstümliche Traditionen.


Das imperiale Österreich

Es fühlt sich an, als würde das kaiserliche Erbe Österreichs atmen. So omnipräsent ist es, dank der Wiener Ringstraße, Bauten wie Schloss Hof, der Kaiservilla in Bad Ischl, dem Goldenen Dachl.



Und dank dem Mythos um Kaiserin Sisi. Die glanzvolle Berühmtheit der Donaumonarchie hatte eine völkerbindende Funktion. Weil sie selbst bei den Völkern der Monarchie beliebt war, die nach politischer Unabhängigkeit strebten.

Durch den regen Austausch ist das imperiale Österreichs international noch spürbar – weil Budapest, Prag oder Triest mit ihren Bauten ein architektonisches Abbild österreichischer Stadtbilder sind. Somit sind Österreichs Städte und Regionen stets auch ein Ausdruck der großen imperialen Geschichte des Landes.


Festspiel-Tradition

Nach dem Ersten Weltkrieg galt es für die Österreicher, neue Einnahmequellen zu finden, den Tourismus wieder zu beleben und eine neue Lebensfreude zu gewinnen. Schwierigen politischen Zeiten auf euro- päischer Ebene wurde die Musik gegen- übergestellt.



Ein beispielhaftes Ergebnis: Die Salzburger Festspiele wurden 1920 gegründet. Und damit wurde eine lange Festspiel-Tradition in Österreich eingeläu- tet. Viele Festival-Institutionen sollten noch folgen. Festivals wie die Ars Electronica sind bewusst grenzüberschreitend und zukunftsorientiert ausgerichtet. Heute sind sie alle Weltereignisse. Oder regionale Höhepunkte.


Lebensader Donau

Der Donauraum ist ein wichtiger Bestand- teil der österreichischen Identität. Die Anfänge seiner Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück. Während der Zeit der Babenberger und der Habsburger ent- standen zahlreiche Stifte, Klöster und Bur- gen sowie bedeutende Prachtbauten an der Donau.



Entlang der „Straße der Kaiser und Könige“ reist man dem Fluss folgend von Regensburg über Linz und Wien bis nach Budapest. Spuren des gemeinsa- men europäischen Kulturerbes sind auf dieser Route zu entdecken. Die Donau ist aber auch Impulsgeber in der heutigen Zeit, eine wesentliche Achse des Kultur-Rahmen von zeitgenössischen Festivals.

Der Donauraum bietet ein Zusammenspiel von Natur, Kultur und Lebensqualität. Nicht zuletzt deswegen, weil die Donau nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ vom trennenden zum verbindenden Strom geworden ist und zu einem Begegnungsort im Zentrum Europas.



Grünes OpenAir an der Donau - Das LinzFest 2014

Von 16. bis 18. Mai 2014 fanden Live-Konzerte, Workshops, Diskussionen und Kunstinstallationen im Rahmen des LinzFestes ihren Platz an der Donau. Sämtliche Veranstaltungen vom Picknick bis hin zu den „Nightlines“ fanden bei freiem Eintritt statt.



Rund 28.000 Besucher konnte das LinzFest 2013 im Donaupark verzeichnen. Das umfangreiche Kulturprogramm forderte unter dem Motto „Nur Mut!“ zum Mitmachen auf vom Möbelbau-Workshop über die Nähküche bis hin zur Fahrradexkursion zu Linzer Gemeinschaftsgärten. Auf den Bühnen gab es Musik von Jazz über HipHop und Country bis hin zu Fado. Diese Vielfalt blieb 2014 erhalten, das Programm war spannend.

Auch 2014 wurde das Publikum auf kreative Weise eingebunden. Ein abwechslungsreiches Kinderkulturprogramm gab es ebenso wie die Zielsetzung eines „Green Events“: Die umweltschonende Anreise wurde unterstützt, das Gastronomieangebot war biologisch ausgerichtet und es gab Programmpunkte zu Themen wie Mülltrennung und Energiesparen. 2013 beispielsweise traten bei der „Human Power Station“ Besucher fleißig in die Pedale, um beim Fahrradkino den Film abzuspielen.

Selbstverständlich kam dabei das Vergnügen fürs Publikum nicht zu kurz. Live Musik und „Nightlines“ begeisterten Nachtschwärmer bis in die frühen Morgenstunden. In den städtischen Museen Lentos, Nordico und AEC gab es ermäßigten Eintritt und kostenlose Führungsangebote. Kultfaktor hatte auch das gemütliche Kulturpicknick, das die Festivalgäste zum Ausklang im Donaupark unter freiem Himmel zusammenbrachte.

www.linztourismus.at, www.linzfest.at


Die Juwelierkunst von Farberge im Kunsthistorischen Museum Wien

Bis 18.5.2014 gab die Ausstellung „Fabergé“ einen Einblick in die Welt des wohl einflussreichsten russischen Goldschmieds. Rund 150 der wertvollen Stücke aus dem Kreml-Museum in Moskau waren im Kunsthistorischen Museum Wien zu sehen.



Einen faszinierenden Einblick in die Welt russischer Juwelierkunst bot das Kunsthistorische Museum Wien mit der Ausstellung „Fabergé“. Die fein gearbeiteten Preziosen kamen aus dem Kreml-Museum Moskau, das eine der bedeutendsten Sammlungen dekorativer Kunst aus Russland beherbergt.

Erstmals waren die feudalen Kunstgegenstände in derartiger Fülle in einer Sonderausstellung in Wien zu sehen. Die Werke stammten aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, in dem herausragende Juweliere in den großen Städten Russlands ihre Werkstätten unterhielten. Vor allem das Haus Fabergé in St. Petersburg konnte sich weit über die Grenzen Russlands hinaus einen Ruf als führende Manufaktur erarbeiten.

Berühmt sind in erster Linie die aus Gold, Silber, Bergkristall oder Email gefertigten und mit Perlen, Rubinen, Brillanten und anderen Edelsteinen besetzten Ostereier, deren Tradition auf einen russischen Brauch aus dem 17. Jahrhundert zurückgeht.

Zum wichtigsten Fest der orthodoxen Kirche ist es in Russland Tradition, sich geschmückte Eier und drei Küsse zu schenken.

Erstere durften am russischen Zarenhof etwas luxuriöser ausfallen: 1885 ließ Zar Alexander III. für seine Gattin in der Manufaktur Fabergé das erste Luxus-Ei anfertigen – eine Tradition, die auch sein Sohn Zar Nikolaus II. für Mutter und Gemahlin fortsetzte.

Neben den sogenannten „Kaiserlichen Eiern“ fertigte Fabergé aber auch „Nicht-kaiserliche“ für reiche Industrielle. Heute sind die Fabergé-Eier Inbegriff höchster Goldschmiedekunst und begehrtes Sammlergut.

www.khm.at


Ein Festival für die Rose


Vom 7. bis 29. Juni 2014 stand in Baden bei Wien die Rose im Mittelpunkt. Bei den „Badener Rosentagen“ im Rosarium brachten neben 20.000 Rosenstöcken vor allem spannende Events mit Musik, Kunst und Akrobatik die Gäste zum Staunen.



Der Juni als Zeit der Rosenblüte war in Baden bei Wien wieder ein Ereignis. Schauplatz des Naturspektakels war das Rosarium im Doblhoffpark. Besucher konnten hier vor der Orangerie außergewöhnliche Veranstaltungen und Konzerte in exzellenter Besetzung genießen und dabei den Blick über das Blütenmeer schweifen lassen.

20.000 Rosenstöcke von 600 verschiedenen Sorten auf 75.000 m2 boten eine beeindruckende Kulisse für ein spannendes Programm in den Garten- und Parkanlagen.

200 Jahre Rosen-Tradition feierte man in Baden mit einer Rosen-Raritätenschau, einem Rosenmarkt, dem Cinderella-Clubbing und einer Schreibwerkstatt für Liebesbotschaften. Publikumsmagneten waren die Auftaktveranstaltung, das Varieté der Sinne am Doblhoffteich und das Finale des Rosenfestes: eine einmalige Vorstellung, die Musik, Tanz, Akrobatik, Feuer und Wasser vereinte.

www.rosentage.baden.at www.wienerwald.info



Poesie und Musik in Eisenstadt: Das Esterházy Streichquartett Festival

Von 19. bis 22. Juni 2014 kamen beim Esterházy Streichquartett Festival kammermusikalische Werke und Poesie zusammen. Führende Kammermusikensembles aus ganz Europa präsentierten auf Schloss Esterházy Werke von Barber bis Verdi.



Sechs Konzerte in vier Tagen: Das Esterházy Streichquartett Festival präsentierte 2014 bereits zum vierten Mail hochkarätige Ensembles. Seit 2009 – Joseph Haydns 200. Todestag – bringt das Festival die Tradition des Streichquartetts an ihren „Geburtsort“ zurück nach Eisenstadt. Haydn gilt als Begründer der Gattung des Streichquartetts.

Passend dazu hatte das Dover Quartett aus den USA Haydn ebenso auf dem Programm wie Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die vier jungen Musiker konnten dieses Jahr die berühmte 11th Banff International String Quartet Competition für sich entscheiden, die seit 1983 die Hoffnungsträger der Gattung in Kanada kürt.

Auch das Casal Quartett, das derzeit als das beste Streichquartett der Schweiz gilt, hatte ein ganz besonderes Pfund dabei, nämlich die Poesie: Gemeinsam mit Schauspielerin Katja Riemann spürten sie Freud und Leid im Leben Franz Schuberts nach. Die veritable „Schubertiade“ wurde mit seiner Musik und seinen Briefen, aus denen Riemann las, zum Seelengemälde eines empfindsamen, hoch begabten Menschen.

Ein musikalisch hinreißendes Erlebnis bot auch das Doppelkonzert des „Teresa Carreno Quartetts“ gemeinsam mit dem „Yaracuy Quartett“. Beide Ensembles gingen aus dem berühmten „El Sistema“-Projekt hervor: Kinder aus Slums in Venezuela werden auf höchstem musikalischen Niveau ausgebildet. Der Erfolg gibt Gründer José Antonio Abreu recht: Das Konzert war Musik voller Hingabe, technischer Souveränität und mitreißender Klänge.

Drei in ihrer Unterschiedlichkeit ganz besondere Abende, die um nicht minder hochkarätige Quartette ergänzt wurden: Zu Gast waren zudem das „Quartetto di Cremona“, das „Armida Quartett“ mit Pianistin Ewa Kupiec und das legendäre „Talich Quartett“.

www.esterhazy.at


Die Besten auf einem Fleck. 
Über 2000 Athleten beim Kärnten Ironman Austria 


Am 29. Juni 2014 war es wieder so weit: Die besten Triathleten der Welt kamen in Klagenfurt zum Kärnten Ironman Austria zusammen.



In der Morgendämmerung des 29. Juni 2014 starteten über 2.000 „eiserne“ Männer und Frauen vom Klagenfurter Strandbad zum härtesten Triathlon der Welt: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen – der Triathlon trägt seinen Namen zu Recht. Der Klagenfurter Wettbewerb ist Teil der weltweiten Serie der „World Triathlon Corporation“ und gehört neben Frankfurt und Florida zu den größten weltweit.

Hier konnten sich 50 Athleten für den „Ironman Hawaii“ qualifizieren, der als „Urvater“ des Wettbewerbs international die meisten Punkte einbringt. Nach dem Ironman 2013 waren die rund 2.000 Startplätze innerhalb von 15 Stunden für 2014 ausverkauft.

Etwa 100.000 Zuschauer feuerten die Athleten entlang der Strecke an, die meisten am Start sowie an den harten Anstiegen „Faaker See“ und „Ruperti Berg“. Dem Klagenfurter Wettbewerb wird eine außergewöhnliche Verbindung zwischen Zuschauern und Athleten nachgesagt: Nicht nur auf, sondern auch entlang der Strecke werden hier Spitzenleistungen erbracht. Vor der Kulisse des türkisschimmernden Wörthersees wurde 2013 das erste Mal die 8-Stunden-Marke auf der Ironman-Distanz unterboten.

www.klagenfurt-tourismus.at


Gipfel fürs Herz. 
Wanderopening im Villgratental

Von 26. bis 29. Juni luden die Osttiroler zur „Herz-Ass“- Route mit erfahrenen Bergführern. Ganz gleich, ob Gäste die schwere oder die entspannte Version der Tour wählten, nachts sahen alle die Herz-Jesu-Feuer am Berg.



50 mächtige Gipfel bilden ein Herz um das abgeschiedene Villgratental – klar erkennbar aus der Vogelperspektive. Die legendäre 6-Tages-Tour, bei der das Herz sichtbar wird, ist mit 5.500 Höhenmetern im Aufstieg, 100 Streckenkilometern, zwei Hütten- und drei Biwak-Übernachtungen auch für ambitionierte Wanderer eine echte Herausforderung.

Ab sofort ist eine leichte Variante der Route ausgeschildert, damit sozusagen jedermann in den Genuss der Wanderung kommen – und sich dabei nicht verlaufen kann. Wer vom 26. bis 29. Juni zum Wanderopening ins Villgratental kam, konnte erfahrenen Bergführern auf Teiletappen der Route folgen.

Besagtes Wochenende war besonders gut geeignet, um das Villgratental zu entdecken, denn nachts erleuchteten die traditionellen Herz-Jesu-Feuer die Berge. Die brennenden Herzen und flammenden Kreuze, die auf den Gipfeln der Dolomiten und dem Karnischen Kamm erstrahlten, haben Tradition, seit die Tiroler um Beistand vor Napoleon baten und sich dem „Heiligsten Herzen Jesu“ anvertrauten.

Das Traditionswochenende wurde in den Orten Inner- und Außervillgraten mit festlichen Prozessionen begangen. Gäste, die lebendiges Brauchtum erleben möchten, haben dieses Wochenende im Villgratental so schnell nicht vergessen.

www.osttirol.com


Urlaubsservice der Österreich Werbung, Postfach 40, A-1030 Wien, Tel.: 00800 400 200 00
(gebührenfrei aus D, A, CH), E-Mail: urlaub@austria.info