Gönnen Sie sich 2015 eine Auszeit bei unseren französischen Nachbarn - Update

 
Der Frühling ist da und bringt viele spannende Highlights in Frankreich mit sich. Wir haben einige Ideen, wie zum Beispiel das neue Projekt von lille3000, ein neues Lauf-Event in der Camargue, aber auch für Kunstliebhaber einige spannende Neuigkeiten im Repertoire. Lassen Sie sich mitnehmen auf eine spannende und erlebnisreiche Reise durch verschiedene französische Regionen und Orte.
 


Buchtipp: Martin Walker "Brunos Kochbuch" , Diogenes

Endlich: Kochen und essen wie Bruno im Périgord. Statt nur delikater Kriminalfälle für Bruno, Chef de police gibt es nun auch seine köstlichen Rezepte mit marktfrischen Zutaten als Buch! Trüffel, Pâté, Käse, guter Wein und schöne geschichtsträchtige Landschaft: Der Hobbykoch aus dem Périgord spricht alle Sinne an.


Die Küche des Périgord hat selbst innerhalb Frankreichs einen besonderen Stand: Sie gilt als ursprünglich, köstlich und wird gern in großer Runde genossen. Essen im Périgord ist wie Essen im Schlaraffenland.

Martin Walkers Bruno-Kochbuch ist Gaumenschmaus und kulinarischer Reiseführer zugleich, garniert mit zwei delikaten Fällen des Ermittlers. Viele Klassiker wie tarte Tatin mit roten Zwiebeln, Kartoffeln à la sarladaise, Rindfleischschmortopf nach Art des Périgord, crème brûlée mit Trüffeln und vin de noix wurden von Martin Walker zusammengestellt, mit Unterstützung seiner Ehefrau Julia Watson, Food-Stylistin. Optisch stimmungsvoll in Szene gesetzt durch über 100 Rezept- und Landschaftsfotos von Klaus Einwanger.





Mit doppeltem Register (nach Rezeptnamen und Zutaten), Menüvorschlägen (auch vegetarischen), einem kleinen Weinführer, einer kurzen Produktkunde sowie hilfreichen "Brunos Tipps". Eine große Liebeserklärung ans Périgord.

Martin Walker "Brunos Kochbuch" , Diogenes, Hardcover Leinen, 320 Seiten, ISBN 978-3-257-06914-3, 28.90 Euro


 

Frühlingsfestival in Colmar: mit Jazz, schönem Kunsthandwerk und bunten Ostermärkten!


Endlich ist der Frühling da: die ersten warmen Sonnenstrahlen sind zu spüren und überall erwacht die Natur! Den Beginn der schönen Jahreszeit ehrt das Festival „Colmar feiert den Frühling“ ganz besonders: vom 05. bis zum 19. April schmückt sich die ganze Stadt in bunten Frühlingsfarben und bietet Jazz- und Klassikkonzerte, Oster- und Frühlingsmärkte sowie (Verkaufs-) Ausstellungen mit schönem Kunsthandwerk.

Besucher können mit thematischen Stadtführungen elsässische Frühlingsriten und Osterbräuche kennen lernen, einen „Frühlingsbesuch“ im Weinkeller machen oder mit der Familie auf Ostereiersuche gehen. Die Stadt Colmar verzaubert dabei mit ihrem Charme und einer einzigartigen Atmosphäre.

Im ganzen Elsass haben der Frühlingsbeginn und das Osterfest eine große Bedeutung. Ostern gilt mit seinen Traditionen und Bräuchen - wie in Deutschland auch - als das wichtigste Fest nach Weihnachten! In vielen elsässischen Häusern wird „Oschterputz“ betrieben und so der Winter ausgekehrt. Unter dem Motto „Eclats de Pâques“ (Osterglanz) finden überall in der Region weit über 100 Frühlings- und Osterveranstaltungen statt – von der Aufführung der Passionsspiele bis hin zu öffentlichen Ostereiersuchen.

Colmar, die „elsässischste aller Städte“ mit mittelalterlichem Flair und der zauberhaften Altstadt bietet mit dem Frühlings-Festival einen Höhepunkt unter den Feierlichkeiten und weckt mit zahlreichen Veranstaltungen garantiert „Frühlingsgefühle“!

Frühling und Musik gehören zusammen und so findet in Colmar vom 06. – 19. März das Festival „Musik und Kultur“ mit 14 Jazz- und Klassik-Konzerten an ganz besonderen Orten des elsässischen Kulturerbes statt: in der Kirche Saint Matthieu und im Saal der Catherinettes. Besucher werden zu einer Reise in die Welt der Musik eingeladen. Es werden verschiedene Stilrichtungen des internationalen Jazz präsentiert und Musiktalente aus der ganzen Welt - von Brasilien über Ungarn und China- beeindrucken mit klassischem Jazz bis hin zu Sinti-Jazz und Swing.

Für eine einzigartige Darbietung und ausgezeichnete Stimmung sorgen u.a. der Gitarrist Mike Reinhardt zusammen mit dem französischen Violinist Didier Lockwood sowie der Jazz-Pianist Baptiste Trotignon und die brasilianische Sängerin Mônica Passos. Auch wird ein Abstecher in die Welt des Rock gemacht und das Budapest Gypsy Orchestra zeigt „Zigeunermusik“ auf höchstem Niveau…es warten viele weitere interessante Künstler! Das Festival zeigt, dass die Grenzen zwischen den Musikrichtungen verschwinden und sich aus der Vielfalt und dem Zusammenspiel die besondere Qualität ergibt. Diese Botschaft soll auch für die Grenzen zwischen den Ländern und Kulturen übertragen werden.

Auf den schönsten Plätzen der Altstadt von Colmar: dem Dominikanerplatz und dem Alten Zollplatz werden zwei große Frühlings- und Ostermärkte für das Frühlingsfest aufgebaut und laden zum Flanieren ein. In bunten Holzständen zeigen 70 Aussteller ihre Produkte passend zum Thema „Frühling“: schönes Kunsthandwerk, Schmuck, Geschirr, Dekorationen, Blumen und kulinarische Spezialitäten aus der Region. Das bunte Treiben wird durch ein buntes Straßenprogramm und weitere Ausstellungen ergänzt.

Während des Frühlings-Festivals finden nacheinander drei große Ausstellungen mit elsässischem Kunsthandwerk statt, das auch an die Besucher verkauft wird. Im Koïfhus, dem ehemaligen Zollamt der Stadt, ist vom 03. bis 06. April „Coquille d'Art“, (die Messe des dekorierten Eis) zu sehen. Hier zeigen sich kreative Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Kalligraphie und Perforation und 30 Ovo- Miniaturmeister stellen ihre minutiösen Arbeiten vor. Darauf folgt mit „Eclats de terre“ vom 09.-12. April eine Ausstellung zur Kunst aus Keramik, Ton und Glas – vom Rohmaterial bis zur Realisierung von originalen Designerobjekten!

Die Stoffkunst in allen ihren Formen zeigt zum Schluss vom 16. -19.April „Déclinaisons textiles“. Mit Patchwork-Werken präsentieren Künstler Originalität, Technik und Talent.

Schmale, gepflasterte Gassen, Fachwerkhäuser, Wasserläufe und pittoreske Brücken, versteckte Plätze, historische Denkmäler und ein reiches Kulturerbe: ein Besuch der Stadt Colmar lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Besonders mit den Stadtführungen des Fremdenverkehrsamtes können Besucher die verschiedenen Facetten der Stadt und ihre Geheimnisse entdecken. Passend zur Frühlingszeit beschäftigt sich die Führung durch die historische Altstadt mit den elsässischen Traditionen, Osterbräuchen und ungewöhnlichen Anekdoten. (Führungen vom 03. -19. April um 17.00 Uhr, 06. April um 11.00 Uhr, keine Führung am Dienstag und Donnerstag, Führung nur in Französischer Sprache).

Passend zu den zahlreichen Frühlingsveranstaltungen in Colmar, der „Metropole der Weinstraße“, bieten einige Winzer in ihren Weinkellern Besichtigungen und Weinproben an. So z. B. das Weingut Karcher (vom 03. – 19. April, um 11.00 Uhr, außer am 03. und 06. April): www.vins-karcher.com. Oder das Weingut der Familie Jund-Ducros, die ihre Weine im Einklang mit der Natur und aus ökologischem Anbau beziehen (03. – 19. April, jeden Tag): www.martinjund.com.

Die zahlreichen Frühlings- und Osterveranstaltungen eignen sich auch besonders für einen Ausflug mit der ganzen Familie nach Colmar. Für die Kids sind besonders die Ostereiersuchen ein Highlight. Im Parc du Champ de Mars in Colmar können Kinder am 04. April von 14.00-17.00 Uhr mit einem Körbchen bunte Ostereier sammeln und dann gegen Schokolade eintauschen.

Weitere Angebote und Informationen zu Colmar sowie Oster- und Frühlingsveranstaltungen im Elsass finden Sie unter www.elsass-tourismus.de .



Neues Laufevent in der Camargue- „le Grand Raid“

Eine absolute Neuheit wartet in diesem Jahr auf alle sportbegeisterten Läufer – der „Grand Raid de Camargue“. Die erste Ausgabe dieses neuen Laufevents wird am 12. September 2015 stattfinden. Die Strecke beträgt etwa 100km und führt quer durch den Süden Frankreichs, das heißt durch zwei verschiedene Regionen. Das Laufevent basiert auf zwei verschiedenen Aspekten.

Zum Einen freut es den Sportler, auf einen Streich zwei Regionen zu durchlaufen, zum Anderen gehört eine Portion Kultur und Tradition dazu. Zielort ist Vauvert, ein Dorf mit regionalem Handwerk der Camargue. Die Idee zu diesem Lauf entstand übrigens vom Organisator Laurent Grenier, der schon immer davon geträumt hat, die einzigartige Landschaft der Camargue zu durchqueren.

Die Läufer starten in Salin-de-Giraud im Département Boûches du Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur , laufen quer durch die Landschaft der Camargue und laufen in Vauvert im Departement Gard ins Ziel.

Der „Grand Raid de Camargue“ ist eine Laufveranstaltung mit allen Vorzügen der Camargue entlang der Strecke:

Das besondere kulturelle Erbe: Salin-de-Giraud mit den Meerwassersalinen, dem Leuchtturm von Faraman, der Kirche von Saintes-Maries-de-la-Mer, die Festung von Aigues-Mortes oder dem Turm Carbonnière, Handwerker wie zum Beispiel Schilfbauern, Stierzüchter und Weinbauern. Die außergewöhnliche Tierwelt der Camargue mit Stieren und Pferden sowie Flamingos und alle neun in Europa ansässigen Reiher-Arten

Die Camargue ist außerdem für ihre traditionellen Naturprodukte bekannt und die Teilnehmer der „Grand Raid de Camargue“ können vor Ort den Anbau verschiedener Naturstoffe, wie zum Beispiel Salz, Reis oder Schilf erleben. Die angesprochene Strecke von 100km kann entweder als Einzelläufer bewältigt werden oder man läuft diesen Ultratrail in einem Team von 3 Personen. Allerdings hat jedes Teammitglied unterschiedliche Streckenlängen zu bewältigen (45, 38 und 17 Kilometer).

Die drei Streckenabschnitte gestalten sich wie folgt: Etappe 1 (45km): Von Salin-de-Giraud führt der Weg vorbei an den Salzgärten, am Leuchtturm von Faraman, über den Deich und weiter zum „Pond de Fangassier“, wo Flamingos brüten. Am Ende des Streckenabschnittes sind der Leuchtturm von Gachole zusehen, bevor die erste Zwischenstation in Sainte-Maries-de-la-Mer erreicht ist.

Etappe 2 (38km): Hier führt der Weg vorbei an imposanten Weinbergen, bevor die „Petite Rhône“ überquert wird, die gleichzeitig auch die Grenze der beiden Départements Bouches-du-Rhône und Gard markiert. In einem anschließenden Abstieg auf Meereshöhe nahe dem Mittelmeer führt der Weg entlang der Küstenstraße bevor nach einigen Kilometern die wunderbar erhaltene Festung von Aigues-Mortes in Sichtweite erscheint.

Etappe 3 (17km): Die Teilnehmer der dritten Etappe der Grand Raid de Camargue laufen am Turm Carbonnière vorbei und später weiter auf den Wegen der Pferde, Stiere und Reiher, die hier sanft durchs Wasser gleiten. Auf dem Schlussspurt geht es vorbei am Weinanbaugebiet „Costières de Nîmes“ nach Vauvert, der Hauptstadt der so genannten „Petite Camargue“, wo ein buntes Fest mit verschiedenen Handwerksständen, regionalen Produkten, Live-Musik und weitere Unterhaltung auf die Teilnehmer wartet.

Informationen zur Grand Raid de Camargue gibt es unter www.grandraidcamargue.fr



Center Parcs eröffnet diesen Sommer den neuen Park „Bois aux daims“ in Poitou-Charentes


Im Juni 2015 eröffnet „Pierre et Vacances – Center Parcs“ den 5. Park in der westfranzösischen Region Poitou-Charentes, etwa 1 Stunde nördlich von Poitiers. Der Park liegt in einem ehemaligen Jagdgebiet aus dem 13. Jahrhundert zwischen den beiden Kommunen „Trois Moutiers“ und „Morton“.“Domaine du Bois aux daims“, so der Name, weist auf Hirsche hin, die auf dem Areal von insgesamt 260 Hektar zu Hause sind.

Man wohnt in modernen Holzhütten mit drei verschiedenen Komfort-Stufen, versteckt in freier Natur. In kleinen Siedlungen verteilen sich 85 bis 170 Einheiten mit dem Standard einer 4-Sterne-Anlage. Eine Besonderheit sind versteckte Baumhäuser in den Baumkronen mit maximalen Komfort und einer perfekten Harmonie zwischen Mensch und Tier.

Das Zentrum der Domäne teilt sich in drei verschiedene Zonen, jeweils mit verschiedenen Pflanzen und einem Bestand von etwa 150 Hirschen. Um die kleinen Hüttensiedlungen leben Menschen und Hirsche in unmittelbarer Nachbarschaft. Im Tierpark findet der Besucher auf 10 Hektar nicht nur mehrere Flüsse, sondern auch viele verschiedenartige Bäume.

Höher gelegene Hütten, Hochsitze oder Spazierwege sind ein idealer Beobachtungsposten für Hirsche, Frettchen, Waschbären und andere Tiere. Ein besonders geschützter Bereich von 35 Hektar ist bewusst ohne Bebauung angelegt. Dort entwickeln sich Wiesenblumen ungestört und viele Tiere wie Schmetterlinge, Molche oder Eichhörnchen und Wildblumen sind hier zu Hause. Für naturinteressierte Besucher werden vor Ort geführte Touren und pädagogische Wanderungen angeboten.

Ein Zentrum von 26.000 Quadratmetern ist Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Im Angebot dort sind verschiedene Boutiquen, Restaurants, ein Spa-Bereich mit natürlichen Wasserfällen, tropischen Pflanzen und 10 Massage-Räumen auf 1.300m². Besonders auch für die ganze Familie: das „Aqua Mundo, ein Schwimmparadies mit Riesen-Becken und Süßwasserbereich.

Wer will, spielt Bowling – oder sucht sich eine von rund 36 verschiedenen Aktivitäten im Bereich Natur, Sport und Freizeit aus (Beachvolleyball, Tennis, Abenteuerparcours, Minigolf, Bogenschießen oder Tretboot). Für Tagungsgäste steht ein Seminarzentrum von 680m² zur Verfügung, Familien mit kleinen Kindern schätzen den Spielplatz.

Weitere Informationen zum neuen Center Parc unter http://www.centerparcs.de/de-de/angebote/bois-aux-daims_ms





Update 02.2015

Tausendjahrfeier des Straßburger Münsters: Vom Mittelalter zum digitalen Zeitalter

Was hat dieses bekannte Gebäude nicht schon alles erlebt? Zerstörungen, Plünderungen, Reformations- und Revolutionszeit, den Wechsel von einer katholischen Kathedrale zu einer protestantischen Kirche und während der Revolution wurde es zum Tempel der Vernunft erklärt. Viele Prediger folgten am Hauptaltar aufeinander, dieses Kunstwerk wurde von Nicholas de Hagenau geschaffen.

Doch am bemerkenswertesten ist die Kathedrale an sich. Dieses Gebäude hat nicht nur über Jahrhunderte vielen Angriffen getrotzt, sondern steht auch als Symbol für die Stadt sowie für die ganze Region Elsass. Die Jubiläumsfeier, die von September 2014 bis September 2015 in Straßburg gefeiert wird, hebt besonders die Entscheidung für den Bau der Kathedrale vor 1.000 Jahren hervor. Das Programm zeigt eine breite Palette an Veranstaltungen, die mit Musik und Lichtinstallationen diesem besonderen Event die Ehre erweisen.

www.cathedrale-strasbourg-2015.fr


Colmar: Wiedereröffnung des Unterlinden-Museums

Wenn eines der schönsten Museen Frankreichs auf das Architekturbüro Herzog Meuron trifft, ergibt sich daraus ohne Zweifel ein vollkommenes Meisterwerk. Die Arbeiten zur Erweiterung des Museums dienen dazu, den Empfang der Besucher zu vereinfachen. Die Renovierung und Umwandlung der ehemaligen Städtischen Bäder von

Colmar ermöglichen dem Museum auch, Werke zu zeigen, die bis jetzt unter Verschluss geblieben sind. Der Isenheimer Altar, Hauptwerk der Sammlung des Museums, wird ganz besonders hervorgehoben: ein Schmuckstück in seiner Schatulle! Ziel dieser Umbau- und Neuordnungsmaßnahmen ist neben der Modernisierung, die gesamte Kunstgeschichte in einem lebendigen Raum zu zeigen. Ein Museum ganz dem Zeitgeist entsprechend. Zur Wiedereröffnung 2015 erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm.

www.musee-unterlinden.com


Das Elsass für die ganze Familie: Vielseitig und für jedes Alter

Mal ist es ruhig, ländlich und idyllisch, mal städtisch und voller Energie: das Elsass hat dabei auch eine ebenso neckische wie spielerische Seite. In all seinen Orten und all seinen Landschaften hält es eine Fülle an Erlebnissen bereit, die man mit der Familie entdecken und teilen kann.

Das Elsass lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen und diese zusammen mit der Familie zu verbringen. Es ist eine Einladung, Spaß zu haben, zu spielen, zu lachen und etwas gemeinsam zu erleben.

Hierfür bieten sich zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten an, wie die Hohkönigsburg, bei der man mit jedem Schritt in die Geschichte eintaucht. Weitere Highlights sind die Wiedereröffnung des Museums Le Vaisseau, ein Ort der Wissenschaft

für Kleine und Große und der Park des Kleinen Prinzen (seit Juli 2014) in Ungersheim, ganz in der Nähe des Freilichtmuseums: Écomusée d’Alsace. Für die ganze Familie gibt es hier viel zu entdecken: vom allerkleinsten bis zum ältesten Besucher!


„Die Zeichner des Münsters. Tomi Ungerer/John Howe“

Ausstellung zur Tausendjahrfeier: 6. März - 4. Oktober 2015: Das Straßburger Münster dient seit jeher als Inspirationsquelle vieler Künstler, darunter Schriftsteller, Zeichner und Illustratoren. Auch der Straßburger Künstler Tomi Ungerer ist fasziniert von der weltbekannten Kathedrale und erklärt sich zur Tausendjahrfeier „Ganz Münsterlich der Ihre“.

Die Ausstellung „Die Zeichner des Münsters. Tomi Ungerer / John Howe“ zeigt ca. 100 Originalwerke zum Jubiläum des Münsters. Tomi Ungerer sagte einmal: „Das Münster ist gewiss deshalb meine Triebfeder, weil ich aus einer Uhrmacherfamilie stamme“. Diese besondere Beziehung zum Münster wird mit der Ausstellung hervorgehoben.

Auch den Illustrator John Howe, bekannt für seine Mitarbeit am Dekor der Tolkien-Verfilmungen „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“, hat das Münster in seinen Bann gezogen. Seine Faszination zeigt der ehemalige Student der Straßburger Hochschule für Gestaltung durch seine Zeichnungen mit feinem, spitzem Stift.

www.tourismus-elsass.com


Jugendstil und die Schule von Nancy

An der Wende zum 20. Jahrhundert erlebten die verschiedenen Formen dekorativer Kunst in Europa eine neue Blüte. In Nancy entwickelte sich der Art Nouveau (frz. Jugendstil) besonders intensiv – die Hauptstadt Lothringens spielte eine wichtige Rolle innerhalb dieser Kunstbewegung.

Die Dynamik, der Enthusiasmus und die Begeisterung der Stadt Nancy für diese Bewegung ging vor allem von ihrer jungen, oft wohlhabenden und kultivierten Bevölkerung aus, die nach der deutschen Annexion des Elsass und des nördlichen Lothringens infolge des Frankfurter Friedensvertrags 1871 dorthin emigriert war.

Die Kunst verband sich mit dem Gewerbe, das Kunstgewerbe (Glas, Keramik, Kunstschmiedearbeiten, Glasmalerei, Kunsttischlerei usw.) setzte sich im täglichen Leben durch. Die Häuserfassaden wurden mit vegetabilen Motiven verziert, die anmutig in die Höhe rankten. Die Natur in ihrer farbenfrohen Pracht war überall präsent.

Die bedeutende wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Nancy kam den lothringischen Künstlern zugute. Innerhalb weniger Jahre wurde die lothringische Hauptstadt eines der wichtigsten Zentren der dekorativen Kunst in Frankreich. Die lothringischen Künstler wollten das Kunstgewerbe aufwerten, um die strenge Grenze zu den so genannten „reinen Künsten“ (Architektur, Malerei, Bildhauerei) aufzuheben.

Daher konzentrierten sie sich vor allem auf Inneneinrichtung, Goldschmiedearbeiten, dekorative Objekte usw. Die Kunst sollte alle Lebensbereiche durchdringen („l’Art dans tout“) und allen zugänglich gemacht werden („l’Art pour tous“), indem Kunstgegenstände in hohen Auflagen herausgegeben und vertrieben wurden.

Die Künstler ließen sich vor allem von der Natur inspirieren, die sie durch all ihre Techniken zum Ausdruck kommen ließen. Darin fanden sie die neuen Formen, die sie suchten. Diese entsprachen dem Geschmack ihrer Kunden, die modernen Ideen gegenüber offen waren, wahrten jedoch zugleich die einheimische Tradition.

Bei dieser künstlerischen Suche spielte Emile Gallé (1846 - 1904) eine wichtige Rolle als Wegbereiter – er verhalf dem aufkommenden Stil zum Durchbruch. Ab 1877 leitete der zukünftige führende Kopf der Bewegung das Unternehmen seines Vaters, einen Kristall- und Keramik-Handel. Er entwickelte neue Formen und Dekors, wobei er sich von der Pflanzenwelt (insbesondere der lothringischen Flora) und seiner Vorliebe für alles Orientalische inspirieren ließ. Gallé, der für Keramik-, Glaskunst- wie Kunsttischlerarbeiten gleichermaßen begabt war, hatte bei der Weltausstellung 1889 in Paris großen Erfolg.

Emile Gallé fand unter den Künstlern und jungen Unternehmern in Nancy Anhänger – insbesondere die Möbel der Kunsttischler Louis Majorelle und Eugène Vallin zeugen von der Erneuerung der Formen und Dekors.

Der Tod des Meisters der École de Nancy im Jahr 1904 fiel mit einem nachlassenden Interesse des Publikums für Art Nouveau zusammen. Die Internationale Ausstellung Ostfrankreichs im Jahr 1909 war die letzte große Veranstaltung für die École de Nancy, die mit dem Ersten Weltkrieg ein Ende fand.


ÉMILE GALLÉ (1846 - 1904)

Künstler und Unternehmer, Keramiker, Glasmaler und Kunsttischler – sein Sinn für Ästhetik und sein technisches Können machten ihn zum führenden Kopf und Begründer der École de Nancy.


LOUIS MAJORELLE (1859 - 1926)

Mitbegründer der École de Nancy, einer der bekanntesten Künstler dieser Bewegung. Er war Bronzeplastiker und Glaskunstmeister, doch berühmt machten ihn vor allem seine
anspruchsvollen Möbelkreationen und seine Serienproduktionen. Durch den Ausbau seiner Tätigkeit konnte er Geschäfte in Paris, Lyon und Oran eröffnen, was vor ihm noch keinem Unternehmen gelungen war.


Eugène Corbin (1867 - 1952)

Unternehmer, Mäzen, Sammler, Herausgeber der Zeitschrift Art et Industrie (1909 gegründet): Er spielte eine wichtige Rolle für die Förderung der École de Nancy.


Musée de l’Ecole de Nancy

Das Musée de l’École de Nancy befindet sich im ehemaligen Wohnhaus Eugène Corbins, das die Stadt in den Jahren 1951-1952 erwarb, um einen architektonischen Rahmen zur Verfügung zu haben, der aus der gleichen Zeit wie die ausgestellten Werke stammt. Trotz der städtebaulichen Entwicklung des Viertels ist der Garten zum größten Teil erhalten geblieben. Durch seine Restaurierung im Jahr 1999 konnten die Pflanzungen wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts rekonstruiert werden.

Das Masson-Esszimmer, ein Werk von Eugène Vallin, ist fast vollständig ausgestellt. Weitere Unikate und wertvolle Exponate sind dort zu sehen, unter anderem das Bett „Aube et crépuscule“ (Morgen- und Abenddämmerung) und der Tisch „Le Rhin“ (Der Rhein) von Émile Gallé, das „Schlafzimmer der Villa Majorelle” und das Piano „La mort du cygne” (Schwanentod) von Louis Majorelle.

Ein schönes Ensemble von Glaskunstwerken von Émile Gallé veranschaulicht das hervorragende technische Können und die naturalistische Ausrichtung dieser künstlerischen Bewegung. Die Villa Majorelle kann im Rahmen von individuellen Führungen besichtigt werden, die vom Musée de l’École de Nancy samstags und sonntags um 13.45 und 15 Uhr. Auskünfte erhalten Sie beim Musée de l’École de Nancy (Reservierung erwünscht). Tel.: +33 (0)383 40 14 86 (höchstens 18 Personen pro Führung).

www.ecole-de-nancy.com/web/


Flusstourismus – ein ausgezeichneter Freizeithafen mitten in der Stadt

Wasserwege ziehen mehr und mehr Freizeitkapitäne an. Auch und vor allem in Nancy, wo sich Rhein-Marne-Kanal und der Canal de l’Est (Ostkanal) kreuzen. So legen alljährlich im Yachthafen von Nancy, Saint Georges, fast 2000 Freizeitboote aus aller Welt an.

Der Hafen bietet eine vollständige Ausstattung und verfügt über eine Informationsstelle. 2005 wurde er aufgrund der Qualität seiner Ausstattung mit dem französischen Gütezeichen „Pavillon Bleu“ ausgezeichnet. In der Tagespauschale sind die Sanitäranlagen, Strom, Wasser, Abfallentsorgung und der Wachdienst (auch nachts) enthalten.

Der Hafen wird auf der einen Seite von den Grünflächen und Uferpromenaden Saint- Georges und Sainte-Catherine, auf der anderen Seite vom Wassergarten eingerahmt. Er liegt gegenüber dem Museum Aquarium, das für Erwachsene wie Kinder interessant ist, und weniger als fünf Minuten zu Fuß – zwei Minuten mit dem Fahrrad! – von der Place Stanislas und den Geschäftsstraßen von Nancy entfernt. Freizeitschiffer können dort Fahrräder mieten, ideal für Touren in der Stadt.


UNESCO: Das architektonische Ensemble aus dem 18. Jahrhundert

In der ganzen Welt wurde Nancy durch die Place Stanislas berühmt. Zusammen mit ihren beiden weniger bekannten Nachbarplätzen, Place de la Carrière und Place d’Alliance, die durchaus bemerkenswert sind, wurde sie 1983 von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Als der schönste Königsplatz Europas gilt die Place Stanislas, doch die Place de la Carrière und Place d’Alliance, die wie diese der Genialität des Stanislaus und seines Architekten Emmanuel Héré zu verdanken sind, sind kaum weniger beeindruckend.

Die drei Plätze bilden ein einzigartiges architektonisches Ensemble aus dem 18. Jahrhunderts, zu dessen Eleganz jeder einzelne Platz mit seinen Eigenheiten beiträgt. 2005 fand die Place Stanislas, die heute Fußgängern vorbehalten ist, nach zweijährigen Restaurierungsarbeiten ihre ursprüngliche Pracht wieder. Sie erhielt ein helles Pflaster mit zwei schwarzen Diagonalen, die den Raum strukturieren. Gitter und Schmuckelemente wurden restauriert, Gebäudefassaden am Platz gereinigt.

Dieser Platz, der schon immer das Herz der Stadt war, steht nun noch mehr im Mittelpunkt des Geschehens: Mit seinem italienischen Ambiente in Weiß und Gold, seinen Terrassen und Brunnen lädt dieser Ort der Begegnung, auf den die Einwohner von Nancy zu Recht stolz sind, zum Bummeln und Verweilen ein. Am Abend bezaubert er durch seine silbern-goldglänzende Pracht.


Anreise nach Nancy

Nancy, die ehemalige Hauptstadt der Herzöge von Lothringen, liegt 300 km von Paris, 130 km von Saarbrücken, 300 km von Frankfurt, 220 km von Karlsruhe, 800 km von Berlin entfernt. Mit dem Zug: Nancy liegt an der Verkehrsachse Paris – Straßburg.

Zahlreiche Züge gewährleisten den Pendelverkehr. Es gibt direkte Verbindungen ohne Umsteigen in Paris mit allen TGV- Netzen und in Richtung Deutschland. Mit dem Auto: Nancy liegt an den großen europäischen Verkehrsachsen in Nord-Süd- und Ost-West- Richtung. Mit dem Boot: Der Flusstourismus zieht immer mehr Freizeitkapitäne an – in Nancy kreuzen sich der Rhein-Marne-Kanal und der Canal de l’Est (Ostkanal).

www.nancy-tourisme.fr


Burgund zum Anbeißen

Blondfarbige leichte Gougères (Käseplätzchen) zum Aperitif geknabbert, eine Scheibe Schinken mit Petersilienfüllung für das Picknick eingepackt, eine feine Schneckentorte, das Entrecôte vom Charolais-Rind genau so gegrillt wie es sein muss, dazu ein Löffel Senf, ein Bresse-Huhn oder Gänseleber mit Cassis, danach eine Käseplatte, eine Handvoll Himbeeren, die man bei einem Produzenten auf den Hautes-Côtes erstanden hat, verteilt auf einer schönen Scheibe Gewürzkuchen aus Dijon.

Nachdem man sich in den Trubel des Marktes mit kleinen Gemüsebauern oder Käseherstellern gestürzt hat, begeistert man sich um so mehr an der regionalen Küche, wie sie in Restaurants, Gasthäusern oder an Tables d’Hôtes (Gästetischen) serviert wird.

Wer die Geheimnisse der Herstellung bekannter Produkte Burgunds kennen lernen möchte, vertraut sich einem der Mitglieder des Vereins „Vive la Bourgogne“ an. So lernt man dann etwa die Fabrikation burgundischen Käses in der Fromagerie Gaugry in Brochon kennen. Alles, was man zum Thema Cassis wissen sollte, erfährt man im Cassissium von Nuits-Saint-Georges.

Bei Veuve Ambal vor den Toren von Beaune präsentiert man den Crémant de Bourgogne. In der Maison Mulot & Petitjean erzählt man – in Kurzfassung! – die fast 230 Jahre alte Erfolgsgeschichte der Manufaktur von Gewürzkuchen.

Senf stellt man bei Fallot auch schon seit 184 Jahren her. Und die berühmten Anisbonbons von Flavigny werden wie schon im 16. Jahrhundert in einer alten Abtei hergestellt!

http://vivelabourgogne.free.fr/


Wer dann sein Wissen um die Küche Burgunds auf vergnügliche Weise vertiefen möchte, erfährt in einem Kochkurs, wie man das berühmte „Boeuf Bouguignon“ (Rindfleisch in Rotwein) oder die „Oeufs en meurette“ (pochierte Eier im Rotweinmantel) nach allen Regeln der Kunst fabriziert.

Für den Terminkalender: Vom 25. bis 27. September 2015 bitten die Burgunder anlässlich des Festes der Gastronomie zum „Fantastic Picnic“. Damit feiert man den Jahrestag des Einzuges des „Essens nach französischer Art“ in das Verzeichnis des Weltkulturerbes der UNESCO.

Und irgendwie findet man sicher auch noch ein paar „überflüssige“ Geldscheine im Portefeuille, und kehrt damit bei einem der großen Küchenchefs ein. Burgund ist in aller Bescheidenheit die „Region mit den meisten (Michelin-)Sternen Frankreichs.

Wie man sieht, es gibt nahezu unendlich viele Möglichkeiten, dem Gott Lukullus in der
Bourgogne zu huldigen. Das geht übrigens ganzjährig!

www.burgund-tourismus.com, Rubrik „Schlemmerrouten“


Die burgundische Weinstraße: Herzlich willkommen in der Heimat eines Mythos! Der burgundische Wein ist eine lebende Legende. Seit mehr als 2.000 Jahren vereint er die Fruchtbarkeit der Böden mit dem Fleiß der Menschen und hat sich weltweit ein außerordentliches Renommee erworben. Auf dieser Route lernen Sie Burgund und den Burgunderwein kennen, denn es ist nicht möglich, das eine ohne das andere zu entdecken.

Eine Reise durch Burgund ohne die gebührende Aufmerksamkeit für die Weine der Region käme einem Romaufenthalt ohne Besichtigung des Kapitols gleich. Umgekehrt kann es sich kein Weinliebhaber leisten, sich nicht wenigstens einmal in seinem Leben auf eine Wallfahrt zu begeben, die ihn zu den Quellen seiner Gaumenfreuden und zur Wiege der berühmtesten Cru-Weine der Welt führt. Um diese Reise kommt einfach niemand herum!

Für alle Weinfreunde hat die Region Burgund eine Route ersonnen, die dem burgundischen Wein ein Denkmal setzt. Die burgundische Weinstraße („Route des Vins de Bourgogne“) ist eine herausragende Route, die mit Sicherheit zu den schönsten ihrer Art in der Welt zählt. Eine Route, die den Reisenden auf fünf Teilstrecken durch alle Weinanbaugebiete Burgunds zu legendären Lagen und namenlosen Parzellen führt.

Eine Route, die ein jeder völlig frei auf seine Weise – mit dem Auto, auf dem Fahrrad und sogar zu Fuß – entdecken und in Teilabschnitten Schluck für Schluck genießen kann. Eine magische Route, die der Allgemeinheit das Außergewöhnliche nahe bringt.

Eine offene Route, die dem Besucher die gesamte Weinwelt der Region Burgund erschließt: ihr kulturelles Erbe und ihre Poesie, ihre Landschaften und ihre Dörfer, ihre Weinkeller und ihre Weinberge. Kurzum, eine Route, die für das Entdecken, Lernen und Träumen geradezu wie geschaffen ist. Neu: Die VINIF, www.vinsdestonneliers.com, Verkostungstafel im Château de Chamirey in Mercurey, www.chamirey.com

www.burgund-tourismus.com, Rubrik „Genießen“


Unterkünfte, originell, ausgefallen und in direktem Kontakt zur Natur

Als besonders ländliche Region verfügt Burgund über ein umfangreiches Angebot an rustikalen Unterkünften auf dem Land (ländliche Ferienhäuser, Gästezimmer, von Familien geführte Hotels). Hier und da wurden originellere und ausgefallenere neue Konzepte für die Unterbringung von Gästen umgesetzt. Von diesen innovativen Unterkünften sollen vier ausführlicher vorgestellt werden, die im direkten Kontakt zur Natur stehen.

Eine Nacht im Hobbit-Haus der Domaine de la Pierre Ronde, www.domainedelapierreronde.com, Auf dem Wasser an Bord einer „Toue“-Hütte www.village-toue.fr, Übernachtung in einer gigantischen Kuh www.divertiparc.com, Wohn-Weinfässer in Lugny www.closdugrandbois.fr/oeno-tonneaux

Neu: Das „Carnet de Voyage“ - Die Idee zu diesem „intimen“ Führer entstand auf ganz natürliche Weise... Er folgt den Vorschlägen burgundischer Presse-Attachés. Man findet das „Carnet de voyage de la Bourgogne“ am Tisch von Coralie!

www.bourgogne-tourisme.com


Authentisches Cannes – ein Festival der Sinne

Seit jeher schätzt man Cannes für seine gelassene Atmosphäre, seine Lebensqualität und die Attraktivität seiner großen Veranstaltungen, sommers wie winters. Neben seinen wundervollen Stränden an einer Bucht in sattem Azur oder seinen Edelboutiquen bietet die Stadt eine Fülle kultureller Ereignisse. Eine reizvolle geografische Lage und faszinierende Landschaften bilden den Rahmen für Events, wie das Tanzfestival, das Festival der Spiele oder das Cannes Shopping Festival.

Cannes ist gleichermaßen ein „Festival der Sinne“: schauen, riechen, kosten, berühren, zuhören... Alle dieses vereinigt sich in der Stadt der Kinos zu einem anregenden Mix. Man erliegt kulinarischen Versuchungen, gönnt sich entspannende Momente in einer Wellness-Einrichtung. Oder tauscht den Liegestuhl am Strand nach einem Kurztrip von knapp zwei Stunden gegen die Ski auf den Pisten der See-Alpen, Meerblick inklusive!

Nicht weit von der Croisette und ihren 10 km feinsandigen Stränden entfernt liegt das Inselparadies des Lérins-Archipels. Sainte-Marguerite und Saint-Honorat locken mit wilden Buchten und schattigen Waldwegen. Weitere einzigartige Wandermöglichkeiten finden sich im Herzen der Croix des Gardes am Canal de la Siagne. Und natürlich gehören zu Cannes auch die zum Teil legendären Hotels und renommierte Restaurants, deren Küchenchefs zu einer lukullischen Erlebnisreise bitten.


Die Lérins-Inseln

Insel Sainte-Marguerite, drei Kilometer lang zwischen dem Teich des Batéguier und dem Vogel-Reservat an der Pointe de la Convention, wird von 22 km Wegen durchzogen. Als Spuren einer reichen Geschichte finden sich archäologische Relikte und das Fort Royal, einst das Gefängnis des „Mannes mit der Maske“.

Es beherbergt das Meeres-Museum und Jugendeinrichtungen der Stadt Cannes. Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Fort wurde von den Spaniern sowie dem berühmten Militär-Architekten Vauban verstärkt und erweitert.

Auf der Insel Saint-Honorat liegt die Abtei der Lérins-Inseln, gegründet vom Heiligen Honorat im 5. Jahrhundert. Noch heute befindet sich die Insel mit ihrem Kloster, Befestigungsanlagen und Kapellen im Besitz einer Ordensgemeinschaft der Zisterzienser. Die keltern hier aus ihren Weinreben einen bekannten Wein.

Adressen für Leckermäuler: Der Marché (Markt) Forville ist vom Dienstag bis zum Sonntagvormittag ein „Muss“ für Freunde guten Essens. In der Rue Meynadier reihen sich familiäre Adressen oder solche für gehobene Ansprüche dicht aneinander. Küchenchefs und Köche mit oder ohne Stern, Konditoren, Schokoladenhersteller, Themen-Restaurants oder gutbürgerliche... verteidigen den Ruf von Cannes als „Dorf der 1000 Aromen“.

Veranstaltungs- und Kultursaison: Mit einer Hundertschaft von Events und Festivals, verteilt auf das ganze Jahr, bietet das Palais des Festivals et des Congrès eine Programmpalette für ein sehr breites Publikum. Konzerte, Ballett, Theater..., die internationale Szene gibt sich hier ein Stelldichein. Andere Attraktionen lohnen ebenfalls den Besuch. Dazu gehören die Museen der Stadt und historische Monumente. Ein Tagesausflug führt zu den berühmten Museen von Antibes, Grasse, Nizza oder Monaco.


Cannes und das Kino – ein glamouröses Duo

Die Welt des Films besitzt zwei Kapitalen: Hollywood und Cannes. Die eine beherbergt die nahezu allmächtige amerikanische Filmindustrie. Die andere empfängt in ihren Mauern das weltweit größte cineastische Ereignis, das Filmfestival von Cannes.

Cannes steht für Luxus, Schönheit, Talent, Partystimmung, Öffnung zu allen Horizonten... Aber man sollte dabei nie vergessen, dieses Festival ist zugleich ein Kulminationspunkt der Freiheit. Freiheit des Denkens, des Sagens, des Zeigens... Dort liegen seine Wurzeln: eine Reaktion auf Intoleranz und Diktatur. Alles beginnt im Jahr 1938...

Seither war die mediterrane Stadt Schauplatz von Dreharbeiten. Seit 80 Jahren bietet sie die Kulisse dutzender Filme. Dabei haben zwei Filme die cineastische Karriere von Cannes ganz besonders geprägt, ein amerikanischer und ein französischer. Ersterer, ein Meisterwerk von Alfred Hitchcock, wurde 1955 uraufgeführt (gedreht 1954): „Über den Dächern von Nizza“ mit der Starbesetzung Cary Grant und Grace Kelly. Selbst wenn der Film an der ganzen Côte d’Azur spielt, die Szenen auf der Croisette und im Carlton sind besonders markant.

Übrigens: Grace Kelly begegnet dem Fürst Rainier von Monaco nicht bei den Dreharbeiten, sondern ein Jahr später. Neun Jahre nach Hitchcock stellt Henri Verneuil seine Kameras in einem anderen mythischen Etablissement auf, dem Palm Beach. Die Hauptrollen in „Lautlos wie die Nacht“ führen zwei Superstars des französischen Kinos zusammen, Jean Gabin und Alain Delon. Die Szene, in der sich die Geldscheine im Schwimmbad des Kasinos von Cannes ausbreiten, gehört zu den großen Momenten des Kinos.

Genau diesen legendären Szenen kann man nun nachspüren. Dazu vertraut man sich der neuen Stadtführung an, die vom Office de Tourisme organisiert wird: „Cannes und das Kino – ein glamouröses Duo.“ Glamour und Anekdoten sind das Motto dieses Parcours zum Thema Filmgeschichte in Cannes.

Von den berühmten Treppenstufen, auf dem zu Festivalzeiten die Weltstars posieren, den bemalten Mauern als Hommage an die Welt des Kinos bis hin zur berühmten eisernen Maske, vereinigt der Parcours die Geschichte des Film und zahlreiche Anekdoten und Geheimnisse rund um die Dreharbeiten. Ein Erlebnis nicht nur für Cineasten!

Die Reise durch die Filmgeschichte erfolgt in neun Etappen. Start des Rundgangs ist am Fuß der mythischen Stufen vor dem Festival-Palast. Er findet seine Fortsetzung auf der Allee der Stars, die hier ihre Abdrücke hinterlassen haben. Während der neunzigminütigen Dauer führt der Parcours zu den „bemalten Mauern“, wahrhafte Gemälde unter freiem Himmel an den Außenfassaden mehrerer Gebäude in der Stadt.

Cannes und sein Festival bilden seit 65 Jahren ein Paar mit Chic und Glamour. Der Besuch eröffnet seinen Teilnehmern die Gelegenheit, den großen Namen des Films nachzuspüren. Eine wahre Expedition zu Meilensteinen der Filmgeschichte.

Für Freunde des Kinos ist Cannes ein Wallfahrtsort. Wenn dabei das Festival so etwas wie das „Hochamt“ darstellt, den Göttinnen und Göttern der Leinwand lässt sich auch außerhalb dieser 12 turbulenten Tage huldigen.

www.palaisdesfestivals.com - www.cannes-destination.com


Kulinarische Highlights Provence – Côte d’Azur 2015

Auf einen Plausch bei Mathilde am Herd: Nach einer achtzehnjährigen Karriere als Marketing- und Verkaufsmanagerin verwirklichte Mathilde ihren Traum: ihre Leidenschaft für das Kochen mit anderen teilen! Die wurde ihr quasi in die Wiege gelegt, denn ihre Mutter war nicht nur eine exzellente Köchin, sie schrieb auch Restaurant-Kritiken für Gault et Millau und war zudem Redakteurin beim Magazin „Cuisine Actuelle“.

Als sie 2011 ihre berufliche Neu- orientierung mit einem Examen als Köchin in der Tasche startete, begann diese an der renommierten Kochschule Ferrandi in Paris und an der von „Kochpapst“ Alain Ducasse. Im September 2013 eröffnete sie in Aix-en-Provence ihr „Atelier Cuisine de Mathilde“. Dort bietet sie nun Kurse in Kochen oder Patisserie an.

Die Themen orientieren sich an der jeweiligen Jahreszeit. Es gibt Workshops für Erwachsene oder Kinder sowie Spezialthemen wie „Table d’Hôtes” (Gästetisch) oder Individualunterricht. Die Kurse von Mathilde erfreuen sich bereits großer Beliebtheit und passen sich laufend den entsprechenden Anfragen an.

www.lateliercuisinedemathilde.com


10 Jahre Etoiles de Mougins: 18. - 20. September 2015

Treffpunkt der Sterneköche: Es begann 2006, als man dem bekannten Küchenchef aus Mougins, Roger Verger, ein Schmankerl zu seinen Ehren veranstalten wollte. So war das Gastronomie-Festival unter freiem Himmel, les Etoiles de Mougins geboren.

Seither versammelt es jeweils im September Sterneköche aus aller Welt mit Rang und Namen. Ganz Mougins verwandelt sich dabei in eine Kocharena. Kulinarische Vorführungen, Verkostungen, Konferenzen, Galadiners, Kochwettkämpfe gehören zu den verschiedenen Animationen des Festivals. Seit 2006 folgten 296 Küchenchefs der Einladung an den Herd.

Das bedeutet insgesamt 412 Michelin-Sterne, wovon 29 Küchenchefs über die höchste Auszeichnung mit drei Sternen verfügen. International ist das Festival, weil jedes Jahr internationale Küchenchefs eingeladen werden. So waren schon 28 Länder an den Etoiles de Mougins präsent.

Aber auch das Publikum mit 25.000 Besuchern und 300 Journalisten pro Ausgabe sprechen für sich. Mougins Werdegang als Mekka der Gastronomie begann in den 30er Jahren. Célestin Véran war für die beste Bouillabaisse bekannt. Nach dem Krieg gab es schon einige Sternerestaurants bis zur Ankunft Roger Vergers, der Mougins mit seiner „Cuisine du Soleil“ zu Weltruf verhalf. 1992 war Mougins mit sieben Michelin- Sternen die Gemeinde Frankreichs, die über die meisten Michelin-Sterne verfügte.

www.lesetoilesdemougins.com


Femininer Wein oder Weingüter in starken Winzer-Frauenhänden

Die Weingüter der Provence zählen zu den ältesten Frankreichs, da die Römer sie begründeten. Drei kontrollierte Herkunftsbezeichnungen zählt man heute im Departement Var: AOC Bandol, AOC Côteaux Varois und die Côte de Provence.

Dabei ist die Vielfalt der Weingüter erstaunlich. Von der Landschaft her reichen sie vom Hinterland bis ans Mittelmeer, und entlang der Route des Vins de Provence findet man zum Beispiel auch rund hundert Weingüter mit Unterkunft. In diesem Beruf, der vorwiegend von Männerhand ausgeführt wird, trifft man im Var aber auch um die zwanzig Winzerinnen, die in allen drei Gebieten mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung vorkommen.

Einige von diesen Winzerinnen haben sich in der Vereinigung „les Eléonores de Provence“ zusammengeschlossen. Angelehnt an Eleonore der Provence, die Ehefrau des Königs Heinrich III. von England, galt sie doch als erste Botschafterin der Provence.

Demnach haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Traditionen der Provence rund um den Wein, die Gastronomie und der Tischkultur hochzuhalten. Begegnungen mit den Winzerinnen des Vars garantieren amüsante Geschichten und Anekdoten - rund um starke Frauen in einem von Männern dominierten Beruf.

www.visitvar.fr/de/die-weine-der-provence


Weinmuseum Châteauneuf du Pape mit neuem Gesicht

Ein riesiges Kastanien-Fuder aus dem 14. Jh., Video-Bildschirme, eine gigantische Kelter aus dem 16. Jh. und eine moderne Museumsgestaltung. Das Weinmuseum „Maison Brotte“ hat nach umfangreichen Umbauten 2014 neu eröffnet. Es ist die dritte Generation eines Museums, das heute mit einer zeitgenössischen Inszenierung einen tiefen Einblick in die Welt des Weines und die Arbeit der Winzer verschafft.

Die Fragen der Besucher, die man über Jahre hinweg sammelte, inspirierten zur neuen digitalen und pädagogischen Museumsgestaltung. Ausgestattet mit einem Audioguide spazieren die Besucher auf 17 Etappen einen imaginären Pfad entlang der Weingüter des Rhônetals von Côte Rotie, Condrieu und Hermitage über Beaumes de Venise, Gigondas und Vacqueyras bis nach Châteauneuf du Pape. Hier entdeckt man die besonderen Eigenschaften dieses berühmten Weinanbaugebietes, das schon zu päpstlichen Zeiten hohes Ansehen genoss.

Bei jeder einzelnen Etappe werden die verschiedenen Arbeitsgebiete des Winzers vom Weinanbau bis zur Weinernte illustriert, begleitet von einer Ausstellung mit antiken Werkzeugen, von denen einige sogar aus dem 14. Jh. stammen. Da sich der Degustationsraum gleich ans Museum anschließt, sollten Weinliebhaber gleich die edlen Tropfen verkosten und vielleicht auch das ein oder andere Fläschchen erstehen. Das Museum ist ganzjährig sieben Tage in der Woche geöffnet.

www.brotte.com


200 Jahre Napoleons „Herrschaft der Hundert Tage“

Am 26. Februar 1815 ging Napoleon in Elba mit etwa tausend Mann an Bord und landete am 1. März in der Bucht von Golfe-Juan. Von hier aus begann sein gewagter Weg nach Paris und die sogenannte „Herrschaft der Hundert Tage“, die mit seiner Abdankung am 22. Juni 1815 endete. In Golfe-Juan gedenkt man jährlich der Landung Napoleons und stellt sie am 1. März am Ort des Geschehens nach.

Über 150 Freiwillige tauschen für ein Wochenende ihre Kleider gegen die Uniform der „Grande Armée“ und inszenieren ein traditionelles Feldlager, Défilés, Artillerie-Simulierungen aus jener Zeit und natürlich die Landung Napoleons. Auf der Route Napoleon, RN85, folgt man direkt der Marschroute Napoleons.

Sei es per Auto, per Motorrad oder für Sportlichere auch per Rad, per Pferd oder zu Fuß. Sie verläuft von Golfe-Juan via Cannes nach Grasse und weiter bis nach Grenoble. Die Strecke ist mit dem napoleonischen Adler gekennzeichnet und eine wahre Entdeckungstour. Die Parfümerie Galimard in Grasse lanciert sogar ein neues Parfüm im Frühjahr 2015 mit dem Namen „Napoleon 1815“!

www.cotedazur- tourisme.com, www.route-napoleon.com


Von der traditionell genagelten Boule-Kugel zum Museum mit Schule

Aiguines im Hinterland des Departement Var war einst berühmt für die Herstellung genagelter Boule-Kugeln. Auch wenn diese Aktivität in den achtziger Jahren praktisch erlosch, die kunsthandwerkliche Tradition blieb erhalten. Parallel zur Schule „Escoulen“ wurde im letzten Jahr ein Museum eröffnet. Anerkannte Kursleiter führen die Kurse durch. Sie richten sich an ein breites Publikum. Es gibt sie in Kurzform oder auch von längerer Dauer.

Dabei lernt man weniger das Drechseln von Boule-Kugeln, als vielmehr das künstlerische Gestalten von Skulpturen oder Holzschmuck. Das Ausbildungszentrum verfügt über 15 Drehbänke, an denen sich Gruppen von maximal sechs Personen betätigen. Wer seine „Lehre“ mit touristischen Aktivitäten verknüpfen möchte, Aiguines liegt am Rande des regionalen Naturparks Verdon.

Somit eröffnen sich ideale Möglichkeiten zum Rafting oder Canyoning, für Wander- oder Reittouren, aber auch kulturelle Sehenswürdigkeiten wie die Abtei Thoronet oder das Musée des Arts Tradition Populaires in Draguignan befinden sich unweit von Aiguines.

www.visitvar.fr/de/aiguines, www.escoulen.com


Magisches Avignon: Der Papstpalast im 3D-Spotlight

Laue Sommernächte in Avignon können ohnehin schon zauberhaft sein, mit der 3D-Show „Les Luminessences d’Avignon“ direkt am Papstpalast eröffnen sich allerdings komplett neue Dimensionen. Dank einer magischen Licht- und Tonschau erleben die Zuschauer eine Traumreise durch mehrere Jahrhunderte. Farben und Lichtspiele verwandeln das geschichtsträchtige UNESCO-Weltkulturerbe in ein Freilichttheater.

Untermalt von einem überwältigenden Klangerlebnis wird der Ehrenhof in buntes Licht getaucht. Projektionen und 3D-Sequenzen tun ihr Übriges, um die Zuschauer staunen zu lassen, wenn die nahe gelegene Rhône über die Wände fließt oder Trompeten von den ehrwürdigen Mauern erschallen. Bruno Seillier, der schon Notre-Dame in Paris und das Schloss von Versailles in Szene gesetzt hat, steckt hinter der originellen und grandiosen Show, bei der der Zuschauer Zeit und Raum verlässt.

Das Spektakel „Les Luminessences d’Avignon“ ist einfach magisch. Die Licht- und Tonschau findet vom 12. August bis 3. Oktober 2015 zum Dritten mal statt. Sie startet jeweils um 21.15 und um 22.15 Uhr. Tickets kosten 10 und 8 Euro – Kindern bis 8 Jahren wird freier Zutritt gewährt.

www.lesluminessences-avignon.com


Marseille-Provence: Das Erbe einer ehemaligen europäischen Kulturhauptstadt

Der außergewöhnliche Titel „Kulturhauptstadt Europa“ stellte 2013 eine bedeutende kulturelle Wende im Departement dar. So florierten neue Orte der Kunst, von denen zahlreiche die Handschrift weltweit renommierter Architekten tragen. Ausgefeilte Techniken in Verbindung mit unterschiedlichen Materialien ergaben moderne Gebäude mit einer Genialität und Originalität, die Ihresgleichen sucht.

Aber auch bestehende Gebäude, Galionsfiguren des kulturellen Erbes, meistens geschichtsträchtige Orte wurden restauriert und mit Kunstwerken gefüllt. Den neuen kulturellen Aufschwung nutzten auch die Unterkünfte für sich. Es entstanden neue ruhige Oasen inmitten der Städte, die eine gemütliche Atmosphäre und einen Hauch Glamour bieten, um der Hektik der Stadt zu entkommen. Auf dem Land, ob am Rand der Calanques, in den Alpilles oder am Fuße der Sainte-Victoire... hier finden Reisende Oasen der Ruhe mit typisch ländlichem Charme.

Exklusiv und elegant: die perfekte Verbindung von Moderne und Authentizität. Ebenso locken neuerdings einige Weingüter mit Werken berühmter zeitgenössischer Künstler zu einem Besuch. Schlichtweg die perfekte Kombination von Kultur, einer Prise Luxus und Lifestyle à la provençale.

www.visitprovence.com



Der neue Mountain-Bike-Trail ins Glück

Ockerfarbene Felsen, alte Wege, traditionelle Steinhäuser und natürlich der Mont Ventoux gehören für Fahrradfreaks zu den Highlights eines Bikerurlaubs im Vaucluse. Mehr als 1.500 Kilometer Radwege in allen Schwierigkeitsstufen ziehen sich durch das Vaucluse, und sein höchster Gipfel ist regelmäßig Etappenziel bei der Tour de France.

Jetzt sind die Mountainbiker am Start: Seit diesem Sommer gibt es „La Grande Traversée de Vaucluse en VTT“, also die Durchquerung des Departements Vaucluse mit dem Mountainbike.Die Initiatoren versprechen 232 Kilometer pures Glück, die mit diesem Trail fortgeschrittenen Bikern abwechslungsreiche Landschaft sowie technische Herausforderungen schaffen wollten.

5.750 Meter Höhenunterschied gilt es zu bewältigen, idealerweise in fünf Tagen – so mancher Freak soll schon in drei Tagen durchgekommen sein. Aber für die Schönheiten der Natur kann man sich ruhig Zeit lassen: Die Singletracks verlaufen auf den schönsten Wegen des Ventoux, umgeben von Wein-und Lavendelfeldern bis zum Vorgebirge des Lubéron mit seinen hochgelegenen Dörfern. Stramme Waden sind nach dieser Panoramatour garantiert!

www.provenceguide.co.uk/itineraries/vtt/offer-33-1.html


Beim Fischer auf hoher See

Nachdem das Var mit „Pescatourisme“ den Anfang machte, kann man nun auch in den Bouches-du-Rhône Berufsfischer auf einem richtigen Fischerboot begleiten. Die Touren starten von Marseille, la Ciotat, Ensuès-la-Redonne oder Carry-le-Rouet an der Côte Bleue. Einen ganzen Morgen dauert die Ausfahrt auf hoher See. Dabei teilt man mit erfahrenen Seebären ihre ganze Leidenschaft und lernt einiges über ihre Kenntnisse des Mittelmeers und der Fische. Das Ganze hat zum Zweck, die Konsumenten zu sensibilisieren und somit den Erhalt der Berufsfischerei zu gewährleisten.

Die Fischer waren immer im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber dem Meer und der dortigen Fauna. In dem Sinne ist es eine Maßnahme zur nachhaltigen Entwicklung des Berufstandes und des Tourismus zugleich. Ein Ausflug mit einem Berufsfischer ist neben dem authentischen Erlebnis ein guter Einblick in den Berufsstand, aber sicher auch eine Lehrstunde in Ökologie.

Die Touren kann man jeweils im örtlichen Tourismusamt reservieren. Sie bieten sich insbesondere an ein franko- oder anglophiles Publikum, da die Fischer meist über dürftige Fremdsprachenkenntnisse verfügen.

www.visitprovence.com


Norden im Süden – Gegensätze ziehen sich an!

Als Wanderparadies ist die Côte d’Azur mit rund 6.000 Kilometern Wanderwegen entlang der Küste oder im bergigen Hinterland schon lange bekannt. Ab jetzt ist die Destination in Südfrankreich auch für Nordic Walking geeignet. Was sich in Frankreich lange nicht durchgesetzt hat, fand den Weg doch noch in den Süden. Nicht zuletzt, weil die Voraussetzungen in den kühlen Jahreszeiten an der Côte d’Azur einfach besser sind als bei uns.

Das milde Klima im Herbst wie im Winter, 300 Sonnentage im Jahr und die abwechslungsreiche Topographie der Gegend wirken einladend. Wer lieber durch die Wälder zieht und steile Trails bevorzugt, übt Nordic Walking im bergigen Hinterland aus. Vor allem im Winter finden „Walker“ etwa 120 Kilometer Küste vor.

Hier können sie sich zwischen Menton bis Théoule-sur-Mer entlang dem Mittelmeer verausgaben und genießen neben gesunder Meeresluft auch beste klimatische Verhältnisse. Um die idealen Strecken zu erkunden, halten die Tourismusämter vor Ort Broschüren bereit, die Wanderern und Nordic Walkern die Wege in der Umgebung angeben. Auf der Website der Côte d’Azur findet man auch spezielle Aufenthalte im Package.

www.cotedazur-tourisme.com


Mit der Familie abtauchen

Im Var baden Familien nicht nur an traumhaften Stränden mit der Blauen Flagge, es locken zudem zahlreiche Tauchspots für Klein und Groß. Das Departement Var, das für seine unversehrte Unterwasserwelt und seinen engagierten Naturschutz bekannt ist, setzt immer mehr auf themenorientierte Unterwasserpfade, dank derer man die lokale Tier- und Pflanzenwelt hautnah per Schnorcheln entdecken kann. Frankreichs erster Unterwasserpfad, bei „Port Cros“ vor der Küste von Hyères, entstand schließlich bereits 1974 im Var.

Und angesichts ganzer Wiesen mit Seefächern und Blumentieren, vieler Zackenbarsche und Zahnbrassen kommen hier blutige Anfänger, kleine und große Tierfreunde und Biologen gleichermaßen auf ihre Kosten. Dabei ist die Gegend zum reinen Abtauchen eigentlich viel zu schade – zahlreiche Events wie Ausstellungen zur Unterwasserfotografie, das internationale Meeresfilmfestival in Toulon oder das Var- Tauchfestival sorgen für ein abwechslungsreiches Programm auch an Land.

www.visitvar.fr/de/schnorcheln-reiserouten


Kulturerbe des 20. Jahrhunderts unter dem Label „Patrimoine du XXe siècle“ vereint

Das 20. Jahrhundert hat viel Altes zerstört und war zugleich eine bauintensive Zeit. Fabriken, monumentale Kunstwerke, Hotels und andere Gebäude ersetzten manchmal Kirchen und Schlösser. Während Beton, Stahl und Glas weitestgehend den Naturstein verdrängten, schätzen wir die neue Architektur eher abwertend und bevorzugen vielleicht ein romanisches Kirchlein.

Trotz allem faszinieren die neuen Bauten mit ihren Geschichten, denn sie dokumentieren den technischen, wirtschaftlichen, sozialen, politischen oder kulturellen Fortschritt auf perfekte Weise. Im Departement Var zählt man zurzeit rund sechzig Bauten mit dem nationalen Label „Patrimoine du XXe siècle“. Einige sind für Publikum ganzjährig geöffnet, manche an gewissen Tagen, und andere darf man nur von außen betrachten.

Man sollte im Var keinesfalls die Cocteau-Kapelle in Fréjus verpassen. Beeindruckend ist auch der Besuch der künstlichen Lagunenstadt Port- Grimaud bei Saint-Tropez. Kunstliebhaber kommen spätestens in der Villa Noailles in Hyères auf Ihre Kosten, wo jährlich Kunst- und Designausstellungen, Workshops oder auch ein Mode- und ein Fotografiefestival veranstaltet werden.

www.visitvar.fr


Le Carré du Palais – Ein Palast widmet sich den Côtes-du-Rhône Weinen!

Avignon fungiert seit jeher als Hauptstadt der Côtes-du-Rhône Weine, wo auch der Start zur Weinlese jährlich mit dem „Ban des Vendanges“ zelebriert wird. Um den edlen Tropfen der kontrollierten Herkunftsbezeichnung eine entsprechend noble Residenz zu verschaffen, wird Ende 2015 das „Carré du Palais“ in Avignon eröffnet. Untergebracht ist es im Palais Calvet de la Palun, eine Stadtresidenz, die in den letzten Tagen des päpstlichen Avignons im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Hier war zuletzt eine Filiale der Banque de France.

2014 begannen Umbauarbeiten. Ende 2015 öffnet es für Gäste und Besucher. In den ehrwürdigen Mauern des Carré du Palais können Weinliebhaber und Epikureer eine Weinschule besuchen oder Côtes-du-Rhône-Weine in der Weinbar genießen. Ein Restaurant der Spitzengastronomie soll die Gaumen erfreuen. Ein würdiges Zuhause für noble Weine und dazu noch ideal zwischen der Place de l’Horloge und dem Papstpalast gelegen.

www.vin-rhone.com


Ausflugtipps von Einheimischen für Gäste mit „My Provence bons plans“

Ab Sommer 2015 können Provence-Liebhaber Ausflugtipps per App auf ihr Smartphone laden. Die Tipps sind dabei sehr authentisch, denn sie kommen von waschechten Provenzalen! Nun hat die Fragerei auf der Straße ein Ende. Bouches-du-Rhône Tourisme hat anlässlich einer Ausschreibung die besten Tipps der Ansässigen zusammengestellt und stellt diese per Smartphone-App „My Provence bons plans“ zur Verfügung.

Es geht dabei um die eher geheimen Adressen wie Restaurants, Pubs, Museen etc. und soll bestehende Klischees mit neuen Ideen bereichern oder festgefahrene Falschinfos endlich korrigieren. Abgesehen davon sind Tipps von Einheimischen doch immer die besten. Die App ist ab Sommer 2015 für Android und iPhone in den jeweiligen App-Stores kostenlos verfügbar oder kann auch unter der Website des Departements heruntergeladen werden.

www.visitprovence.com


All-inclusive mit der COTEDAZUR-Card

Die COTEDAZUR-Card bietet Urlaubern einen einfachen und günstigen Zugang zu rund 115 Aktivitäten. Es gibt zwei Versionen: Der 3-Tage-Pass kostet 39 Euro für Erwachsene sowie 21 Euro für Kinder. Der 6-Tage-Pass hingegen 54 Euro für Erwachsene und 29 Euro für Kinder. Ein klares Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass Erwachsene mit dem 3-Tage-Pass Aktivitäten für rund 1.000 Euro abfeiern können.

Die COTEDAZUR-Card ist vielseitig und deckt alle Interessen ab. Sie gewährt unter anderem kostenlose Teilnahme an geführten Besichtigungen und Ausflügen, Eintritte in Museen und zu Denkmälern, Freizeitaktivitäten im Grünen wie auf dem Meer etc. und umschließt das Angebot von derzeit 85 Leistungsträgern des Departement Alpes-Maritimes und des östlichen Var. Erwerben kann man sie an den über hundert Verkaufsstellen vor Ort (Tourismusämter, Beherbergungsbetriebe etc.) oder auf der Website der Côte d’Azur.

Dazu gibt es auch einen Katalog der alle Leistungen, die frei zugänglich sind, im Einzelnen dokumentiert. Im Übrigen profitieren große Familien ganz besonders, denn ab dem dritten Kind sind alle weiteren inbegriffen!

www.cotedazur-card.com


Es lebe die Nebensaison! Korsika und seine vielfältigen Möglichkeiten

So abwechslungsreich wie die Landschaft Korsikas, so variantenreich sind auch die klimatischen Bedingungen. Das bietet den immensen Vorteil, dass jeder seinen Aufenthalt so gestalten kann, wie es seinen persönlichen Vorlieben, den gewünschten Aktivitäten und der verfügbaren Zeit entspricht. Allenfalls von Mitte November bis Anfang März sollte man sich auf regnerische Perioden einstellen, die aber regional sehr unterschiedlich ausfallen können.

Korsika, gern als „Gebirge im Meer“ klassifiziert, weist in den jeweiligen Höhenregionen sehr unterschiedliche Temperaturen auf. Der Frühling überzieht die Insel mit der Blütenpracht und den Düften der Macchia. Im Herbst feiert man die Kastanien in den Dörfern hoch auf ihren Felsspornen. Jedem das Seine, zu jeder Saison. Man muss sich nur entscheiden!

Frühling: Zeit der ersten Festivals. Mit Beginn der Osterferien zieht Leben in die Ferienorte ein. Die ideale Zeit für Outdoor-Aktivitäten, insbesondere Wildwasser- Sportarten zwischen Gebirge und Meer. Die Blüte der Macchia erlebt ihre Apotheose. Sehenswürdigkeiten lassen sich noch in aller Ruhe besuchen.

Sommer: Die Insel mit ihren nahezu unendlichen Möglichkeiten läuft zur Hochform auf. Gutes Wetter ist praktisch garantiert. Man tut, was man möchte. Eine stete Brise sorgt für Erfrischung. Hitzewellen kennt man hier nicht, schon gar nicht in den Gebirgsregionen.

Herbst: Unterkünfte und Geschäfte bleiben geöffnet. Das noch immer warme Meer sorgt für angenehm mildes Klima. Die ideale Saison, um die Insel als Paar, im Freundeskreis oder mit einer Reisegruppe zu durchstreifen. Nach dem Trubel der Hochsaison hat die Bevölkerung wieder viel Zeit für Gäste.

Winter: Freunde des Gebirges finden auf Korsika Routen für sportliche Skiwanderungen, die zum Teil den legendären Fernwanderweg GR 20 folgen. In familiären Skistationen genießt man die Freuden des Skilaufens und Wanderns auf Schneeschuhen. Am Meer sind Wanderungen auf zahlreichen Wanderwegen möglich, ganz besonders auf den alten Zöllnerpfaden, die der Küste folgen.

Die wichtigsten Städte Korsikas zeigen auch Wintertags ihr mediterranes Flair, Gelegenheit zu einem reizvollen Break von Eis und Schnee des europäischen Nordens. Wozu natürlich auch kulinarische Erlebnistouren im Landesinnern gehören.

visit-corsica.com


Im Winter: Tour in die Bergmassive des Inselinneren zu Abfahrten im Pulverschnee oder den präparierten Pisten auf den Bergen des Niolu. Im Frühjahr: Bei den „Foulées Cortenaises“ oder bei einem der zahlreichen anderen Cross-Rennen an den Start gehen.

Als Vor-Premiere des Sommers: Für Sportler mit gutem Niveau ist der Corsica Raid Aventure mit seinen zahlreichen Disziplinen zwischen Meer und Gebirge ein heißer Tipp. Der Herbst bietet eine schöne Gelegenheit zu Segelturns von drei oder mehr Tagen entlang der korsischen Küste. Zwischenstopps an himmlisch einsamen Stränden. Bei immer noch 20 Grad Wassertemperatur ist Baden die reine Freude.


Autotour zu den schönsten Dörfern Korsikas

Im Rahmen einer 11-tägigen Tour mit dem Auto erlebt man Korsika durch die schönsten Dörfer der Insel. Start ist am Massiv des Alta Rocca, danach geht es zu den Ebenen der Balagne mit einer Passage durch die Schluchten des Prunelli und den Felsen der Westküste. Überall trifft man auf Korsen, die ihren Gästen mit Stolz den Reichtum ihrer Region vor Augen führen.


Bacchantische Tour in Korsika

Wie wär’s mit einem Wochenende in der korsischen Weinregion? Ein komplett personalisierter Trip in Begleitung eines Sommeliers, der einen Tag mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Thema sind die traditionellen Weine des AOC d’Ajaccio. Auf den Weingütern, deren Besitzer ihre Pforten für Besucher öffnen und ihre edlen Gewächse kredenzen, kann man sich von den Qualitäten korsischer Weine überzeugen.


Thalassotherapie

Gegenüber der Bucht von Ajaccio und dem Sanguinaires-Archipel gilt: Entspannung, Loslassen und Kennenlernen neuer Emotionen mittels ätherischer Öle aus Korsika in Verbindung mit der segensreichen Wirkung des Meerwassers. Eine Reise für die Sinne, bei der sich die Anwendungen der Thalassotherapie, Massagen und Beauty-Pflege vereinen.


Farniente

Einfach nur Auspannen, dem Plätschern der Wellen zuhören und sich in einer traumhaften Landschaft verlieren? Dann gibt es eigentlich nur eine Destination: Korsika. Die „Insel der Schönheit“ bietet sich wie kaum eine andere Gegend für einen Urlaub an, bei dem das Programm „Nichtstun“ heißt. Und zwar ganzjährig. An magischen Orten mit kristallklarem Wasser, verschwiegenen Buchten inmitten urtümlicher Kliffs...


Was gibt’s Neues?

Das Hôtel Mariosa befindet sich in wunderbarer Lage direkt am Golf von Porto-Vecchio gegenüber der Stadt. Dieses neue Vier-Sterne-Etablissement bietet höchst komfortable und originelle Zimmer für einen unvergesslichen Aufenthalt. Die 27 Zimmer unterteilen sich in vier Kategorien und bieten Platz für 1-3 Personen.

Hôtel Le Mariosa**** Porto-Vecchio Route de Palombaggia – 20137 Porto-Vecchio, www.hotelmariosa.com


Der im Jahr 2012 renovierte Hotelkomplex besteht aus drei Villen sowie einem Hauptgebäude. Er verfügt über Schwimmbad und privaten Strand. Der an der Bucht von Porto-Vecchio gelegene Strand Casadelmar verschmilzt mit der Halbinsel des Benedettu. !2 Zimmer, 3 Suiten von 29 m2 bis 60 m2. Am Strand entlang 1 km bis zu den nächsten Einkaufsmöglichkeiten. Geöffnet von April bis Oktober.

Hôtel La Plage Casa Del Mar - Porto-Vecchio, www.laplagecasadelmar.fr


In idealer Lage direkt am Wasser und nur einen Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, bietet das Haus einen perfekten Service. Das Don César ist sicherlich eine der Referenzen der Luxus-Hotellerie in Korsika. Die 39 Zimmer des Hotels unterteilen sich in 7 Kategorien. Sie bieten Platz für 1-4 Personen.

Hôtel Don César ***** - Porto-Vecchio - Rue du Commandant Quilici - 20137 Porto-Vecchio, www.hoteldoncesar.com


Das Hotel Carré Noir ist ein Haus der Luxus-Kategorie. Es liegt an der Bucht von Santa Giulia. Die 25 Zimmer verfügen jeweils über eine eigene Terrasse zur Meerseite.

Le Carré Noir - Porto-Vecchio - Lieu-dit Bella Vista - Santa Giulia - 20137 Porto- Vecchio, www.hotelcarrenoir.com


Auf dem Land im Umfeld von Bonifacio am Golf von Sant’Amanza gelegen, nur 10 Minuten vom Stadtzentrum von Bonifacio und dem Golf von Sperone sowie 20 Minuten von Porto-Vecchio entfernt. Dieses Vier-Sterne-Hotel in der Macchia mit seiner ungewöhnlichen Architektur aus Stein und Holz bietet 8 Suiten mit wundervollem Blick auf den urtümlichen Strand von Canetto.

Version Maquis **** Bonifacio - Route de Canetto - 20169 Bonifacio, www.hotelversionmaquis.com


Languedoc-Roussillon - Wein und Kultur

Die südfranzösische Region Languedoc-Roussillon zählt zu den ältesten und größten Weinbaugebieten weltweit. Die von der Sonne verwöhnten Landschaften mit vielfältigen Böden bieten ideale Voraussetzungen für den Anbau von Reben und engagierte Winzer sorgen für einen sorgfältigen Ausbau der Weine. Für Weinkenner und solche, die es werden wollen, wird eine Tour durch die Weinlagen im Languedoc-Roussillon zu einer genussvollen Reise.

Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat sich die Qualität der Weine aus der Region Languedoc-Roussillon enorm gesteigert. Sie gehören dank der Arbeit tatkräftiger Winzer nun zu den Spitzenweinen Frankreichs.

Mit nahezu 80 AOP-Weinen (Appellation d'Origine Protégée = geschützte Ursprungsbezeichnung) und IGP-Weinen (Indication Géographique Protégée = geschützte geographische Bezeichnung) zählt Languedoc-Roussillon heute mit zu den besten Anbaugebieten in Frankreich. Bei der Vielzahl an Crus, Rebsorten und Lagen fällt Weinliebhabern die Wahl nicht immer leicht, doch inzwischen haben Touristen zahlreiche Möglichkeiten, die Weinlagen zu durchstreifen und die unterschiedlichen Weine kennen zu lernen.

Winzern heißen Besucher auf ihren Weingütern willkommen, erklären den Weinbau und stellen bei gemütlichen Weinproben die verschiedenen Erzeugnisse vor. Außer gastfreundlichen Weingütern locken in den reizvollen Landstrichen der Anbaugebiete hübsche Dörfer, historische Sehenswürdigkeiten und andere kulturelle Höhepunkte. Eine Reihe von Pauschalarrangements sind eine gute Gelegenheit Wein- und Kulturgenuss zu vereinen.

Schon die alten Römer wussten die Weine aus Nîmes zu schätzen. Hier können Besucher die antiken Sehenswürdigkeiten wie das Maison Carrée oder die Arenen bewundern und die bekannten AOC-Weine Costières de Nîmes kennen lernen.

Seit über 2000 Jahren prägen Weinreben und Olivenbäume auch das Landschaftsbild im Tal des Hérault. Der Anbau erfolgt häufig auf von Trockenmauern gehaltenen Terrassen, auf den Anhöhen duften die Kräuter der mediterranen Vegetation und in der Hérault- Schlucht ist das zum UNESCO-Welterbe zählende mittelalterliche Dorf St. Guilhem le Désert absolut sehenswert. Es sind herrliche Landstriche für Fahrradtouren, die interessante Begegnungen mit Winzern und Olivenbauern ermöglichen.

Hinter den sonnigen Stränden im Roussillon gedeihen besonders gehaltvolle Tropfen. Bei Streifzügen zwischen Weinlagen und Meer rund um Canet-en-Roussillon locken neben Weinproben sowohl der mittelalterliche Ortskern mit der Burg und die gotischen Kirche als auch schöne Sandstrände.

Ob in berühmten Weinbaugebieten wie Minervois, Corbières und Pic St. Loup bei Montpellier oder kleinen, noch weniger bekannten Weinlagen wie Fitou oder La Clape, überall heißen Winzer herzlich Willkommen und Gäste können sich vom überlieferten Können im Weinbau der Region Languedoc-Roussillon überzeugen.


Languedoc-Roussillon – Heitere Lebensart unter südlicher Sonne

Languedoc-Roussillon gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen Frankreichs. Art de vivre, herrliche Küstenlandstriche, Strände und eine Gastronomie mit hervorragenden regionalen Produkten machen mit den Reiz dieser südfranzösischen Destination aus. Die Mittelmeerküste mit ihren malerischen Fischerhäfen, von der Sonne verwöhnten Weinlagen und wunderschönen Buchten zogen seit jeher Menschen, darunter viele Künstler, in ihren Bann.

Collioure, Sète und Céret spielten mit Picasso, Braque, Max Jacob, Soutine, Chagall eine wichtige Rolle für die moderne Kunst. Schon diese Künstler wussten die heitere Lebensart, die Gastlichkeit und die Gastronomie der Region zu schätzen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, Touristen wie Kunstfreunde genießen nach wie vor die Vorzüge dieser Destination. Im malerischen Collioure, wo unterhalb der Vauban-Festung bunte Fischerboote dümpeln, wandeln Gäste auf den Spuren der Fauvisten.

In Céret, zu Füßen des 2.784 m hohen Pic du Canigou, lassen sich Kunstgenuss im Musée d’Art moderne und lukullische Freuden bei echtem Cerdagner Schinken hervorragend verbinden. Auch die zeitgenössische Kunst hat sich ihren Platz in der sonnigen Ferienregion erobert. Großartige Museen geben einen Überblick über das aktuelle künstlerische Schaffen. Dazu gehören das MIAM in Sète, das Carré d’Art in Nîmes oder das Musée Fabre in Montpellier mit einem Saal Pierre Soulages.

Großartige Sehenswürdigkeiten, darunter sechs UNESCO-Welterbe (Pont du Gard, Carcassonne, Canal du Midi, Sakralbauten an den Jakobswegen, Vauban-Festungen und die außergewöhnliche Natur der Karstgebiete von Cevennen und Causses), gehören weiterhin zum kulturellen Reichtum dieser Feriendestination, die auf unnachahmliche Weise Ursprünglichkeit mit Art de Vivre verbindet.

Am Strand, in Bistros und Restaurants, auf den farbenprächtigen Märkten mit unzähligen Spezialitäten sowie bei den Festen, überall in Languedoc-Roussillon herrscht diese typische Lebensart, die den Urlaub im Süden Frankreichs so bereichert. Das mediterrane Ambiente ist besonders auch in den zahlreichen Markt- und Fischhallen zu erleben, sei es in dem lebhaften Fischerstädtchen Sète oder in den Hallen von Lunel und Narbonne im Baustil von 1900.

Von der Qualität der Produkte aus Languedoc-Roussillon, vereint unter dem Markenzeichen Sud de France, können sich Feriengäste in den Spitzenrestaurants der Region überzeugen. Dazu gehören 28 Restaurants, ausgewiesen als «Bonnes Adresses». Außerdem wurden 22 Chefköche der Region mit einem oder mehreren Michelin-Sternen ausgezeichnet. Vertreter dieser hochgelobten Kochkunst sind sowohl in überraschend kleinen Orten zu finden als auch in den quirligen Städten von Languedoc-Roussillon, wobei in der Hauptstadt Montpellier gleich zwei dieser Spitzenköche Feinschmecker verwöhnen.

Mit der Marke Sud de France sind Urlaubsgäste sicher, hochwertige Leistungen zu erhalten. Das gilt für touristische Angebote, aber auch für Wein und weitere regionale Produkte. Die Dachmarke Sud de France erstreckt sich mittlerweile auf 670 Einrichtungen mit dem Qualitätssiegel Sud de France und 50 Einrichtungen der Spitzenklasse, die zum Cercle Prestige gehören.

Darunter zahlreiche Wellness-Anlagen, die Gäste mit Massagen, Schönheitspflege und Anwendungen mit ätherischen Ölen verwöhnen. Die zwölf Thermalkurorte in Languedoc-Roussillon verfügen ebenfalls über Wellness-Bereiche, während in La Grande-Motte, Banyuls, Port-Barcarès, Canet-en-Roussillon gepflegte Thalassotherapie-Zentren reichlich Entspannung bieten.


Languedoc-Roussillon - Moderne Architektur auf historischem Boden

In dieser an Geschichte so reichen Region nimmt mittlerweile die moderne Architektur einen bedeutenden Platz ein. Richtungsweisende Gebäude, konzipiert von bekannten Architekten und Designern, bilden nicht nur den großen Städten, sondern auch in Dörfern einen reizvollen Kontrast zu großartigen historischen Bauwerken. In Languedoc- Roussillon ist es gelungen, einen bemerkenswerten architektonischen Bogen von der Antike ins 21. Jahrhundert zu schlagen.

Nach den Pyramiden des Ferienortes La Grande Motte, wo Jean Balladour ab 1960 ein völlig neues Konzept mit einer homogenen Architektur umsetzte, prägte auch der katalanische Architekt Ricardo Bofill das Antigone-Viertel in Montpellier mit einem resolut neuartigen Stil. Claude Vasconi gestaltete den Kongress-Palast mit einer Fassade aus rosa Granit, während der Modeschöpfer und Designer Christian Lacroix den Straßenbahnen der Hauptstadt ein originelles, fröhliches Aussehen verlieh.

Das renovierte Musée Fabre ist beispielhaft für die Verbindung von historischen Mauern und zeitgenössischer Architektur. Die Fläche dieses Kunstmuseums von Montpellier, untergebracht in einem Jesuitenstift aus dem 17. Jh. und einem Patrizierbau, wurde mit strukturierten Glasbausteinen auf 9.000 qm erweitert.

Die innere Mauer wird nachts mit mehr als 3.000 Neonlampen erleuchtet. Zu den herausragenden zeitgenössischen Bauwerken Montpelliers gehört weiterhin das Rathaus, Hôtel de Ville, gestaltet von den Architekten Jean Nouvel und François Fontes. Zaha Hadid und Massimiliano Fukas setzten mit ihren Bauwerken ebenfalls moderne Zeichen ins Stadtbild.

La Grande Motte und Antigone waren die ersten großen Schritte der städtebaulichen Entwicklung der Region, denen zahlreiche weitere an anderen Orten folgten. In Nîmes entwarf Stararchitekt Sir Norman Foster das Museum für zeitgenössische Kunst, Carré d'Art, als Kontrast zum benachbarten antiken Bauwerk Maison Carrée. Designer wie Philippe Starck oder Architekten wie Jean-Michel Wilmotte, Jean Nouvel, Vittorio Gregotti und Kurokawa trugen ebenfalls zum modernen Anblick der einstigen Römerstadt bei.

In kleineren ländlichen Orten hat die zeitgenössische Architektur ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Das gilt für das von Jean-Michel Wilmotte entworfene Thermalbad La Chaldette auf den Aubrac-Höhen im Departement Lozère oder das von Anne Gaubert und François Moget gestaltete Kunstmuseum im Städtchen Sérignan an der Orb-Mündung.

Im mittelalterlichen Saint-Guilhem-le-Désert schuf Rudy Riciotti mit dem zur «Teufelsbrücke» (Pont du Diable, 11. Jh.) führenden «Engelssteg» (Passerelle des Anges) eine Verbindung von der Vergangenheit zum Heute. Dies sind nur einige Beispiele für den Platz, den die zeitgenössische Architektur in Languedoc-Roussillon einnimmt. Das bezeugt auch die „Design Tour“, ein Veranstaltungsereignis rund um die Architektur, das zum dritten Mal für 2015 in Montpellier geplant ist.

Zahlreiche Projekte wie die neuen Markthallen von Sète (François Fontès), die Gedenkstätte Camp de Rivesaltes (Rudy Riciotti) oder das « Centre Oenologique » im Winzerdorf Roujan (Hérault Arnod Architectes) werden in den nächsten Jahren weiterhin dazu beitragen, dass in dieser südlichen Ferienregion alte und neue Architektur ein harmonisches Nebeneinander bilden und die Besucher begeistern.


Freizeitaktivitäten im Wasser und zu Land

Die weite Natur, Berge, Flüsse, Bäche und die Küste bilden die perfekte Urlaubskulisse für aktive Touristen. Von den Pyrenäen bis zu den Cevennen, am Mittelmeer oder im Hinterland, die Auswahl an Sport- und Freizeitangeboten lässt keinen Wunsch offen. Anfänger wie Fortgeschrittene finden erfahrene Lehrer und Begleiter für jede Sportart.

Nicht nur das Mittelmeer mit seinen unzähligen Wassersportmöglichkeiten eignet sich für Ferienerlebnisse im kühlen Nass, sondern auch die vielen Flüsse und Seen im Hinterland. Mit dem Kanu oder Kajak kann das sonnige Tal des Orb zwischen Weinlagen und Strauchheide durchstreift werden. Eine Kanutour auf dem Gardon erlaubt den Pont du Gard von unten zu bewundern, während Wanderer rund um das mächtige antike Bauwerk auf einem ausgedehnten Wegenetz die mediterrane Flora entdecken.

Die Oberläufe vieler Flüsse und Wildbäche sind das ideale Spielfeld für Rafting, Hydrospeed oder Canyoning. An zahlreichen Flussufern locken kleine Strände zum Baden, die bei Wanderungen eine erfrischende Abwechslung bieten. Eine der schönsten Badegelegenheiten findet sich bei Sénailhac, wo der Gardon über einen Steilfelsen auf dem Fernwanderweg GR 6 erreichbar ist.

Außer lokalen Rundwanderwegen führen gekennzeichnete Wanderstrecken im Languedoc-Roussillon durch spektakuläre Landstriche. Die Klassiker der Fernwanderwege wie der Jakobsweg (GR 65), die Regordane, ein ehemaliger Handelspfad (GR 700) und natürlich der Stevenson-Weg (GR 70) verlaufen größtenteils in den Bergen der Departements Lozère und Gard. Ebenfalls ausgesprochen reizvoll sind die Wandertouren rund um den Mont-Lozère (GR 68) oder über die Aubrac-Höhen (GR 6 und GR 60).

Wanderer haben die Wahl unter mehreren tausend Kilometern Wanderstrecken aller Schwierigkeitsgrade. Sie sind zudem Gelegenheit für bereichernde Begegnungen mit den Bewohnern. Das gilt besonders für die Landschaften der Karsthöhen Causse und die Cevennen, die aufgrund der überlieferten Weidewirtschaft zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden.

Diese weite Natur ist außerdem wie geschaffen für erlebnisreiche Reittouren. Anfänger entdecken mit diplomierten Reitlehrern auf zuverlässigen Pferden die Freude, in der freien Natur zu galoppieren, während erfahrene Reiter auf eigene Faust die Landschaften auf gekennzeichneten Reitwegen durchstreifen können.

Finden Mountain-Biker in den Cevennen, den Corbières oder im Minervois ideale Strecken, so eignen sich die für Motorfahrzeuge gesperrten Radwege, « Voies Vertes », für gemächliche Touren. Sie folgen auf ehemaligen Treidelpfaden den Kanälen, darunter auch dem Canal du Midi.

Andere führen vorbei an Lagunenseen zum Meer oder durch die Camargue. Der längste Radweg, «Passa Païs», durchstreift auf einer ehemaligen Bahntrasse den regionalen Naturpark Haut-Languedoc unterhalb der Berghöhen von Somail und Espinouse. Entlang der Strecke veranlassen zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu einer Pause, wie eine Eiffelbrücke bei Mons-la-Trivalle oder der zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählende Ort Olargues mit der Teufelsbrücke.

Damit sind die Möglichkeiten für einen Aktivurlaub in Languedoc-Roussillon noch lange nicht erschöpft. Eine Via Ferrata oder anspruchsvolle Kletterparcours locken Sportler in luftige Höhen, zahlreiche zugängliche Höhlen ermöglichen die Welt unter der Erde zu erkunden. Eine spaßige Tour mit Segways oder ein Versuch im Stand-up-Paddle gehören zu den neuesten Urlaubsaktivitäten. Für herkömmlichere Sportarten wie Bogenschießen, Tennis oder Golf ist in der Region ebenso reichlich Gelegenheit. Aktive Feriengäste sind in Languedoc-Roussillon herzlich willkommen.


Aude, Land der Katharer & Hérault Languedoc: Ein reiches historisches Erbe

Seit uralter Zeit war das Languedoc für Menschen von überall her ein Kreuzungspunkt. Die Region ist geprägt von den Spuren dieses epischen Geschehens. Und seit Jahrtausenden lassen sich Menschen vom Charme dieser Landschaft faszinieren. Sie begannen, hier ihre gallo-romanischen Villen zu errichten, Häfen anzulegen, romanische Kirchen aufzutürmen, Schlösser und Abteien zu erbauen oder den Canal du Midi durch das Land zu führen.

Schlösser und Abteien zeugen von einem Teil dieses historischen Reichtums und bilden für den Besucher ein einzigartiges architektonisches Erbe. Lastours, Quéribus, Peyrepertuse, Termes, Villerouge-Termenès... Von den Corbières zu den Pyrenäen säumen mittelalterliche Festungsanlagen die Route des Reisenden.

Wegen ihrer oft spektakulären Lage tragen sie den Beinahmen „Zitadellen des Schwindels“ - Relikte einer vergangenen Religion. Niemand wird sich auf der „Route der Schlösser“ einer tiefen Emotion entziehen können. Dank der in den jeweiligen Schlössern behandelten Themen und der dortigen kulturellen Veranstaltungen begibt man sich auf eine Reise zurück ins Mittelalter und die Zeit der Katharer.

Die Historie hat hier ein knappes Dutzend Zisterzienser- und Benediktiner-Abteien hinterlassen. Unter ihren klösterlichen Gewölben spürt man den Lauf der Zeiten. Von Fontfroide nach Saint Papoul, von Lagrasse nach Saint Hilaire oder Caunes-Minervois, die „Route der Abteien“ ist zugleich eine durch Raum und Spiritualität.

Mit seinen 240 Kilometern Länge, gespeist von einem genial durchdachten Bewässerungssystem, stellt der Canal du Midi eines der ältesten Beispiele für die Konstruktion von künstlichen Wasserstraßen und den dazugehörigen Bauwerken dar. Mehr als 350 Schleusen, Brücken oder Aquädukte zählen dazu. Ein Treidelpfad, gesäumt von uralten Bäumen, lädt zu Wanderungen oder Radtouren.

Der Canal du Midi und der Canal de la Robine gehören zum Welterbe der UNESCO. Neben Rad- und Wandertouren bieten sie auch ein wundervolles Revier für Urlaub auf einer Péniche (Hausboot). Auf dem Programm stehen reizvolle Landschaften (Ebene des Lauragais, Weinberge, Lavendelfelder) oder urtümliche Dörfer, herzliche Begegnungen mit Einheimischen, Schleusenwärtern, Künstlern, Winzern oder kleinen lokalen Produzenten.


Naturerlebnisse und Wassersport

Inmitten der französischen Region mit der größten Artenvielfalt verfügen Aude Pays Cathare und Hérault Languedoc auf ihrem Gebiet über eine unendliche reiche Palette von natürlichen Highlights. Feinsandige Strände, Küstenseen, Flussläufe und Wildbäche, Seen, Wälder, Berggipfel und Plateaus, Schluchten und Karsthöhlen bilden den Rahmen für mannigfaltige Aktivitäten in freier Natur und einer noch weitgehend authentischen Landschaft. Wanderungen oder Radtouren zählen dabei zu den beliebtesten Aktivitäten, insbesondere entlang des „Katharerweges“ und des Canal du Midi!


Das Mittelmeer

An 135 km Sandstrand unter dem Schutz des „Conservatoire du Littoral“ reihen sich die 17 Badeorte des Languedoc (Gruissan, Leucate, Cap d’Agde, Sète, La Grande Motte...). Diese ebenso familiären wie dynamischen Badeorte bieten alles, was man sich vom Urlaub am Meer wünscht, vom Segelturn bis zum Besuch von Naturreservaten, vom Kitesurf bis zum Faulenzen unterm Sonnenschirm.

Einige der Orte gelten den Adepten von Kite- oder Windsurf als absolute Hotspots. Wer es lieber ruhiger angehen lässt, widmet sich Fauna und Flora in den regionalen Naturparks „Narbonnaise“ oder „Haut-Languedoc“. Von den nur 10 „Grand Sites de France®“ (herausragenden Sehenswürdigkeiten Frankreichs) liegt einer im Département Hérault und damit im Herzen des Languedoc: Saint-Guilhem-le-Désert – Schlucht des Hérault. Mit 15 weiteren offiziell als „bemerkenswert“ eingestuften Örtlichkeiten sowie zwei Kandidaten für das Label „Grand Site“, nämlich der Cirque de Navacelle und das Vallée du Salagou-Cirque de Mourèze, präsentiert sich Hérault Languedoc als Destination mit reichlich Sehenswertem.


Lebensart, Gastronomie und Weintourismus

Das Languedoc ist die älteste Weinregion Frankreichs. Hier ist Weinbau nicht nur Kultur, er nimmt geradezu den Rang einer Zivilisation ein. Die Produkte mancher Lagen haben ihre Reise um die Welt angetreten: Fitou, Corbières, Malepère, Minervois, Cabardès, Clape, Quatourze, Crémant oder Blanquette de Limoux im Département Aude, Faugères, Pic St. Loup, Languedoc, Clairette du Languedoc, St. Chinian und Muscat im Département Hérault. Kenner schnalzen mit der Zunge! Viele Winzer öffnen gerne ihre Weingüter und teilen mit Bacchus-Jüngern von überall her ihre Begeisterung und Sachkunde im Rahmen einer Kostprobe.

Ob die Ingredienzien nun aus dem Meer stammen oder aus dem reichen Angebot der verschiedenen Regionen, die Gastronomie im Languedoc garantiert authentische Gourmeterlebnisse hoher Qualität. Sie stellt eine gelungene Symbiose aus der kulinarischen Tradition des französischen Südwestens und der mediterranen Küche dar.

An der Küste findet man Fische, Austern und Meeresfrüchte. Aude steht für Gänseleber, Confits im Lauragais, Gepökeltem und Pasteten, Käse in den Pyrenäen und den Corbières. Nicht zu vergessen das famose Cassoulet, Emblem der Küche des Languedoc. Man findet es auch und vor allem in Castelnaudary oder Carcassonne. Im Hérault ist man stolz auf Käse und Oliven, weiße Rüben aus Pardalhan, trockene Biskuits oder die kleine Pastete von Pézenas. Das ganze Jahr über spielen diese Produkte die Hauptrolle auf Märkten oder ihnen gewidmeten Veranstaltungen. Stets eine gute Gelegenheit, die Produkte der Saison kennen zu lernen.

Auf der Suche nach gehobener Gastronomie ist das Département Aude die gegebene Adresse. Mit neun „besternten“ Restaurants, davon sogar eines mit drei Sternen, findet man hier die größte Dichte der entsprechenden Etablissements in der Region Languedoc- Roussillon.

Das nationale Label Vignobles & Découvertes (Weinregionen und Entdeckungen) möchte den Weintourismus fördern. Im Languedoc besitzen vier Lagen diese wertvolle Klassifizierung: La Narbonnaise en Méditerranée und Corbières-Minervois im Département Aude, Minervois Saint-Chinian Faugères en Haut Languedoc und Pays de Thau im Hérault. Destinationen mit diesem Label bieten ein vielschichtiges Angebot in Sachen Weintourismus: Unterkünfte, Restaurants, Kellereibesichtigungen und Kostproben, Museen, Veranstaltungen. All dieses in entsprechend gehobener Qualität.

www.tourisme-corbieres-minervois.com, www.destination-languedoc.de


City Break Carcassonne

Sozusagen im Spagat zwischen beiden Ufern des Aude, unterteilt sich Carcassonne in zwei Stadtbezirke. Die Unterstadt, Bastide Saint-Louis genannt, und die Oberstadt, die so genannte Cité. Die Cité auf ihrer Kuppe ist eine großartige mittelalterliche Festung, die mit ihren mächtigen Mauern und 52 Türmen das Tal dominiert. Sie wurde im 19. Jahrhundert vollständig restauriert. Nunmehr befindet sie sich im UNESCO Welterbe der Menschheit.

Dort sollte man unbedingt das Château Comtal und die Basilika Saint Nazaire, die Romanik und Gotik wunderbar miteinander vereinen, sowie die Portes Narbonnaises und die Tour du Tréseau besichtigen. Die Unterstadt (Ville Basse) ist im regelmäßigen Karomuster mittelalterlicher Bastiden (Wehrdörfer) angelegt. Mit ihren geschäftigen Straßen, Plätzen, Märkten, Stadtvillen und religiösen Bauten lohnt sie ebenfalls einen Besuch. Sie wird durchzogen vom Canal du Midi. Vom Yachthafen aus startet man zu einer mehrstündigen Schiffstour im Schatten der uralten Bäume am Ufer.

www.tourisme-carcassonne.fr


City Break Narbonne

Stadt mit dem Label „Ville d’Art et d’Histoire“ (Kunst und Geschichte). Inzwischen eine der bedeutendsten Destinationen im französischen Süden. Zu den absoluten Highlights dort zählt die Place de l’Hôtel de Ville“ (Rathausplatz). Dort hat man einen Teil der Villa Domitia freigelegt.

Nicht weniger sehenswert: das monumentale Ensemble des Palastes der Bischöfe und die Kathedrale Saint Juste et Saint Pasteur; das Museum für Kunst und Geschichte sowie das archäologische Museum mit einer der reichsten Kollektionen in Europa; das Horreum Romain (römischer Speicher) und das Geburtshaus von Charles Trenet. Freunde lukullischer Freuden finden in Narbonne reichlich gute Adressen (traditionelle Restaurants, Markthallen, Winzer...). Sozusagen das gesamte Spektrum des „Art de Vivre“ nach mediterraner Art!

www.narbonne-tourisme.com


City Break Montpellier

In Montpellier flirten die Weinberge mit dem Meer, modernes Design fordert die Historie heraus, bilden Kultur und sonnenverwöhnte Gastronomie eine perfekte Symbiose. Montpellier besitzt alle Qualitäten einer großen Stadt, ohne dabei im Geringsten etwas von ihrem mediterranen Flair zu verlieren.

Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr gehört sie zu den sonnenreichsten Orten der Mittelmeerküste. Zwischen Weinbergen und Küstenseen gelegen, verbringt man hier einen Stadturlaub direkt am Wasser und schon halb im Weinberg. Das historische Stadtzentrum zeigt sich als wahres Labyrinth mittelalterlicher Sträßchen mit viel Charakter. Ein Bummel hier wird zur Reise durch das vergangene Jahrtausend.

Zahlreiche kleine Plätze laden zum Mittagessen auf einer Terrasse oder zu langen Abenden bei einem Glas Wein. Als Kontrastprogramm zeigt Montpellier seine innovative Seite. Die Stadt ist international für ihre kühne moderne Architektur bekannt.

www.ot-montpellier.fr/de/


Béziers Méditerranée

Die Stadt zwischen Gebirge und Mittelmeer ist mit ihren Weinbergen, der antiken Altstadt und dem Canal du Midi sozusagen ein touristisches Triptychon. Béziers Méditerrannée gleicht einem Reisetagebuch, einem „Trekking“ für Feinschmecker und Ästheten, mit Weinbergen, in denen Pinienhaine und Heideland optische Akzente setzen; mit Aromen von Wein, Muscheln und Tapas, verzehrt im Schatten eines Feigenbaumes am Strand; im unendlichen Blau des Mittelmeers, wo man taucht, surft, segelt; auf einer Gabarre (historisches Flachboot) zwischen Wasser und Himmel sanft auf dem dreihundertjährigen Canal du Midi gleitend; bei temperamentvollen nächtlichen Fiestas.

http://de.beziers-mediterranee.com/

www.audetourisme.com, www.herault-languedoc-presse.com



Die „Voie Verte“ zwischen Loire & Rhône

Lust auf eine Tour mit der Familie? Entdecken Sie die ersten Kilometer der sogenannten „Voie verte“ (grüner Weg) – ein Radwanderweg, der die Loire mit der Rhône verbindet. Die Strecke beträgt mehr als hundert Kilometer. Sie wird gesäumt von einer abwechslungsreichen Landschaft und zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Eine wunderbar reine Luft gibt es gratis dazu.


Teilabschnitte „Grazac – Lapte – Raucoules“ & „Dunières – Riotord“

Radeln und wandern inmitten einer intakten Natur! Die Voie verte ist auf einem ehemaligen Bahndamm in immerhin 800 m über Meereshöhe angelegt. Mit ihren sanften Steigungen (maximal 3%) und ihrem glatten Belag eignet sie sich nicht nur bestens zum Radfahren und Wandern. Auch die Fans von Skateboard oder Inlineskatern finden hier ein tolles Revier.
An der ganzen Strecke sind Rastplätze mit Tischen, Bänken und Toiletten eingerichtet.


Interessante Punkte und Service auf der Strecke

Die Sucs sind geologische Formationen vulkanischen Ursprungs, deren älteste vor rund 14 Millionen Jahren entstanden. Der aus dem lokalen Dialekt hervorgegangene Ausdruck „Sucs“ bezeichnet alle Vorsprünge in der Landschaft. Phonolitische Lavaströme von hoher Viskosität haben sich vor Ort zu Vulkanen in Form von Kuppeln aufgetürmt. Diese Landschaft ist in Europa einzigartig.

Der vom Wasser des Lignon gespeiste See von Lavalette erstreckt sich auf 220 ha auf 830 m Meereshöhe in einer urtümlichen Landschaft. Er ist von Nadelwäldern umgeben, reich gegliedert und bildet zahlreiche kleine Buchten. Die entdeckt man bei einer Vielzahl von nautischen und terrestrischen Aktivitäten: Segeln, Rudern, Kanufahren, Paddeln,
Schwimmen (überwacht), Parcours für Mountainbike, Angeln... Hier ist Platz für die gesamte Familie. Man profitiert von Spielplätzen, Imbiss, Picknickplätzen...

Die Kirche von Lapte ist schon von Weitem sichtbar. Sie steht unter Denkmalschutz. Ihrem Kirchturm, dem höchsten der Haute-Loire, verdankt sie den Beinamen „Balkon des Velay“. In der Hochsaison kann man ihn besteigen und dann von oben ein grandioses Panorama genießen. Dieses Panorama in Verbindung mit seiner Geschichte und Architektur machen den Ort zu einem echten Highlight.

Der Velay Express befördert Sie im Rhythmus der Züge vergangener Zeiten, eingehüllt in die Dampfwolke aus dem Schlot der hundertjährigen Lokomotive. Man sitzt auf Holzbänken wie in den dreißiger Jahren. Zwischen Haute-Loire und Ardèche ruckelt man durch Weideland und Wälder. Die weiten Räume des Plateaus von Vellave ziehen vorbei. Aus diesem erheben sich mächtige Berge wie der Pic du Lizieux, Mézenc und Mont Gerbier de Jonc.

Start ist am alten Bahnhof der SNCF zu einer fröhlichen Fahrt auf lustigen Fahrzeugen. Diese Draisinen wurden speziell für Bahnstrecken gebaut. Auf acht Kilometern Streckenlänge führt der „Vélorail“ zu allerhand Sehenswertem, das man von der Straße aus nicht bemerkt: Viadukte, dunkle Tunnel... Auf langen Abfahrten ist Nervenkitzel garantiert!


Ferien auf dem privaten „Traumschiff“

Feriendomizile der etwas ausgefalleneren Art liegen voll im Trend. Deshalb ist das Feriendorf „Le Village Toue des Demoiselles“ im Département Allier für alle Trendsetter eine gegebene Adresse. Hier, in der Auvergne und damit im Zentralmassiv unweit von Loire und Bourgogne, bietet sich die Gelegenheit, auf dem Wasser zu übernachten. Das etwa nach dem Besuch des nur einige Kilometer entfernt liegenden Tier- und Vergnügungsparks „Le Pal“ (www.lepal.com).

Schauplatz ist ein kleiner See, auf dem 12 „Toue Cabanée“ vertäut liegen. Hinter diesem wohlklingenden Namen verbergen sich die traditionellen Loire-Schiffe früherer Zeiten. Für ihre neue Bestimmung wurden sie komplett neu konzipiert und bieten nun den Luxus einer Suite im Vier-Sterne-Hotel. Jeweils bis zu fünf Personen finden Platz an Bord. Zur Ausstattung gehören Kochecke, Duschbad, separate Schlafzimmer mit Bett 160 x 200 cm, Wohnzimmer und Terrasse direkt am Wasser. Man erreicht diese romantische Bleibe mit dem Ruderboot oder zu Fuß über Stege.

Die „Domaine des Demoiselles“ liegt inmitten einer zauberhaften Natur. Ihre acht Hektar sind Bestandteil eines als „Natura 2000“ ausgewiesenen Gebietes. Zu den Service- Angeboten der Anlage gehören Restaurant, Bar, Frühstücksservice, regionale Produkte, Weinverkauf, Vermietung von Fahrrädern und Elektrofahrrädern sowie Elektro- Motorrollern, Ausflüge, Streichelzoo und Spielplatz. Angler finden ihr Revier direkt vor der Terrasse ihrer „Toue Cabanée“. Obwohl man bestimmt keine Seekrankheit befürchten muss... Wer lieber festen Boden unter den Füßen hat, wählt auf dem Gelände voll eingerichtete Zigeunerwagen als nicht minder zünftige Unterkunft.

www.auvergne-tourismus.de


Le Puy en Velay, Ausgangsort des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela, UNESCO-Weltkulturerbe

Le Puy-en-Velay, Ausgangsort des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela, ist in erster Linie ein ganz außergewöhnlicher Ort. Die über die Jahrhunderte erhalten gebliebene Stadt bietet dem Besucher so manch eine Überraschung. Im Sommer wird sie zu einem echten Sammelpunkt für Animationen, wo Pilger, Wanderer und Neugierige sich treffen.

Der bewahrte, 35 ha große Teil mit der Kathedrale und dem Hôtel-Dieu wurde in das Unesco-Welterbe aufgenommen und zeugt von reicher Architektur und Geschichte. Als Kunst- und Geschichtsstadt, Kunst- und Kulturzentrum, Kongressstadt, Stadt der Begegnungen ist Le Puy en Velay eine Stadt inmitten erhaltener Natur, die man erleben muss.

Der Ruf der Stadt ist ebenfalls durch die Klöppelarbeiten begründet, die hier über die Jahrhunderte von Hand hergestellt wurden. Handgriffe und Technik dieser Klöppelkunst wurden dank der Einrichtung eines Unterrichtszentrums eines nationalen Konservatoriums für diese Arbeiten erhalten.

Die Jahreszeiten der Stadt werden durch viele Veranstaltungen geprägt. Mitte September jedes Jahres kommen Tausende Teilnehmer zu den berühmten Renaissancefesten des Königs der Vögel. Die Gastlichkeit dieser Stadt ist echte Lebenskunst. Es lohnt sich, an einem Samstagmorgen einen Gang über den Markt auf dem Place du Plot zu machen. Dort treffen Land und Stadt in buntem Treiben auf einander, wenn die Bauern ihre Ware anbieten.

Die in der Gegend um die Stadt angebaute berühmte grüne Linse aus Puy (A.O.P.) ist Bestandteil eines geschätzten Gerichts, das die besten Köche noch verfeinern. Nennenswert auch der berühmte Eisenkraut-Likör aus Velay.

www.auvergne-tourismus.de


Käsestraße der Auvergne

Die Auvergne leistet mitten im Herzen Frankreichs durch die große Vielfalt ihrer Käsesorten einen großen Beitrag zum Ruf des ganzen Landes. Ein Käseteller, der seinen Namen verdient, kommt nicht ohne einen oder mehrere der großen Namen dieser Region aus, Bleu d’Auvergne, Saint-Nectaire, Salers, Cantal oder Fourme d'Ambert.

Die Auvergne ist die Region Frankreichs mit den meisten geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP - Appellation d’Origine Protégée), eine Garantie für Charakter und hohe Qualität. Nur 38 Käsesorten unter den Hunderten, die in den französischen Regionen hergestellt werden, erhalten diese Bezeichnung, 5 davon kommen aus der Auvergne. Zu diesen Stars kommen noch der Gaperon, der Carré d'Aurillac, die Tomme de Rochefort.

Diese überaus reiche Käseproduktion steht in direkter Verbindung mit der Fülle und der Vielfalt der Flora auf den Wiesen und Weiden. Man sagt, einige Käsesorten wurden bereits vor 2000 Jahren hier hergestellt! Ein Schlüsselelement der Kultur und der Traditionen der Auvergne.

Sie lassen sich zu vielen Gelegenheiten verkosten, und die Käsestraße wird Ihnen diese Aufgabe noch leichter machen: Folgen Sie einfach der Beschilderung „Route des Fromages“ und begegnen Sie Herstellern und Veredlern auf den Bauernhöfen und in den Molkereien. Sie erklären Ihnen alles über die Herstellung, angefangen vom Melken der Kühe... bis hin zur Verkostung.

www.fromages-aop-auvergne.com


Quellen des Luxus: das Limousin

Luxus einer bewahrten Natur mit zwei regionalen Naturparks: Périgord und Millevaches (mundartlich für „1000 Quellen“). Letzterer weist die geringste Bevölkerungsdichte Europas auf. In dieser hügeligen und üppig grünen Naturlandschaft reihen sich Wiesen, Nadel- und Laubwälder (darunter die emblematische Kastanie), Seen und mythische Flüsse, wie die Dordogne, deren Tal als UNESCO Biosphären-Reservat ausgewiesen ist.

Oder wie das Creuse-Tal, in dem das Malergenie Monet seine Staffelei aufstellte. Klar, dass eine solche Region ein ideales Revier für Wandere, Mountainbiker, Kanufreunde, Golfer oder Fans von Kletterparcours in Baumwipfeln darstellt. Und „natürlich“ für die Beobachtung von Fauna und Flore, Ausspannen oder Entspannung mit der Familie.

Man kann es alljährlich dem Tripadvisor entnehmen: im Limousin gibt es Campingplätze mit menschlichen Dimensionen, „Cocooning“ in Ferienhäusern und Gästezimmern oder ökologischen Baumhütten an außergewöhnlichen Orten... Und das zu maßvollen Preisen: Hôtel Restaurant Stéphane Nougier ***, 23290 Saint Etienne de Fursac www.hotelnougier.fr; Charmante Gästepension (5 Ähren) im Tal der Dordogne: Les Instants Volés, 19120 Tudeils, www.les-instants-voles-spa.fr; Hôtel Joyet in Maubec, www.hotel-joyet-maubec.com


Luxus eines reichhaltigen Besuchsprogramms

Die Geschichte hat im Limousin ein reiches kulturelles Erbe geschaffen, das nun dem Besucher eine breite Palette von Sehenswürdigkeiten vom Mittelalter bis in die Gegenwart bietet. Festungen wie Chalucet oder Tours de Merle, romanische Kirchen an den Jakobspilgerwegen wie Bénévent l’Abbaye oder Solignac.

Auf reizvollen bukolischen Straßen geht es zu Dörfern, die das offizielle Label „eines der schönsten Dörfer Frankreichs“ tragen: Collonges la Rouge, Turenne, Mortemart... Bewegende Momente versprechen die Museen der Résistance und die Gedenkstätte von Oradour sur Glane... Kunstgenuss erwartet den Besucher an Zentren zeitgenössischen Schaffens in Meymac oder Rochechouart.


Luxus handwerklicher Schaffenskunst

Hervorgegangen aus lokalen Materialien in Verbindung mit der Kreativität ihrerMenschen, haben Produkte aus dem Limousin ihren Platz in aller Welt gefunden: Emaille und Porzellan aus Limoges (Label: Ville d’Art et d’Histoire), Tapisserie aus Aubusson (im Verzeichnis des immateriellen Welterbes der UNESCO), Akkordeons und Spitze aus Tulle, Handschuhe aus Saint-Junien.

Einfach nur einkaufen oder auch die dazugehörigen Betriebe besichtigen, beides ist möglich. Chéribibi, hochmoderne Hüte! www.cheribibi.fr, Esprit Porcelaine (Porzellan): www.espritporcelaine.fr, Moulin du Got (Papiermühle): www.moulindugot.com

Relativ zentral im französischen Südwesten gelegen, erreicht man das Limousin leicht über die kostenfreie Autobahn A20 Vierzon – Brive la Gaillarde. Dort, im „fröhlichen Tor zum Süden“ holt man sich auf dem berühmten Markt mit Steinpilzen, Früchten und Zuchtschweinen den Appetit für einen „luxuriösen“ Ferienaufenthalt im Limousin.

www.urlaub-limousin.de


Vendée an der französischen Atlantikküste

Feinsandige Strände, oder lieber Felsküste? Am besten beides! Die 250 km unter Schutz stehender Küste der Vendée mit ihren 140 km Stränden bietet genau das. Mit einer ausgezeichneten Wasserqualität und flach abfallenden Stränden findet sich hier ein Strandparadies für die ganze Familie. Die Vendée bietet so ein ideales Revier für jegliche Art des Wassersports.


La Tranche sur Mer – kleines Dorf am Meeresufer

Der kleine Badeort La Tranche-sur-Mer hat sich seine massiven Gebäude, geschützt hinter einem geteerten Ufer-Wall, bewahrt. Dank seiner wundervollen ursprünglichen Landschaft und 13 km Dünen gesäumten Strand mit hervorragender Wasserqualität, hat sich der kleine Ort seit vielen Jahren den Schutz der Umwelt auf ihre Fahnen geschrieben.

Ein Netz von Wanderwegen zwischen Wäldern, Dünen und mehr erschließt die reizvolle Natur. Der Ort selbst ist ein „Fun-Spot“ für alle nautischen Trendsportarten im Süden der Vendée.


Noirmoutier – die Insel der Mimosen

Dank ihres außergewöhnlichen Mikroklimas kommt Noirmoutier zu ihrem Beinamen: „Insel der Mimosen“. Sie ist ein Garten Eden für alle Naturfreunde: Bläuliche Salzsümpfe bestimmen das Bild auf einem Drittel der Fläche. Eine sanfte Meeresbrise streichelt blondfarbige Dünen. Duftende Aromen durchströmen das Unterholz von Steineichen, Erdbeerbäumen und Meereskiefern.

In der Mulde des Bois de la Chaise verstecken sich die typischen großen Villen von Noirmoutiers. Sie zeugen von den Freuden der „Belle Époque“ und des Badens im Meer. In den sandigen Buchten gegenüber dem Festland entstanden der Tourismus und das „klassische Yachting“.


Les Sables d’Olonne – Stadt am Ozean

Nicht nur in Frankreich ist dieser Badeort für seine feinsandige „Grande Plage“ (großer Strand) bekannt. Segler aus aller Welt kennen wegen der mythischen „Vendée Globe“ (Einhand-Regatta rund um den Globus ohne Zwischenstopp und fremde Hilfe), die alle vier Jahre vom Port Olona aus startet.

Dank der Hafenaktivitäten, der Fischerei, der Läden und des Segelsports herrscht in Les Sables d’Olonne ganzjährig reger Betrieb. Ein Mekka auch für alle anderen nautischen Sportarten. Der Bummel durch die Sträßchen der Stadt zeigt deren Geschichte: alte Reeder-Häuser, Unterkünfte aus dem 18. Jahrhundert, Villen mit Bäderarchitektur in verschiedenen Stilformen, Fischerhäuser.


Vendée – Fahrradfreuden ohne Ende

Geschafft! Die Vendée ist bereit für alle Fans der „Petite Reine“ (kleine Königin), in Frankreich der liebevolle Beiname des Fahrrades. Egal ob Profi, Amateur, Radtourist, Erwachsener oder Kind, die Wege und Örtlichkeiten sind präpariert! Unter anderem auch der Abschnitt der „Vélodyssée“, ein Fernradweg, der Norwegen mit Portugal verbindet. Auf 1.070 Kilometer Streckenlänge kommt inzwischen das Radwegenetz in der Vendée, womit es schlicht und einfach das größte in Frankreich ist.

Mit der Familie oder im Freundeskreis durchstreift man das Département auf verschiedenen Parcours in aller Sicherheit. Die Strecken führen etwa von der Küste quer durch die Bocage zum Marais Poitevin. Seit 2013 kann man eine Vendée-Rundfahrt nahezu ohne Verkehrs- beeinträchtigungen absolvieren.

Die Vendée bietet ein touristisches Radwegenetz mit bemerkenswerter Vielfalt abwechslungsreiche Landschaft: Sümpfe, Wälder, Dünen, Bocage; unterschiedliche Beschaffenheit: geteerter Radweg, sandige Radwege an der Küste, ehemaliger Bahndämme zwischen La Roche sur Yon und Coëx, Treidelpfad entlang des Canal de Luçon oder im Marais Poitevin; verschiedene Schwierigkeitsgrade: sehr flaches Terrain an der Küste und im Marais Poitevin, kupiertes Gelände in der Haut Bocage.

Entlang der Strecken zeigt eine spezielle Beschilderung der Verlauf der Radstrecken in der Vendée an. Für eine optimale Sicherheit ist alles getan: Strecken auf Radwegen oder schwach befahrenen Straßen, angepasste Kennzeichnung... Trotzdem sollte man bei Teilstücken auf öffentlichen Straßen die gebotene Vorsicht walten lassen. Überall an den Strecken findet man Picknickplätze für eine komfortable Pause.

Radfahrers Traum: eine Strecke entlang der französischen Atlantikküste von der Bretagne zum Baskenland, Natur vom Feinsten und frische Luft im Übermaß! Genau das bietet dieser Teilabschnitt des Europa-Radwegs Nr. 1, der insgesamt von Norwegen nach Portugal führt und umgekehrt. Das relativ neue 1.253 km lange Teilstück in Frankreichs Westen firmiert unter dem Namen „Vélodyssée“ und es ist damit die längste Radroute des Landes. 70% der Strecke verlaufen auf reinen Radwegen. 250 km der „Vélodyssée“ gehören zur Vendée.

Die Vendée, am Atlantik gelegen, verfügt über ein angenehm mildes und ausgeglichenes ozeanisches Klima. Die inmitten üppiger Natur und sandiger Küste gelegenen Campingplätz der Vendée sind nicht nur ein Paradies für Naturfreunde, sondern auch Orte kultureller Dynamik. Nicht umsonst nennt man in Frankreich Campingplätze „Hotels unter freiem Himmel“.

Entspannung und Abwechslung lautet hier das Motto. Zahlreiche Campingplätze (2 - 5 Sterne) verfügen über Schwimmbäder, etliche davon zur Freude der jungen Gäste mit Rutschbahnen. Oftmals finden die Erwachsenen sogar einen Wellness-Bereich.

In Tipis, Bungalows, Mobil-Home, Planwagen, Jurten, „Bubble-Rooms“ und Baumhütten, liegt der Akzent gleichzeitig auf Komfort und manchmal etwas aus dem „normalen“
Rahmen fallenden Unterkünften.

Beispiel: Domaine Les Moulins*****, auf 5 ha direkt am Meer auf der Insel Noirmoutier gelegen. Einzige autofreie Domäne auf der Insel Noirmoutier! Die angebotenen Unterkünfte vereinigen Raffinesse und optimale Raumnutzung. Zur Fünf-Sterne Ausstattung der Anlage gehören Kinderclub, Spa, Hammam, Schwimmbad, Fitnessraum, Bar/Restaurant sowie qualitativ hochstehende Animationen im Sommer. Lodges mit privater Terrasse und Meerblick sowie Lodges mit Privat-Jacuzzi sind eine Exklusivität der Domaine Les Moulins.


Le Puy du Fou – weltweit bester Freizeitpark 2014

Schon im Jahr 2013 war er bester europäischer Park. Im November 2014 wurde Le Puy du Fou dann auch noch als weltbester Park gekürt. Der Park bietet ein Bouquet grandioser Shows, ein Abenteuer für Groß und Klein. Einmal auf den 50 ha des Geländes angekommen, vergisst der Besucher das 21. Jahrhundert und startet zu einer faszinierenden Zeitreise. Im Puy du Fou bilden Natürlichkeit und Ursprünglichkeit den Leitfaden bei allen Dekoren.

Die Hütten mit ihren Strohdächern des Fort de l’An Mil sind ebenso authentisch wie die Zugbrücke der mittelalterlichen Stadt. Fünf große Vorführungen tauchen die Zuschauer in ein Universum turbulenter Action mit Signe du Triomphe (Zeichen des Triumphs, 35 Minuten), Les Vikings (Wikinger, 28 Minuten), Secret de la Lance (Geheimnis der Lanze, 28 Minuten), Bal des Oiseaux Fantômes (Ball der Phantomvögel, 33 Minuten) sowie Mousquetaire de Richelieu (Musketier von Richelieu, 36 Minuten).


Natur-Hotel „Terragora Lodges“

In Les Epesses (Gemeindegebiet von Puy du Fou ®), verkörpert „Terragora Lodges“ mit
seinem Hotelkomplex ein neues Konzept, das sich einem nachhaltigen Tourismus widmet. In der Nähe des Flusses Sèvre de Nantes entstand 2013 in einer verschwiegenen Senke, umgeben von Felsen, Gewässern, Weisen und Wäldern dieses Ensemble von Öko-Lodges.

Die auf Pfählen errichteten Zimmer „Nymphéa“ überragen die Teiche und kleiden sich in weißes Birkenholz. Mit ihren puristischen Linien bilden sie einen reizvollen Kontrast zur üppig wuchernden Natur. Die Zimmer „Terriers“ aus gestampfter Erde erinnern an rundliche Iglus auf dem Mond. „Chrysalides“, magische Gespinste verkleidet mit Kupfer, Holz und Zink schwingen sich zu den Baumgipfeln empor. Hütten aus Kastanienholz verstecken sich im Hochwald am Ufer eines Baches, der zwischen Granitblöcken dahinplätschert.


Marais Poitevin – 100.000 Hektar Natur

Das nach der Camargue zweitgrößte französische Feuchtgebiet und fünftgrößte in Europa ist ein unglaublich reiches Gebiet in Sachen Fauna und Flora, aber auch in kultureller und landschaftlicher Hinsicht. Es gehört zum erlauchten Kreis der „Grand Site de France (herausragenden Sehenswürdigkeiten). Seit 2014 ist der Marais Poitevin auch als regionaler Naturpark ausgewiesen, und er gilt nicht nur deshalb als Destination eines ökologisch orientierten Tourismus par excellence.

Vom „grünen Venedig“ über den ausgetrockneten Sumpf bis zur Bucht des Aiguillon setzt sich diese Region aus einem Mosaik von Menschenhand in zehn Jahrhunderten geschaffen Landschaftsformen zusammen. Wer sie zu Wasser oder auf dem Land besucht, dem enthüllt sie ihre überragende Schönheit. Eine Schönheit, die aber zugleich höchst sensibel ist, denn sie basiert auf einem vergänglichen Gleichgewicht. Das unglaubliche von Kopfeschen gesäumte Labyrinth der Kanäle führt den Besucher in ein grünes Land voller Magie, in dem sich Wasser und Bäume die Herrschaft teilen.

Ein Königreich des Fahrrades, der Boote, des Wanderns und eines ökologischen und nachhaltigen Tourismus. Paradies voller Geheimnisse und Poesie für Liebhaber einer stillen und gelassenen Natur.

www.vendee-tourisme.com


Frankreichs erster nationaler Naturpark im Meer: Der Parc d‘Iroise

Zum Schutz des Irischen Meers im Westen der Bretagne wurde im Jahr 2007 Frankreichs erster nationaler Naturpark im Meer ernannt. Der Parc d‘Iroise erstreckt sich von der Insel Ouessant im Norden bis zur Insel Sein im Süden und schließt auch fast die gesamte bretonische Westküste mit ein.

Der Meeres-Naturpark ist ein wichtiger Lebensraum für Robben und Delphine. Ein Viertel aller Meeressäugetiere an der französischen Küste sowie fast alle Fischarten der Atlantik- und Ärmelkanalküste leben hier. Mit 300 verschiedenen Algenarten ist das Irische Meer außerdem das größte „Algenfeld“ Europas.

Ziel des Naturparks ist es, die wirtschaftliche Nutzung der „Mer d’Iroise“ und den Schutz ihrer Flora und Fauna bestmöglich in Einklang zu bringen. Neben Algen- und Fischfang spielt auch die Entwicklung des Tourismus für beides eine große Rolle.

Ein schöne Idee, wie sich Natur und Tourismus bestens verbinden lassen, sind die Bootsausflüge mit der Meeresbiologin Christel Peron quer durch den Naturpark bis zur Insel Molène und zurück: Bei dieser Tagestour erklärt Christel ihren Gästen alles über das Irische Meer, seine Bewohner und die vielen Leuchttürme. Fast immer wird das Boot auch von Delphinen begleitet, die Christel natürlich alle beim Kosenamen kennt. Auf kleinen Felsgruppen im Meer zeigen sich auch die Kegelrobben.

Christels Bootsausflüge starten in Le Conquet und führen direkt an den Steilküsten der Landspitze Saint-Mathieu vorbei. Scheinbar aus den Ruinen einer alten Abtei erhebt sich dort der rot-weiß-gestreifte, gleichnamige Leuchtturm. Bei klarer Sicht können Besucher von oben den gesamten Meerespark von der Insel Sein bis zur Insel Ouessant überblicken.

Im Norden des Parc d’Iroise liegt die Insel Ouessant, der westliche Punkt Frankreichs: Schroffe Klippen stürzen tief ins Meer. Danach kommt nur noch weiter Atlantik und irgendwann die Ostküste Nordamerikas. Fünf Leuchttürme ragen auf und neben der Insel empor. Bei Seefahrern ist das Ouessant-Archipel 20 Kilometer vor der bretonischen Küste für seine heftigen Stürme und gefährlichen Strömungen bekannt.

Flache Heidelandschaften und viele Schafe prägen das Innere der Insel. Aufgrund des ständigen Windes und der milden Winter ohne Bodenfrost wächst das Gras auf der Insel vor allem in die Tiefe statt in die Höhe. Der butterweiche, dicke Grasteppich lädt zum Spazieren und Ausruhen ein.

Unbeeindruckt vom Rest der Welt liegt die winzige Ile de Sein im Süden des Naturparks und bewahrt sich ihren ganz eigenen Charakter. Kleine bunte Häuser und ein grün-weißer Leuchtturm empfangen die Besucher an der Anlegestelle der Insel. In den urigen Kneipen entlang der Küste gibt es frischen Hummer, dazu einen freien Blick auf das smaragdgrüne Meer. Mit ihren knapp zwei Kilometern Länge lässt sich die schmale Insel bequem zu Fuß zu erkunden. Hinter den Deichen drängen sich verwinkelte Gassen. Manche sind nicht breiter als ein Holzfass. Bis zu sechs Meter hoch wächst die Heidelandschaft hier, Bäume gibt es nicht.

www.bretagne-reisen.de.


Mit dem Kajak entlang der Küsten der Bretagne

Von der Smaragdküste über die Rosa Granitküste bis zur Küste der Legenden, von den Landspitzen im Westen über die Inselgruppen im Süden bis zum sonnigen Golf von Morbihan ist die Bretagne ein Paradies für Kajakfahrer.

Auf unserer französischen Seite rando.tourismebretagne.com finden sowohl Einsteiger als euch erfahrene Paddler viele Routenvorschläge mit Roadbooks und GPS-Daten für ihre individuellen Touren. Desweiteren werden auch Ausflüge mit erfahrenen Guides angeboten, die ihren Gästen ganz nebenbei vieles über die Flora und Fauna entlang der bretonischen Küste erklären.


Ein Highlight ist die geführte Kajaktour zum Leuchtturm Croix im Archipel der Blumeninsel Bréhat. Beginnend in der Mündung des Flusses Trieux an der Nordküste der Bretagne geht es vorbei an Bojen, Granitfelsen, Kormoranen und Flugenten; unter der glitzernden Meeresoberfläche schimmern einige Austernbänke.

Der Leuchtturm Croix liegt auf einer kleinen Felsengruppe mitten im Meer. Dort verbringen die Paddler ihre Mittagspause, können den Turm besichtigen und so einiges über die verschiedenen Signale für die Schifffahrt erfahren. Insgesamt dauert diese Tour ca. drei Stunden.

Auch im Golf von Morbihan nimmt Kajaklehrer Pierre Lavenant seine Gäste mit auf einen ganz besonderen Ausflug: Idyllisch gleiten die Paddler an Landspitzen und kleinen Inseln vorbei, während Pierre von den zahlreichen Legenden erzählt, die sich um den Golf von Morbihan ranken. So sollen einst weinenden Feen, die aus ihrem Zauberreich vertrieben wurden, die kleine Bucht mit Salzwasser gefüllt haben.

Als sie ihre Blumenkränze hineinwarfen entstanden 42 grüne Inseln, die tatsächlich heute den Golf von Morbihan schmücken. Die Kajaktour endet bei frischen Austern und Muscadet auf einer Austernfarm. Mehr zum Golf von Morbihan lesen Sie auf Seite 6 der Pressemappe der Bretagne.

An der Rosa Granitküste im Norden können Kajakfahrer viele kleine Buchten entdecken, die nur mit Paddeln zu erreichen sind. Wind und Gischt haben die rosafarbenen Felsen fantasievoll geformt, und mit etwas Glück zeigen sich auf manchen auch einige Kegelrobben. Auf der Halbinsel Crozon im Westen der Bretagne stürzen die Klippen 100 Meter tief ins Meer. Noch imposanter als die Steilküsten von unten sind die vielen Grotten entlang der Küste, manche bis zu 80 Meter tief. Touren zu den Grotten sollten nur mit Guide unternommen werden.

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Auf den Spuren von Kommissar Dupin durch die Bretagne

Nach den ersten drei Bestsellern erscheint im Herbst 2015 Jean-Luc Bannalecs vierter Bretagne-Krimi. Den Mord an einem ehrhaften Hotelbesitzer in Pont-Aven, den Tod dreier Profi-Segler in einer stürmischen Nacht auf dem Atlantik und eine Schießerei in den Salinen von Guérande hat Kommissar Dupin in seinen ersten drei Fällen schon aufgeklärt.

Mit viel Liebe zur Bretagne vermittelt der Autor Jean-Luc Bannalec seinen Lesern dabei viel Wissenswertes über die schöne Halbinsel im Westen Frankreichs, über Paul Gauguins Leben an der bretonischen Südküste, die sagenumwobenen Glénan-Inseln und die begehrte „Blume des Salzes“, das Fleur de Sel aus der Guérande. Im Herbst 2015 erscheint Kommissar Dupins vierter Fall. Seine Fans dürfen gespannt sein, welche bretonischen Abenteuer ihn diesmal erwarten.

Die drei Kriminalromane „Bretonische Verhältnisse“ (2012), „Bretonische Brandung“ (2013) und „Bretonisches Gold“ (2014) gehören zu den großen Bucherfolgen der letzten drei Jahre. Mehr als eine Million Exemplare gingen bereits über den Ladentisch. Darüber hinaus sind Dupins erste beide Fälle bereits in mehreren europäischen Sprachen erschienen.

2012 und 2013 wurden alle drei Kriminalromane bereits im Auftrag der ARD an den Originalschauplätzen in der Bretagne verfilmt. Kommissar Dupin wird von dem Schweizer Schauspieler Pasquale Aleardi gespielt. „Bretonische Verhältnisse“ und „Bretonische Brandung“ waren bereits im Frühjahr und Herbst 2014 in der ARD zusehen. Der 90- minütige Fernsehfilm „Bretonisches Gold“ wird im Frühjahr 2015 ausgestrahlt.


Die Salinen von Guérande

Wie der Titel schon verrät, dreht sich im dritten Buch und Film alles um das bretonische
Gold, das Fleur de Sel aus der Guérande. Zweimal am Tag spült die Flut im Sommer
Meerwasser in das erste große Becken. Langsam fließt das Wasser von dort durch ein verwobenes Mosaik aus vielen kleineren Becken, bis Wind und Sonne nach und nach das Meerwasser verdunsten lassen.

Mit Feingefühl und Erfahrung regeln die Salzbauern die Wassermengen in den verschiedenen Becken. Am Ende ernten sie die weißen Salzkristalle, das weiße Gold. Das Fleur de Sel ist die „Blume des Salzes“. Sie wird vorsichtig vom restlichen Salz abgehoben und ist besonders fein im Geschmack. Das Museum „Terre de Sel“ erklärt anschaulich die Salzernte in Guérande und ihre Tradition. Das ganze Jahr können Besucher auch an Führungen durch die Salinen teilnehmen.


Der Golf von Morbihan und die Ile aux Moines

Seine Ermittlung über mögliche kriminelle Machenschaften in den Salinen von Guérande führen Kommissar Dupin auch an den Golf von Morbihan und auf die Ile aux Moines, die „Insel der Mönche“. Am Rande des großen Golfs von Biskaya gelegen, profitiert das „kleine Meer“ – so die wörtliche Übersetzung des bretonischen „mor bihan“ – vom milden Klima Südeuropas. 2.000 Sonnenstunden im Jahr, Orangen- und Zitronenbäume lassen die Landschaften hier im Süden der Bretagne mediterran anmuten.

Mit sechs mal drei Kilometern ist die Ile aux Moines die größte Insel des Golfs von Morbihan. Die „Insel der Mönche“ heißt sie schon seit dem 9. Jahrhundert, als der König der Bretagne sie den Mönchen der Abtei von Redon schenkte. Überall grünt und blüht es; Mimosen, Kamelien, Palmen und märchenhafte Kiefernwälder wie der Bois d’Amour (Liebeswald) und der Bois des Soupirs (Wald der Seufzer) schmücken die Insel.


Familienurlaub in der Bretagne: 21 Perlen an der bretonischen Küste

„Sensation Bretagne“ nennen sich 21 Badeorte am Meer, die mit überwachten Badestränden und vielfältigen Wassersportmöglichkeiten wie geschaffen sind für Urlaub mit der ganzen Familie. Zwei Highlights sind die Rosa Granitküste und die winzigen Glénan-Inseln.

Ein Chaos aus rosa Felsen lädt in Perros-Guirec an der Rosa Granitküste zum Klettern und Entdecken ein: In den vergangenen 300 Millionen Jahren haben Meer und Wind den rosa Granitblöcken ihren bizarren Schliff verliehen. Spaziergänger können zum Beispiel die Hexe, die Flasche und den Pilz entdecken. In der Abenddämmerung taucht die Sonne das Felschaos in warme Orangetöne.

Mit der Fähre oder an Bord eines traditionellen Segelboots können Urlauber zu den Sieben Inseln vor der Rosa Granitküste fahren. Mit über 20.000 Vogelpaaren und 27 Nistvogelarten sind die Inseln das größte Vogelschutzgebiet an der französischen Küste. Besonders die weißen Basstölpel und die bunten Papageientaucher erfreuen sich großer Beliebtheit. Meistens zeigen sich auch die Kegelrobben.

Der Archipel der Glénan-Inseln liegt 30 Kilometer vor der Küste des Badeorts Fouesnant. Mit ihren langen weißen Sandstränden und dem azurblauen Meer sind die zwölf Inseln ein kleines Paradies mitten im Atlantik. Die Unterwasserwelt können Kinder bei einem Ausflug mit dem Glasboden-Boot entdecken. Mit etwas Glück schwimmt auch einer der bis zu sieben Meter langen Riesenhaie vorbei, die sich aber zum Glück nur von Plankton ernähren.


Spielerisch die Welt der Meere entdecken

Alle fünf Weltmeere an einem Tag können Familien im Océanopolis in der Bucht von Brest erkunden: In vier großen Themenbereichen von den Tropen über die Küsten der Bretagne bis zur Arktis können Kinder Robben, Zebrahaie, Clownfische, Pinguine und 10.000 weitere Tiere der Meere beobachten.

In interaktiven Ausstellungsräumen „schwimmen“ Besucher selbst durch die Ozeane und
entdecken spielerisch die Geheimnisse der Meere. In den Streichelzoos mit Seeigeln und
Seesternen erklären die Mitarbeiter die Pflanzen- und Tierwelt unter Wasser, auch vorsichtiges Anfassen ist erlaubt.

Zu verstehen, wie die Ökosysteme unserer Ozeane funktionieren, wie sensibel sie sind und wie wir helfen können, sie zu schützen, steht im Mittelpunkt des Océanopolis. Der Meerespark ist außerdem ein wichtiger Forschungspunkt für Meeressäugetiere, organisiert zahlreiche wissenschaftliche Veranstaltungen und führt auch eine eigene Robbenklinik.

Auch die große Segelwelt „Cité de la Voile“ in Lorient an der bretonischen Südküste trägt ihre Besucher hinaus auf den Ozean: Wie kommt ein Segelboot vorwärts? Wie lenkt man mit den Segeln? Und wie viel Kraft braucht man eigentlich dafür? Die Antworten auf all diese und noch mehr Fragen können Klein und Groß an vielen Mitmach-Stationen selbst herausfinden. In nachgebauten Booten können Besucher erleben, wie eng die Kabinen

der Sport-Trimarane auf unseren Weltmeeren sind, wie sich Weltumsegler ernähren, sich tags und nachts auf dem Ozean orientieren und woher sie ihren Strom bekommen. Und wer jetzt nicht mehr zu halten ist, kann vom Segelhafen hinter der „Cité de la Voile“ direkt zu einer Segeltour auf dem Atlantik aufbrechen.

www.sensation-bretagne.com, www.oceanopolis.com , www.citevoile-tabarly.com.


Der Mont-Saint-Michel wird wieder eine Insel

Der Mont-Saint-Michel, der seit 1979 Teil des UNESCO-Welterbes ist, zählt zu den bedeutendsten Touristenzielen in ganz Frankreich. Im Laufe der Jahrzehnte hatten sich immer mehr Sedimente in der Bucht um den Mont abgelagert und diese verlandete mehr und mehr.

Maßgeblich trug dazu der 1869 angelegte Straßendamm, der den Glaubensberg mit dem Festland verbindet, bei. Durch die Straße und den angegliederten Parkplatz wurde die Zirkulation des Wassers in der Bucht gebremst und machte es somit unmöglich, dass der Glaubensberg stetig mit Wasser umspült wird.

Damit der architektonische Schatz aus dem Mittelalter für die nachfolgenden Generationen bewahrt werden kann, haben Europa, Frankreich, die Normandie und die Bretagne entschieden, gemeinsam zu handeln und ein ambitioniertes Projekt ins Leben gerufen.

Das große Renaturierungsprojekt soll die Verlandung der Bucht stoppen und aus dem Glaubensberg wieder eine richtige Insel machen. Die Studien zum Projekt begannen im Jahr 1995 und im Winter 2005/2006 die Bauarbeiten, um den Prozess der Renaturierung der Bucht einzuleiten. 2015 wird das Projekt abgeschlossen.

Der erste Schritt war die Errichtung einer Stauanlage am Fluss Couesnon. Diese Etappe wurde 2009 abgeschlossen. Die Stauanlage dient ebenfalls als Aussichtsplattform auf die Bucht und den Glaubensberg. Zusammen mit neuen Service- und Informationseinrichtungen bildet ein neuer Parkplatz auf dem Festland seit April 2012 mit mehr als 4.000 Parkmöglichkeiten den neuen Ausgangspunkt für die Erkundung des Berges.

So verschwand die "Blechlawine" vor dem Mont, die viele als störend empfanden. Seitdem bringen Pendelbusse die Touristen vom Parkplatz zum Mont-Saint-Michel. Alternativ können sie auch zu Fuß gehen. Im Jahr 2014 wurde dann die neue, filigrane Brücke, die den Straßendamm aus dem Jahre 1869 ersetzt, geöffnet. Der österreichische Stararchitekt Dietmar Feichtinger und sein Team konzipierten und bauten die 760 Meter lange und elf Meter breite Stelzenbrücke. Sie fügt sich optimal in die Landschaft ein und eröffnet eine atemberaubende Aussicht auf den magischen Berg und die reizvolle Bucht, die diesen umgibt.

Im Frühling 2015 beginnen die Abrissarbeiten des alten Straßendamms aus dem 19. Jahrhundert. Als definitives Ende der Arbeiten gilt der Sommer 2015. Der Zugang zum Mont-Saint-Michel ist ganzjährig, abgesehen von wenigen Stunden pro Jahr, in denen der Gezeitenkoeffizient größer als 110 ist, gewährleistet.

Tipp: Die neue Stelzenbrücke bietet Anlass zu einem großen Naturspektakel. Seit Sommer
2013 ist der Mont-Saint-Michel bei einem Gezeitenkoeffizient von über 110 wieder komplett von Wasser umspült und somit eine richtige Insel. Dieses Naturschauspiel dauert wenige Stunden und fand aufgrund des Straßendamms seit über 130 Jahren nicht mehr statt.

Im Jahr 2015 wird es rund 40 Mal, d.h. an 20 Terminen, eine Springflut geben.
Bei einem Gezeitenkoeffizienten von mehr als 110 wird sich das Spektakel dann zwei Mal pro Tag abspielen: früh am Morgen und am Abend.

Die nächste große Springflut findet am 21. März 2015 statt, dann wird der
Koeffizient von 118 erreicht. Um einen Koeffizienten von 120 zu beobachten, müssen Sie sich noch bis zum 25. März 2073 gedulden.


Neues Panorama der Superlative und Historial in Rouen

Im malerischen Rouen gibt es 2015 zwei Neuigkeiten, die es zu entdecken lohnt.
Seit 20. Dezember 2014 bietet Rouen ein kulturelles und in Frankreich einmaliges Highlight: das neue Panorama XXL. In einer eigens hierfür erbauten Rotunde auf der rechten Uferseite der Seine, nur wenige Gehminuten von der malerischen Altstadt von Rouen entfernt, werden die monumentalen Rundbilder des bekannten deutschen Künstlers Yadegar Asisi gezeigt. Sie geben einen atemberaubenden 360°-Rundblick auf eine Stadt bzw. Landschaft frei.

Der Besuch im Panorama XXL beginnt mit einer Ausstellung, bei der Besucher mehr über das gigantische Panorama und die künstlerische Vision erfahren. Videos ermöglichen Einblicke hinter die Kulissen der Erstellung der Meisterwerke sowie dem Bau der Rotunde. Im Rundbau selbst führt eine Treppe zu drei Aussichtsplattformen in 6, 12 und 15 Metern Höhe. Besucher können das Meisterwerk so aus verschiedenen Blickwinkeln bestaunen. Der simulierte Wechsel zwischen Tag- und Nachtatmosphäre sowie die musikalische Untermalung sorgen für eine einzigartige Stimmung.

Der bekannteste Künstler auf dem Gebiet der Panoramabilder ist heute zweifelsohne Yadegar Asisi, er schuf die größten Panoramen der Welt. In Leipzig und Dresden eröffnete er die so genannten Panometer und begeistert jedes Jahr um die 300.000 Besucher. Asisi kombiniert für seine 360°-Meisterwerke traditionelle Techniken mit neuen Medien wie Fotografien, digitalen Bildern und Drucke.

Programm: Von Dezember 2014 bis Herbst 2015: Das antike Rom; Von Herbst 2015 bis Frühling 2016: Der Amazonas-Regenwald; Ab Frühling 2016: Das mittelalterliche Rouen.

www.panoramaxxl.com


Historial Jeanne d‘Arc

Jeanne d’Arc, auch bekannt als Johanna von Orléans, ging als tapfere Befreierin Frankreichs und Märtyrerin in die Geschichte ein. Rouen ist die Stadt, in der sie im Jahre 1431 ihr Leben auf dem Scheiterhaufen ließ. Das neue „Historial Jeanne d‘Arc“ öffnet im März 2015 im ehemaligen erzbischöflichen Palast von Rouen seine Tore. An dieser Stelle wurde die französische Nationalheldin 1431 verurteilt, 1456 fand hier schließlich ihr Rehabilitationsprozess statt.

Der architektonisch herausragende Bau mit zwei Krypten, den Sälen und dem Turm aus dem 15. Jahrhundert bildet den idealen Rahmen für das Museum, welches jährlich 100.000 - 150.000 Besucher erwartet. Auf einer Fläche von knapp 1.000 Quadratmetern auf fünf Etagen wird die Geschichte der Jungfrau von Orléans auf anschauliche und sehr moderne Weise nacherzählt. Für Besucher aus Deutschland stehen Audioguides in deutscher Sprache zur Verfügung.

www.historial-jeannedarc.fr.


Degas und der Impressionismus – eine Ausstellung in Giverny

Von 27. März bis 19. Juli 2015 ist die Ausstellung des Museum des Impressionismus in
Giverny dem berühmten Maler Edgar Degas gewidmet. Degas‘ Werke hatten großen Einfluss auf die Maler der impressionistischen Bewegung. Degas selbst unterhielt eine enge Beziehung zu den Impressionisten und auch zur Freilichtmalerei, die durch die Impressionisten etabliert wurde. Er unterscheidet sich dadurch von seinen Kollegen, dass er sich auf persönlichere Motive konzentrierte, wie die Bewegung des Körpers beim Tanzen, und dadurch, dass er dem künstlichen Licht eine besondere Aufmerksamkeit schenkte.

Die Ausstellung „Degas, ein impressionistischer Maler?“ beschäftigt sich mit der Stellung Degas' innerhalb der Impressionismus-Bewegung. Es werden 70 Werke gezeigt, darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Pastelle und Monotypen. Vier große Themenbereiche gliedern die Ausstellung die klassische Ausbildung des Künstlers, die Impressionismus-Ausstellungen, die Frage der Landschaft, Degas' Beziehungen zu den Impressionisten nach 1890

Musée des Impressionnismes, www.mdig.fr


Charmanten Hotels und Restaurants der Normandie

„Willkommen in der Normandie“ – so heißt eine 2014 gegründete Initiative, die der
Tourismusverband der Normandie ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit mehr als 20
Hoteliers der Vereinigung „Les Charmes de la Normandie“, einem 1991 gegründeten
regionalen Zusammenschluss von derzeit 63 charmanten Hotels und Restaurants, spricht der Tourismusverband insbesondere Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Die Übernachtungsgäste aus den genannten Ländern sind eine wichtige Zielgruppe für die normannischen Hoteliers. Einer Studie zufolge fürchten viele deutsch-sprachige Gäste die Sprachbarrieren vor Ort. (Quelle Studie: „France“, Mai 2012, 600 Befragte)

Und genau hier setzt die Initiative „Willkommen in der Normandie“ an. Die beteiligten Hoteliers erklären sich dazu bereit, künftig noch besser auf die Belange und Wünsche ihrer deutschsprachigen Gäste einzugehen. Dies beginnt bei der Ansprache der Urlaubsgäste auf den Internetseiten der Hotels und führt hin bis zur Bearbeitung von individuellen Buchungsanfragen und der Reiseabwicklung in deutscher Sprache. Darüber hinaus wird den Hoteliers empfohlen, ihren Übernachtungsgästen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz deutschsprachige Fernsehprogramme, Tageszeitungen und Speisekarten anzubieten.

www.willkommen-in-der-normandie.de, www.normandie-tourisme.fr/de


Auf Tuchfühlung in Nordfrankreich! Industrielles Erbe mit Überraschungen

Die Entwicklung der Textilindustrie führt man in Flandern und dem Artois auf das 11. und 12. Jahrhundert zurück. Die daraus entstandene wirtschaftliche Blütezeit nannte man das „Gotische Wirtschaftswunder“. Um auf den Spuren dieser Industriegeschichte zu reisen, muss man kein Fashion Victim sein. Es könnte aber durchaus vorkommen, dass man das eine oder andere Stück erwerben möchte. Ins Staunen gerät man sicherlich!


Textile Industriegeschichte in Roubaix

Die im 19. Jh. entstandenen Textilindustrie hat in Roubaix ein einzigartiges und außergewöhnliches bauhistorisches Erbe hinterlassen: Industriegebäude mit Zinnen, Türmchen, Bergfrieden, die Häuser der Handwerksmeister in neoklassischer und barocker Gestaltung und die wieder hergerichteten typischen Innenhöfe der Region. Heutzutage finden sich in Roubaix nur noch wenige Textilbetriebe.

Die Produktion wurde zumeist in andere Länder verlegt. Marken wie La Redoute, OVH, Camaïeu, Okaïdi, Jules und andere haben aber Ihren Sitz noch immer in der Stadt, die einst als eine der Textilkapitalen der Welt galt. Wer in die Textilgeschichte von Roubaix eintauchen möchte, sollte sich keinesfalls die „Manufacture des Flandres“ entgehen lassen. Diese ehemalige Textilweberei ist ein Atelier-Museum, das an die industrielle Vergangenheit anknüpft. Beim Besuch zeigen ehemalige Tuchweber, wie die alten Maschinen funktionieren.

Ebenso erfährt man, welche Innovationen die Branche im Lauf der Zeit revolutionierten und natürlich wie eine Wollfaser zum Faden und dann zum Tuch wird. Der Aufschwung von Roubaix zum Textilzentrum, die wichtigste Akteure, die Arbeitsbedingungen jener Zeit, die Rolle von Immigranten in der Textilindustrie und der Einfluss auf die Stadtentwicklung werden dem Besucher bei einer Führung vor Augen geführt. Die Manufacture des Flandres bietet zudem Workshops an: Kleidung selbst kreieren, Nähen, Stricken, Weben – ein Paradies der Handarbeiten. Die Kurse finden in Französisch statt.

www.manufacturedesflandres.fr -www.roubaixtourisme.com


Calais – Hauptstadt der Spitze

Wussten Sie, dass viele bekannte Modedesigner zur Herstellung ihrer Luxus-Wäsche
Spitze aus Calais verwenden? Auf den Laufstegen rund um den Globus bringen die schicken Dessous dann die eine oder andere Zuschauerin zum Träumen. Wer mehr über die Techniken sowie die Geschichte der Spitzenklöppelei wissen möchte, der sollte das internationale Spitzenmuseum besuchen.

Erst 2009 eröffnete es auf dem Gelände einer ehemaligen Spitzenklöppelfabrik. Die alte Fabrik und ein neues modernes Gebäude hat man auf raffinierte Weise verbunden, so dass das Museum schon in der Außenansicht spektakulär ins Auge fällt. Die verantwortlichen Architekten, Moatti & Rivière, planten auch den Hauptsitz von Jean-Paul Gaultier in Paris. Das Brummen der Klöppelmaschinen drinnen zeugt hingegen von der Vergangenheit.

Die ersten Klöppelmaschinen der Industriegeschichte laufen hier noch immer und begeistern mit ihrer ausgeklügelten Technik. Ihre Funktion demonstrieren entgegen aller Erwartungen Männer. Denn Klöppelmaschinen erfordern auch den ein oder anderen Krafteinsatz. Wenn es um Handfertigkeit geht, zeigen dagegen Frauen das traditionelle Klöppeln. Man kann es in der Cité de la Dentelle et de la Mode auch in Workshops lernen.

18. April – 31. August 2015: Sonderausstellung Modeschöpfer Balenciaga, Magicien de la Dentelle. Anlässlich des 120. Geburtstages von Cristóbal Balenciaga (Getaria, 1895, - Javea, Spanien, 1972) widmet die Cité de la Dentelle et de la Mode in Calais diesem großen Modeschöpfer eine Ausstellung. Schwerpunkt ist der bedeutende Rang der Spitze im
Lebenswerk von Balenciaga.

www.cite-dentelle.fr www.calais-cotedopale.com


Spitzen, Stars und Sternchen

Nordfranzösische Spitze aus Caudry hat Weltruf. Nicht zuletzt wird sie auch von berühmten Persönlichkeiten wie Michelle Obama getragen. Oder sie zierte das Brautkleid
der künftigen Herzogin von Cambridge, damals Kate Middleton. Die Firma Solstiss aus Nordfrankreich hat auch die Hauptdarstellerin im Film „Der Große Gatsby“ ausgestattet. Über 1.400 Meter Spitze aus Caudry hat die weltbekannte und bereits zweifach OSCAR- gekrönte Kostümbildnerin Catherine Martin für die Verfilmung des Romans von Fitzgerald
geordert.

Hauptdarstellerin Carey Mulligan trägt an der Seite von Leonardo DiCaprio ein mit Glaskristallen und Pailletten versehenes Spitzenkleid und passt somit perfekt in die
20er Jahre. Der Film ist eine Hommage an die Golden Twenties, als die Spitze die
Damenkleidung aller sozialen Schichten zierte und die Textilindustrie blühte. Heute arbeiten noch rund 600 Spitzenklöppler, die ihr traditionelles Handwerk mit „Savoir faire“ betreiben, in Caudry. Wer ins Spitzenimperium von Caudry eintauchen oder selbst ein Stück Spitze erwerben möchte, dem sei das Museum „Musée des Dentelles“ in Caudry empfohlen.

http://musee-dentelle.caudry.fr - www.tourisme-cambrai.fr


Fashion Victims – ab nach Nordfrankreich

In Roubaix gibt es ein Modeviertel, in dem junge Designer ihre Kreativität ausleben und das Stadtleben mit neuen Impulsen bereichern. Egal, ob avantgardistisch, schick, poppig oder ausgeflippt – hier findet sich für jeden Geschmack etwas. Von Möbeln über Kleidung, Hüte, Schmuck bis hin zu Accessoires in allen Formen und Farben.

Ebenso findet in Roubaix jährlich am ersten Dezemberwochenende der Marché des Modes (Modemarkt) und die Braderie de l’Art (Kunstsonderverkauf) statt. Bei der Braderie de l’Art werden Alltagsgegenstände und Schätze vom Speicher in wahre Kunstobjekte verwandelt.

Das ist jedenfalls die Herausforderung, der sich Künstler aus aller Welt 24 Stunden lang nonstop stellen. Beim Marché des Modes versammeln sich hingegen Designer aus ganz Frankreich in Roubaix und verkaufen die neuesten Kreationen. Jedes Jahr werden hier mittlerweile 15.000 Besucher verzeichnet. Der Markt gilt inzwischen als Talentbörse für Textilfachleute.

www.maisonsdemode.com - www.roubaixtourisme.com


Renaissance, Lille et Eurométropole

25. September 2015 – 17. Januar 2016. Nach „Bombaysers de Lille“, „Europe XXL“ und „Fantastic“ begibt man sich nun vier Monate lang mitten in die RENAISSANCE. Öffnung zur Welt, künstlerischer Austausch, Technologien, RENAISSANCE, die erneuerte große Ausgabe von Lille 3000, rückt die Vitalität der heutigen Welt in den Mittelpunkt.

Paraden, große Ausstellungen, urbane Metamorphosen etwa am Tripostal, am Bahnhof Saint Sauveur und an zahlreichen beteiligten kulturellen Stätten wie das Palais des Beaux-Arts de Lille und den Maisons Folles. Abstecher in Renaissance-Städte wie Rio, Detroit, Eindhoven, Seoul oder Pnom Penh, Schauspiel, Do it Yourself, Lichter, Design, Food, Debatten und neuartige Events.

www.lille3000.com


„Galerie du Temps“ im Louvre-Museum von Lens

Neue Exponate seit dem 3. Dezember 2014. Mit dem dritten Jahr seines Bestehens, das 2015 beginnt, beginnt auch eine neue Ära für den Louvre-Lens. Er muss seine Ambitionen in Sachen Qualität und Demokratisierung untermauern. Innerhalb von zwei aufeinander folgenden Jahren ersetzen 20 Meisterwerke bisher gezeigt Exponate, die ihren angestammten Platz im Pariser Louvre-Museum wieder finden. Diese Rotation respektiert die chronologische Philosophie der Galerie.

Sie bietet eine überaus repräsentative Auswahl aus den reichen Beständen des Louvre. „L’adorant de Larsa“ (mesopotamische Statuette), ein neues Werk von Jean- Auguste-Dominique Ingres, „Roger délivrant Angélique“, ein umfangreicher Austausch der mittelalterlichen Skulpturen, die Ankunft eines neuen Meisterwerkes von Georges de la Tour, „Josef der Zimmermann“ sowie des „Bélisaire demandant l’Aumône“ von Jacques-Louis David... Um nur einige der Neuheiten in der „Galerie du Temps“ zu nennen.

Die „Grande Galerie“ bildet das Herz des Louvre-Lens. Die dort zusammen gestellten
Ausstellungen sind auf eine fünfjährige Dauer angelegt. Auch diese bestehen aus Leihgaben des Pariser Louvre. In gewisser Weise findet sich hier die Dauer-Kollektion des Louvre-Lens. Aber diese ist keinesfalls statisch. Auch hier werden bei alljährlichen Rotationen einzelne Elemente durch andere ersetzt.

www.louvrelens.fr


Versailles kommt nach Arras

Das nordfranzösische Städtchen Arras hat bis März 2016 einen „special guest“: Im Museum der schönen Künste (Musée des Beaux-Arts) ist die Ausstellung „Das Schloss von Versailles in 100 Meisterwerken“ (Le Château de Versailles en 100 Chefs d’Oeuvres) zu Gast.

An die 100 Kunstschätze, Gemälde, Skulpturen und Möbelstücke aus dem Schloss von Versailles sind zu sehen, die die Zeit der Könige in Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert wieder aufleben lassen. Ob goldene Kunstwerke aus dem Besitz von Ludwig XIV., das Teeservice von Marie-Antoinette oder die Gobelin-Tapisserien: Der Besucher begibt sich auf eine spannende Zeitreise.

www.explorearras.com


September 2014 bis Mai 2018: Im Rahmen des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg widmet „La Piscine“ dem Thema zwei Ausstellungsbereiche. 11 Künstler zeigen hier jeweils für vier Monate ihre Arbeiten aus unterschiedlichen Bereichen wie Bildhauerei, Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Video. In kraftvoller, sensibler und intelligenter Weise setzen sich diese mit der offensichtlichen Unvermeidbarkeit und dem Fortbestehen der Barbarei in modernen Konflikten auseinander.

www.roubaix-lapsicine.com


Nordfrankreich gedenkt des 1. Weltkriegs

Im Gedenkjahr an den 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs erinnert besonders Nordfrankreich an die Geschehnisse zwischen 1914-1918. Im Nord-Pas de Calais können die Besucher auf den unzähligen Spuren des Ersten Weltkriegs wandeln und dank der Einweihung neuer Denkmäler und Museen versuchen, die Geschichte besser zu verstehen.


Einweihung der Gedenkstätte in Ablain-Saint-Nazaire

Eine „Hommage an die 590.000 Soldaten, Freunde und Feinde von gestern“, die auf den Schlachtfeldern im Nord-Pas de Calais zwischen 1914 und 1918 gestorben sind, entsteht in Ablain-Saint-Nazaire. Gegenüber dem größten französischen Nationalfriedhof wurde im November 2014 ein besonders ausgefallenes und symbolträchtiges Denkmal eingeweiht.

Eine überdimensionale Gedenktafel in Form einer Ellipse erinnert an die Gefallenen in der Region während des 1. Weltkriegs. Die Namen aller Verstorbenen sind alphabetisch - unabhängig von Nationalität und Dienstgrad – in die Mauern eingraviert. Architekt Philippe Prost schafft damit eines der größten Kriegsdenkmäler der Welt. Bauherr ist die Region Nord-Pas de Calais, die das Projekt mit 8 Millionen Euro unterstützt.

Die offizielle Einweihung erfolgte durch Staatspräsident Francois Hollande pünktlich zum Jahrestag des Waffenstillstands von 1918, am 11. November 2014. Die Gedenkstätte befindet sich auf einer 2,2 Hektar großen Fläche neben der Kirche Notre-Dame de Lorette und dem Soldatenfriedhof, wenige Kilometer südlich von Lens.

www.wegedererinnerung-nordfrankreich.com


Check it out – Wege der Erinnerung

Wer Nordfrankreich und sein geschichtliches Erbe auf ganz besondere Weise kennen lernen möchte, dem seien die Wanderwege entlang von ehemaligen Kriegsschauplätzen und heutigen Gedenkstätten empfohlen. Die Region Nord-Pas de Calais hat vier große Wege der Erinnerung ins Leben gerufen, deren Routen einen sehr intensiven Einblick in die Geschichte bieten.

Zudem gibt es nun auch 8 lokale Wanderwege, die Fußgänger und Radfahrer zur Erkundung auf eigene Faust einladen. Jede Tour wurde thematisch angelegt, zum Beispiel „Auf den Spuren des Dichtersoldaten Wilfred Owen“ oder „Um die Schlacht von Fromelles“. Die Rundwege können über einen kleinen, illustrierten Geschichtsführer mithilfe eines mobilen Datenterminals abgerufen oder direkt aufs Handy heruntergeladen werden. Nicht nur deshalb lohnt sich ein Blick auf die neugestaltete und komplett in deutscher Sprache gehaltene Website.

www.wegedererinnerung-nordfrankreich.com


Eröffnung des Musée de la Bataille de Fromelles

Als „die schlimmsten 24 Stunden in der Geschichte Australiens“ werden die Ereignisse um
die Schlacht von Fromelles am 19. Juli 1916 heute beschrieben, denn am Ende des Tages wurden 5.533 australische, 1.400 britische und etwa 1.500 deutsche Soldaten verwundet, getötet oder als vermisst gemeldet. Der Kampf um Fromelles ist ein trauriges Beispiel für die Brutalität der industriellen Kriegsführung unter Einsatz von Artillerie und Maschinengewehren. Das neue Museum in Fromelles setzt der Schlacht ein Denkmal.

Sie wird sich halbunterirdisch in einem Bunker befinden. In den fünf Themenbereichen Ausgrabungstechniken, der Grabenkrieg, die Schlacht am Bergkamm von Aubers und Neuve-Chapelle, der War Room und Soldatenportraits kann das Schicksal einzelner Soldaten nachvollzogen werden.

Das Museum, das sich zum neuen Soldatenfriedhof Pheasant Wood hin öffnet, gibt auch Aufschluss über das Identifizierungsprogramm für die Opfer des Ersten Weltkriegs, deren sterbliche Überreste hier 92 Jahre nach der Schlacht von Fromelles entdeckt wurden. Seit dem 18. Juli 2014 ist das Musée de la Bataille de Fromelles außer dienstags zu einem Eintrittspreis von 6,50 Euro zu besichtigen.

www.musee-bataille-fromelles.fr


Organisation „Northern France Battlefields Partner”

Am Vorabend der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des 1. Weltkriegs hat das Comité Régional de Tourisme Nord-Pas de Calais im Jahr 2014 die Organisation „Northern France Battlefield Partner“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Vereinigung von Unterkünften, Restaurants, Transporteuren und anderen touristischen Institutionen.

Die Mitarbeiter in diesen rund 150 beteiligten Partnern verfügen über spezielle Kenntnisse im Bereich des „Gedenk-Tourismus 14-18“ an der französischen Westfront. Damit möchten sie den Empfang und die Orientierung der Gäste aus aller Welt gewährleisten.

www.wegedererinnerung-nordfrankreich.com


Strandsegeln – der regionale Volkssport

Da bei Ebbe der Sandstrand der Opalküste Hunderte von Metern breit wird, hat sich das Strandsegeln zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten entwickelt, wenn nicht sogar zum Volksport. Hier finden zahlreiche Wettkämpfe statt. Das große Vorbild an der Opalküste ist der Weltmeister Bertrand Lambert, der in einem Wettkampf als erster mit einer Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern über die Sandpisten raste.

Dieses Tempo schaffen allerdings nur die Profis. Die Amateure erreichen meist ein Drittel dieser Geschwindigkeit. Der Weltmeister bietet in Le Touquet Kurse für Anfänger an. Man kann aber entlang der Küste an allen großen Wassersportschulen Kurse besuchen und abgesehen davon, dass es Spaß macht, ist es nicht einmal so schwer zu lernen.


„Longe-Côte“ – eine neue Sportart mit Dünkirchener Wurzeln

Wie Froschmänner in der Nordsee sehen sie aus und werden entsprechend von unwissenden Spaziergängern beäugt. Die Gruppe von Menschen in Neopren-Anzügen praktiziert das sogenannte „Longe-Côte“, das in kürzester Zeit viele Anhänger auch in der Bretagne und Korsika fand. Es handelt sich dabei um eine Wanderung im Meer, das Wasser reicht bis in Brusthöhe. Fürs Gleichgewicht ist auch ein Paddel erlaubt.

Der Erfinder, Thomas Wallyn, aus Dünkirchen wollte ursprünglich für seine Rudergruppe einen Ganzjahres-Sport finden, der ein ganzheitliches Muskeltraining ohne Verletzungsrisiko zulässt. Offensichtlich ein Geniestreich, denn die neue Sportart verbreitet sich schon in ganz Frankreich. In Dünkirchen an der Base nautique de la Licorne, kann man Kurse für „Longe-Côte“ besuchen.

www.longecote.fr


20.000 Schnüre in der Luft

Das internationale Drachenfestival in Berck-sur-Mer gilt als Startschuss für die Drachenfestsaison. Dank der unterschiedlichsten Teilnehmer aus aller Welt ist es nicht nur ein Szenetreffpunkt, sondern ein regelrechtes Fest der Sinne. Bis zu einer Million Zuschauer, die das Schauspiel in allen Formen und Farben bei einem Strandspaziergang bestaunen, werden vom 13. bis 21. April erwartet.

Das Drachenfestival ist ursprünglich aus einem regelmäßigen Treffen von Luftbildfotografen entstanden. Diese Tradition wurde über die Jahre erhalten: Das farbenfrohe und quirlige Event findet jetzt zum 27. Mal statt und liefert nicht nur Profi- Fotografen unzählige Motive. Bis zu 20.000 Schnüre werden in Berck-sur-Mer in die Lüfte gehen. Wer es nicht zum Festival schafft, kann zu Hause am PC zwar keine Meeresluft schnuppern, dafür aber das Spektakel per Webcam live verfolgen auf www.opale- sud.com/webcam.

www.cerf-volant-berck.com


Paris-Roubaix: Zwischen Himmel und Hölle

Das berühmte eintägige Radrennen findet seit 1896 in Nordfrankreich statt und ist „als Königin der Klassiker“, aber auch als „Hölle des Nordens“ bekannt. Anlässlich des populären Straßenrennens, das 2015 am 7. April stattfindet, hat Roubaix in diesem Jahr zahlreiche Attraktionen rund um‘s Rad aufgelegt.

Als Neuheit wartet das überdachte Velodrom, dessen spektakulärer Bau im September 2012 eröffnet wurde und das jedes Radler-Herz höher schlagen lässt – Adrenalin-Kick inklusive: Denn mittwochs, samstags und sonntags ist die Radrennbahn ab sofort der Öffentlichkeit zugänglich. Nach einer kurzen technischen Einführung durch einen Velodrome-Mitarbeiter geht’s in die Vollen.

Zum Preis von 15 Euro kann man 30 Minuten wie ein Profi um die 180°Kurven fahren. Einzige Voraussetzung: man muss größer als 1,50 Meter sein. Wer es lieber langsamer angehen möchte, der kann am 15. Juni an der Seite eines leidenschaftlichen Rennfahrers den Mythos von Paris- Roubaix nachempfinden. Per Bus wird die Strecke innerhalb von drei Stunden abgefahren und die berüchtigtsten Stellen wie die Trouée d’Arenberg und die Kopfsteinpflasterpassagen besichtigt.

Online-Tickets unter: www.roubaixtourisme.com


Der Louvre-Lauf

Der Marathon „Route du Louvre“ verbindet auf 42,195 Kilometern die nordfranzösischen
Städte Lille und Lens. Ins Leben gerufen wurde der Lauf im Jahr 2005 von Befürwortern des Louvre-Projekts, die mit einem sportlichen Ereignis die kulturellen Bestrebungen ihrer Region unterstützen wollten: die Eröffnung der Louvre-Zweigstelle und die Anerkennung des Kohlebeckens als UNESCO Weltkulturerbe. Beides wurde 2012 erreicht. Und noch immer mobilisiert der Marathon die Massen.

Am 12. Mai laufen Athleten wie Freizeitjogger wieder entlang der „Route du Louvre“, die der Integration sämtlicher Gemeinden und deren Bewohner dient. Der Marathon ist vor allem auch wegen seines abwechslungsreichen Programms so beliebt. Es werden kürzere Etappen für Familien oder Vereine organisiert, Wanderungen durch das Departement angeboten und in den an der Strecke liegenden Gemeinden herrscht Jahrmarktstimmung: Traditionelle Spiele, folkloristische Umzüge und regionale Spezialitäten heizen Teilnehmern und Zuschauern ein. Nicht nur was für Spitzensportler!

www.laroutedulouvre.fr


Nordfrankreich: Eine Region mit großen Sportevents !

Basketball-Europameisterschaft 2015: vom 4. bis 20. September 2015 – Stade Pierre Mauroy: Das Stadion Pierre Mauroy sieht eine Woche lang die Final-Phase der Europameisterschaften ab dem Achtelfinale. 16 Nationalmannschaften gehen an den Start in Lille.

Fußball Europameisterschaft Euro 2016: 10. Juni bis 10 Juli 2016: Stade Pierre Mauroy: Des Stadion des Fußball-Erstligisten OSC Lille ist Austragungsort von fünf Spielen im Rahmen der Europameisterschaft: drei Gruppenspiele (12., 15. und 22. Juni) ein Achtelfinale (26. Juni) und ein Viertelfinale (1. Juli).

Stade Bollaert-Delelis: Vier Begegnungen finden im Stadion Bollaert-Delelis in Lens statt. Drei Gruppenspiele (11., 16. und 21 Juni) und ein Achtelfinale (25. Juni).

Handball-Weltmeisterschaft 2017 vom 13. bis 29. Januar 2017

www.nordfrankreich-tourismus.com, www.tourisme-nordpasdecalais.fr, www.crt-nordpasdecalais.fr




Rückblick 2014

Frühlingsanfang und eine glanzvolle Osterzeit im Elsass

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern - Pünktlich zum Frühlingsbeginn gibt es im Elsass eine Vielzahl an Veranstaltungen, die zum einen die Traditionen und Bräuche der Osterzeit aufnehmen, aber auch das Wiedererwachen der Natur und somit die „schönste Jahreszeit“ feiern. Von März bis Mai erwarten die Besucher in vielen Städten im Elsass verschiedene Oster- und Frühlingsmärkte mit elsässischem Kunsthandwerk, vielen kulinarischen Spezialtäten, Straßenmusik und Frühlingskonzerte. Neben zahlreichen bunten Blumen und Pflanzen, die Straßen, Gassen und Plätze in frische Frühlingsfarben tauchen, gibt es auch viele Tiere - vom Bauernhof und aus Schokolade -, die für ein buntes Treiben und die richtige Osterstimmung sorgen.

An Ostern darf natürlich auch das traditionelle Eiersuchen nicht fehlen. Überall in der Region werden öffentliche „Eiersuchen“ in Parks und Gärten veranstaltet, die nicht nur für Kinder geeignet sind. Erwachsene können hier zum Beispiel "Geocaching" ausprobieren.

Infos unter: www.tourisme-alsace.com oder http://bit.ly/1gNOocg.


Im Elsass werden die christlichen Traditionen und heidnischen Bräuchen zu Ostern besonders gepflegt. In der Vogesenstadt Masevaux gibt es dazu seit 1930 jedes Jahr ein einzigartiges Schauspiel: die Aufführung der Passionsspiele. Vom 16. März bis 13. April wird mit fast 200 Schauspielern das Leiden und Sterben Jesu in deutscher Sprache gezeigt.

Informationen unter: www.passion-masevaux.com


Auch die verschiedenen Museen im Elsass widmen sich dem Thema Ostern und zeigen die damit verbundenen Traditionen:

Das Ecomusée d’Alsace
Im größten Freilichtmuseum Frankreichs – dem Écomusée d’Alsace in Ungersheim – werden alte Osterbräuche wieder aufgenommen. Besucher können an Vorträgen und Workshops zu elsässischen Ostertraditionen teilnehmen. Vom 20. – 21. April gibt es Highlights wie den berühmte Eierlauf der Rekruten: eine elsässische Tradition aus dem 15. Jahrhundert und besondere Angebote für Kinder: sie hören die Geschichte des Osterhasen, basteln Osternester und bemalen Ostereier. Das Écomusée ist ab dem 28. März 2014 wieder geöffnet.

Informationen unter: www.ecomusee-alsace.fr


Schokoladenmuseum
Die Region Elsass zählt in Frankreich zu den größten Schokoladenproduzenten und bietet neben der Schokoladenstraße auch ein Schokoladenmuseum in Geispolsheim bei Straßburg. Hier zeigt eine Dauerausstellung die Geschichte der Marquise de Sévigné und ihrer Schokoladenfabrik, die Prozesse der Schokoladenherstellung sowie einige Geheimnisse zum Thema Kakao und Schokolade. Besondere Oster-Veranstaltungen gibt es im April.

Informationen unter: www.musee-du-chocolat.com


Veranstaltungen in den einzelnen Städten

Niederbronn-les-bains 29. bis 30. März
Neben einem Entdeckungsatelier zum Thema „Osterschokolade“ gibt es eine Verkaufsausstellung für Handwerkskunst zum Thema Ostern: Stoffhühner, elsässische Volkskunst, Osterkränze und Keramik.

Informationen unter: www.niederbronn.com


Obernai 21. März bis 4. Mai
Obernai feiert die Rückkehr des Frühlings und bietet in den historischen Gassen der Stadt viele Veranstaltungen zu Ostertraditionen. Hier findet man auf den Ostermärkten alles zu Frühlings- und Osterdekorationen, es werden Besichtigungen von Bäckereien und Konditoreien angeboten und Konzerte und Vorträge veranstaltet. Auch locken Wellness-Angebote in eine entspannte Festzeit.

Informationen unter: http://bit.ly/1oEaf8E oder www.obernai.fr.


Haguenau 23. März bis 7. April
Auch die Stadt Hagenau hat sich mit vielen bunten Animationen auf die Osterzeit vorbereitet und zeigt Osterschmuck, dekorierte Eier, Artikel aus Kelsch, einem traditionellen gewebten Leinenstoff aus dem Elsass. Auch Kunst- und Musikliebhaber sowie Gartenfans kommen auf ihre Kosten mit Ausstellungen und einem Kunstpavillon.

Informationen unter: www.tourisme-haguenau.eu


Colmar 4. bis 21. April
Zwei große Oster- und Frühlingsmärkte (10-19 Uhr - freier Eintritt) empfangen die Besucher in Colmar. In der Altstadt bieten Aussteller in bunten Holzhäusern elsässiche Produkte an: Handwerkskunst, Schmuck, Spielzeug, Tafelkunst sowie feine Gaumenfreuden und noch vieles mehr! Der Ostereiermarkt „Coquilles d’Art“ (17. bis 21. April) ist ein besonderes Ereignis: 30 Ovo-Miniaturmeister zeigen ihre kreativen, minutiösen Arbeiten!

Kaysersberg 5. bis 6. April
Die malerische Stadt an der Weinstraße bietet verschiedene Ausstellungen zum Thema Ostern, Verkäufe von Ostereiern und schönen Blumenarrangements.

Informationen unter: www.kaysersberg.com


Süße, wohlbekannte Düfte - in der Osterzeit sind Bäcker, Konditoren und Chocolatiers genauso wie große Küchenchefs im ständigen Einsatz, um für ihre Gäste ganz besondere Menüs und köstliche Leckereien aus Schokolade zu kreieren. Besucher können sich in Ateliers auch an eigene Kreationen wagen: im Écomusée d’Alsace in Ungersheim können sie die traditionellen Osterlaemmele backen und im Schokoladenmuseum in Geispolsheim sogar selbst Schokolade in Form gießen.

Auch für Liebhaber herzhafter Speisen gibt es das passende Ostermenü: das Pasc’Alsace, ein Osterlamm, das im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Eclats de Pâques" von elsässischen Küchenchefs und Restaurantbesitzern in ihren Einrichtungen zubereitet wird (5. April bis 4. Mai).

Informationen unter: www.restaurateurs-alsace.fr

Frühling, ja Du bist 's! - wer einen Aufenthalt im Elsass während der Frühlings- und Osterzeit plant, kommt in den Genuss einer wahren Festzeit mit vielen Veranstaltungen und schönen Traditionen!

Weitere Angebote und Informationen rund um Frühlings- und Osterattraktionen im Elsass unter: www.elsass-tourismus.de



Rosen- und Pflanzenfest an der Côte d'Azur

Bereits zum fünften Mal findet in diesem Jahr das berühmte Blumen- und Pflanzenfest, die “Fête des Roses et des Plantes“ in der Villa Ephrussi de Rothschild in Cap Ferrat an der Côte d‘Azur statt. Am 3. und 4. Mai 2014 zeigen etwa 30 verschiedene internationale Aussteller, Rosenzüchter, Baumschulen und Gartenexperten unweit von Nizza und Monaco die neuesten Züchtungen und Modelle.

Während der „Fête des Roses et Plantes“ werden sowohl Rosen als auch exotische Blumen und Pflanzen im üppig und aufwändig gestalteten Garten der Villa Ephrussi de Rothschild präsentiert. Das Blumen- und Pflanzenfest wird als eine Hommage an die Baronin von Rothschild veranstaltet.


Nachdem sie im Jahr 1905 den Ort Cap-Ferrat erkundet hatte und beschloss, sich hier niederzulassen, wurde die Villa innerhalb von 5 Jahren erbaut. Die Baronin hatte in dieser Zeit eine solch große Leidenschaft für Rosen und exotische Pflanzen entwickelt, dass sie zusammen mit ihrem Landschaftsgärtner Harold Peto rund um die Villa neun verschiedene Themengärten angelegt hat, die als besonders schöne Gärten mit den anspruchsvollen Labels „Plus beaux jardins de France“und „Jardin remarquable“ ausgezeichnet wurden.

Aber auch an Kunstgegenständen mangelt es in der Villa nicht. Heute sind dort mehr als 5000 Kunstobjekte zu sehen. Zusammen mit dem hochwertig gestalteten Garten ist die Villa Ephrussi de Rothschild das ganze Jahr über eine Touristenattraktion. Seitdem die Villa als Museum öffnete, kamen etwa 160.000 Besucher an diesen beeindruckenden Ort auf der Halbinsel von Saint-Jean-Cap-Ferrat.

Die Villa Ephrussi de Rothschild kann täglich zwischen 10 und 18 Uhr besucht werden. Kontakt Villa Ephrussi de Rothschild, 1 Avenue Ephrussi de Rothschild, 06230 Saint-Jean-Cap-Ferrat, www.villa-ephrussi.com, Tel. :+33 4 93 01 33 09




Neue Ausstellung aus Versailles in Arras

Ausstellung: „100 Meisterwerke von Versailles“ - Im französischen Städtchen Arras bahnt sich eine kleine Sensation an. Am 27. September 2014 wird im Museum der schönen Künste (Musée des Beaux-Arts) die Ausstellung „100 Meisterwerke aus Versailles“ (100 Chefs d’Oeuvres de Versailles) feierlich eröffnet. In dieser Ausstellung werden etwas mehr als 100 Kunstschätze, Gemälde, Skulpturen und Möbelstücke aus dem Schloss Versailles zu sehen sein, die die Zeit der Könige in Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert wieder aufleben lassen.

Die Ausstellung unterteilt sich in 6 verschiedene Themen, wobei sich der erste Teil mit einem der wichtigsten Zeitabschnitte der französischen Geschichte widmen wird – der Zeit um Ludwig XIV und seinen wichtigen Kunstwerken aus Marmor, Bronze, Silber oder Gold. Die zweite Abteilung steht im völligen Gegensatz zum ersten Thema und zeigt Gegenstände aus Holz und diverse Holzvertäfelungen.

Im dritten Teil der Ausstellung werden die Besucher ins Innere von Schloss Versailles zu den unterirdischen Galerien geführt. Dieser Teil ist den Brunnen und Fontänen im Schloss gewidmet und er können einige Exemplare besichtigt werden. Teil vier führt die Besucher in die Außenanlage des Schlosses, wo sie die berühmten „bosquets“ kennenlernen, phantasievoll gestaltete Rückzugsorte aus Hecken, in denen man sich entspannen kann.

Der vorletzte Teil setzt sich mit dem Grand und Petit Trianon, den beiden Lustschlössern unweit des Schloss Versailles, auseinander. Hier können neben üppigen Blumenarrangements und exotischen Pflanzen auch Portraits von Madame de Pompadour und Marie-Antoinette bewundert werden.

Der letzte Teil der Ausstellung dokumentiert die Feste und Feuerwerke in Versailles. Insgesamt eine sehr interessante Ausstellung , die den Besucher auf einer spannenden Reise durch die bewegte französische Geschichte begleitet.

Zu sehen ist die Ausstellung in Arras noch bis zum 20. März 2016.


Mit der Fregatte „Hermione“ über den Atlantik nach Amerika

Rochefort, zwischen La Rochelle und der Île d’Oléron war im 18. und 19. Jahrhundert der Ort , an dem wichtige wissenschaftliche oder auch botanische Exkursionen aufs Meer stattfanden. Durch die Lage am Meer, an der Mündung der Charente, konnten früher von hier problemlos Exkursionen gestartet werden .

Die Stadt wurde durch ihren Hafen bedeutsam und gleichzeitig berühmt. Eine der bekanntesten Exkursionen war die des jungen Gilbert Monier – auch besser bekannt als Marquis de Lafayette. Er startete 1789 von Rochefort aus auf der „Hermione“ über den Atlantik in Richtung Amerika, um dem damaligen amerikanischen Präsidenten George Washington persönlich mitzuteilen, dass Frankreich die amerikanischen Kolonien im Krieg um die Unabhängigkeit gegen die Briten unterstützen wolle.

Er kam schließlich mit 5500 Mann des französischen Heeres und fünf Fregatten. Rochefort lässt diese Geschichte wieder aufleben und hat die Fregatte „Hermione“ seit Jahren rekonstruiert. In diesem Jahr wird sie endlich ihre ersten Versuche auf dem Meer starten und ab September für 2 Monate auf dem Atlantik unterwegs sein. Letzte Tests werden durchgeführt, bevor die große Reise in Richtung Amerika wie damals im Jahr 1789 starten kann. Anlässlich der Rekonstruktion der Hermione kann die Werft, in der die Fregatte gebaut wird, besichtigt und die Hermione aus nächster Nähe betrachtet werden.

Das Schiff hat eine Länge von 65m, 400.000 verarbeitete Holz- und Metallteile und eine Segelfläche von 2.200 Quadratmetern. In der Werft kann man sich von der beeindruckenden Größe der Fregatte beeindrucken lassen und die Werkstätten persönlich besuchen. Wer Glück hat, bekommt einen Platz für die begehrte Führung ins Innere der „Hermione“ und kann sich seinen eigenen Eindruck vom Alltag auf einem Schiff machen.

Geöffnet ist die Werft bis 11. April von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr. Ab 12. April ist die Werft durchgängig von 10 bis 19 Uhr geöffnet. www.poitou-charentes.fr und www.poitou-charentes-vacances.com


Deutsch-Französische Ausstellung in Rouen und Köln

Vom 12. April bis zum 31. August 2014 wird im Museum der Schönen Künste in Rouen (Normandie) in Partnerschaft mit dem Kölner Wallraf-Richartz-Museum eine einmalige deutsch-französische Ausstellung zum Thema „Kathedralen“ gezeigt.

Kathedralen, welche die monumentale Architektur des Mittelalters wiederspiegeln, erfuhren im 19. Jahrhundert eine unerwartete Renaissance und wurden zum Prestigesymbol der Monarchie sowie Wahrzeichen der nationalen Identität.

Dabei beeinflussten die prächtigen Bauwerke nicht nur Gläubige, sondern auch Schriftsteller, Komponisten und Maler. Die Schönheit und Anmut der gotischen Bauwerke inspirierten zahlreiche Künstler wie Claude Monet und Victor Hugo zu berühmten Meisterwerken. Die Ausstellung in Rouen zeigt eine bisher noch nie dagewesene Komposition dieses Motivs von der Romantik bis heute. Die Vielseitigkeit der Interpretationen des Kathedralen-Motivs in den verschiedenen Epochen sowie die individuellen Betrachtungsweisen sorgen für eine spannende Besichtigung.

Insgesamt deckt die Ausstellung mit mehr als 180 Gemälden, Skulpturen, Kunstobjekten, Fotografien, Modellen und Schmuck ein Jahrhundert deutsch-französischer Kunst ab. Mehr als 60 Künstler werden auf 1.200 Quadratmetern ausgestellt, darunter finden sich: Caspar David Friedrich, Victor Hugo, Constable, Turner, Sisley, Pissarro, Monet, Kupka und viele weitere. Monets bekannte Bilderserie der Kathedrale von Rouen bildet das Herzstück dieser Ausstellung.

In den Jahren 1892 und 1893 hielt der Künstler hier mit einer unendlichen Geduld und Leidenschaft die Nuancen und die verschiedenen Lichteffekte zu unterschiedlichen Tageszeiten fest. Solche Variationen eines einzigen Themas – insgesamt sind es etwa 30 Bilder – sind in der Kunstgeschichte einzigartig.

Im Rahmen der Ausstellung werden Rouen und Köln miteinander verbunden. In beiden Großstädten steht eine weltbekannte Kathedrale und beide Museen gehören zu den sehenswertesten in Europa. In Deutschland wird die Ausstellung vom 26. September 2014 bis zum 18. Januar 2015 im Kölner Wallraf-Richartz-Museum zu sehen sein.

Musée des Beaux-Arts (Museum der Schönen Künste Rouen), Esplanade Marcel-Duchamp (barrierefreier Zugang über : 26 bis, rue Jean-Lecanuet), 76000 Rouen, Tel.: 0033 (0)2 35 71 28 40, www.rouen-musees.fr . Öffnungszeiten: von 10 bis 18 Uhr, dienstags und an Feiertagen geschlossen. Eintrittspreise: Erwachsene 5€, Ermäßigt: 3€, für unter 26-jährige und Arbeitssuchende: kostenlos


Tipp: Inspiriert von den großen Künstlern der Kunstgeschichte? Dann können Sie in Rouen selbst den Pinsel schwingen und Ihr ganz eigenes Meisterwerk mit dem beliebten Kathedralen-Motiv anfertigen. Das Office de Tourisme in Rouen bietet die außergewöhnliche Möglichkeit, einen Malworkshop in Monets ehemaligem Atelier zu absolvieren. Hier haben Sie, wie einst der Meister des Impressionismus, einen einmaligen Blick auf die wunderbare gotische Kathedrale von Rouen. Eine Expertin für plastische Kunst steht Ihnen dabei mit wertvollen Ratschlägen zur Seite und zeigt Ihnen die Techniken des Impressionismus.

www.rouentourisme.com


Die Maîtres Restaurateurs in Frankreich

Frankreich ist bekannt für seine herausragende Küche und die Vielzahl an renommierten Sterneköchen. Auch die Vielfältigkeit der verschiedenen Stilrichtungen ist nicht nur für Frankreichfans ein echtes Markenzeichen. Doch es fällt zunehmend schwer, in dieser Vielfalt die kulinarischen Perlen Frankreichs zu finden. Um die Suche zu erleichtern, wurde im Jahr 2007 das Qualitätssiegel „Maître-Restaurateur“ ins Leben gerufen. Unter dieser Auszeichnung finden sich die besten traditionellen, französischen Restaurants und Köche, die jederzeit einen Besuch wert sind.
Die "Maître restaurateur"

Der Titel "Maître Restaurateur" ist eine Auszeichnung, die man als Inhaber eines traditionellen Restaurants erhalten kann. Im hart umkämpften Bereich der Restauration soll der Titel Maître Restaurateur helfen, die besten Fachleute herauszustellen, indem er die Kompetenz und den Qualitätsanspruch bewertet.

Er wird vom Präfekten des Départments für eine Dauer von 4 Jahren vergeben und ist die einzige staatliche Auszeichnung im Bereich der Restauration.

Die ausgezeichneten „Maîtres“ müssen eine professionelle Ausbildung erhalten haben und unterliegen einem strengen und umfangreichen Auflagenkatalog. So müssen beispielsweise die Speisen vor Ort zubereitet werden und durchweg aus frischen Zutaten bestehen. Aber auch im Umgang mit Gästen und in der Restaurantausstattung müssen die ausgezeichneten Restaurantführer und Küchenchefs exzellent sein, um das begehrte Qualitätssiegel zu erhalten.

Außerdem muss dem Gast eine umfangreiche Auswahl an diversen Vorspeisen, Hauptgerichten und Nachspeisen gewährleistet werden. Nur dann kann der Gast sich sicher sein, einen exzellenten und rundum gelungenen Aufenthalt im Restaurant zu erleben.

Erkennen kann man die Maîtres-Restaurateurs ganz einfach am goldenen Schild an der Eingangstür des Restaurants. Der Inhaber dieses Titels darf die offizielle Plakette im Eingangsbereich seines Restaurants anbringen und den Titel im Rahmen seiner Kommunikation benutzen.

Seit dem Start im Jahr 2007 wurden bislang etwa 2500 Häuser mit dem Qualitätssiegel Maître-Restaurateur ausgezeichnet und somit verfügt mittlerweile jedes Departement über mindestens ein ausgezeichnetes Restaurant. Bis Ende 2014 soll es 3000 ausgezeichnete „Maîtres“ geben. Ein Ansporn für die stetig sich weiterentwickelnde Qualität der französischen Küche.

Eine Auflistung aller Maitre-Restaurateur findet man auf www.maitresrestaurateurs.com . Dort erfährt man viele wissenswerte Informationen über Qualitätssiegel und Auswahlkriterien.



Bretagne: Jakobsmuschelfest

Ihren edlen Jakobsmuscheln widmet die Bretagne am Wochenende des 12. und 13. April 2014 ein eigenes Fest in Erquy. Bootsparaden und Konzerte setzen die Königin der Muschel an der französischen Küste in Szene. Bei Bootsausflügen in der Bucht von Saint-Brieuc können Besucher die Ernte der Jakobsmuscheln hautnah miterleben. Jedes Jahr im Frühjahr besuchen bis zu 70.000 Einheimische und Touristen das Jakobsmuschelfest.

Die kleine Hafenstadt Erquy im Norden der Bretagne ist einer der größten Jakobsmuschel-Produzenten in Europa. Zwei bis drei Jahre muss eine Jakobsmuschel wachsen, bis sie die vorgeschriebene Fanggröße von mindestens zehn Zentimetern erreicht hat. Während ihrer Fangzeit von November bis April müssen strenge Regeln befolgt werden, da Jakobsmuscheln viel Ruhe brauchen: Sie werden daher ausschließlich in bestimmten Gebieten zweimal pro Woche für 45 Minuten gefangen. Jakobsmuscheln leben auf sandigem Untergrund und ernähren sich ausschließlich von Plankton.

Weitere Informationen unter www.bretagne-reisen.de





Pilgern auf dem Jakobsweg in der Département Tarn-et-Garonne

Die Region Tarn-et-Garonne ist Teil eines der bekanntesten Pilgerwege der Welt – des Jakobswegs. In der Region im Süden Frankreichs im Département Midi-Pyrénées führt der Abschnitt auf der „Via Podiensis“ oder auch „Route du Puy“ entlang von Lauzerte über Auviliar bis nach Moissac. Beginn der Via Podiensis ist das kleine Städtchen Le Puy en Velay in der Auvergne und der Weg führt bis an die spanische Atlantikküste nach Santiago de Compostela.

Die Via Podiensis ist einer der am meisten frequentierten Pilgerwege in Richtung Santiago de Compostela und ist auf dem französischen Streckenabschnitt identisch mit dem Verlauf der alten „Grande Route 65“. Vom Startpunkt in Le Puy en Velay bis zur spanischen Landesgrenze führt der Weg auf 750km durch die Auvergne, vorbei an malerischen Landschaften und gastfreundlichen Orten mit vielen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Weitere 780 km warten auf die Pilger auf spanischem Boden. Jedes Jahr machen sich viele Pilger auf den Weg, um sich zu besinnen und neue Kraft zu schöpfen. Jetzt führt die Reise an die Etappenziele in der Region Tarn-et-Garonne. Die beiden Dorfschönen Lauzerte und Auviliar haben beide die Prämierung als „Plus beaux Villages de France“ („Die schönsten Dörfer Frankreichs“) erhalten.

Nahe Lauzerte finden Pilger eine mittelalterliche Festungsanlage, die direkt am Jakobsweg gelegen ist. Außerdem lohnt ein Besuch im „Jardin du Pélerin“ – einem bereits häufig mit Preisen ausgezeichneten Garten, der den Weg der Pilger rekonstruiert und das Leben auf dem Jakobsweg darstellt.

Auviliar, ein kleiner Ort mit knapp 1000 Einwohnern, thront fast majestätisch auf einem Felsvorsprung oberhalb der Garonne und wartet mit vielen Sehenswürdigkeiten auf die Pilger. Jedes Jahr finden zahlreiche Besucher den Weg nach Auviliar und viele nehmen sich die Zeit für einen kurzen Aufenthalt, um die vielen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Stadttor, zwei mittelalterliche Kirchen, den Hafen und die kleinen engen Gässchen durch die Stadt.

Moissac ist zwar nicht mit den Gütesiegel „Plus Beaux Villages de France“ ausgezeichnet, aber dafür als „Grand Site de Midi-Pyrénées“ und besonders für seine Kunst und Geschichte bekannt. Weltberühmt ist die romanische Abtei, deren Kloster und Portal zum Weltkulturerbe gehören. Rund um Moissac kann abseits des Jakobsweges auch wunderbar auf eigene Faust gewandert werden. Übernachten kann man in der „Lodge de la Madeleine“ am Hang von Moissac für 99€ die Nacht.

Entlang des Jakobsweges in Tarn-et-Garonne gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Unterkunftsmöglichkeiten – Pilger können zwischen einfachen Gîtes d’Étape, Hotels und Chambres d’hôtes wählen. Für jeden Geschmack und Anspruch ist etwas dabei.

Weitere Informationen sind unter www.tourisme-tarnetgaronne.fr zu finden oder sprechen Sie uns oder die Kollegen vor Ort an: Buchungen/Reservierungen Tarn-et-Garonne, Tel.: +33 (0)5 63 21 79 61, E-Mail : sla82@wanadoo.fr, www.reservation-tarnetgaronne.fr, www.tourisme-tarnetgaronne.fr





Keine Zeit mehr verlieren an Frankreichs Mautstellen mit liber-t

Mithilfe eines Aufklebers, in dem ein Chip integriert ist kann auf Frankreichs Autobahnen und Parkplätzen nun viel Zeit und Mühe gespart werden. Der kleine Chip macht es möglich, an den Mautstationen auf speziell dafür gekennzeichneten Fahrspuren die Schranken automatisch zu öffnen.

Die Mautstelle erkennt, dass am Wagen ein Chip angebracht wurde und man kann einfach und problemlos die Schranken passieren. Die anfallenden Mautgebühren werden automatisch auf dem Chip gespeichert und jeden Monat erhält man bequem die Rechnung nach Hause und die Gebühr wird automatisch vom Konto abgebucht. Somit gehört lästiges Schlange stehen und Kleingeld suchen auf Frankreichs Autobahnen und auf über 250 Parkplätzen nun der Vergangenheit an. Auch für deutsche Urlauber sind die Chips liber-t nun verfügbar. Benötigte man bis vor Kurzem noch ein französisches Bankkonto, so können heute auch deutsche Konten hinterlegt werden und der Urlaub wird auch für deutsche Reisende angenehmer.

Unter der Webseite www.bipandgo.com/de findet man nun auch alle notwendigen Informationen, verschiedene mögliche Abonnements und eine Übersicht über die Autobahnen und teilnehmenden Parkplätze in Frankreich auf Deutsch.
Kontakt

Weitere Informationen unter www.bipandgo.com/de



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Februar 2014: Kultur, Art de Vivre und eine von der Schöpfung verwöhnte Natur – willkommen in Frankreich. Das Jahr 2014 ist in Frankreich dem 200. Jahrestag der Frankreich-Kampagne von Napoleon I gewidmet. Weitere Reiseziele für Ihre nächste Frankreichtour finden Sie hier


Rhône-Alpes : La ViaRhôna – Radweg und Reise durch die Zivilisationen

Eine Radreise von den Ufern des Genfer Sees zu den Stränden des Mittelmeeres – immer an der Rhône entlang! Von der schweizerischen Grenze bis zur Camargue schlängelt sich der Strom in seinem Tal auf rund 700 Kilometern durch die Regionen Rhône-Alpes, Provence-Alpes-Côte d’Azur und Languedoc-Roussillon und durchquert dabei reizvolle Landschaften, pittoreske Dörfer und Städte und renommierte Weinregionen.

Zugleich führt diese Radstrecke durch mehr als zwei Jahrtausende Zivilisation zwischen Mittelmeer und Zentraleuropa. An dieser wichtigen Verkehrsachse haben die Menschen, die dort lebten, in allen Epochen ihre Spuren hinterlassen. Der Parcours ist gleichzeitig eine Zeitreise, die von der Vorgeschichte bis in unsere Gegenwart führt. So findet derjenige, der auf der ViaRhôna unterwegs ist in einem Abstand von 5 Kilometer vom Fluss an beiden Ufern nahezu unendlich viele Spuren, die die Geschichte des Menschen verdeutlichen.

Dörfer wie Soyons mit seinem außergewöhnlichen archäologischen Erbe oder Hières-sur-Amby mit der Fundstätte von Larina verdeutlichen die menschliche Präsenz von der Bronzezeit bis zum Beginn des Mittelalters.

Auch die keltisch-römische Epoche hat reichlich Relikte hinterlassen. Diesen begegnet man unter anderem in den Städten und Museen von Lyon, Vienne, Saint-Romain-en-Gal oder Arles. Das von den Römern gegründete Lyon ist nicht nur ein Zeugnis jener Epoche, die Stadt repräsentiert in ihren Mauern mehr als 2.000 Jahre Zivilisation. Nicht zuletzt deshalb hat die UNESCO sie 1998 in ihr Verzeichnis des Weltkulturerbes aufgenommen.

Mittelalterliches ist in vielen charaktervollen Dörfern, Burgen und Sakralbauten zu besichtigen, wie etwa die Kathedralen Saint Maurice und Saint-André-le-Bas in Vienne. Malerische Dörfer wie Saint-Sorlin-en-Bugey, Viviers, Saint-Paul-Trois-Château oder La Garde Adhémar zu Füßen mächtiger Burgen oder Wehrtürme säumen den Fluss.

Schlösser und Burgen auf ihren Hügeln oder Felsspornen dienten dem Schutz des Flusstales. So etwa die von Voulte-sur-Rhône, ein Dorf in gotischer Mittelalter-Architektur, von Crussol und Tournon, die beide unter Denkmalschutz stehen. Oder das Schloss von Montélimar, mittelalterliche Residenz und das Fort l’Ecluse, Zeugnis vom mehreren Jahrhunderten Militärarchitektur.

Die Renaissance ist besonders in Lyon mit dem schönsten architektonischen Ensemble Frankreichs vertreten, dem Vieux-Lyon, und den „Traboules“ genannten Durchgängen und Innenhöfen. In Valence findet sich mit der „Maison des Têtes“ ein Glanzstück der Architektur des 16. Jahrhunderts, bei dem man den Übergang von der Flamboyant-Gotik zum Renaissance-Stil bemerkt. Im Schlossmuseum von Tournon befindet sich ein großartiges Triptychon aus der Hand von Jean Capassin, ein florentinischer Meister des 16. Jahrhunderts.

Die Gegenwart wartet mit zwei neuen Werken auf. Einmal die Renovierung und Erweiterung des Musée des Beaux-Arts von Valence, bei dem sich an den alten Bischofspalast nun ein moderner Trakt angliedert. Die Sammlung vereinigt Malerei, Skulpturen, Dekorations-Objekte und Möbel vom 16. Jahrhundert bis zur zeitgenössischen Kunst.

Das neue „Musée des Confluences“ in Lyon, Museum der Naturkunde und Menschheitsgeschichte, wird seine Pforten Ende 2014 öffnen.

Noch wird die vollständige Fertigstellung der ViaRhôna einige Jahre dauern. Aber 275 km der insgesamt 450 km auf dem Gebiet der Region Rhône-Alpes stehen bereits als „Voie verte“ (autofreie Strecke“) zur Verfügung. Alle „Véloroutes“ (für Radfahrer gekennzeichnete verkehrsarme Straßen), „Voie verte“ und provisorische Streckenabschnitte finden sich auf www.viarhona.com.

Informationen www.viarhona.com . Streckeninformationen, Karten, GPS Tracks kostenlos als Download., Fahrradverleih- und Reparatur, Unterkünfte, Restaurants, Freizeiteinrichtungen, Naturparks, Sehenswürdigkeiten…




Neu in Lyon: Das Musée des Confluences

Das neue „Musée des Confluences“ in Lyon wird Ende 2014 eröffnen. Das Haus, das sich mit der Zivilisationsgeschichte befasst, wird diesem Thema zuerst drei Ausstellungen widmen: „Von wo kommen wir?“, „Wer sind wir?“ und „Was tun wir?“. Die erste thematisiert die Suche nach den Ursprüngen des Menschen und der Erde. Die zweite fragt nach dem Platz des Menschen in der Welt, seiner Rolle und seinem Umgang in und mit der Umwelt. Die dritte erzählt die Geschichte der Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Eröffnung im Dezember 2014. Erwartete Besucherzahl: zwischen 300.000 und 400.000 pro Jahr.

Das Museum ist eine Architektur mit Namen „Christal Nuage“ (Kristallwolke) der Agentur Coop Himmelb(l)au, eine Ausstellungsfläche von 3000 m2 mit mehr als 1 600 Exponaten, eine Dauerausstellung zum Thema Geschichte der Menschheit, Wechselausstellungen zu bestimmten Themen, eine Mischung verschiedener Disziplinen zugänglich für ein breites Publikum

Seit Anbeginn der Zivilisation fußt die Menschheit auf Begegnung, Austausch und gegenseitigem Teilen. Das „Museum der Zusammenflüsse“ (doppelte Bedeutung: das Stadtviertel zwischen Saône und Rhône, in dem es in Lyon liegt, heißt Confluence. Gemeint ist aber auch das Zusammenfließen menschlicher Zivilisationen) will mit seinen Beständen die Evolution, die Träume und die Fragen der menschlichen Gesellschaften in Raum und Zeit begreiflich machen. Es geht also um die Erde seit ihrer Entstehung und die Menschheit mit ihrer historischen und geografischen Entwicklung. Eine Ermutigung zum Hinterfragen, Emotionen auszuleben und Verstehen der ungeheuren Vielfältigkeit der Milieus und Zivilisationen.

Man findet hier Sammlungen aus dem Bereich der Naturwissenschaften, unter anderem aus der Zoologie mit ausgestopften Säugetieren, Vögeln, Reptilien oder Fischen sowie in Alkohol konservierte Exemplare von Fledermäusen, Spinnen oder Schmetterlingen. Die Humanwissenschaften steuern Belege aus der Archäologie, Frühgeschichte, Ägyptologie oder Ethnologie bei, wie etwa wundervolle Schmuckstücke der Indianer oder Masken und Objekte aus dem Afrika von heute.

Die Dauerausstellung gliedert sich in vier Abschnitte: „Ursprünge, ein Bericht“ behandelt Fragen zu den Ursprüngen des Universums und der Menschheit. „Arten, die Glieder des Lebens“ verdeutlicht das Leben des Homo Sapiens im natürlichen Umfeld. „Gesellschaften, die Bühne der Menschen“ erzählt Geschichten von überall, von gestern und heute. „Ewigkeit, Visionen vom Nachher“ zeigt den Umgang mit dem Tod in verschiedenen Zivilisationen.

Das Programm zwischen Oktober und August beruht auf einer thematischen Abfolge. So geht es 2015/2016 um Innovation, 2016/2017 um Körper...

Weitere Informationen: www.museedesconfluences.fr




Grotte Chauvet Pont d’Arc - bald Weltkulturerbe der UNESCO

Im Juli 2014 entscheidet sich, ob die prähistorische Stätte mit ihren grandiosen Tierzeichnungen und einer nicht minder grandiosen Lage am Felsbogen des Pont d’Arc zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören wird. Der Antrag auf die Aufnahme ins Verzeichnis umfasst nicht nur die Grotte selbst, sondern auch das natürliche Umfeld und die Wasserzuflüsse zur Grotte sowie der 54 Meter hohe Felsbogen Pont d’Arc. Die Eintragung in das UNESCO-Verzeichnis wäre eine Garantie für die Erhaltung der Stätte und die Würdigung ihrer kulturellen Bedeutung.

In der Region Rhône-Alpes gehört bisher nur die Altstadt von Lyon zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eine eventuelle Aufnahme der Grotte mit ihrem Medienecho würde die Ardèche in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken und für einen Aufschwung im Kultur-Tourismus sorgen. In diesem Zusammenhang sammelte das Unterstützungs-Komitee unter dem Titel „36.000 Jahre – 36.000 Unterschriften“ bisher mehr als 30.000 Signaturen, darunter die von internationalen Persönlichkeiten aus Kultur, Medien und Politik.

Das bisher Unsichtbare wird in der größten jemals gebauten Grotten-Replik im Jahr 2015 öffentlich

Die identische Replik der Chauvet-Grotte ist ein einzigartiges kulturelles, wissenschaftliches und technologisches Projekt, sowohl in seiner Konzeption als auch in seiner Dimension (3.000 m2). Alle Malereien und Gravuren sowie die wichtigsten geologischen und archäologischen (Knochen-) Relikte der Originalgrotte werden im Maßstab 1:1 rekonstruiert. Alle Bauabschnitte werden von den Altertumsforschern Jean Clottes, Jean-Michel Geneste und Jean-Jacques Delannoy begutachtet und genehmigt. Sie sind Mitglieder des Teams von Wissenschaftlern, das die Grotte seit 1998 erforscht.

Der Nachbau in Kurzform: Weltweit größte Grotten-Replik (10 mal größer als Lascaux II). Malereien und Skulpturen realisiert von den „Kopierern“ der Firma Arc et Os/Atelier Dallis (Dordogne), Gilles Toselle (Toulouse und der Firma Phénomènes et AAB (Paris). Sinnes-Stimulierung der Besucher: Gehör, Geruch, thermisches Empfinden, Eindruck von Feuchtigkeit.300.000 bis 400.000 jährliche Besucher erwartet (bis zu 4.000 Personen pro Tag in der Hochsaison).

Zwei Bereiche: das Faksimile der Grotte (szenische Gestaltung Scène) und Informationszentrum (Konzeption Agence Tempora). Ein Betreiber mit Erfahrung: Kléber Rossillon (Château de Castelnau, Jardin Suspendu de Marqueyssac, Musée de Montmartre, Château de Langeais, le Train d’Ardèche / ehemalig Mastrou). 30 Monate Bauarbeiten (der Nachbau der Grotte erfolgt von September 2012 bis März 2015).

Anbringung der Tafeln mit den Höhlenmalereien ab 2014. Eröffnung im Jahr 2015. Insgesamt werden vom Conseil Régional der Ardèche, der Region Rhône-Alpes, dem französischen Staat und der EU 50 Millionen Euro investiert. Kulturelle Sehenswürdigkeit als Basis einer neuen regionalen Strukturpolitik

Information: www.lagrottechauvetpontdarc.org




Großer Anklang beim Publikum: das Berlioz-Festival

Hector Berlioz (1803 – 1869), Musiker und Komponist: Seine musikalische Reife erwarb sich Hector Berlioz von 1823 bis 1825 am Konservatorium von Paris. Die Kindheit hatte er in La Côte-Saint-André verbracht, bis ihn dann sein Vater ins Seminar schickte, um dort seine Schulausbildung fortzusetzen. Als dieses Etablissement im Jahr 1811 schloss, entschied sich der Vater, die Ausbildung selbst in die Hand zu nehmen und seinem Sohn eine Karriere als Arzt zu eröffnen.

Nebenbei verfolgte Hector Berlioz seine musikalische Ausbildung in Flöte und Gesang bei einem Musiklehrer. Mit 12 Jahren beginnt er mit dem Komponieren. Er setzt später sein Studium an der Medizinschule von Paris fort. Allerdings teilt er alsbald seinem Vater in einem Brief mit, dass er die Kunst der Medizin vorziehe. Er widmet sich fortan nur noch der Musik. Im Jahr 1830 erhält er den „Prix de Rome“ und komponiert anschließend die „Symphonie Fantastique“.

Für das Département Isère und die Region Rhône-Alpes insgesamt ist dieses Festival stets Höhepunkt der sommerlichen Kultursaison, im Übrigen eines der größten Festivals klassischer Musik überhaupt. Außerdem ist es eines der wenigen Festivals mit symphonischer Musik in Frankreich. Es findet alljährlich während zwei Wochen im August statt.

Die Bilanz der 20. Ausgabe im Jahr 2013 erweist sich als ausgesprochen positiv. Mit insgesamt 24.000 Zuschauern verzeichnete man einen Zuwachs von 10%. Höhepunkte dieses Ereignisses waren die Aufführung der Oper „Béatrice et Bénédict“ sowie die vom Publikum begeistert aufgenommenen Präsentation der 32 Piano-Sonaten von Beethoven durch den Pianisten François Guy. Das Festival umfasste 54 Veranstaltungen, davon 29 mit freiem Eintritt an stilvollen Aufführungsorten.

Das Festival präsentierte unter anderem einige der besten Orchester Frankreichs sowie international renommierte Formationen (Brussels Philharmonic, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, European Camerata).

Festival-Thema 2014: „Berlioz in Amerika zur Zeit der industriellen Revolutionen“. Zeit: Donnerstag 21. bis Sonntag 31. August 2014, Eintrittspreise: 20 € bis 45 € außer spezielle Konzerte.

Ticketkauf online möglich (Programm verfügbar Ende März/Anfang April). http://www.festivalberlioz.com




Museum Hector Berlioz – la Côte Saint-André

Dem Leben und Werk des Meisters der romantischen Musik widmet sich das Berlioz-Museum, das sich in dessen Geburtshaus befindet. Die museale Darstellung dagegen entspricht modernen Anforderungen von Groß und Klein, vom „Laien“ bis zum intimen Berlioz-Kenner. Audioguide in Deutsch verfügbar. Eintritt kostenlos. Geöffnet täglich außer Dienstag. Während des Festivals täglich.

Musée Hector Berlioz, 69 Rue de la République, 38261 La Côte-Saint-André, Tel.: +33 (0)4 74 20 24 88 - c.dauwe@cg38.fr , www.musee-hector-berlioz.fr



Musik und Entdeckungen – Aufenthalt beim Berlioz-Festival: Freitag bis Sonntag während der Zeit des Festivals vom 21. – 31. August 2014. Preis pro Person ab 148 €: 3 Tage / 2 Übernachtungen

Bei diesem Aufenthalt im Département Isère reizt nicht nur das internationale Festival klassischer Musik Hector Berlioz, sondern auch ein Besuch des Berlioz-Museums und eine Stadtführung des Ortes. Danach führt der Weg ins mittelalterliche Dorf Saint-Antoine-l’Abbaye, eines der schönsten in Frankreich, mit seiner Abtei, Mutterhaus des Ordens der Tempelritter. Ausstellungen und der neu gestaltete mittelalterliche Garten zeigen die reiche Geschichte des Ortes und seiner Region.

Im Preis enthalten: Unterkunft im Gästezimmer mit Halbpension (Frühstück und Abendessen) ; Eintritt zu einem Konzert (Programm auf www.festivalberlioz.com) ; Führung durch La Côte-Saint-André. Im Preis nicht enthalten: die Mittagessen.

Plaine et Colline, Francine und Jean bieten zwei Gästezimmer für 2-4 Personen auf ihrem ruhigen Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert, stimmungsvoll und doch mit allem Komfort. Auf den Tisch kommt eine kreolische oder familiäre Küche mit lokalen Produkten.

Plaine et Colline, 173 Rue du Bourg, 38260 Gillonnay, Tel.: + 33 (0)4 74 53 20 65 , plaineetcolline@gmail.com , www.plaineetcolline.com

Château d’Arzay, Das Schloss verfügt über drei große Suiten mit modernem Komfort in einem romantischen, antiken Ambiente. Le Château d’Arzay, 156 Route de Vienne Domaine de Bonnevaux, 38260 Arzay, Tel.: + 33 (0)4 74 57 06 02, 06 84 03 89 14 / Fax: + 33 (0)4 74 57 06 02 , contact@chateaudarzay.fr, www.chateaudarzay.fr

Weitere Informationen und Reservierung: Office de Tourisme de Pays Bièvre – Liers, Tel.: + 33 (0)4 74 20 61 43, info@tourisme-bievre-liers.fr, www.tourisme-bievre-liers.fr




Korsika im Herbst

Wenn in Mitteleuropa der Herbst oft schon im September mit Wolken und schlechtem Wetter durchs Land zieht, ist davon in Korsika noch längst keine Rede. Dort macht die Sonne Überstunden… So finden auf der „Insel der Schönheit“ auch im September und Oktober zahlreiche Ereignisse bei idealen Wetterbedingungen statt.

Etwa die Feste, die der Jungfrau Maria, Schutzheilige Korsikas, gewidmet sind, wie das „Santa di u Niolu“ mit Messen und traditionellen Gesängen. Zur gleichen Zeit öffnet dort eine ländliche Verkaufsmesse ihre Pforten. Dabei kommt es zu kulturellen und traditionellen Begegnungen, an denen sich spontan Gruppen und Sänger beteiligen.

Ebenfalls der Madonna, genauer gesagt ihrer Geburt, kann man bei den entsprechenden Festtagen in Bonifacio im Inselsüden seine Reverenz erweisen. Musikfreunde lassen sich keinesfalls die „Begegnungen polyphonen Gesangs“ in Calvi entgehen.

Sportler suchen und finden Adrenalinschübe beim „Défi Inter Iles“, einer Regatta mit internationaler Bedeutung im Rahmen der französischen Meisterschaften im Langstreckensurfen. Ebenfalls hoch her geht es bei der „Rallye National der Corte“ in Zentralkorsika oder beim „Mare in Festa“ (Motorbootrennen).

Das Finale der französischen Offshore-Meisterschaften beschließt die Saison zur Freude von Groß und Klein mit einem abwechslungsreichen Programm: Delikatessendorf, abendliche Feste, Filme und Vorträge oder Schnupperkurse in Wassersportarten…

Die Wagemutigsten starten beim „CycloCorsica“. Mit dem Rad geht’s dann quer durch die grandiosen Landschaften Korsikas. Mal führen die Etappen auf Küstenstraßen am Meer entlang, dann wieder im Binnenland. „Höhepunkt“ ist die Bergankunft in Evisa. In jeder Beziehung atemberaubend!

Einen reizvollen Querschnitt korsischer Wirtschaft und Kultur bieten die Messe von Porto Vecchio (Ausstellung und Verkauf von Produkten, sportliche und kulturelle Animationen, Automobilsalon, Bootsausstellung, Fahrtaufen, Karussells, Kinderspiele, Vorführungen) oder das Festival von Taravo.

Die Balagne stellt den Beginn des Herbstes auch im Jahr 2014 beim „Happy Balagne“ wieder unter das Motto: Die Blätter fallen, die Preise auch! Es gibt Preisermäßigungen, Sonderangebote, Geschenke, und das so gut wie überall: bei Übernachtungen, in Restaurants, Geschäften, bei Freizeitaktivitäten und im Kunsthandwerk sowie bei Agrarprodukten. Wo? In Calvi, Ile-Rousse und in den Dörfern des Landesinnern.

Keinesfalls wollen wir „Festiventu“ vergessen, das Fest des Windes, das alljährlich Ende Oktober in Calvi stattfindet. Der originelle Programm-Mix versammelt „Windmacher“ aus den verschiedensten Domänen: Kunst, Sport usw. Fünf Tage lang verwandelt sich Calvi in die „Hauptstadt des Windes“ mit Ausstellungen, kinetischen Kunstwerken (Windmühlen), Konzerten, Vorträgen, Kolloquien, Präsentationen ungewöhnlicher Objekte, kreativen Workshops, Animationen auf der Straße, unbeschwertem Treiben…

Vor allem von Kindern und Jugendlichen wird das Festival begeistert angenommen. Ihre Eltern schätzen dessen pädagogische Nebeneffekte in Sachen Zivilcourage, Ökologie oder Menschenrechte. Alljährlich bietet das Fest ein buntes Kaleidoskop aus Musik, Wissenschaft, erfrischendem Humor, Schauspiel und Umweltbewusstsein.

Aber auch außerhalb fester Veranstaltungen kann man sommerlichen Outdoor-Aktivitäten zu Lande oder auf dem Wasser weiterhin nachgehen, selbst wenn der Kalender schon auf Herbst steht. Der korsische Sommer hält sich einfach nicht daran!

Deshalb bedienen Lufthansa und Germanwings von Hamburg, München, Köln, Berlin, Stuttgart und Düsseldorf Korsika auch noch bis Ende Oktober mit Direktflügen.


Das Palais des Gouverneurs von Bastia

Die Geschichte dieses Ortes, der einmal zum Aushängeschild für die Herrschaft der Serenissima, der Seerepublik Genua, in Korsika werden sollte, beginnt um das Jahr 1380. Das Museum, das der Palast heute beherbergt, zollt ihm Tribut, indem es die Erinnerung lebendig werden lässt und die wichtigsten Etappen seiner Entwicklung nachzeichnet. Schon einige einfache Beispiele genügen, um die einstige Pracht deutlich werden zu lassen.

Ein Modell zeigt dem Publikum anschaulich, wie der Gouverneurspalast am Vorabend seiner Aufgabe durch die Genueser im 18. Jahrhundert aussah. Eine Audio-Videodokumentation zeichnet mit einer reich bebilderten Dokumentation die Sternstunden und die dunklen Stunden dieses geschichtsträchtigen Gemäuers nach, das nach drei Jahrhunderten als Palast im Jahre 1796 zur Kaserne umfunktioniert wurde, bis es dann schließlich 1952 zum Museum wurde.




Die Sammlung Carlini

Diese Sammlung wurde vom früheren Bürgermeister von Marseille, Michel Carlini, und seiner Frau Anita Mattei, einer Nichte des Gründers der bekannten Spirituosenfabrik in Bastia, zusammengetragen. Sie wurde dem Museum im April 1973 vermacht.

Sie umfasst etwa 100 Werke aus der letzten Phase des Ancien Régime, der Revolutionszeit und dem napoleonischen Reich, von denen einige wiederum aus den Beständen eines anderen passionierten Sammlers dieser Epoche stammen: des Arztes Dr. Fournier. Im Wesentlichen handelt es sich um kleine, seltene und wertvolle Gegenstände: kleine Schachteln, Spiele, Miniaturen und Modeaccessoires. Auch Stempel und andere historische Erinnerungsstücke sind darunter: ein Brief von Napoleon, ein Flügel aus Fontainebleau…

Die Gesamtheit dieser Werke gibt eine präzise Vorstellung vom ikonographischen Nachlass Napoleons und der hohen künstlerischen Qualität der bildenden Künste in der Zeit des Empire. Außerdem erfährt man bei dieser Gelegenheit auch etwas über die Arbeit des Sammlers am Beispiel von Dr. Fournier und Michel Carlini.


Radtourismus in Korsika

Der Start und die ersten drei Etappen in Korsika bei der 100. Ausgabe der Tour de France im Jahr 2013 haben die Insel als Radsportrevier par excellence weltweit bekannt gemacht. Die internationalen Medien, die das weltgrößte Radsportereignis begleiteten, machten die Vorzüge dieses einzigartigen Radsportreviers rund um den Globus bekannt.

Der Radtourist findet hier eine weitgehend intakte Natur, die zum größten Teil als Nationalpark ausgewiesen ist, mit einer landschaftlichen Vielfalt zwischen Meer und Gebirge, die Ihresgleichen sucht: Pinienwälder, Seen, Macchia, Weinberge… Dazu kommt die ureigene korsische Lebensart mit zahllosen kulinarischen Spezialitäten, hervorragenden Weinen und einem überreichen kulturellen Erbe.

Allerdings ist die Insel wegen ihres akzentuierten Reliefs etwas weniger für den Gelegenheitsradler geeignet. Körperliche Fitness sollte sein, um die sportlichen und landschaftlichen Highlights in vollen Zügen zu genießen. Damit unterscheidet sich Korsika von anderen beliebten Radregionen, wie etwa die Loire oder die Bourgogne. Man misst sich mit den Alpen, den Pyrenäen oder dem Zentralmassiv. Strecken wie der Col de Vergio oder der Col de Bavella erreichen zwar nicht ganz die Höhen der mythischen „Hors Catégorie“ bei der Tour de France. Aber sie haben durchaus das Zeug, ebenfalls zu Radlegenden zu werden.

Ideale Bedingungen findet der Radsportler vor allem außerhalb der Hochsaison. Von April bis Juni und im September/Oktober herrschen angenehme Temperaturen. Die kleinen kurvenreichen Bergstraßen sind kaum befahren und garantieren reines Radvergnügen. Unterkünfte jeder Art stehen problemlos zur Verfügung. Wer Sport mit Kulinarischem und Kulturellem verbinden möchte, tut das dann in aller Ruhe etwa auf der „Route des Sens Authentiques“. Korsika und seine Teilregionen mit ihren Traditionen und lokalen Besonderheiten absolut hautnah!

Im Dezember und Januar installieren regelmäßig einige große nationale und internationale Profiteams ihr winterliches Trainingslager auf der Insel. Sie schätzen neben den milderen Temperaturen vor allem die Möglichkeit, bei ein und derselben Trainingsfahrt Abschnitte „zum Rollen“ in der Ebene, hügeliges Terrain oder anspruchsvolle Passstrecken vorzufinden.



Neuer Hightech-Golfplatz auf der Domaine de Murtoli

Am 20. März 2014 eröffnet der vollständig neu errichtete Golfparcours. Die Besonderheit des Golfplatzes von Murtoli, vom kalifornischen Golf-Designer Kyle Phillips bewusst „rustikal“ gestaltet, liegt in der Möglichkeit, hier wie bei einem Turnier spielen zu können. Das heißt, genauso wie bei den Ursprüngen des Golfsports, als der Begriff „par“ noch nicht seine heutige Bedeutung besaß.

Es handelt sich um eine komplett andere Herangehensweise. Die 12 Greens erwecken Assoziationen an die legendären „Prestwick Open“ um 1860, als mythische Spieler wie Old Tom Morris, Willie Park, Tommy Morris Senior und Junior die Regeln des Spiels bestimmten.

Die Möglichkeit, seinen Parcours vollständig selbst zu gestalten, bietet reizvolle neue Varianten. Man spielt den Parcours im Uhrzeigersinn oder umgekehrt. Wählt von ein und demselben Abschlag verschiedene Löcher aus, spielt überkreuz… Das Ganze in einer beinahe unwirklich schönen Landschaft zwischen Gebirge und Meer.

Insgesamt gibt es rund 50 Parcours-Varianten mit Bahnen von 100 bis 500 Metern inklusive 3 „par 5“. Der Platz eignet sich für Spieler jeden Niveaus.

Wer jedoch die „normale“ Spielweise bevorzugt, spielt die Anlage als 9-Loch-Parcours „par 31“, als 12-Loch-Parcours „par 44“ oder als 18-Loch-Parcours „par 67“. Für Anfänger bietet der Platz ein komplettes Übungsgelände mit einem Green und Bunkern für das Training jeder Schlagart.

Agence du Tourisme de la Corse , 17, boulevard du roi Jérôme - 20181 Ajaccio , www.visit-corsica.com





    


Fahrradfreude und Kulturerlebnis in den Regionen Auvergne und Limousin


Es wäre einmal an der Zeit, diejenigen französischen Regionen zu besuchen, die zu Unrecht noch einen etwas niedrigeren Bekanntheitsgrad aufweisen. Denn die warten mit grandiosen Landschaften auf. Landschaften, die Lust machen, sich in ihnen zu verlieren, wie etwa im Limousin und in der Auvergne im Herzen Frankreichs.

Wo zur natürlichen Schönheit noch ein großer kultureller Reichtum kommt. Eine Einladung, einmal einen etwas anderen Urlaub zu wagen! Wer möchte, sogar einen Aktivurlaub, denn diese Regionen bilden ein ideales Terrain für sportliche Touren aller Art.

Das Zentralmassiv etwa ist mit seinen wenig befahrenen Straßen ein Fahrradparadies. Als „Schmankerln“ warten unterwegs Bilderbuchdörfer und kulturelle Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle.


Das Département Allier – ein Traum für Radfahrer!

Von den vier Départements der Auvergne ist Allier sicherlich dasjenige, das sich am besten für das bequeme Radeln mit der ganzen Familie eignet. Im Fahrradsattel erschließt sich auf pittoresken Routen der ganze Charme dieser Landschaft mit ihrer Lebensart, die man liebevoll als „Douce France“ (süßes Frankreich) bezeichnet.

Abseits von großen Verkehrsachsen, nur ab und an von einer kleinen Steigung herausgefordert, durchstreift man eine Region, die neben einer intakten Natur unter anderem nicht weniger als 574 Schlösser zu bieten hat. Deren Erbauer wussten damals sehr genau, warum sie sich für diese Gegend entschieden!


Im Rahmen einer Reise erlebt man unter anderem die uralten Bäume im Wald von Tronçais, die Idylle der Heckenlandschaften im Bourbonnais oder die Schluchten der Sioule, allesamt reizvolle Radreviere. Zum Programm gehören auch wunderschöne Dörfer wie Charroux oder die Hauptsatdt des Départements, Moulins, mit seinem mysteriösen Maison Mantin.

Im Limousin durchquert die „Vélo-Est Creuse“ auf 170 km Länge den östlichen Teil der Region. Ein wahrer Leckerbissen für Naturfreunde, denn die Strecke führt meistens an Teichen, Seen und Flüssen entlang. In Boussac begegnet man Spuren von Georges Sand, besichtigt die Abteikirche von Chambon-sur-Voueize, erfrischt sich im charmanten Badeort Evaux-les-Bains und bestaunt die grandiosen Tapisserien von Aubusson und Felletin. Zum Schluss führt diese gesicherte und ausgeschilderte Strecke zum riesigen See von Vassivière im Herzen des regionalen Naturparks Millevaches en Limousin.

Empfehlungen:
Chambres d’Hôtes Les Châtaigniers , 23600 Boussac Bourg , www.lafermedeschataigniers.fr . Preis: 40 € je Zimmer für 1-2 Personen , hausgenachtes Frühstück, ganzjährig geöffnet. Man spricht auch Englisch

Camping „les 2 Iles”, Auphelle, 87470 Peyrat le Château ,www.lelacdevassivière.com




Auvergne und Limousin : Ein wahres Autofahrerparadies!

Wer es nicht glaubt, sollte weiter lesen… Vulkane, Bäche, Seen und Täler bilden die Zutaten einer atemberaubenden Landschaft. Jede Kurve eröffnet neue faszinierende Perspektiven. In der Auvergne rollt man durch das größte Vulkangebiet Europas. Eine Traumlandschaft, die den Weg in die Realität gefunden hat. Das Limousin präsentiert sich mit einem Netz kleiner und wenig befahrener Straßen und Kurven, die das Cabriofahrer Herz höher schlagen lassen. Am Wegesrand warten Bilderbuchdörfer: Montemard, Montrol-Sénart…

Die schönsten und spektakulärsten Cabriostrecken in der Auvergne, insgesamt 22, finden sich in einem nahezu perfekten Roadbook, kostenlos verfügbar auf der Website www.auvergne-moto.fr. Dort finden sich auch Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Wer dieses Strecken dann selbst getestet hat, wird uns mit Sicherheit recht geben: Hier findet sich ein ideales Terrain für jeden „Cabriofahrer“.

Tipps:
Die große Schleife „Moto Auvergne“, die durch alle vier Départements der Region führt, ist so etwas wie der Appetitanreger für die 22 anderen Touren, die auf der Website beschrieben werden. In diesen Roadbooks finden sich auch die Adressen von Tankstellen und viele, viele schöne Überraschungen. www.auvergne-motorrad.de

Neu im Jahr 2014:
Im Laufe des Jahres 2014 erscheint eine Serie von 6 Topoguides, die Touren durch die bukolischen Landschaften mit ihren kulturellen Sehenswürdigkeiten und guten Restaurants erleichtern. Diese Tourenbücher stehen als Download zur Verfügung. Sie können ausgedruckt und für die Tour verwendet werden, ebenso wie die Google-Maps, die in diesem Zusammenhang erstellt wurden.

Parcours 1 : Limoges – Brive la Gaillarde: 133 km
Parcours 2 : Brive la Gaillarde – Tulle: 121 km
Parcours 3 : Tulle – Royère de Vassivière: 162 km
Parcours 4 : Royère de Vassivière – Guéret: 105 km
Parcours 5 : Guéret – Bénévent l’Abbaye: 94 km
Parcours 6 : Bénévent l’Abbaye: 102 km




Märkte mit Produzenten aus und in der Region Limousin

Eine ebenso originelle wie fröhliche Art, den Limousin mit seiner Gastronomie und seinen Spezialitäten kennen und schätzen zu lernen! Die Idee entstand 1998 im Département Corrèze. Dann begeisterten sich auch Haute Vienne und Creuse für das Konzept. Inzwischen sind die Märkte mit den Produzenten der Region ein Eckpfeiler sommerlicher Animationen im Limousin. Produzenten und Feriengäste begegnen sich an den Markständen. Hunderte lokaler oder regionaler Produzenten vermarkten ihre Produkte auf allerkürzestem Wege.

Verantwortlich für die Durchführung sind die jeweiligen Landwirtschaftskammern. Man entdeckt hier das ursprüngliche Vergnügen wieder, direkt mit dem Hersteller oder Landwirt über dessen Produkte zu fachsimpeln und diese aus der Nähe zu begutachten. So erfährt man dann – je nach dem Ort, an dem der Markt stattfindet - alles Wissenswerte über das Rind aus dem Limousin, das Landschwein und das Porc Cul Noir (Schwein mit schwarzem Hinterteil), Enten aus der Region Brive la Gaillarde, Erdbeeren aus Beaulieu, Walnüsse des Périgord, Himbeeren, Heidelbeeren vom Plateau de Millevaches... Immer spiegeln diese Märkte die lokalen gastronomischen Traditionen mit ihren vielfältigen Spezialitäten in bunten Farben wieder.

Vom 1. Juli bis 31. August 2014 empfangen rund 30 Gemeinden des Limousin und die dortigen Vereine an einem Abend in der Woche (insgesamt neunmal) zwischen 15 und 25 bäuerliche Produzenten! Stimmung garantiert!

Das Limousin wäre nicht das Limousin, wenn es beim bloßen Kaufen und Verkaufen bliebe! Wie von Geisterhand stehen dort plötzlich Tische, Bänke und Grills... Man wetteifert bei den Ideen zur fröhlichen Ausgestaltung des Geschehens mit kultureller und musikalischer Unterhaltung. Jeder Ort hat dabei inzwischen „seinen“ Markt kreiert. Jeweils rund tausend Besucher, Einheimische und Touristen, lassen sich immer wieder gerne von der rustikal-festlichen Stimmung anstecken!

Hier gibt es das Gesamtprogramm: www.bienvenue-a-la-ferme.com/limousin




Touristische Routen in der Auvergne

Manche flattern wie Schmetterlinge zu den touristischen Highlights einer Region. Andere schätzen einen thematischen Leitfaden. Letztere dürfen sich in der Auvergne über mehrere touristische Routen freuen, die sie zu den entsprechenden Attraktionen führen. Etwa die „Route des Châteaux“ (Schlösserroute). An der reihen sich die meist noch bewohnten Schlösser der Region.

Sie zeugen von einer reichen künstlerischen und architektonischen Vergangenheit in der Auvergne. Oft bilden sie den Rahmen für Empfänge, Ausstellungen, Konzerte oder sportliche Aktivitäten. Oder sie bieten reizvolle Übernachtungsmöglichkeiten. Diese Schlösser entstanden im Mittelalter und anschließend in der Epoche der Bourbonen-Herzöge und ihrer Vasallen. Wer sie hoch oben auf ihren vulkanischen Felsspornen oder eingebettet in die charmante Heckenlandschaft des Bourbonnais erlebt, fühlt sich unweigerlich in jene Zeit zurückversetzt.

www.route-chateaux-auvergne.org - http://www.chateaudesaintsaturnin.com/eng/index_fr.htm (Schloss mit Gästezimmern in einem idyllischen Rahmen).


Seit 1998 besteht die „Route des Villes d’Eaux du Massiv Central“ (Route der „Wasserstädte“ des Zentralmassivs). Sie präsentiert den Charme der Thermalbäder mit ihrer typischen Bäderarchitektur. Und sie verführt dazu, in dieses spezielle „Art de Vivre“, ein Amalgam aus entspanntem Kur-Urlaub, elegantem Flanieren und reichem Kulturerlebnis, einzutauchen.

www.villesdeaux.com ; www.vichy-tourisme.com ; www.hotel-montespan.fr; http://maisondecoret.com


Und dann wäre da noch die „Route des Fromages d‘Auvergne“ (Käseroute). Deren Ingredienzien erwecken in Frankreich und nicht nur dort sofort regen Appetit: Saint-Nectaire, Salers, Bleu d’Auvergne, Fourme d’Ambert und Cantal. Sprich: die fünf AOC-Käse, mit denen die Auvergne zu einer wahrhaften „Käseplatte“ wird. Die Route führt zu bäuerlichen Produktionen, Käse- und Molkereien, Reife-Lagern… Sie verdeutlicht die uralte Tradition und das Knowhow der Käseherstellung. Nebenbei zeigt sie aber auch den ganzen landschaftlichen Reichtum der Region.

www.fromages-aop-auvergne.com


La Cave de Salers

In dieser traditionellen Scheune mit Mauern aus Naturschein und einem Dach aus Steinschindeln präsentiert man alle Geheimnisse eines der ältesten Käse in der Auvergne.

Der Besuch beginnt im Kellergeschoss, genauer gesagt: im Reifekeller. Salers-Käse in verschiedenen Reifezuständen werden vom Käsemeister Dominique Varlet sorgfältig abgewischt und gewendet. Auf 1.000 m2 Fläche entsteht der Käse nach alter Tradition. Jeder Produzent fabriziert einen Käse mit ureigenem Aroma. Dieses verfeinert sich dann mit zunehmender Reife. http://cavedesalers.com/

Alle diese Routen werden gesäumt von Übernachtungsmöglichkeiten mit dem Label „Nattitude“. Das tragen Hotels, Ferienhäuser, Gästezimmer und Campingplätze einer etwas anderen Art. Hier geht es nicht nur um Gastlichkeit sondern auch um Umweltverträglichkeit. Mehr als 150 Einrichtungen mit dem Label „Nattitude“ widmen sich auf originelle und liebevolle Weise unterschiedlichen Aktivitäten wie Sensibilisierung für Umweltthemen, Sport, Lebensart oder Kultur. Alles das kann man dann mit gutem Umwelt-Gewissen mit aller Intensität als Familie oder im Freundeskreis praktizieren.

Informationen in deutscher Sprache unter www.auvergne-tourismus.de und www.urlaub-limousin.de





Paris-Ile de France


Das Jahr 2014 ist dem 200. Jahrestag der Frankreich-Kampagne von Napoleon I. gewidmet. In der Destination Paris Région haben Napoleon I. und das Erste Kaiserreich eine Vielzahl von Spuren hinterlassen.


Kaiserliche Residenz in Fontainebleau

Napoleon betrachtete das Schloss von Fontainebleau als „den wahren Aufenthaltsort der Könige, als Haus der Jahrhunderte“. Das Schloss gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es beherbergt auch heute noch zahlreiche Zeugnisse aus der Kaiserzeit. Im Musée Napoleon I. finden sich eine reiche Sammlung von Möbeln, Werken, Kunstobjekten, Waffen, Kostümen, Dokumenten und historischen Erinnerungsstücken der kaiserlichen Familie. Anlässlich des 200. Jahrestages werden im Schloss von Fontainebleau verschiedene Veranstaltungen stattfinden.

In der Periode des Konsulats wurde das Schloss von Malmaison zur Residenz von Napoleon und Josephine Bonaparte. In diesem wunderschönen Anwesen organisierte Josephine Feste und Bankette. Zwischen 1800 und 1802 versammelte sich hier regelmäßig die französische Regierung.

Die Domäne von Malmaison ist ein typisches Beispiel für die Empire-Architektur. In der unter Denkmalschutz stehenden Kirche Saint-Pierre Saint-Paul von Rueil-Malmaison befindet sich das Grab von Josephine, geschmückt mit einer von Cartellier gefertigten Statue der Kaiserin.

Im Frühjahr 2014 ist Josephines Leidenschaft für Botanik Thema einer Ausstellung. Daran schließt sich die Ausstellung Josephine vom Tod zum Grab statt. Das Musée du Luxembourg begeht ebenfalls den 200. Todestag der Kaiserin mit einer Ausstellung. Unvergleichliche Josephine präsentiert zum ersten Mal wichtige Werke und persönliche Erinnerungen (2. April bis 20. Juli 2014).

Das Schloss von Versailles wurde nach dem Willen von Louis-Philippe, dem neuen König der Franzosen im Jahre 1830, gleichzeitig auch zum Museum der Geschichte Frankreichs.

Die „Galerie des Batailles“, der Saal von 1792 und die „Salle du Sacre“ zeugen von der napoleonischen Epoche. Napoleon und seine zweite Gattin, Kaiserin Marie-Louise, weilten regelmäßig im Grand Trianon, dessen Renovierung Napoleon angeordnet hatte.

Zahlreiche Orte in Paris beleuchten die verschiedenen Kampagnen von Napoleon und seinen Weg als Kriegsherr: Musée de l’Armée, Grab von Napoleon im Invalidendom sowie das Nationalmuseum der Ehrenlegion und des Ritterordens.

Als Bauherr engagierte sich Napoleon I. in einer Politik großer Baumaßnahmen zur Modernisierung und Sanierung der Hauptstadt. Ein Beispiel dieser Politik ist die Errichtung des Triumphbogens zu Ehren der Grande Armée. Das Monument sollte Paris dominieren und den von der römischen Antike inspirierten Geschmack des Kaisers treffen. In der Folge wurde der Arc de Triomphhe häufig zum Schauplatz großer nationaler Zeremonien, wie etwa die Rückkehr der Asche Napoleons im Jahr 1840.

Napoleon ist auch Schöpfer des Canal de l‘Ourcq und des Canals Saint-Martin, die der Erleichterung der Flussschiffahrt dienen sollten. Aus dem gleichen Grund entstanden Brücken wie der Pont d’Austerlitz, Ponts des Arts, Pont d’Iéna... Für den Komfort der Bevölkerung konstruierte man Fontänen wie etwa die auf der Place du Chatelet.

Mehrere andere Museen präsentieren Sammlungen zum Kaiserreich: Musée du Louvre, Cité de la Céramique, Les Arts Décoratifs, Musée Marmottant Monet, Musée National de la Marine.




Gastronomie & Tafelfreuden

In aller Welt gilt Frankreich als Inbegriff der Kunst gediegenen Tafelns. Paris und seine Region lassen in dieser Beziehung wohl kaum noch Wünsche offen, vom Gourmet-Menü bis zum kleinen Imbiss zwischendurch.

Die Elior-Gruppe ist Marktführer bei der Restauration in Museen und prestigeträchtigen Einrichtungen. Jedes einzelne Restaurant verspricht ganz besondere Erlebnisse:

Les Ombres, auf einer Dachterrasse inmitten des üppigen Parks des Musée du Quai Branly gelegen, bietet einen wunderschönen Panoramablick über Paris. Der Schatten seines „Nachbarn“, des Eiffelturm, fällt tagsüber als Relief auf die weißen Tischtücher. Nach Einbruch der Dunkelheit beleuchten dessen Lichter den Saal. Die Pläne für das Restaurant stammen vom internationalen Top-Architekten Jean Nouvel.

Le Ciel de Paris eröffnet ein grandioses Panorama auf die Hauptstadt vom 56. Stockwerk des Tour Montparnasse aus. Jeder Tag, jedes Wetter schafft hier oben in 210 Meter Höhe eine andere Lichtstimmung. Bei klarer Sicht schweift der Blick mehr als 40 Kilometer in die Runde.

Le 58 Tour Eiffel der Sodexo-Gruppe gehört zu den Pariser Brasserien, deren Name in aller Munde ist. In diesem lichtdurchfluteten „Schiff“ auf der ersten Etage des Eiffelturms serviert man Mittag- oder Abendessen.

Le Jules Verne, das andere Spitzenrestaurant im Eiffelturm, gilt als Gourmet-Etablissement allerhöchsten Ranges. Es wurde kürzlich von der Gruppe Alain Ducasse und Sodexo renoviert.

Sodexo ist außerdem auch für den kulinarischen Teil der Feinschmecker-Kreuzfahrten auf Schiffen der Reedereien Yachts de Paris oder Bateaux Parisiens verantwortlich.

Die Bertrand-Gruppe gilt als einer der großen Namen der französischen Küche, sei sie festlich oder traditionell. Jede einzelne Adresse ist ein innovatives Unikat, vor allem in Bezug auf die Materialwahl bei der Ausstattung, musikalisches Ambiente und kulinarisches Angebot. Dabei ist der Tee-Salon Angelina sicherlich einer der repräsentativsten Orte überhaupt.

In den Grandes Brasserie Flo herrscht jenes unwiderstehliche Brasserie-Ambiente zwischen Vergangenheit und Moderne, wo man selbstverständlich die traditionellen Spezialitäten der Region erwarten darf.

Mit mehr als 20.000 Besuchern zählt der Lebensmittel-Großmarkt Marché de Rungis zu den meistbesuchten professionellen Einrichtungen in ganz Frankreich. Dabei handelt es sich schlicht und einfach um den größten Markt für frische Produkte der Welt. Normalerweise den Profis vorbehalten, lässt er sich – für Frühaufsteher – auch besichtigen. Das Besuchsprogramm „à la carte“ wird von professionellen Marktmitarbeitern ab 5 Uhr morgens gestartet. Abschließend geht es zu einem Frühstück nach Art von Rungis.

Beim Meeting the French ist man zu einem Diner in der intimen Atmosphäre eines Pariser Appartements geladen. Dort mischen sich kulinarische Freuden und Geselligkeit bei „echten“ französischen Gastgebern.

Die Route des Gourmets absolviert man befördert und begleitet von einem professionellen Führer. Der erzählt die Geschichte der französischen Gastronomie an Hand von Restaurants, Produkten oder den kulinarischen Größen, denen die Küche Frankreichs ihr Renommee verdankt.

Selbst zum „Starkoch“ werden kann man im Atelier des Sens bei einer Vielzahl von Kochkursen und solchen in Patisserie und Önologie sowie bei Ateliers für Groß und Klein. Um gehoben Kulinarisches geht es auch im Ateliers des Chefs und in der Domaine des Macarons, wo man sich dem Backen von Makronen auf die herkömmliche Art widmet, das heißt, ohne Sahne, Gluten oder Konservierungsstoffe.


Paris, die Shopping-Kapitale

Noch immer liegt Paris im Epizentrum aktueller Tendenzen. Mit seinen Modeschöpfern und berühmten Kaufhäusern gilt die Stadt als Shopping-Kapitale allerersten Ranges, als „Welthauptstadt der Luxusprodukte“.

Neu! Topshop, die berühmte englische Marke wählte für ihren ersten Auftritt auf dem französischen Markt Les Galeries Lafayette. Der große Konkurrent, Le Printemps, hat die Eröffnung einer Dependance am Caroussel du Louvre im Frühjahr 2014 geplant. Im benachbarten Versailles versammelt La Cour des Senteurs die edelsten Düfte des Planeten an einem Ort, unter anderem die von Guerlain und Diptyque.

Paris zeigt sich innovativ und inspiriert mit Concept-Stores wie Merci, Colette oder 107Rivoli bei denen man Produkte jeweils einer Gattung erstehen kann, etwa Design, Luxus, Sport, Dekoration... oder eine bestimmten Marke.




Pariser Stadtviertel - Kultstätten des Shoppings

Die großen Kaufhäuser am Boulevard Haussmann, Les Galeries Lafayettes und Le Printemps
Le Triangle d’Or. Das berühmte „Goldene Dreieck“, gebildet von den Champs-Elysées und den Avenuen Montaigne und George V., ist das Viertel, wo man eher als Inhaber von Gold-Cards unterwegs ist, denn als Schnäppchenjäger. Ganz in der Nähe sind die Schaufenster der sehr, sehr schicken Rue Saint-Honoré Inbegriff des Pariser Luxus.

Rive Gauche. Dorado des Shopping des Genre „bürgerlich und Boheme“, Saint-Germain-des-Près wimmelt vor angesagten Boutiquen. Palais Royal. Rund um den Park des Palais Royal haben zahlreiche Künstler und andere Kreative ihre Niederlassungen. Le Marais. Brennpunkt neuester Tendenzen in Sachen Mode und Design. Montmartre. Am Fuß von Montmartre und Sacre-Coeur hat sich eine Vielzahl von Modegeschäften etabliert.

Bercy Village. Nicht weit von der Cinémathèque Française und der Nationalbibliothek entfernt, wurde Bercy Village zu einem der neuen angesagten Viertel von Paris. One Nation Paris, ein neues Shopping-Center im Edellook widmet sich in Clayes-sous-Bois, nicht weit von Versailles, allem, was der „French Touch“ an Nobelprodukten zu bieten hat. Im Vallée Village verkaufen 120 Edelmarken aus dem Bereich Mode ihre auslaufenden Produktlinien zu Outlet-Preisen.

Der Flohmarkt von Saint-Ouen gilt Schnäppchenjägern als heiße Adresse. Als letzte Etappe eines Shopping-Trips in Paris empfehlen sich die Boutiquen der beiden großen Airports.


Paris by Night

Nach wie vor zählen die berühmten Cabarets zu den Fixsternen am Pariser Nachthimmel. In diesem Jahr haben sie prominenten Zuwachs bekommen.

Mugler Follies mischt nun im Konzert der „Großen“ mit. Diese originelle künstlerische Konzeption verbindet ein Diner, geliefert vom legendären Restaurant Fouquet’s, und ein erstklassiges Showprogramm. Der Stylist Manfred T. Mugler kreierte sein erstes Programm mit hochklassigen Acts. Inspirieren ließ er sich dabei vom Ambiente in Las Vegas und den Café-Konzerten am Montmartre.

Crazy Horse. Das wohl avantgardistischste der Pariser Kabaretts enthüllt seinen Charme mit dem Programm Désir. Eine Folge von knisternden Tableaus, inszeniert von Philippe Decouflé.

Moulin Rouge. Der ganz in rotem Velours ausgeschlagene Saal mit seinen 900 Plätzen ist mit den typischen burlesken Fresken der Belle Epoque dekoriert. Auf der Bühne regieren Strass, Pailletten und Federboas.

Die berühmten Bluebell Girls und Lido Boys Dancers lassen im Lido de Paris weibliche und männliche Zuschauer träumen. Ein ganz anderes Universum für Nachtschwärmer sind die angesagten Clubs der Kapitale.

Etwa das Nüba. Rooftop in der Cité de la Mode et du Design, ist das Nüba ein Bar-Club zum ausgelassenen Feiern mit Blick von seiner Terrasse auf die Seine und Restaurationsmöglichkeit zu jeder Tageszeit. Im Wanderlust finden sich drei verschiedene Bereiche: Le Playground, Le Club und das Restaurant.

Der Social Club mischt in seinem Programm internationale Größen mit verheißungsvollem Nachwuchs. Seit einem Vierteljahrhundert ist Le Rex Club ein Mekka für Electro-Freaks. Anziehungspunkt des Pariser Clubbings sind Le Show Case und natürlich das mythische Bus Palladium.

Mit der Energie des Swing von Saint-Germain-des-Près und der Rue des Lombards ist Paris immer stets eine Kapitale des Jazz. In Clubs und Konzertsälen präsentieren sich internationale Stars und junge Talente. Bei Musikern, Parisern und Touristen ist das Sunset-Sunside dank seiner wohltuenden Akustik und seiner Gewölbekeller zum beliebten Treffpunkt in Sachen Jazz geworden.

Das weltweit bekannte, nahezu mythische Duc des Lombards hat als Jazz-Tempel schon die Großen der Zunft auf seiner Bühne gesehen: Ahmad Jamal, David Sanborn, Richard Galliano, Diane Schuur.

Auf einem ganz anderen Feld „spielt“ das Casino Lucien Barriere in Enghien-les-Bains. In seinen Sälen finden sich mehr als 500 Geldspielautomaten und 40 Spieltische. 14 Kilometer von den Champs-Elysées entfernt ist es das einzige Kasino in der Region Île-de-France.

www.visitparisregion.com - pro.visitparisregion.com




Aquitaine: Bordeaux und seine Weingüter

Als „Corporate Identity“ zur Unterscheidung von der Konkurrenz erfahren manche Weinschlösser ein architektonisches Update. Wer Spitzenweine produziert, engagiert dafür natürlich die Creme de la Creme der Architekten (Jean Nouvel, Norman Foster, Leoh Ming Pei...). Diese verwandeln Fasslager und Keltereien in Orte ultramoderner Technologie mit atemberaubender Architektur.

Diese zeitgenössischen Kellereien brechen vollständig mit lokalen baulichen Traditionen. So erzeugen inmitten von Weinbergen und Winzerdörfern einen spannenden Kontrast. Dabei modernisieren die neuen Installationen zweifellos die Arbeit des Winzers. Gleichzeitig erfreuen und überraschen sie mit ihrer ästhetischen Perfektion das Auge des Besuchers.


Im Medoc

Den Anfang machte im Jahr 1987 das Château Lafite Rothschild, dessen futuristischer unterirdischer Lagerkeller von Architekten Ricardo Bofil entworfen wurde. Andere Weingüter folgten diesem Beispiel.

Stararchitekt Wilmotte baute im Jahr 2008 für den Grand Cru Classé Cos d’Estournel eine ultramoderne Kellerei. Dabei überquert eine gläserne Brücke ein „Meer“ aus Eichenfässern. Vier gläserne Fassaufzüge dienen zum Befördern des Weines.




In Saint-Emilion

Der Trend fand dann den Weg nach Saint-Emilion. Für das dortige Château la Dominique zeichnete Jean Nouvel die Pläne einer neuen Kellerei. Dabei zitierte er in freier Weise die berühmten Umkehrspiegel von Anish Kapoor. Die Wände der Kellerei sind mit dunkelroten Stahlplatten verkleidet, die an die Farbe des Weines erinnern. Neben dieser zum Weinberg geöffneten Kellerei wird im Frühjahr 2014 eine Panorama-Terrasse eröffnet. Von dort schweift der Blick über die benachbarten Grands Crus: Cheval-Blanc, La Conseillante und Figeac.

Der Nachbar von La Dominique, das Château Cheval Blanc, beauftragte Christian de Portzamparc mit der architektonischen Nachrüstung. Der zeichnete schon für den LVMH-Turm in New York oder die Philharmonie in Luxembourg verantwortlich. Er schuf inmitten des Weinberges eine Kellerei in Form einer weißen Welle mit einem begrünten Dach.

Zehn Kilometer entfernt verwirklichte der Schweizer Mario Botta (u.a. Autor der Pläne für das Museum für moderne Kunst Saint Francisco) die „Kellerei-Kathedrale“ des Château Faugères. Die imposante Konstruktion steht oben auf einem Hügel und überragt die Weinberge, in denen man noch mit Pferdegespannen arbeitet. Ein wundervolles Amalgam jahrhundertealter Tradition mit zeitgenössischer Architektur.

Der Architekt der Pyramide des Louvre, Leoh Min Pei, ist im Medoc mit der Renovierung der Installationen des Château Lynch-Bages beauftragt.

Die Realisierung einer neuen Kellerei und einer unterirdischen Vinothek im prestigeträchtigen Château Margaux vertraute man Sir Norman Foster an (Viadukt von Millau, British Museum...). Es gilt, die Charakteristik dieses Gebäudes von 1810 zu bewahren. Die Arbeiten begannen 2013, die Eröffnung ist für 2018 geplant.


Natürlich Philippe Starck – in der Region Graves

Im Herzen der Weinlage des Graves (Pessac-Léognan) kümmern sich Design-Legende Philippe Stark (der in der Region schon das Hotel-Restaurant „La Co(o)rniche“ in Pyla-sur-Mer renoviert hatte) und der Architekt Luc Arsène-Henri um die Konstruktion eines Ausbau-Kellers, einer neuen Kelterei und von Empfangsräumen im Château Les Charmes Haut-Brion. Damit möchte der Besitzer des Hauses, Patrice Pichet, nicht nur Design und Qualität seiner Anlagen aufwerten, sondern „einen Ort schaffen, der den Bürgern von Bordeaux offen steht“. Wo man auf informative Weise das Universum des Weines präsentiert. Das Projekt dürfte Ende 2014, Anfang 2015 Formen annehmen.

Château Cos d’Estournel Cos Sud, 33180 Saint-Estèphe, www.estournel.com, Château La Dominique, Vignobles Clément Fayat, 33330 Saint-Emilion, Info und Reservierung Isabell Auzely: i.auzely@vignobles.fayat.com , www.chateau-ladominique.com, Château Faugères , Vignobles Silvio Denz , 33350 Sainte-Colombe, info@vignobles-silvio-denz.com , www.chateau-faugeres.com,Château Lynch-Bages, 33250 Pauillac, www.lynchbages.com


Bordeaux: Stadt mit Kultur, Stadt zum Erleben

Wer sich in der Metropole der Region Aquitaine langweilt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen! Mehr als 300 für jedermann zugängliche Veranstaltungen stehen im Jahreskalender, Kultur, Konzerte, Schauspiel, Festivals, Ausstellungen, Kino, Performance-Acts... Dazu kommt ein urbanes Ensemble, das seit 2007 zum Weltkulturerbe des UNESCO zählt. Hier stehen 374 Monumente unter Denkmalschutz.

Ab April 2014 gibt es den Bordeaux City Pass. Der Besuch von Bordeaux mit seiner Vielzahl von Attraktionen wird mit dem neuen City Pass erheblich vereinfacht. Er gilt 1,2, oder 3 Tage im öffentlichen Verkehrsnetz, in Museen und anderen Sehenswürdigkeiten.

So geht es dann zur Besichtigung des „Vieux Bordeaux“, dem Museum für moderne Kunst (CAPC), zu einer Bootstour auf dem Fluss... Oder man entdeckt Lebensart und Stil der Stadt im Museum für dekorative Kunst, das seinen Platz in einer alten Stadtvilla, dem Hôtel de Lalande, aus dem Jahr 1779 hat.

Bei einer Promenade auf den Kais kostet man lokale Produkte und gönnt man sich dann ein Glas in der Wein-Bar des Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux. Auch das ist im City-Pass eingeschlossen. Preise: 1 Tag = 22 €, 2 Tage = 28 €, 3 Tage = 33 €

Kontakt und Reservierung beim Office de Tourisme , http://www.bordeaux-tourisme.com/


Der berühmte Designer Philippe Starck eröffnet sein Hotel in Bordeaux

Philippe Starck, Star unter den französischen Designern, kreierte sein Hotel in Bordeaux. Das HOTEL MAMA SHELTER öffnete seine Pforten im November 2013. Markenzeichen: Design, Geselligkeit, angepasste Tarife... Wie bei den übrigen Häusern dieser Hotelkette, die zurzeit überaus „en vogue“ ist.

www.mamashelter.com/en/bordeaux--2


Weinfest auf den Kais von Bordeaux – 26. - 29.6. 2014

Ende Juni feiert man vor der urbanen Kulisse, die der UNESCO den Eintrag ins Buch des Weltkulturerbes wert war, den Wein. Nicht nur den eigenen, sondern alle Weine der Region Aquitaine. Während der vier Festtage ist die Stadt Los Angeles Ehrengast. Auf dem Programm: Animationen für Groß und Klein, Musik, Ateliers rund um den Wein, veranstaltet vom CIVB (Conseil Interprofessionnel des Vins de Bordeaux). Das Ganze endet mit einem gigantischen Feuerwerk!

www.bordeaux-fete-le-vin.com




Die aquitanische Küste

Zwischen der Pointe de Grave (an der Nordspitze der Weinregion des Medoc) bis zur Bidassoa (der Grenze zu Spanien) liegen 270 Kilometer unter Schutz stehender Küste. Hier findet man keine Betonwüsten an der Strandpromenade, keine unendliche Villensiedlungen. Von Soulac bis Biarritz erstreckt sich weit ein feinsandiger Strand, der nur von der Bucht des Bassin d’Arcachon unterbrochen wird. Dahinter liegen mächtige Dünen und die riesigen Pinienwälder der Landes de Gascogne.

Beim Leuchtturm von Biarritz ändert dann die Küste unvermittelt ihren Charakter. Die letzten 30 Kilometer, also die baskische Küste, weist ein Relief mit kleinen Fischerhäfen und geschützten Buchten auf.

Man gibt sich an der Küste dem Sonnenbad hin, springt in die belebenden Wellen des Atlantiks oder begibt sich nach Lust und Laune zu Badeorten, in denen die Fun-Sportarten regieren (an der Küste des Medoc und der Landes). An der Côte Basque und im Bassin d’Arcachon geht es eher um Shopping und Nachtleben. Es sei denn, man lässt sich von Wellness-Einrichtungen verwöhnen oder bei einer Meerwasser-Therapie wieder in Form bringen.


Camping an der Küste

Camping ist in! Frische Luft, eine intakte Umwelt und ein Leben ohne feste Konventionen sind der Grund dafür. Im Schein einer Kerze oder der Sturmlaterne ein Buch lesen, das man extra für den Urlaub erstanden hat, ist ein Moment, der durch nichts zu ersetzen ist.

In der Region Aquitaine findet jeder Camper den Ort seiner Träume, egal, ob er nun viel Platz braucht, lieber den Schatten eines Pinienwaldes sucht, einen langen, feinsandigen Strand möchte... Die Campingplätze der Gironde, in den Landes und im Baskenland bieten Komfort und alle erdenklichen Einrichtungen für gelungene Familienferien, wie Wasserparks oder Schönheitspflege...

Camping heißt nicht unbedingt Zeltaufbauen, Heringe zählen, Bodenplane und Doppeldach ausrollen. Wer sozusagen „mit den Händen in der Tasche“ seinen Camping-Urlaub starten möchte, findet alles was er braucht: Mobil-Home, Chalet, Safari-Zelt, Baumhütte...




Die neue Tendenz: „Glamour Camping“ in Luxuszelten

Die Campingplätze Vieux Port***** und Pignada***** in Messanges folgen der neuen Tendenz des „Glamping“ (aus Glamour und Camping), Camping mit allem Luxus und Komfort in freier Natur und mit allem Respekt für diese. Man setzt auf ziemlich ausgefallene Unterkünfte. So verbringt man seine Ferien als Pionier im Wilden Westen, als Entdecker oder einfach nur als Naturfreund, ohne dabei jedoch auf einen komfortablen Urlaub zu verzichten.

Camping le Vieux Port *****, 40660 Messanges,www.levieuxport.com ; Camping Lou Pignada *****, 40660 Messanges, www.loupignada.com


Tour auf dem Küstenwanderweg

Die Faszination einer Wanderung direkt an der Atlantikküste! Ein Küstenwanderweg verbindet auf 25 Kilometern Bidart mit Hendaye. Das Konzept: drei verschiedene Milieus werden durchquert (urban, gemischt, vollkommen natürlich). Stets gibt es einen Blick auf das Meer. Der Weg dient auch dem Kennenlernen und Verstehen der Region. An acht verschiedenen Stellen ist ein Zugang möglich: Bidart, Guéthary, Saint-Jean-de-Luz, Ciboure, 2 x in Urrugne und 2 x in Hendaye.

Sechs Zwischenstationen behandeln verschiedene Thematiken, wie Surfen, Basken, Ozean, Küstenlandschaft, Fischerei, Bucht von Saint-Jean-de-Luz/Ciboure oder Geologie.

Die Beschreibung der Wanderung steht als Download online:
- von Bidart nach Saint-Jean-de-Luz: www.tourisme64.com/files/SL1.pdf
- von Saint-Jean-de-Luz nach Hendaye: www.tourisme64.com/files/SL2.pdf


FKK-Ferien in der Aquitaine

Montalivet, Le Porge, Vielle-Saint-Girons... Die Region Aquitaine besitzt einige der größten FKK-Zentren weltweit. Sie befinden sich direkt am Meer oder mitten im Grünen abseits der großen Städte. Die Möglichkeiten für hüllenloses Urlauben in der Region sind vielfältig. Hier eine Adresse für Ferien im perfekten Einklang mit der Natur.

In einer Villa, einem Bungalow oder mit Camping im größten FKK-Zentrum mit Meerwassertherapie im Medoc: Euronat, 33590 Grayan et l’Hopital, www.euronat.fr

In einer Villa mitten in einem Dorf direkt am Meer nahe des Bassin d’Arcachon: La Jenny – Route de la Jenny – 33680 Le Porge, www.lajenny.fr

In einer außergewöhnlichen Unterkunft auf einer Domäne an der Côte d’Argent Natu-resort & Spa Arnaoutchot – 5006 Route de Pichelèbe – 40560 Vielle-le-Girons, www.arna.com

Comité régional de tourisme d’Aquitaine , CS 31759, 4/5 Place Jean Jaurès - 33074 Bordeaux Cedex, www.tourisme-aquitaine.fr




Bretagne - Alle Wege führen zum Rum

10. Geburtstag der Transatlantik-Regatta „Route du Rhum“

6.500 Kilometer segeln sie allein quer über den Atlantik von der Bretagne bis nach Guadeloupe in der Karibik. 80 mutige Skipper wagen dieses Abenteuer am Sonntag, den 02. November 2014, wenn der Startschuss zur zehnten Einhand-Regatta „Route du Rhum“ im Hafen von Saint-Malo fällt.

Bereits eine Woche vor dem Startschuss, am 24. Oktober 2014, treffen die Sportler mit ihren Booten in Saint-Malo an der bretonischen Nordküste ein. Mit einer großen Eröffnungsfeier startet die alte Seefahrer-Stadt in die Festwoche im Hafen mit vielen Veranstaltungen und Ausstellungen rund um den Segelsport. Wie in den letzten Jahren werden mehr als eine Million Besucher erwartet.

1978 von der Stadt Saint-Malo, der Region Bretagne und der Insel Guadeloupe gegründet, führt die Rum-Route ihre Segler seitdem alle vier Jahre im Herbst von Saint-Malo bis ins karibische Pointe-à-Pitre über den rauen Atlantik. Jeder Skipper kämpft dabei für sich allein, denn die „Route du Rhum“ ist eine Einhand-Segelregatta, bei der sich während der gesamten Tour stets nur ein und dieselbe Person an Bord befinden darf.

Aufgrund der extremen Anforderungen zählen die Sieger der „Route du Rhum“ zu den besten Seglern der Welt. Im Jahr 1990 siegte die Französin Florence Arthaud als bisher einzige Frau in der Gesamtwertung der Regatta. Seit 1978 sind die Segelboote wesentlich schneller geworden: Mehr als 23 Tage war der Sieger der ersten Rum-Route unterwegs.

Im Jahr 2010 dagegen erreichte der Franzose Franck Cammas die Küste von Guadeloupe bereits nach neun Tagen, drei Stunden, 14 Minuten und 47 Sekunden. Da sowohl Ein- als auch Mehrrumpfboote in fünf verschiedenen Klassen gegeneinander antreten, ist die Rum-Route eine der vielfältigsten Segelregatten der Welt.

Weitere Informationen zur Route du Rhum finden Sie unter www.routedurhum.com.


Über Saint-Malo

Wie eine Halbinsel liegt die Altstadt von Saint-Malo im Meer. In den schmalen Pflastergassen mit bunten Boutiquen und zahlreichen Restaurants tummeln sich im Sommer viele Besucher. Entlang der Wehrmauern bietet sich Besuchern ein weiter Blick über das smaragdgrüne Meer, die weißen Sandstrände und den Hafen.

Ihre Silhouette ist das Wahrzeichen der alten Seefahrer-Stadt. Als „granitene Zitadelle“ beschreibt der französische Dichter Châteaubriand die Festungsstadt im Meer, die nicht größer ist als der Jardin des Tuileries in Paris. Als berühmtester Sohn der Stadt ist Châteaubriand auf der gegenüberliegenden Ile de Grand Bé begraben. Bei Ebbe können Besucher die Insel zu Fuß erreichen.

Saint-Malo war zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert eine berühmte Seefahrer- und eine blühende Handelsstadt. Vor allem ihre Korsaren waren berüchtigt und trugen viel zum Wohlstand bei: Im Grunde waren sie Piraten, die aber nicht auf eigene Rechnung, sondern mit königlicher Erlaubnis feindliche Schiffe kaperten. Außerdem gaben sie der eigenen Handelsflotte Geleitschutz.




Paul Gauguin und Claude Monet – Die Wege der Maler in der Bretagne

Neue Eisenbahnstrecken erleichtern ab dem 19. Jahrhundert das Reisen. Immer mehr Künstler verlassen in den Sommermonaten ihre Pariser Ateliers auf der Suche nach neuen Motiven. Die buchstäblich malerischen Küstenlandschaften, die erstaunliche Helligkeit auf der Halbinsel, das Blau des Meeres und die gelb-grünen Heidelandschaften begeistern Paul Gauguin, Claude Monet, Auguste Matisse und viele andere Maler in der Bretagne.

Außerdem entbehrt die abgeschiedene Landzunge nicht einer gewissen Exotik: Keltische Wurzeln, unbekannte Trachten und Traditionen, eine fremde Sprache, mystische Megalithen und fantasievolle Legenden faszinieren viele Künstler.

Paul Gauguin hat das pittoreske Mühlendorf Pont-Aven und das benachbarte Le Pouldu für sich entdeckt. Zwischen 1886 und 1894 verbringt er hier insgesamt viermal die Sommermonate und verliebt sich in „die fabelhaften Abstufungen, das göttliche Funkeln“ der Wälder und des Flusses Aven. Mit dem Selbstportrait „Gelber Christus“ und dem „Grünen Christus“ entstanden hier zwei seiner bedeutendsten Werke.

Die internationale Künstlerkolonie um Paul Gauguin und Emile Bernard wird bald die „Schule von Pont-Aven“ genannt. Ihr Malstil, der auch als „Synthetismus“ bezeichnet wird, gilt als revolutionär: Nicht die originalgetreue Abbildung der Realität, sondern die subjektiven Empfindungen des Malers stehen im Mittelpunkt. Ausdrucksstarke Malereien mit kontrastreichen Farben stehen den fast fotografischen Bildern der Realisten gegenüber.

Maler beider Stilrichtungen lebten damals in Pont-Aven. Während die Realisten ihre Bilder gut verkaufen und ihre Zimmer im Hôtel des Voyageurs am Rathausplatz immer sofort bezahlen konnten, lebten Paul Gauguin und seine Kollegen in der benachbarten Pension Gloanec oft auf Kredit und ließen ihre Bilder als Pfand zurück. Streitereien und Prügeleien zwischen den gegensätzlichen Künstlern waren keine Seltenheit. Beide Unterkünfte, viele Galerien und Museen sowie ein Lehrpfad auf den Spuren der Maler setzen die Geschichte von Pont-Aven heute in Szene.

Zur gleichen Zeit entdeckt Claude Monet die Bretagne für sich und malt im Jahr 1886 insgesamt 39 Bilder auf Belle-Ile, der „schönen Insel“ vor der Südspitze der bretonischen Halbinsel Quiberon. Die wilden Felsküsten der größten bretonischen Insel und die Wetterkapriolen, die das Licht und die Stimmung ständig verändern, beeindrucken den Künstler.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lassen sich Auguste Matisse und Marc Chagall von den unzähligen Hortensien und kleinen Felsbuchten auf der Blumeninsel Bréhat vor der Nordküste der Bretagne inspirieren. Pablo Picasso kommt in den 1930er Jahren dreimal nach Dinard und malt badende Frauen.

Weitere Info zu den Malern der Bretagne unter www.bretagne-reisen.de/ueber-die-bretagne/eine-inspirierende-region/malerei.




Tour de Manche - Entlang des Ärmelkanals mit dem Fahrrad durch die Bretagne und Südengland

Beide Seiten des Ärmelkanals können Radfahrer entlang der Fahrradroute „Tour de Manche“ (Ärmelkanal-Tour) entdecken. Über 1.200 Kilometer für die neue Fahrradstrecke vom südenglischen Poole bis Plymouth, wo der Ärmelkanal nach Roscoff überquert wird. Von hier setzt sich die Radtour entlang der Nordküste der Bretagne bis ins normannische

Cherbourg und zurück nach England fort. Unterwegs können Urlauber steile Felsküsten, malerische Dörfer und urige Festungen entdecken.

Die Rundstrecke kann an jedem beliebigen Punkt begonnen und beendet werden, sodass kurze Tagesausflüge entlang der Tour de Manche genauso gut möglich sind wie mehrwöchige Radwanderungen. Verschiedene Fährverbindungen ermöglichen das Übersetzen von Frankreich nach England und zurück. Das Fahrrad kann hier problemlos mit an Bord genommen werden.

In der Bretagne zeigt sich die Natur hinter jeder Kurve in einem anderen Kleid. Vorbei an den bizarr geformten Felsen der Rosa Granitküste führt der Radweg durch Dünen und Heide zum 70 Meter hohen Kliff „Cap Fréhel“. Von hier folgt die Route der Smaragdküste bis zur malerischen Altstadt von Saint-Malo, die wie eine steinerne Festung im Meer liegt. Vorbei an der Austernstadt Cancale erreichen Radfahrer dann die berühmte Bucht des Klosterbergs Mont-Saint-Michel.

Je nach Streckenabschnitt stellt die Tour de Manche unterschiedliche sportliche Herausforderungen. So sind beispielsweise die kurzen und flachen Etappen an der Rosa Granitküste und der Smaragdküste gut für Hobby-Radler geeignet, während die steile Strecke von der Bucht von Morlaix bis nach Lannion sportbegeisterten Aktivurlaubern gefallen wird. Über die französische Incoming-Agentur Abicyclette können Urlauber bereits Pakete mit Übernachtungen, Gepäcktransfer, Fahrradverleih, Kartenmaterial, 24-Stunden-Notfallservice und anderen Leistungen buchen.

Weitere Info zur Tour de Manche: www.tourdemanche.com (engl.) und auf der Seite der Incoming-Agentur Abicyclette www.abicyclette.net (franz.). Unter www.cycling.brittanytourism.com Info zu anderen Radrouten in der Bretagne.


Nach „Bretonische Verhältnisse“ und „Bretonische Brandung“ erscheint Jean-Luc Bannalecs dritter Bretagne-Krimi im Juni 2014

Begleitet man Kommissar Dupin auf seiner Suche nach dem Mörder des Inhabers von Paul Gauguins Lieblingshotel im malerischen Pont-Aven oder auf die nahezu karibischen Glénan-Inseln, wo in einer stürmischen Nacht drei Leichen angespült werden, spürt man als Leser selbst den Sand in den Schuhen, riecht die salzige Luft des Atlantiks und flaniert gemeinsam mit dem Kommissar durch die granitenen Gassen der Bretagne.

Die beiden Kriminalromane „Bretonische Verhältnisse“ und „Bretonische Brandung“ gehören zu den Überraschungserfolgen der letzten beiden Jahre. Mehr als 500.000 Exemplare des ersten Bandes gingen seit seiner Veröffentlichung im März 2012 über die Ladentheke und auch das zweite Buch, erschienen im April 2013, knüpft an diesen Erfolg an. Jean-Luc Bannalecs dritter Bretagne-Krimi erscheint im Juni 2014. Desweiteren wird „Bretonische Verhältnisse“ zurzeit in mehrere europäische Sprachen übersetzt.

Im September 2012 wurde „Bretonische Verhältnisse“ im Auftrag der ARD von der Filmpool Fiction GmbH in Pont-Aven und Concarneau verfilmt. Kommissar Dupin wird von dem Schweizer Schauspieler Pasquale Aleardi gespielt. In weiteren Rollen sind unter anderem Sibylle Canonica, Walter Kreye und Ulrike C. Tscharre zu sehen. Regie führt Matthias Tiefenbacher. Der 90-minütige Fernsehfilm wird voraussichtlich im Frühjahr oder Herbst 2014 ausgestrahlt.

Der Autor veröffentlicht seine Bretagne-Kriminalromane unter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec. Er ist ein bekennender Bretagne-Liebhaber und sowohl in Deutschland als auch – wie seine Figuren – im Finistère im bretonischen Südwesten zu Hause.



Über Pont-Aven und die Glénan-Inseln

Das granitene Künstlerdorf Pont-Aven verdankt seine Bekanntheit seinem berühmtesten Gast Paul Gauguin. Ende des 19. Jahrhunderts lebten der berühmte Künstler und viele weitere Maler in der Pension Gloanec am Rathausplatz. Bei einem Spaziergang entlang der Flussmündung des Aven mit ihren ehemals 14 Mühlen, blumengeschmückten Brücken, runden Felsen und dem kleinen Segelboothafen verstehen Besucher leicht, was die Maler hier damals so fasziniert hat.

Azurblaues Meer und lange weiße Sandstrände lassen die Glénan-Inseln tropisch anmuten. Doch sie sind tatsächlich ein kleines Paradies vor der Südküste der Bretagne bei Concarneau. Da die Inseln ein Naturschutzgebiet sind, gibt es keine Hotels oder Campingplätze. Dafür blüht hier die weltweit einmalige Glénan-Narzisse, die zwischen April und Juni ihre volle Pracht entfaltet.

Info über die Bretagne www.bretagne-reisen.de


Kulturtrip an den Ufern der Loire

Seit Jahrhunderten wirkte und wirkt die Loire wie ein Magnet auf französische Könige, Künstler oder Schriftsteller. Hier feiern sie ihre Feste, sammeln sie ihre Inspirationen.

Bei einer Tour entlang des Flusses begibt man sich zwischen majestätischen Schlössern, Museen und Wohnsitzen berühmter Schriftsteller auf die Spuren jener Persönlichkeiten, die hier vor allem das angenehme „süße Leben“ nach französischer Art suchten. Eingebettet in bukolische Landschaften voller Anmut und Harmonie.

Wie könnte man eine solche Region besser entdecken als mit dem Rad, ohne festen Zeitplan und mit Rücksicht auf die Umwelt. Genau deshalb hatten die Regionen Loiretal der Schlösser und Pays de la Loire das größte Projekt des Jahrzehnts in Sachen nachhaltigem Tourismus in Angriff genommen: Eine in Frankreich einzigartige Radstrecke entlang des letzten noch „wilden“ Flusses Europas, der Loire. Den Radreisenden erwartet nunmehr eine ausgeschilderte Route von mehr als 800 Kilometern Länge: der Loire-Radweg.

Infos: www.loire-radweg.org . Zur Information: Eine neue Ausgabe des Radtourenbuch „Loire-Radweg“ in der Kollektion „Bikeline“ (Esterbauer-Verlag) erscheint im Frühjahr 2014. Informationen auf: www.esterbauer.com




2014: 500. Todestag von Anne de Bretagne

Der „Kultur-Parcours“ entlang der Loire, den wir hier vorstellen, präsentiert den „königlichen“ Fluss an Hand der Geschichte einer Frau, die diese Region geprägt hat. Mit gutem Grund, denn in das Jahr 2014 fällt der 500. Todestag von Anne de Bretagne (1477 – 1514).

Anne de Bretagne ist eine herausragende Gestalt der französischen Geschichte, die sowohl ihre Region wie das gesamte Königreich mitgeprägt hat. Dabei war diese Frau, die in einer Schlüsselperiode zwischen Mittelalter und Renaissance zweimal die französische Königswürde trug, einem größeren Publikum lange Zeit nahezu unbekannt. Inzwischen nimmt sie den ihr gebührenden Rang unter den großen Persönlichkeiten der französischen Geschichte ein. Sie ist als Frau mit Macht und Einfluss, Mäzen und Diplomatin... ein vollendetes Symbol für ihre Epoche.

Die Kraft, mit der sie nach dem Tod ihres Vaters auch noch die größten Rückschläge überwand, ihr Geschick bei der Regierung ihres Herzogtums, die kluge und weise Regentschaft während des Krieges mit Italien, ihre Unterstützung von Kunst, Wissenschaften und gemeinnützigen Unternehmungen lassen sie als eine der bedeutendsten Frauen überhaupt erscheinen.

Eine kurze Biografie: Am 25. Januar 1477 in Nantes geboren, stirbt sie am 9. Januar 1514 in Blois. Anne de Bretagne ist die älteste Tochter und Nachfolgerin des Bretagne-Herzogs François II. und Marguerite de Foix (Prinzessin von Navarra). Im Jahr 1491 heiratet sie Charles VIII. und wird französische Königin von 1491 bis 1498. Nach dem Tod von Charles VIII. wird sie 1499 die dritte Ehefrau von Louis XII. und damit aufs Neue Königin Frankreichs von 1499 bis 1514.

Anne de Bretagne vermittelt das Bild einer Königin, die eine vollständige Eingliederung der Bretagne in das französische Königreich verkörperte. Die Königin Frankreichs und Herzogin der Bretagne stirbt am 9. Januar 1514 im Alter von 37 Jahren. Louis XII.

Organisiert danach glanzvolle Trauerfeierlichkeiten, die in drei Abschnitten vierzig Tage dauern: die Zeremonien auf dem königlichen Schloss von Blois, anschließend an jeder Station des Parcours von Blois nach Notre-Dame in Paris (3. – 14. Februar) und die Beisetzung in Saint-Denis (am 15. Februar).

Als Königin Frankreichs wusste Anne, dass man sie in Saint-Denis beisetzen würde. Um aber ihre Treue zur Bretagne zu bekunden, hatte sie verfügt, dass man ihr Herz im Grab ihrer Eltern in der Carmes-Kirche in Nantes bestatten sollte. Man fertigte daher ein Behältnis in Herzform aus purem Gold, ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst, das man zurzeit im Musée Dobrée in Nantes bewundern kann.




Kalender der Gedenkfeierlichkeiten

Schloss von Langeais: Hochzeitsstätte mit Charles VIII. am 6. Dezember 1491 mit 14 Jahren
7. + 8. Juni: Animationen im Schloss - Rekonstruktion einer Hochzeitsvorbereitung
11.4. bis 31.12. 2014: Ausstellung Anne de Bretagne und die Buchmalerei, Bilder einer Königin. Ausstellung im Freien von großformatigen Miniaturbildern

Cité Royale von Loches: Vollendung des Oratoriums von Anne de Bretagne im Jahr 1500
22.3. bis 19.9.2014: Ausstellung „Geschichte in Bühnenkostümen“ (provisorischer Titel). Historische Bühnenkostüme aus Kino, Oper und Theater.
15.3. bis 30.9.2014: Ausstellung zur Renovierung des Oratoriums

Während der gesamten Saison: Führungen zum Thema Anne de Bretagne in Loches.

Königsschloss von Amboise: gemeinsamer Aufenthalt mit Charles VIII.
12. + 13. April sowie 25. + 26. Oktober um 15.30 Uhr: Führungen zum Thema „Frauen der Macht: Anne de Bretagne“. 26. + 27. Juli: Feier der Heiligen Anne: 14.30 Uhr thematische Führung; 14 bis 17 Uhr Ausstellung und Kurs in Buchmalerei, Tanz und Anfängerkurs in Tänzen der Renaissance.
27. Juli um 20 Uhr: Konzert mit höfischer Musik des ausgehenden 15. Jahrhunderts.

Schloss von Clos-Lucé Parc Leonardo da Vinci: bemaltes Dekor des Oratoriums von Anne de Bretagne. 26.9.2014 um 20 Uhr 30: Konzert

Königsschloss von Blois: gemeinsamer Aufenthalt mit Louis XII und Sterbeort von Anne am 9. Januar 1514
15.3.: Fest-Noz in der Salle des Etats. 4.4. 2014: Konzert mit dem Ensemble Doulce Mémoire
15. 3 bis 6.4. 2014: Ausstellung „Das Herz einer Königin – die Beisetzungsfeierlichkeiten von Anne de Bretagne“. 5.7. bis 2.11.2014: Ausstellung „Die Gärten von Anne de Bretagne in Gaston d’Orléans“. Den ganzen Sommer über geführte Besichtigungen in der Stadt Blois zum Thema der Gärten von Anne de Bretagne.

Schloss der Herzöge der Bretagne in Nantes: Geburtsstätte am 25. Februar 1477 und Ort der Hochzeit mit Louis XII am 8. Januar 1499.8.4. bis 18.5. 2014: Präsentation des Reliquienschreins von Anne de Bretagne. 4.4. 2014: Konzert von Doulce Mémoire in der Kathedrale von Nantes

Unter den 21 großen Loire-Monumenten, die sich zu einer Vereinigung zusammengeschlossen haben, befinden sich sechs mit engem Bezug zu Anne de Bretagne. Dort finden während des gesamten Jahres 2014 ihr gewidmete Veranstaltungen statt.

Weitere Informationen zum „Réseaux des Châteaux de la Loire“ – die 21 einzigartigen Schlösser der Loire


Das „Réseaux des Châteaux de la Loire“ umfasst die 21 größten historischen Monumente an der Loire von Sully-sur-Loire bis Nantes. Jedes einzelne unter ihnen zählt mehr als 50.000 Besucher im Jahr und garantiert eine hohe Qualität seines touristischen Angebots, seines Empfangs und seines kulturellen Programms. Neben den Institutionen der Region betreibt man ergänzende Verkaufsförderung.

Um die Qualität ihrer Leistungen auf Dauer zu sichern und noch zu erhöhen sowie um die Effizienz ihrer Promotion zu steigern, haben sie sich zu einer gemeinsam Organisation zusammengeschlossen.
Entsprechend der kulturellen Bedeutung der einzelnen Monumente werden zahlreiche innovative Initiativen ergriffen, um dieses Kulturgut einer möglichst breiten Öffentlichkeit zu vermitteln: Suchspiele auf Tablets, taktile Besuchsprogramme für Sehbehinderte, regelmäßige Erneuerung der musealen Inszenierung...

http://schloesser-der-loire.com/


Die Region Loiretal der Schlösser ist geradezu gespickt mit innovativen Projekten in vielen kulturellen Domänen, eine davon ist die moderne Kunst. Wir möchten an dieser Stelle einige der herausragenden Themen und Neuigkeiten der Saison 2014 präsentieren. Unsere Reise beginnt in Orléans und folgt dann der Loire in Richtung Atlantikküste.




Fond Régional d’Art Contemporain (FRAC) in Orléans

Der regionale Fond zeitgenössischer Kunst, Les Turbulences - FRAC Centre, bietet innerhalb seiner modernistischen Architektur nach Plänen der Architekten Dominique Jakob und Brendan MacFarlane den Rahmen für neue künstlerische Experimente.

Die ständige Ausstellung durchquert architektonische und urbane Experimente von den fünfziger Jahren bis in die Gegenwart. In vier Themenbereichen – Nomaden, Blocks, Gitter, Heim – werden die visionären und utopischen Strömungen deutlich, denen die Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgesetzt war.

www.frac-centre.fr/index.php?lang=2


Auf den Spuren des Künstlers Ben – die neue Fondation du Doute in Blois

„Schöpfung heißt Zweifel, Zweifel bedeutet Schöpfung“ schrieb Ben in die Präambel der Fondation du Doute (Stiftung des Zweifels), die neue Stätte des Nachfragens und der Kreation, die der Künstler in Blois einrichtete.

Rund zwanzig Jahre nach der Errichtung der „Mauer der Worte“ in der Ecole des Arts kommt Ben, aktives Mitglied der Künstlerbewegung „FLUXUS“ und Gründer von „Figuration Libre“, mit einem ehrgeizigen Projekt zurück nach Blois. Die Fondation du Doute präsentiert 400 seiner Arbeiten in Erinnerung an seine Galerie im Nizza der sechziger Jahre „Ben doute de tout“. Die Fondation du Doute sieht sich weder als Museum noch als Art-Center. Sie ist einfach ein Ort, in dem der Geist von „FLUXUS“ herrscht.

www.fondationdudoute.fr




Zeitgenössische Kunst auf der Domaine Régional von Chaumont-sur-Loire – Centre d’Arts et de Nature

Als eine Oase der Natur thront die Domaine de Chaumont-sur-Loire auf ihrem Felsrücken 40 Meter hoch über der Loire. Alljährlich öffnen sich hier die Tore zu Schloss und Park, um zwischen April und Ende Oktober das Internationale Gartenfestival auszurichten. Unter dem Leitthema „Kunst und Natur“ bekommen dabei international renommierte Künstler Gelegenheit, ihre Werke im Schloss und den Parkanlagen auszustellen.

Die Domäne wird damit „zum ersten Zentrum für Kunst und Natur, das sich ausschließlich der Beziehung zwischen beiden Universen, dem künstlerischen Schaffen und der modernen Landschaftsgestaltung sowie dem historischen Erbe und der Gegenwart befasst.“

www.domaine-chaumont.fr/de_general_accueil


Übernachten in der königliche Abtei von Fontevraud

Im Juni 2014 eröffnet ein neues Hotel mit Gourmet-Restaurant mitten in der größten europäischen Klosteranlage, der Abbaye de Fontevraud, einige Kilometer von Saumur und Chinon entfernt. 18 Monate dauerten die Arbeiten in diesem als Denkmal geschützten Anwesen von internationalem Renommee. Das Hotel verkörpert die Philosophie des Ortes: eine Abtei im Wandel der Zeit. Moderne Ausstattung und Design dominieren das Ambiente. Innovative digitale Installationen lassen die Geschichte der Abtei wieder erstehen.

Im Vordergrund stehen die sinnliche Erfahrung und die beinahe kindliche Freude am Entdecken. Die Stoffe (meist Leinen) und die verwendeten Materialien (hauptsächlich Holz und Metall) wurden ausgewählt, um einen maximalen Komfort der Gäste zu gewährleisten. Akustik und Beleuchtung waren Gegenstand intensiver Überlegungen. Jedes Detail zählt! Beispiel: Die Neigung des Kopfendes der Betten passt sich perfekt einer sitzenden Person beim Lesen an...

Info unter www.hotel-fontevraud.com


Kultur im Tal der Loire, das ist auch jene des Weinanbaus auf den Höhen der Flussufer. Man feiert sie unter andere mit „Reben, Wein und Touren im Loiretal“

Rendezvous am 6. und 7. September zur 11. Ausgabe von „Vignes, Vin et Randos en Val de Loire“. Auf dem Programm stehen 15 verschiedene Touren, um die Weinregionen an der Loire kennen zu lernen. Innerhalb weniger Jahre hat sich diese Veranstaltung zum Höhepunkt des Weintourismus an der Loire entwickelt. 2013 kamen mehr als 9.000 Besucher, um sich als Familie oder im Freundeskreis mit Winzern und Weinhändlern ein Stelldichein zu geben.

Info auf www.vignesvinsrandos.fr




Am Fluss entlang geht’s nach Nantes: Begegnung mit den Riesen!

Royal de Luxe, die Straßentheater-Truppe, die im Jahr 2009 mit ihren Riesen den 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer feierte, kommt am 6., 7. und 8. Juni zurück nach Nantes. Seit zwei Jahrzehnten verzaubern die Riesen von Royal de Luxe die Bewohner von Nantes und die Menschen in Europa mit ihren Geschichten vor urbaner Kulisse.

Niemand kann sich ihrer Faszination entziehen, wenn sie majestätisch und urgewaltig durch die Straßen schreiten. Geistiger Vater der Riesen ist Lean-Luc Courcoult, der künstlerische Direktor von Royal de Luxe.

Von Kindheit an begeisterte er sich für die Gestalten von Jules Verne, der in Nantes geboren wurde. Diese bevölkern nun als Akteure seine Inszenierungen. Auf Reisen, in Begegnungen oder bei der Lektüre findet er die Inspirationen für seine Kreationen. Um sie herum baut er eine Geschichte. Im Jahr 2014 wird eine neue Gestalt auf der Bildfläche erscheinen!

Informationen: www.nantes-tourisme.com


Am Ende der Reise liegen die urtümlichen und wenig bekannten Ufer der Mündungsbucht. Man spürt die Nähe des Ozeans.

Im Rahmen des Kulturprojektes „Voyage à Nantes“ (Die Reise nach Nantes) geht man in Nantes an Bord eines Schiffes zu einem Ausflug in die Mündungsbucht der Loire mit ihren monumentalen Kunstwerken und reizvollen Landschaften, in denen gigantische Industrie-Gebäude im Kontrast zu geschützten Naturreservaten und Wasserflächen stehen.

An Bord erklärt ein Führer die vorübergehend oder fest installierten Kunstwerke an der Fahrtstrecke. Hier erblickt man ein Haus im Fluss, dort eine Meeres-Schlange, die am Ufer gestrandet ist.

Informationen: www.estuaire.info/fr

Infos zur Region Pays de la Loire: www.enpaysdelaloire.com , zur Region Loiretal der Schlösser www.visaloire.com




70. Jahrestag Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 2014

Im Jahr 2014 werden alle Augen auf die Landungsstrände in der Normandie gerichtet sein. Am 6. Juni jährt sich die Landung der alliierten Truppen an den normannischen Stränden zum 70. Male. Dieser Jahrestag wird in Anwesenheit von zahlreichen Staatsoberhäuptern und vor hunderttausenden Zuschauern vor Ort und den Fernsehern feierlich begangen.

Von März bis September 2014 finden zahlreiche Gedenkzeremonien sowie Ausstellungen, Feuerwerke und Paraden in der Normandie statt. Auch Repräsentanten der verschiedenen Kriegsparteien sowie Veteranen werden erwartet. Bewegende Szenen sind dann zu sehen, wenn sich ehemalige Feinde umarmen und über ihre Erlebnisse sprechen.

Die offiziellen Feierlichkeiten, zu denen ausschließlich geladene Gäste Zutritt haben, finden von 5. bis 7. Juni in Ouistreham statt. Es werden Staatsoberhäupter aus verschiedenen Ländern teilnehmen. Darüber hinaus bieten weitere Veranstaltungen Anlass, an die Vergangenheit zu erinnern und den Frieden mit Menschen aus der ganzen Welt zu feiern. Nachfolgend eine Auswahl:

Unter der Federführung der Organisation Normandie Mémoire werden in 24 Orten entlang der Landungsküste am Abend des 5. Juni 2014 um 23 Uhr Feuerwerke den nächtlichen Himmel erleuchten.
Im Rahmen des „Concert pour la Liberté“ (dt. Konzert für die Freiheit) werden am 5. Juni die Annäherung der Völker und der Frieden gefeiert.

In Sainte-Mère-Eglise, wo man in der Nacht vom 5. zum 6. Juni 1944 Fallschirmspringer auf den Marktplatz regnen sah, werden am 8. Juni Fallschirmspringer verschiedener Nationalitäten abspringen und somit an das Ereignis, welches für Frieden in Europa sorgte, erinnern.

Von April bis September findet in Cherbourg eine Ausstellung zum Thema „Cherbourg…. Und das Meer brachte die Freiheit“ statt. Die Ausstellung macht mit ihren Bildern auf die kolossale Arbeit der amerikanischen Streitkräfte am Tag nach der Befreiung aufmerksam. Mehrere Monate lang ist Cherbourg der größte Hafen der Welt und die unentbehrliche logistische Plattform der Freiheit.

Weitere Info unter www.normandie-tourisme.fr/de und www.the70th-normandy.com (FR/EN).




Die Normandie begrüßt die Weltreiterspiele

Die Normandie ist im Sommer 2014 Austragungsort der siebten Weltreiterspiele, die damit zum ersten Mal in Frankreich stattfinden. Von 23. August bis 7. September 2014 begrüßt die Region Frankreichs größte Sportveranstaltung im Jahr 2014.

Es kommt nicht von ungefähr, dass die Normandie Frankreichs Nummer eins in Bezug auf Pferde ist. Jeder normannische Ort, der was auf sich hält hat eine Pferderennbahn. Darüber hinaus gibt es um die 3.000 Gestüte.

Das Stadtzentrum von Caen wird für die Weltreiterspiele in ein riesiges „Reitstadion” erwandelt. Dressur, Springen, Fahren und Voltigieren sind nur einige der Disziplinen, die in der Hauptstadt der Unteren Normandie ausgetragen werden.

Das Vielseitigkeitsrennen wird im Nationalgestüt Haras du Pin veranstaltet, während die Strecke der Distanzreiter zum berühmten Mont-Saint-Michel führt. Zwei große Events runden die Spiele ab: der Horseball in Saint-Lô und das Poloturnier in Deauville.

Tickets gibt es bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung unter www.fn-travel.de. Eine Hotline ist ebenfalls eingerichtet: 0049 (0)2581/6362626. Weitere Info unter www.normandie2014.com (FR/EN).


Deutsch-Französische Ausstellung „Kathedralen von 1789-1914, ein moderner Mythos“


Vom 12. April bis zum 31. August 2014 wird im Museum der Schönen Künste in Rouen eine einmalige Ausstellung mit dem Namen „Kathedralen von 1789-1914, ein moderner Mythos“ gezeigt. Dabei wird ein bisher nicht ausgestelltes Thema beleuchtet: die Rolle der Kathedrale in der künstlerischen Vorstellung und der nationalen Debatte von Goethe und Hugo bis zum Ersten Weltkrieg und der Bombardierung von Reims.

Im Rahmen dieser Ausstellung werden die zwei Städte Rouen und Köln miteinander verbunden. In beiden Großstädten steht eine weltbekannte Kathedrale und es gibt einige der sehenswertesten Museen Europas.

Das „Musée des Beaux-Arts“ Rouen zeigt diese einzigartige Ausstellung, die mit mehr als 180 Gemälden, Skulpturen, Kunstobjekten, Fotografien, Modellen und Schmuck ein Jahrhundert französisch-deutscher Kunst abdeckt. Mehr als 60 Künstler werden auf 1.200 Quadratmetern ausgestellt, darunter finden sich: Goethe, Friedrich, Hugo, Constable, Turner, Corot, Sisley, Pissarro, Monet, Rodin und Kupka.

Monets bekannte Bilderserie der Kathedrale von Rouen bildet das Herzstück dieser Ausstellung. In den Jahren 1892 und 1893 hielt der Künstler hier mit einer unendlichen Geduld und Leidenschaft Nuancen und verschiedene Lichteffekte zu unterschiedlichen Tageszeiten fest.

In Deutschland wird die Ausstellung vom 26. September 2014 bis zum 18. Januar 2015 im Kölner Wallraf-Richartz-Museum zu sehen sein.

Weitere Info unter www.rouen-musees.com




Savoir-faire in der Normandie

Die Normandie ist eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle – nicht nur für Literaten wie Guy de Maupassant oder Maler wie Claude Monet. Zahlreiche Handwerksbetriebe bieten spannende Besichtigungen an und teilen ihre Leidenschaft mit Besuchern aus aller Welt.

Wussten Sie, dass die Haute Couture genauso typisch für die Normandie ist wie der Calvados und der Camembert? Die Obere Normandie ist seit Jahrhunderten eines der wichtigsten Flachsanbaugebiete Europas und auch heute wird hier aus dieser Faser noch hochwertiges Leinen für die Bekleidungsindustrie hergestellt. Im Juni verwandeln die Felder die normannische Landschaft in ein blassblaues Blütenmeer.

Wer Cherbourg hört, denkt unweigerlich an den Filmtitel „Les Parapluies de Cherbourg“ (Die Regenschirme von Cherbourg) mit der blutjungen Cathérine Deneuve. Hochwertige Regenschirme gibt es bei „Le Véritable Cherbourg“, wo diese seit 1986 sehr erfolgreich hergestellt werden.

Den "Stich von Bayeux" der für den berühmten Wandteppich von Bayeux verwendet wurde, kann man bei Chantal James erlernen. Diese Stichart ist bereits 1.000 Jahre alt. Da das Talent der Kunsthandwerkerin und Expertin Chantal James in Bayeux allgemeine Anerkennung findet, ist sie die Einzige, der es erlaubt ist, Szenen des Wandteppichs zu reproduzieren. Ein Nachmittag genügt bereits, um den Stich von Bayeux zu beherrschen.

Alençon, die frühere „Stadt der Herzöge“ verdankt seine internationale Bekanntheit der Nadelspitze. Das „Museum der Schönen Künste und der Spitze“ zeigt das Savoir-faire rund um die Nadelstickerei „point d’Alençon“, die sich seit 2010 in der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO befindet.

Am 4. März 2014 eröffnet das neue Museum Bohin der einzigen Nadelfabrik Frankreichs die Pforten. Seit 180 Jahren werden in der Fabrik des Gründers Benjamin Bohin in Saint-Sulpice-sur-Risle Nadeln hergestellt. Der Besucher kann sich den Betrieb, in dem zum Teil noch Maschinen und Produktionsvorgänge aus dem 19. Jahrhundert zum Einsatz kommen, in Aktion sehen.

Weiterführende Informationen unter www.normandie-tourisme.fr/de.


Nordfrankreich gedenkt des 1. Weltkriegs - Veranstaltungen im Nord-Pas de Calais 2014

Am französischen Nationalfriedhof Notre-Dame de Lorette entsteht ein besondersausgefallenes und symbolträchtiges Denkmal. Eine überdimensionale Gedenktafel inForm einer Ellipse wird an die 600.000 Gefallenen in der Region während des 1.Weltkriegs erinnern. Die Namen aller Verstorbenen werden alphabetisch - unabhängig

von Nationalität und Dienstgrad – in die Mauern eingraviert. Architekt Philippe Prostschafft damit eines der größten Kriegsdenkmäler der Welt. Bauherr ist die Region Nord-Pas de Calais, die das Projekt mit 8 Millionen Euro unterstützt. Die offizielle Einweihungerfolgt pünktlich zum Jahrestag des Waffenstillstands von 1918, am 11. November 2014.

Der erste Grundstein wurde bereits gelegt. Die Gedenkstätte ist auf einer 2,2 Hektargroßen Fläche neben der Kirche Notre-Dame de Lorette und dem Soldatenfriedhof,wenige Kilometer südlich von Lens, geplant.


Sonderausstellung im Louvre-Lens: Kriegsdesaster

Auch der Louvre-Lens widmet sich anlässlich des 100. Jahrestags dem Thema Krieg. DieSonderausstellung „Kriegsdesaster“ präsentiert einen reichen Fundus von derbeginnenden Entglorifizierung des Krieges Anfang des 19. Jahrhunderts bis in unsereheutige Zeit.

Was in vergangenen Tagen noch ein zentraler Wert der Gesellschaft war, wurde zunehmend von Künstlern in allen seinen schrecklichen Facetten rezipiert,einschließlich der furchtbaren Konsequenzen des Krieges für Mensch und Tier, Landschaft und Städte. Auf diese Art und Weise führte jeder Krieg auch zu neuen künstlerischen Ausdrucksformen und Techniken.

Die interdisziplinäre Ausstellung zeigt die wichtigsten Meilensteine dieser noch relativ unbekannten Strömung in der Kunst mit denverschiedensten Exponaten: Gemälde, Skulpturen, Grafik, Fotografie, Film, Video, Installation, Comic Art, Druck und mehr. Die Sonderausstellung findet vom 28. Mai bis 6.Oktober 2014 in der „Galerie du temps“ des Louvre-Lens statt.

www.louvrelens.fr


„Archäologie des Krieges“ in Arras

Eine Ausstellung über archäologische Funde aus dem 1. Weltkrieg veranstaltet die Stadt Arras. Die Eröffnung findet am 17. Dezember 2014 statt - genau einhundert Jahre nach der ersten Schlacht im Artois. Ziel der Ausstellung ist es, zu zeigen, wie sehr auch heute noch archäologische Ausgrabungen die geschichtliche Forschung und Aufarbeitung des 1. Weltkriegs bereichern und vorantreiben. Nicht selten führen neue Funde dazu, dass die Geschichte neu geschrieben werden muss.

Andere Funde geben neue Details aus dem Leben an der Front und das alltägliche Schicksal der Soldaten preis. Ein Schwerpunkt der Ausstellung beleuchtet daher die alltäglichen Bestattungsriten und die Religionsausübung der Soldaten in ihrer Zeit an der Front sowie ihre Ernährung und das Zusammenleben im
Schützengraben. Sogar die Anfertigung von Kunstgegenständen belegen die Funde der jüngsten Ausgrabungsstätten an der ehemaligen Westfront. Die Ausstellung ist bis zum Sommer 2015 im Casino von Arras zu sehen.

www.wegedererinnerung-nordfrankreich.com


Eine Kathedrale der Kunst : Die neue FRAC (Fonds Régional d’Art Contemporain) in Dünkirchen eröffnet

Das neue Museum für zeitgenössische Kunst befindet sich im ehemaligen AP2, einer Werkhalle für die Vorfabrikation der Schiffswerft von Dünkirchen, die 1945 erbaut wurde. Im Volksmund als Kathedrale bezeichnet, ist es ein Ort, der viele Geschichten auf Lager hat. Der « Fonds Régional d’Art Contemporain » ist eine Lokomotive für die Entstehung zeitgenössischer Kunst in der Region und eröffnete am 16./17. November 2013.

Die erste Ausstellung « Le futur commence ici » (die Zukunft beginnt hier) ist bis zum 27. April 2014 zu sehen und zeigt emblematische Werke bekannter wie aufstrebender Künstler. Die Ausstellung ist zugleich Möglichkeit, den Besuchern die neuen Räumlichkeiten in vollem Umfang zu zeigen. Die Werke, die Künstler teils speziell für diese Ausstellung geschaffen haben, sind Innen wie Außen angebracht.

www.fracnpdc.fr


Villeneuve d’Ascq bei Lille, LAM (Lille Métropole Musée d’Art Moderne, d’Art contemporain et d’Art Brut

Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst sowie Art Brut, kurz LAM, zeigt der Öffentlichkeit unter anderem die Schenkung moderner Kunst von Geneviève und Jean Masurel: Hauptwerke von Pablo Picasso, Joan Miro, Georges Braque, Henri Laurens, Fernand Leger oder Amedeo Modigliani. Neu wird die Sammlung zeitgenössischer Kunst sein mit Werken u.a. von Mc Collon, Boltanski oder Messager. Ebenso neu ist die größte Sammlung von Art Brut („Outsider Art“) in Frankreich mit rund 4.500 Werken – eine Schenkung der Vereinigung L’Aracine. Somit ist es das einzige Museum, das alle drei Stilrichtungen in einem Komplex veranschaulicht.

www.musee-lam.fr


Dunkerque, LAAC Lieu d’Art et d’Action Contemporaine – prickelnd und fulminant wie die Pop-Jahre

Das beindruckende Gebäude erstrahlt in weißer Keramik. Es beherbergt eine Sammlung an Werken der 50er bis 80er Jahre: Warhol, Niki de Saint-Phalle, César, Arman, Appel. Der Skulpturenpark ums Museum ist ein weiterer Anziehungspunkt, der frei zugänglich ist.

www.ville-dunkerque.fr


Der Grossraum Lille – eine pulsierende Kulturmetropole

Lille als Stadt der Kunst mit seiner flämischen Architektur, mit der Alten Börse und der Zitadelle sollte man sich nicht entgehen lassen. In keiner anderen Stadt trifft man auf eine lebendigere und weltoffenere Atmosphäre als in Lille. Diese Stadt stand einst unter spanischem Einfluss. Nach zwei Jahrzehnten Niedergang zog neues Leben in den Norden ein. In Lille – der europäischen Kulturhauptstadt 2004 – erobern Künstler und Designer leer stehende Textilfabriken, die sogenannten „Maisons Folies“.

In der frisch herausgeputzten Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen eröffnen täglich neue Kneipen, Bars und Restaurants. Im alten Arbeiterviertel Wazemmes träumen und feiern die Poeten, Weltverbesserer, Arbeiter und Studenten. Am Sonntag ist der große Markt nicht zu versäumen! Bei der Patisserie Meert gibt es die leckersten Waffeln und Schokoladen des Nordens, die sich Charles de Gaulle aus seiner Heimatstadt Lille bis in den Elysée-Palast nachschicken ließ.

Lille ist eine Stadt, die etwas ausstrahlt und aufsteigt. Nicht nur, weil hier 1785 einer der ersten Heißluftballons startete, nicht nur, weil Degeyter hier die Melodie der „Internationalen“ schrieb, die um die ganze Welt ging, und nicht nur, weil hier ein Denkmal für Brieftauben steht, sondern auch, weil diese Millionenmetropole (1,1 Millionen Einwohner in 87 Gemeinden) direkt mit London, Paris, Köln und Amsterdam verbunden ist. Es ist eine Stadt, die vielversprechende europäische Zukunftsaussichten hat.

www.lilletourism.com


Art de vivre à la Sch’tis

Spätestens nach dem Film „Willkommen bei den Sch’tis“ ist es bekannt – die Herzlichkeit, mit der die Sch’tis Menschen empfangen, kennt keine Grenzen. Der „Bistoul“, Kaffee mit Genever, mit dem der Briefträger regelmäßig empfangen wird, gehört zur Tradition. Nach dem Motto „ist er zu stark, bist Du zu schwach“, sollte man ihn jedoch mit Maß konsumieren. Käsespezialitäten wie der Maroilles, das Coeur d’Arras, Mimolette aus Lille oder die Boulette de Cambrai und viele andere, lassen Käseliebhabern das Herz höher
schlagen.

Aber auch die „Moules Frites“ (Muscheln und Pommes), die Carbonade oder der Potjievleesch bereichern die regionale Gastronomie und sind Ausdruck der Lebensart. Eines steht fest, herzlicher empfangen als hier wird man kaum auf der Welt und wer das Nord – Pas de Calais noch nicht kennt, den beeindruckt nur schon die Herzlichkeit der Gastgeber.

Roubaix ist durch das industrielle Leben und den Wohlstand im 19. Jh. geprägt. Aus der Zeit der im 19. Jh. errichteten Textilindustrie hat Roubaix sein einzigartiges und außergewöhnliches bauhistorisches Erbe bewahrt: Industriegebäude mit Zinnen,

Türmchen, Bergfrieden, die Häuser der Handwerksmeister in neoklassischer und barocker Ausschmückung und die heute wieder hergerichteten typischen Innenhöfe der Region.

www.roubaixtourisme.com


Junge Modedesigner in einem alten Textilzentrum

Für echte „Fashion-Victims“ gibt es in Roubaix ein Modeviertel, in dem junge Designer ihre Kreativität ausleben und das Stadtleben mit neuen Impulsen bereichern. Egal, ob avantgardistisch, schick, poppig oder ausgeflippt – hier findet sich für jeden Geschmack etwas. Von Möbeln über Kleidung, Hüten, Schmuck bis hin zu Accessoires in allen Formen und Farben. Also auf nach Roubaix in die Gegend um das Musée de la Piscine.

www.maisonsdemode.com


Das Louvre Lens Museum: 1 Jahre alt !

4. Dezember 2013: das Louvre-Lens Museum ist ein Jahr alt geworden, hat mehr als 900.000 Besucher aufgenommen (Vorhersagen um 700.000) und mehr als 400 Arbeitsplätze geschaffen! Das hat zweifellos der ehemals florierenden Industrieregion neue Impulse verliehen. Vor kurzem wurden SANAA und die Region Nord-Pas de Calais (Bauherr) mit dem „Equerre d’Argent“–Architekturpreis ausgezeichnet: ein schönes
Geburtstagsgeschenk!

Mitten im einstigen Kohleabbaugebiet, das die UNESCO im Sommer 2012 zum Weltkulturerbe ernannt hat, entstand das Museum. Die fünf modernen, sanft in den umliegenden Naturpark integrierten Gebäude aus der Feder des japanischen Architekturbüros SANAA wurden mit dem Nachhaltigkeits-Label Haute Qualité
Environnemental (HQE) gekürt.

www.louvrelens.fr


Abrocken im Kohlebecken

Anderthalb Jahre ist es her, dass die UNESCO das ehemalige Kohlebecken zum Weltkulturerbe ernannt hat. Seitdem ist die Gegend sehr aktiv, was die Positionierung auf der touristischen Landkarte angeht. Ein gutes Beispiel für dieses Engagement ist das neu eröffnete Konzertgelände 9-9 bis in Oignies, 20 Autominuten von Lille entfernt.

Auf der ehemaligen Zeche kann jetzt Party gemacht werden! Das frühere triste Kohleabbaugebiet hat sich zu einer angesagten Eventlocation gemausert. Auf dem großzügigen Gelände finden seit kurzem Konzerte, Theateraufführungen und kulturelle Veranstaltungen statt, die das lokale Kulturgut über die Musik fördern wollen. Besonderes Flair verströmen die z.T. unter Denkmalschutz stehenden und architektonisch interessanten Gebäude wie die ehemalige Maschinenhalle. Neuester Clou ist die im Juni eröffnete Einrichtung
Métaphone, die zum einen eine Konzerthalle und zum anderen ein urbanes musikalisches Instrument darstellt, dessen Wände in Zusammenarbeit mit dem Lichtspiel Klänge erzeugen und verbreiten.

Veranstaltungskalender unter: http://9-9bis.com


Herausragende Veranstaltungen 2014

Am Ostermontag 2014: Karneval in Cassel: Reuze Papa und Reuze Mama, in der Region berühmte Riesen, treten alljährlich am Ostermontag in Erscheinung und schlendern zur größten Freude der kleinen und großen Besucher fröhlich lärmend durch die Straßen.

Kontakt: www.ot-cassel.fr


13. April 2014: Radrennen Paris-Roubaix: Das mythische Fahrradrennen Paris-Roubaix, das für seine Pflastersteinabschnitte bekannt ist und auch als „Hölle des Nordens“ bezeichnet wird, gilt als eines der Wahrzeichen der Welt des Fahrradsportes.

Kontakt : www.roubaixtourisme.com


12. -21. April 2014: Internationales Treffen des Drachensteigens in Berck-sur-Mer: Sie dürfen sich dieses Treffen keinesfalls entgehen lassen. Es zählt zu den wichtigsten Terminen dieser seltsamen „fliegenden Vögel“, die miteinander geradezu feenartig herumtollen. Sobald der Wind weht, gesellen sich die Wettkampfteilnehmer zu den Zuschauern, die Kinder helfen beim Manövrieren, die Teddybären prüfen vor ihrem Abflug unter den wachsamen Blicken derer, die sich bereits in luftigen Höhen befinden, ihre Fallschirme.

Kontakt : www.opale-sud.com


Mitte Mai 2014: Les Zart’s Up – Europäisches Strassenfestival in Béthune Hier animieren Strassenkünstler die ganze Stadt.

www.culturecommune.fr/zartsup 


15. Juni 2014: Trödelmarkt in Maroilles: Am dritten Sonntag im Juni findet in den Straßen von Maroilles ein Trödelmarkt mit mehr als 500 Verkaufsständen und mehreren tausenden Besuchern statt.

4. – 6. Juli 2014: Main Square Festival in Arras: Main Square Festival heißt die Veranstaltung in der Zitadelle von Arras, wo internationale Rockgrößen wie Prince, Gossip, Rammstein, Jamiroquai, Pearl Jam, Black Eyed Peas und viele andere schon aufgetreten sind. Es findet jeweils Anfang Juli statt. Arras ist dank seiner Lage im Herzen Europas von Paris, Brüssel oder London fast gleichzeitig zu erreichen. Die großen Stars treten auf der „Grande Scène“ auf, die Talente findet man im „Green Room“. Das Main Square ist ein wahrer Geheimtipp und bietet für jeden etwas.
 
www.mainsquarefestival.fr


6. – 8. Juli 2014: Riesen-Fest in Douai. Jährlich im Juli findet das große Volksfest „Fête du Gayant“ statt. Die Protagonisten sind dabei Riesen. Man stellt sie aus Korbgeflecht her und kleidet sie im traditionellen Kostüm.

Danach werden sie bei verschiedenen Umzügen und Prozessionen durch die Stadt getragen. „Gayant“, in pikardischem Dialekt Gigant, ist die Verkörperung von Jehan Gelon, der Ende des 9. Jahrhunderts die Stadt Douai von den Normannen befreite.

Umzüge und Prozessionen mit Riesen sind in Flandern Tradition, denn Innungen und Zünfte wollten damit die Unabhängigkeit von der Kirche unterstreichen und mit den Riesen ihre wirtschaftliche Macht demonstrieren. Der „Gayant“ von Douai ist eine der ältesten Darstellungen aus dem späten Mittelalter. Ab 1720 erscheint er mit Frau und drei Kindern. Die Riesen von Douai wurden 2005, als Teil der Umzüge in Frankreich und Belgien, in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

www.ville-douai.fr


6. – 7. September 2014: der Trödelmarkt „Braderie de Lille“: Jeweils am 1. Septemberwochenende findet in Lille der größte Flohmarkt Europas statt – die „Braderie de Lille“. Laien und professionelle Händler besetzen die Gehsteige auf über 200 Kilometern und ziehen rund 2 Millionen Besucher an. Die Braderie de Lille finden seit dem Mittelalter statt, als die Dienstboten das Recht erhielten, die alten Kleider ihrer Herren zu verkaufen. Die Restaurants servieren zum Anlass Miesmuscheln mit Pommes und lokalem Bier. Die Tradition will es so, dass man die Muschelschalen auf einem Haufen vor dem Restaurant sammelt. Wer dabei den größten Haufen sammelt, ist der Sieger.

www.lilletourism.com


Mitte Dezember 2014: Kunsttrödelmarkt „Braderie de l’Art“ in Roubaix: Wie wäre es, Alltagsgegenstände und Schätze vom Speicher herzugeben, damit sie zu wahren Kunstobjekten werden? Das ist die Herausforderung, der sich Künstler aus aller Welt 24 Stunden lang nonstop stellen.

www.roubaixtourisme.com

www.nordfrankreich-tourismus.com


Aube in der Champagne – eine Region mit prickelnden Überraschungen

Wie auch immer man seine Reise durch das Département Aube angeht, zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto, es wird bestimmt eine erlebnisreiche Zeit und ein Rendezvous mit einer reichen Geschichte.


Außergewöhnliches historisches Erbe: Troyes, die alte Hauptstadt der Champagne

Wer durch die Straßen von Troyes schlendert, fühlt sich in die Atmosphäre mittelalterlicher Märkte versetzt. Die kleinen Plätze mit ihren bunten Fachwerkhäusern zeugen von einem wohlbewahrten historischen Erbe. Dem begegnet man auch in den reich ausgestatteten Museen. Zum touristischen Programm in der Region gehören unbedingt die Fachwerkkirchen und die Abtei der Zisterzienser von Clairvaux.

Natürlich begibt man sich auf die Spuren berühmter Persönlichkeiten wie Hugues de Payns, Begründer des Ordens der Tempelritter, wie der Heilige Bernhard, Gründer der Zisterzienser-Abtei von Clairvaux, wie Camille Claudel in Nogent-sur-Seine... Und ganz bestimmt die des großen impressionistischen Meisters Pierre Auguste Renoir, der im Dorf Essoyes einige der schönsten Jahre seines Lebens verbrachte.


Auf den Spuren von Napoleon 


Im Jahr 2014 jährt sich die französische Kampagne von Napoleon zum zweihundertsten Mal. Da bietet sich ein Besuch in der Stadt Brienne-le-Château an, in deren Militärakademie Napoleon im Alter von zehn Jahren eintrat. Später erinnerte sich der Kaiser mit folgenden Worten an die Stadt, die ihm viel bedeutete: „Für mich ist Brienne meine Heimat. Dort hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, ein Mann zu sein!“


Radtour zu lokalen Künstlern

Eine originelle Idee, mehr oder weniger sportliche Bewegung mit Kunst zu verbinden! Auf stillen Wegen abseits ausgetretener touristischer Strecken radelt man durch das

Universum der lokalen Kunstschaffenden. Caroly Rogers präsentiert die uralte Kunst des Glasmosaiks. Natacha Roche führt Neugierige in die Techniken der Schmuckherstellung ein. Nach dem Besuch bei Iztok Sostarec weiß man fast alles über Origami.

Ab 228 € pro Person im Doppelzimmer , 2 Übernachtungen in der Auberge de Nicey***, 2 Frühstücke, Feinschmecker-Abendessen , Besuch eine Künstlerateliers mit Anfängerkurs , Besichtigung einer Champagner-Kellerei


Informationen zu den beteiligten Künstlern und ihren Ateliers

Carolyne Rogers: Zwei Dinge faszinieren den Besucher im Atelier von Carolyne Rogers auf Anhieb: die Orgie von Farben und die Zerbrechlichkeit des Glases bei ihren Arbeiten. Hier lernt man von den uralten Techniken bis zum modernen Fusing die Herstellung von Glasskulpturen oder die Restaurierung von Mosaikfenstern kennen. Bei einem einstündigen Kursus stellt man sein eigenes Schmuckstück her.

Natacha Roche: In der Werkstatt von Natacha Roche entstehen dekorative Objekte, Schmuck und Gebrauchsgegenstände aus Fayence und Porzellan. Dabei kommen die unterschiedlichsten Techniken zur Anwendung. Die Künstlerin ist auf beständiger Suche nach neuen Formen, Dekoren und Techniken. Ihr Atelier gleicht eher einem Labor denn einer Künstlerwerkstatt. Einstündiger Kurs mit der Künstlerin im Drehen einer Schale. Vorführung verschiedener Techniken und Besichtigung der Kollektionen.

Iztok Sostarec: Ursprünglich hatten es Iztok Textilstoffe angetan. Doch nach und nach integrierte er in sein Schaffen Materialien wie Papier, Plastik und Metall sowie Techniken wie die Malerei. Insgesamt bleibt Papier sein bevorzugtes Ausgangsmaterial bei seinen neueren Arbeiten. Der Besuch umfasst die Besichtigung des Ateliers mit Präsentation der
Arbeitsgänge und Techniken. Einstündiger Kurs mit Iztok in der Herstellung eines Papierobjekts in Origami-Technik.

Mehr unter www.aube-champagne.com/de/ . Kontakt Hotel: Laurence Féry Auberge de Nicey , 24 Rue Carnot , 10100 Romilly Sur Seine , contact@denicey.com , Tel. : + 33(0)3 25 24 10 07 , www.denicey.com


Das « Nationalheiligtum »: Colombey-les-deux-Eglises

Eigentlich kann es in einem Land, in dem Religion und Staat strikt getrennt sind, kein Nationalheiligtum geben. Aber wenn es um die größte historische Persönlichkeit Frankreichs im 20. Jahrhundert geht, dann kann man wohl getrost eine Ausnahme machen. So „pilgern“ denn jahrein, jahraus Politiker, Bürger und Touristen zu Tausenden in die Haute Marne, um dort Charles de Gaulle, dem Gründer der 5. Republik und deren erster Staatspräsident, ihre Reverenz zu erweisen.

Weithin sichtbar überragt das „Kreuz von Lothringen“ die Landschaft bei Colombey-les-deux-Eglises. Zu seinen Füßen befindet sich ein eindrucksvolles Museum, das dem berühmtesten Bewohner der Gemeinde gewidmet ist. Das Mémorial Charles de Gaulle zeichnet auf 1.600 Quadratmetern Fläche die Geschichte des 20. Jahrhunderts an Hand des Lebens von de Gaulle und seiner Familie nach. Mit modernster interaktiver Museums- und Ausstellungs-Konzeption spricht die Gedenkstätte die ganze Familie an. Anlässlich des 70. Jahrestages der alliierten Landung in Frankreich findet vom 18. Juni 2014 die zweite Saison der Licht- und Ton-Show „De Gaulle en Grand“ (de Gaulle in seiner ganzen Größe) mit einer Spezialausgabe statt.

www.memorial-charlesdegaulle.fr



Das Programm „Rückkehr ins 20. Jahrhundert“ in Colombey-les-deux Eglises führt auf den „Parcours Charles de Gaulle“. Außerdem gibt es eine Champagner-Verkostung. Zwei Tage / 1 Übernachtung mit Halbpension im Hotel „La Grange du Relais“** in geräumigen und komfortablen Zimmern mit gediegener Innenausstattung. Preis: 83 € pro Person im DZ.

www.tourisme-hautemarne.com


Zu Gast in der Stadt der Krönungen – Reims

Die Krönung einer Reise in die Champagne könnten die großen Monumente in der Kapitale Reims, der „Stadt der Krönungen“, sein. Als charmanter Ausgangspunkt bietet sich dabei das Grand Hôtel Continental an.

Programm: Nur wenige Schritte vom Hotel entfernt liegt das Haus der mythischen Champagner-Marke Mumm. Hier erlebt man, wie Schritt für Schritt der Champagner entsteht. Und danach, wie man ihn nach allen Regeln der Kunst genießt!

Es folgt ein Besuch der nahegelegenen Kathedrale, deren 800. Geburtstag im Jahr 2011 gefeiert wurde. Sie ist Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Eine wundervolle Ton-/Bildschau auf der Fassade der imposanten Kirche nach Einbruch der Dunkelheit zeichnet deren Geschichte mit zahlreichen Krönungen von Kaisern und Königen nach.

Grand Hôtel Continental*** Das Hotel befindet sich in idealer Lage an einem Fußgängerplatz im Stadtzentrum. Dasehemalige Stadt-Palais und sein Restaurant „Au Conti“ garantieren einen stilvollen und komfortablen Aufenthalt. Das Haus verfügt über 61 mit viel Geschmack individuell gestaltete Zimmer und Suiten. Man genießt den Blick auf das entrum von Reims und die Qualität des hoteleigenen Restaurants. Preise 2014: ab 110 € pro Person . Im Preis enthalten: Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück , Besuch und Kostprobe in der Niederlassung von G.H. Mumm , Besuch der Kathedrale.

www.tourisme-en-champagne.com


Willkommen der Burgherr! Willkommen die Burgdame!


Es beginnt eine Zeitreise ins Mittelalter, und zwar zur Festung der Fürsten von Sedan. Hoch oben auf seinem Felsen über einer Schleife der Meuse thront das uneinnehmbare Schloss seit Ewigkeiten über der Stadt. Erbaut wurde es im 15. Jahrhundert von Evrard de la Marck. Immer hatte es eine doppelte Funktion: machtvolle Festung und luxuriöse fürstliche Residenz zugleich. Als „Zeuge“ der letzten drei kriegerischen Konflikte in Frankreich bildet es einen wichtigen Bestandteil der französischen Geschichte.

Angebot: Aufenthalt als „Prinz“ im Hôtel Le Château Fort*** .Die Übernachtung in der großen Festungsanlage erweckt mit Sicherheit Reminiszenzen an die Epoche der Fürsten. Wenn sich dann der Morgendunst hebt, startet man nach einem kräftigen Frühstück zu einer Entdeckungstour durch die Burg. Dieser reizvolle Aufenthalt umfasst die Übernachtung mit Frühstück im Hotel***, Kurtaxe, Diner im Restaurant „La Tour d’Auvergne“ (Dreigangmenü ohne Getränke) und die Besichtigung des Schlosses. Preise 2014: ab 192 € pro Person im traditionellen Doppelzimmer


Mittelalter-Festival in Sedan

Am 17. und 18. Mai 2014 werden sich Zehntausende Besucher vor den Toren der größten Festungsanlage Europas versammeln. Inzwischen findet das Festival zum 19. Mal statt, auch diesmal wieder mit vielen Neuheiten!

Ein Wochenende lang bestaunt man Falknerei, Musiker, Straßenspektakel oder Theater. Kinder finden Spielplätze und die ganze Familie amüsiert sich beim Bogenschießen, bei Schlossbesichtigungen im Fackelschein, mittelalterlichen Trauungen, auf einem Bauernhof oder in einem Umzug. Eine temperamentvolle Reise in die Fürsten-Epoche von Sedan.


Sedan - „Ville d’Art et d’Histoire“ - bittet zu einer Reise durch die Geschichte!

Die Stadt mit ihrem einzigartigen Schicksal hat die Narben aus ihrer Geschichte sozusagen in Stein graviert. Befestigt, erweitert, verschönert, beschädigt, wieder aufgebaut, modernisiert... Niemals hat Sedan aufgegeben und präsentiert sich so stolz als das „Genf des Nordens“.

Unabhängiges Fürstentum, Grenzstadt des französischen Königsreiches oder reiche Tuchhändler-Kapitale - bis ins 21. Jahrhundert hat sich Sedan seine unverkennbare Identität bewahrt. Die erschließt sich auf beeindruckende Weise beim Rundgang durch die Straßen mit ihren wundervollen Fassaden und Manufakturen aus dem gelben Stein der Region. Führungen in der Hochsaison, ganzjährig für Gruppen


Sedan – Ort des Gedenkens

Seit alter Zeit waren die Ardennen eine Region von Kriegszügen und Invasionen. Das hat in Geschichten und Geschichte tiefe Spuren hinterlassen. „Beim Besuch von Stätten, die von Blut getränkt sind, begibt sich der Pilger von heute auf den Weg einer friedlichen Zukunft zwischen Deutschen und Franzosen. Ein Weg heraus aus Schrecken und Wahnsinn.“ (Frédérick Tristan; Circuits de la Mémoire, 2009).

Informationen und Reservierungen: Office de Tourisme du Pays Sedanais, contact@tourisme-sedan.fr . Mehr zur Region Champagne-Ardenne www.tourisme-champagne-ardenne.com


Das Jahr der elsässischen Burgen – Eintauchen in die Geschichte

Nirgendwo in Europa finden sich so viele mittelalterliche Burgen wie im Elsass. Sie zeugen von einer bewegten Vergangenheit. Mehr als 400 Burgen oder deren Reste liegen verstreut in der Region, wie etwa die Hohlansbourg, Burg Fleckenstein oder Burg Lichtenberg. Und natürlich die bekannteste von allen: Haut Koenigsbourg!


Haut Koenigsbourg – der Star unter den Burgen!

In 800 Metern Höhe auf einem Felssporn gelegen, eröffnet sich von hier ein einmaliges Panorama über die elsässische Tiefebene, die Ballons der Vogesen, den Schwarzwald und, bei klarem Wetter, die Alpen. Wer durch den hohen Torbogen die Haut Koenigsbourg betritt, taucht unmittelbar ins Mittelalter ein. Vom unteren Hof mit seiner Herberge, der Schmiede und einer Mühle führen Wendeltreppen zu den möblierten Apartments des Schlossherren. Alte und junge Besucher lassen sich von der geschichtsträchtigen Architektur und der Ausstattung in längst vergangene Zeiten versetzen.

Weitere Info unter www.haut-koenigsbourg.fr/de


Burg Fleckenstein – die Spielerische 


Der beeindruckende Bau der Burg Fleckenstein erstreckt sich über hundert Meter Länge auf einem Felsrücken in 338 Metern Höhe. Von den Ruinen der Anlage aus fällt der Blick auf das reizvolle Tal der Sauer. Die im 12. Jahrhundert erbaute uneinnehmbare Zitadelle liegt im heutigen regionalen Naturpark der Nordvogesen.

Die Burg der Herausforderungen - Unter dieser Bezeichnung findet der Besuch von Burg Fleckenstein auf vergnügliche Weise statt! Geschichte zu begreifen wird zum fröhlichen Kinderspiel, dank eines Parcours, den jeder in seinem Rhythmus absolviert. Es geht zum P’tit Fleck, durch den Wald und ins Innere der Burg. Groß und klein fühlen sich ins 12. Jahrhundert versetzt, wo im finsteren Wald Raubritter und Hexen auf Unachtsame lauern.

Informationen: www.fleckenstein.fr


Das Elsass verfügt über ein reiches Angebot an originellen Freizeit- und Themenparks. Hier einige Beispiele:

Ecomusée d’Alsace – Das größte Freilichtmuseum Frankreichs

Viel mehr als nur ein bloßes Museum, ist das Ecomusée d’Alsace ein regelrechtes Museumsdorf. Auf mehr als 20 Hektar finden sich 70 verschiedene Original-Bauwerke. Manche zeigen das typische Fachwerk der Region, andere repräsentieren eine Epoche, eine bestimmte Gegend oder eine Konstruktionstechnik. Rund um diese Häuser liegen Gemeinschaftseinrichtungen wie Dorfplatz, Waschhaus, Schule... Ergänzt wird das Ensemble durch Ackerland und bewirtschafteten Forst... Wohnhäuser, Scheunen, Ateliers von Kunsthandwerkern in voller Funktion zeugen auf anschauliche Weise vom ländlichen Leben im Elsass während des 19. und 20. Jahrhunderts. Dieser wundervolle Ort verändert sich im Rhythmus der Jahreszeiten.

Begeben Sie sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und besuchen das Museum: www.ecomusee-alsace.fr


Raubvogel-Warte von Kintzheim

Die mächtige mittelalterliche Burg von Kintzheim bietet den Rahmen für ein unvergessliches Erlebnis: Gross und Klein können hier die größten Raubvögel der Welt in freiem Flug bestaunen. Bussarde, schwarze Milane, Geier und sogar der legendäre Anden-Kondor fliegen nur wenige Handbreit am Publikum vorbei. Nervenkitzel garantiert!

Für Informationen: www.voleriedeaigles.com



Eröffnung des „Park des kleinen Prinzen“ in Ungersheim

Spektakulär am Fuße der Ballons der Vogesen, in Ungersheim, rund 20 Kilometer von Mulhouse und Colmar entfernt, gelegen, wird demnächst der „Park des kleinen Prinzen“ eröffnet. Genau hier schlug am 7. November 1492 der erste konservierte und erforschte Meteorit der Geschichte ein, der sogenannte Meteorit von Ensisheim.

Das Projekt gibt sich gleichermaßen poetisch, unterhaltsam und lehrreich. Im „Parc du Petit Prince“ präsentieren sich zwei Universen und drei Dimensionen, denen man sich mit dreißig verschiedenen „Experimenten“ inhaltlich nähert.

Weltraum - Die Abenteuer des „kleinen Prinzen“, ein 3D-Film, in dem die Märchenfigur aus der Feder von Saint-Exupéry von Planet zu Planet reist; astronomische Fragen und ein Quiz für Groß und Klein vervollständigen den Bereich.

Luftfahrt - Les Ailes du Courage erzählt die Saga der Luftpost zu Zeiten von Guillaumet in den Anden; Vol de Nuit begleitet Piloten auf ihren spannenden Flügen unter Blindflug-Bedingungen; bei Courrier Sud haben die jüngsten Piloten die Aufgabe, die Post zum richtigen Kontinent zu transportieren

Wasser in allen seinen Formen – Der Morgentau der Wüste erfrischt Groß und Klein, das Labyrinth der Fontaine, das die famosen 53 Minuten des „kleinen Prinzen“ rechtfertigte oder die Reise unter dem Meer, wo man mit einem Meeres-Skooter die Fauna der Tiefen des Mittelmeeres kennen lernt.

Tiere und Pflanzen – Die erste Schmetterlingsfarm mit einer für Publikum zugänglichen Zucht heimischer Schmetterlinge. Zeichne mir ein Schaf und der Rosengarten sind weitere Stationen. Ein originelles Spektakel bieten Tanz mit den Schafen und Begegnung mit den Füchsen, wo Haarkugeln mit langen Ohren oder Wollknäuel als Akteure fungieren. In den Lüften – Die Besucher sind eingeladen, an Bord der drei „Planeten-Ballons“ zu den anderen Planeten des „kleinen Prinzen“ zu reisen:

Planet des Königs und des Lampenanzünders – Nach dem Prinzip „leichter als Luft“ geht es 150 Meter in die Höhe. Dort bietet sich ein phantastisches Panorama über eine der schönsten Landschaften Europas: im Westen die Vogesen, im Osten der Schwarzwald, Richtung Norden und Süden die elsässische Ebene. Ganz in der Nähe liegen das berühmte Ecomusée und die alte Kali-Mine des Carreau Rodolphe sowie nur wenig weiter Deutschland und die Schweiz.

Planet des Zechers – Dieser Planet der etwas anderen Art verbindet Gastlichkeit bei einem Glas in der Hand mit dem seltsamen Gefühl gähnender Leere unter den Füßen in 35 Metern Höhe, garniert mit einem atemberaubendem 3600-Panorama.

Der Park wird im Sommer 2014 eröffnet. Weitere Informationen finden Sie unter: www.parcdupetitprince.com.



Gedenkstätten im Elsass

Seit mehr als zwei Jahrtausenden streiten lateinische und germanische Zivilisationen um die Vorherrschaft im Elsass. Häufig besetzt und annektiert, ist die Region geradezu ein Symbol für die Konflikte, die Europa und die Welt erschütterten. Der Erinnerung an diese Zeit und der Mahnung für die Zukunft widmen sich mehrere Orte im Elsass.


Memorial am Hartmannswillerkopf

Die französischen Soldaten des Ersten Weltkrieges tauften ihn den „alten Armand“. Am Hartmannswillerkopf fand eine der heftigsten Schlachten des Krieges in den Vogesen statt. Selbst wenn nur noch ein Viertel der damals vorhandenen Befestigungsanlagen vorhanden ist: dieser Rest ist noch sehr beeindruckend.

Informationen: www.ahwk.fr


Europäisches Zentrum für deportierte Widerständler 


Das „Centre Européen du Résistant Déporté“ ist ein Ort für Information, Reflexion und Begegnungen zum Thema Widerstand. Die 2005 eröffnete Einrichtung thematisiert vor allem das System der Konzentrationslager und den europäischen Widerstand gegen das Nazi-Regime.

www.struthof.fr/de/das-centre-europeen oder www.tourisme-alsace.com.


Mémorial d’Alsace Moselle


Mit einer neuen musealen Inszenierung zeichnet diese 3.000 m2 große Kultureinrichtung die Geschichte der Region und ihrer Einwohner von 1870 bis heute nach. Das Hauptgewicht liegt dabei auf der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der Annexion an das Dritte Reich.

www.memorial-alsace-moselle.com


Le Linge

Zu den blutigsten Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges gehörte „Le Linge“. Auf den Höhen eines Felsrückens gelegen, findet sich eine Gedenkstätte für die vielen tausend Soldaten, die hier auf französischer und deutscher Seite ihr Leben ließen.

www.linge1915.com


Zur Information: Anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges finden mehrere Ausstellungen und besondere Besuchsprogramme statt.


Neueröffnung des Hôtel LES HARAS**** in Straßburg

Hotel für gehobene Ansprüche im Herzen von Straßburg. Das neue Schmuckstück unter den Hotels von Straßburg befindet sich in wunderschöner Lage direkt am historischen Stadtviertel „La Petite France“.

Dieses imposante aber gleichzeitig dezente Gebäude, das im 18. Jahrhundert entlang der mittelalterlichen Befestigungsanlagen der Stadt errichtet wurde, beherbergte einst das Nationalgestüt. Seit 1922 steht es unter Denkmalschutz.

Das Anwesen umfasst ein luxuriöses Hotel und eine von Starkoch Marc Haeberlin geleitete Brasserie. Beide zeigen deutlich die Handschrift des international bekannten Designer-Duos Jouin-Manku. Die 55 Zimmer des Hotels nehmen in ihrem Design das Thema „Pferde“ auf. Dabei sorgt die Kombination von Holz und Leder für ein anheimelnd zeitgenössisches Ambiente.

Auf jeden Fall sehenswert sind die monumentale Treppe des Restaurants und der einzigartige Blick auf die Balkenkonstruktion der ersten Etage dieses Restaurants.

www.les-haras-hotel.com/?lang=de.

www.tourismus-elsass.com.



Im Burgund ist „Schlemmen“ keine Sünde!

Bei den Feinschmeckern dieser Welt genießt Burgund einen Ruf wie Donnerhall! Hätten Sie nicht Lust, vor Ort persönlich der Frage nachzugehen, warum das so ist? Ob es an der reichen Tradition der hiesigen Küche liegt. Oder eher an der Vielfalt und der Qualität der regionalen Produkte. Am Savoir-faire der Küchenchefs… Womöglich am Zusammenspiel all dieses?

Für einen genussvollen Imbiss fehlt es im Burgund weder an Gelegenheit noch an überzeugenden Argumenten: Wie etwa jene Gougères blondes („petits choux“ mit Käse), zum Aperitif in einem Bistro gereicht. Oder ein paar kräftige Scheiben Schinken aus dem Morvan als deftiger Appetithappen. Eine Terrine gefüllt mit „Pôchouse“, der famosen Fischsuppe im Tal der Saône. Und zum Nachtisch vielleicht eine Handvoll Himbeeren, am Wegesrand bei einem Bauern in den Hautes-Côtes erstanden…

Nachdem Sie sich durch die Gänge einer Landwirtschaftsausstellung haben treiben lassen oder vorbei an den Ständen eines Bauernmarktes, finden sich zu Ihrer Freude diese Produkte auf den Speisekarten der Gasthäuser und Restaurant am Wegesrand wieder. Also zögern Sie nicht, sich einem Oeuf en Meurette (pochiertes Ei in Rotweinsauce), dem berühmten Bresse-Huhn oder einer Schlackwurst in Chablis hinzugeben. Um danach das Ganze mit einer burgundischen Käseplatte abzuschließen.

Weil man sich ja sonst nichts gönnt, könnte man vielleicht auch „ausnahmsweise“ bei einem der vielen Sterne gekrönten Kochgurus Halt machen, die Burgund zu seinem kulinarischen Renommee verholfen haben. Dort ist ein Fest der Sinne garantiert, von dem Sie noch Ihren Enkeln erzählen werden!


Produkte und Spezialitäten aus Burgund


Reichlich Informatives bieten Besuche in Unternehmen, die mit ihrem Namen für das „Made in Bourgogne“ stehen. Natürlich wird man Ihnen dort intime „Betriebs-Geheimnisse“ nicht ohne weiteres preisgeben. Aber knapp zwei Dutzend Produzenten, die sich in der Vereinigung „Vive la Bourgogne“ zusammen geschlossen haben, lassen Sie mit Freude bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Etwa bei der Herstellung burgundischen Käses in der Käserei Gaugry in Brochon.

Cassis mit allem was dazugehört lernen Sie im Cassissium von Nuits-Saint-Georges kennen. Der Crémant de Bourgogne wartet auf Sie bei Veuve Ambal vor den Toren von Beaune. Sie entdecken die Saga der Maison Mulot & Petitjean in Dijon, wo seit 1796 die Tradition des Gewürzkuchens hochgehalten wird. Oder die der Senf-Produktion Fallot in Beaune, wo man sich seit 1840 der würzigen Seite des Lebens widmet. Seit dem 16. Jahrhundert stellt man in der alten Abtei von Flavigny die berühmten Anis-Bonbons her – und gedenkt, dieses auch in einigen Jahrhunderten noch zu tun.

http://vivelabourgogne.free.fr/


Das „fantastisches Picknick“

Die UNESCO ließ es sich nicht nehmen, die französische Küche als Ganzes in das Kulturerbe der Menschheit aufzunehmen. Dem Ereignis widmet man westlich des Rheins am 26. September 2014 mit der „Fête de la Gastronomie“ eine Art Nationalfeiertag. In Burgund firmiert das Ereignis unter dem Titel „Fantastic Picnic“, zu dem Sie – Sie haben das sicher schon erwartet! – auf das Herzlichste eingeladen sind.

www.burgund-tourismus.com


Die burgundische Weinstraße

Der burgundische Wein ist eine lebende Legende. Seit mehr als 2.000 Jahren vereint er die Fruchtbarkeit der Böden mit dem Fleiß der Menschen und hat sich weltweit ein außerordentliches Renommee erworben. Völlig zu Recht befand der Schriftsteller Jean de la Varende, daß die Grand-Cru-Weine Burgunds zu gleichen Teilen der Legende und der Geschichte entstammten. Ein fantastisches historisches Erbe und legendäre Weine, die Gaumen und Geist gleichermaßen verwöhnen, bieten genug Stoff für eine besondere Reiseroute!

Auf dieser Route lernen Sie Burgund und den Burgunderwein kennen, denn es ist nicht möglich, das eine ohne das andere zu entdecken. Eine Reise durch Burgund ohne die gebührende Aufmerksamkeit für die Weine der Region käme einem Romaufenthalt ohne Besichtigung des Kapitols gleich. Umgekehrt kann es sich kein Weinliebhaber leisten, sich nicht wenigstens einmal in seinem Leben auf eine Wallfahrt zu begeben, die ihn zu den Quellen seiner Gaumenfreuden und zur Wiege der berühmtesten Cru-Weine der Welt führt. Um diese Reise kommt einfach niemand herum!

Für alle Weinfreunde hat die Region Burgund eine Route ersonnen, die dem burgundischen Wein ein Denkmal setzt. Die burgundische Weinstraße („Route des Vins de Bourgogne“) ist eine herausragende Route, die mit Sicherheit zu den schönsten ihrer Art in der Welt zählt. Eine Route, die den Reisenden auf fünf Teilstrecken durch alle Weinanbaugebiete Burgunds zu legendären Lagen und namenlosen Parzellen führt.

Eine Route, die ein jeder völlig frei auf seine Weise – mit dem Auto, auf dem Fahrrad und sogar zu Fuß – entdecken und in Teilabschnitten Schluck für Schluck genießen kann. Eine magische Route, die der Allgemeinheit das Außergewöhnliche nahe bringt. Eine offene Route, die dem Besucher die gesamte Weinwelt der Region Burgund erschließt: ihr kulturelles Erbe und ihre Poesie, ihre Landschaften und ihre Dörfer, ihre Weinkeller und ihre Weinberge. Kurzum, eine Route, die für das Entdecken, Lernen und Träumen geradezu wie geschaffen ist. Lassen Sie sich führen. Aus der Legende wird schnell Wirklichkeit!

www.burgund-tourismus.com, Rubrik „Genießen“


Auf den Spuren der burgundischen Herzöge

Streifen Sie Ihre „Schnabelschuhe“ über und begeben Sie sich auf Zeitreise in die Epoche der burgundischen Herzöge! Nach aufwendigen, mehrjährigen Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten hat das Museum der schönen Künste im Herzogspalast von Dijon im September 2013 aufs Neue die Pforten seiner Mittelalter-Säle geöffnet. Dann finden auch die berühmten „Pleureurs“ (Skulpturen von Trauernden) wieder ihren Platz unter den anderen wertvollen Relikten der Herzogs-Epoche.

Diese Renovierung des Musée des Beaux-Arts könnte ein schöner Anlass sein, sich auf die Spuren der Herzöge und ihrer Zeitgenossen zu begeben. Etwa:zur Chartreuse von Champmol und den mittelalterlichen Monumenten von Dijon, zum Château de Germolles, der einzigen noch erhaltenen ländlichen Residenz der Valois-Herzöge, zu den Burgen der Vasallen und den mittelalterlichen Städten Burgunds von Avallon bis Charolles, zum Hôtel-Dieu von Tonnerre, das von der Tochter eines Kapetinger-Herzogs gegründet wurde, oder zum Hospiz von Beaune, das auf den Kanzler Nicolas Rolin zurückgeht, zum Flamboyant-Triptychon von Ternant. Ohne dabei zu vergessen, sich mit dem Wein aus den ehemaligen herzoglichen Lagen zu stärken!

www.burgund-tourismus.com


Ausgefallene Unterkünfte

Innovative Unterkünfte, originell, ausgefallen und in direktem Kontakt zur Natur. Als besonders ländliche Region verfügt Burgund über ein umfangreiches Angebot an rustikalen Unterkünften auf dem Land (ländliche Ferienhäuser, Gästezimmer, von Familien geführte Hotels). Hier und da wurden originellere und ausgefallenere neue Konzepte für die Unterbringung von Gästen umgesetzt. Von diesen innovativen Unterkünften sollen vier vorgestellt werden, die im direkten Kontakt zur Natur stehen.

„Cabanes lacustres“ des „Château d’Ettevaux“ im Morvan www.cabanes-lacustres.fr; „La Cabane des Prés Verts“ in Côte-d‘Or www.domainedespresverts.fr;  Außergewöhnlich und ökologisch: „la Toue cabanée“ im Südburgund www.toue-cabanee.fr; Les roulottes de la Gare Ancienne in Department Yonne www.roulotte-de-la-gare.com

www.bourgogne-tourisme.com

Wo Luxus-Labels das Savoir-faire finden - Kunsthandwerk in der Franche-Comté


Qualität, Präzision, Kreativität, Luxus – diese Begriffe beschreiben das traditionelle wie moderne Kunsthandwerk in der ostfranzösischen Region. Noch heute werden in zahlreichen Betrieben Uhren, Kristallgläser oder Brillen von Hand gefertigt. Die hochwertige Qualität der Produkte überzeugt auch Luxus-Labels wie Breitling, Hermès, Péquignet, Dior oder Chanel, die Teile und sogar
ganze Stücke für ihre Kollektionen in den comtoiser Manufakturen herstellen lassen.


Präzision und Qualität: Uhrmacherei

In der Franche-Comté werden seit Jahrhunderten Uhren von höchster Qualität gefertigt. Die Ursprünge stammen aus der Schweiz: Ab dem 18. Jh. wurden im Grenzgebiet und in Besançon in schweizerischem Auftrag Uhren hergestellt. Seitdem haben sich die präzisen Uhrwerke in der ganzen Welt verbreitet. Die berühmteste Uhr aus der Region ist sicherlich die Comtoiser Standuhr.

Sie wurde im Jahr 1660 erfunden und zeichnete sich durch eine besonders lange Betriebszeit aus: Während die kleinen Uhren der damaligen Zeit alle 24 Stunden aufgezogen werden mussten, schwangen die Pendel der Comtoiser Standuhr eine ganze Woche lang. Heute stehen Marken wie Pequignet, Yema, Silberstein oder Michel Herbelin für Qualität und Erfolg dieses comtoiser Kunsthandwerks. Entlang der Uhrenstraße, der „Route de l’horlogerie“, kann man an insgesamt 94 Standorten (z.B. Museen oder Handwerksbetrieben) alles rund ums Thema Uhrenhandwerk erfahren.


Die Kristallglasfabrik von Passavant-la-Rochère

In der Franche-Comté produzieren derzeit ca. 2.000 Kunsthandwerksbetriebe mit rund 4.500 Angestellten hochwertige Qualitätsprodukte. In Passavant-la-Rochère, im Nordwesten der Region, befindet sich die älteste noch arbeitende Glashütte Frankreichs.

Dort fertigen Glasbläser schon seit 1475 kunstvolle Gefäße wie Karaffen, Vasen und Schalen in den verschiedensten Formen und Farben – alles inzelstücke, deren Echtheit die Gravur „La Rochère“ bestätigt. Die Erzeugnisse der comtoiser Glashütte werden übrigens in die ganze Welt verkauft und große Marken wie Nina Ricci, Moët et Chandon, Veuve Cliquot, Mumm und Carte d’Or haben sich die Fachkenntnisse der Glasbläser aus Passavant-la-Rochère zunutze gemacht.

www.larochere.com


Morez: Die Hauptstadt der Brille

Auch die Brillenproduktion zählt seit ihrer Entstehung zu den Glanzleistungen der Franche-Comté: Hyacinthe Cazeaux erfand vor über 200 Jahren in Morez die Brille. 1796 hatte der Nagelschmid die Idee, aus einem Metalldraht eine Brille herzustellen.

Heute gibt es in der Gegend um Morez 120 Unternehmen, die Brillen produzieren und somit dazu beitragen, dass die Region eine nationale Führungsposition auf dem Gebiet der Brillenherstellung einnimmt. In den comtoiser Werkstätten werden jedes Jahr übrigens mehr als zehn Millionen Brillen hergestellt – 55 Prozent aller in Frankreich produzierten Brillen.

Natürlich kann man in Morez, der Hauptstadt der Brille, im „Viseum“, dem Museum der Brille, alles über die Geschichte und das Handwerk der Brillenfertigung und die Funktionsweise des menschlichen Auges erfahren. Außerdem gibt es dort seltene und kostbare Brillenmodelle und innovative Designs für die Zukunft zu bestaunen.

www.musee-lunette.fr


Auf Entdeckungstouren durch die Franche-Comté

Egal ob auf dem Land oder auf dem Wasser, zu Fuß, zu Pferd oder auf dem Rad, mit Skiern oder in Booten – die Franche-Comté hält tausende Wege für Entdeckungstouren durch beeindruckende Landschaften bereit. Die große Juradurchquerung (Grande Traversée du Jura = GTJ) und Eurovelo6 (EV6) sind zwei der schönsten Routen in der ostfranzösischen Region und bieten für jeden etwas.


Die große Juraüberquerung (Grande Traversée du Jura = GTJ)

Das Projekt GTJ war ursprünglich die Idee von einigen Tourismus-Profis, die sich 1999 zu einem Netzwerk zusammenschlossen, um einen „autofreien“ Tourismus im Juragebirge zu etablieren. Heute ist die GTJ ein echtes Bindeglied zwischen den Regionen Franche-Comté und Rhône-Alpes geworden und reicht vom Pays de Montbéliard im Departement Doubs bis zum Bugey im Departement Ain.

Sie bietet diverse Routen für (fast) jede sportliche Disziplin und jede Jahreszeit: So kann man auf der GTJ z.B. zu Fuß (400 km), auf Langlaufskiern (175 km), auf dem Rad (360 oder 400 km) oder zu Pferd (500 km) das Jura erkunden – natürlich auch in individuellen Etappen und Streckenlängen.

Dabei kann man die ursprünglichen Landschaften des Juramassivs genießen und in malerischen Dörfern, auf urigen Bauernhöfen oder in traditionellen Handwerksbetrieben Kultur und Menschen der Region kennen lernen und überall ihre direkte Beziehung zur Natur und ihren Reichtümern entdecken: in der Architektur, der Gastronomie, im Kunsthandwerk. Mehr als 150 Gastwirte sind dem Netzwerk angeschlossen und sorgen für das leibliche Wohl auf den Touren.


Die Eurovelo6 (EV6): Eine internationale Fahrradroute

Die EV6 wurde 1994 eingerichtet und zählt seitdem zu den beliebtesten internationalen Fahrradrouten. Sie erstreckt sich über 4.000 km zwischen Atlantik und Schwarzem Meer. Auf der EV6 kann man die drei größten europäischen Flüsse, die Loire, den Rhein und die
Donau per Rad entdecken. Ca. 187 km der EV6 führen durch die Franche-Comté.

Am Flusslauf des Doubs befinden sich in „Fahrradreichweite“ zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Geburtshaus von Pasteur in Dole, die königliche Saline in Arc-en-Senans oder die Höhlen von Oselle. Weitere kulturelle Höhepunkte bieten die Städte Besançon mit ihrer Zitadelle und Montbéliard mit dem Schloss des Herzogs von Württemberg oder Belfort mit seiner Burg und dem berühmten Löwen. Hier fährt man den Rhone-Rhein-Kanal entlang. Auf der offiziellen Webseite der EV6 findet man die gesamte Route und kann sich einen individuellen Reiseplan erstellen.

www.eurovelo6.org.


Die EV6 2014

Vom 30. Mai - 14 Juli 2014 findet die erste Radkreuzfahrt Wien-Nantes statt. Die 2.222 km sind in 45 Etappen unterteilt, täglich werden also ca. 50 km gefahren. Zwischen dem 23. und 27. Juni werden die Radfahrer dann in der Franche-Comté erwartet. Am 26. Juni ist der einzige Ruhetag in Besançon geplant. Die Veranstaltung wird von der französischen Gesellschaft für Radwege und Grüne Wege organisiert (l’Association Française des Véloroutes et Voies Vertes (AFV3).

www.afv3.org


Wanderwege in der Haute-Saône

In der Haute-Saône gibt es insgesamt 2.400 km ausgewiesene Wanderwege. Zu den schönsten gehören die ehemaligen Schlepperpfade der Saône. Ein besonderes Highlight ist die Strecke Rive de Saône (ca. 70 km) zwischen Gray und Port-sur-Saône. Weitere Anregungen gibt es im Wanderführer La Haute-Saône à pied (Die Haute-Saône zu Fuß): z.B. die Ebene Planches des Belles filles auch Touraufenthalt der Tour de France 2014, der Grüne Weg von Vesoul nach Montbozon oder auch die Les voies du sel et du chardon (Die Wege des Salzes und der Distel), um nur ein paar der 40 präsentierten Ausflüge zu nennen.

www.destination70.com


Mit dem Hausboot auf Saône und Doubs unterwegs

Im Hausboot-Urlaub auf den Flüssen Saône und Doubs kann man die Franche-Comté ganz entspannt entdecken. Erholsame Stunden auf dem Wasser verbringen und anlegen, wo immer es einem gefällt – Hausbootfahrer genießen völlige Freiheit und können ganz individuell Ausflüge in der Natur unternehmen oder die Städte und Sehenswürdigkeiten der Region besichtigen.

Man braucht übrigens keinen speziellen Führerschein für die Hausboote: Bei der Übergabe erhält man eine kurze Einweisung in die einfache Steuerung und kann sofort ablegen. Gerade die Saône ist für Anfänger ideal: breites Flussbett, gemächliche Strömung, nur wenige Schleusen.


Internationale Geschichte und kosmopolitische Kultur – auf Städtereise in der Franche-Comté

Die Franche-Comté zeichnet sich nicht nur durch ihre einzigartige Natur aus, sondern hat Städtereisenden auch eindrucksvolle Einblicke in ihre wechselvolle Geschichte und zahlreiche Kulturschätze wie das Schloss in Montbéliard, die Zitadelle von Besançon oder die Königliche Saline in Arc-et-Senans zu bieten.


Montbéliard, die Deutsche

Fachwerkhäuser, bunte Mauern und ein romantisches Traumschloss prägen das Stadtbild von Montbéliard genauso wie die Meisterwerke von Heinrich Schickhardt, dem sogenannten Leonardo da Vinci von Schwaben. Ende des 16. Jh. hat König Friedrich von Württemberg den berühmten Stadtarchitekten beauftragt, den Turm Frederic du Château, das Halles und die lutherische Kirche St. Martin zu bauen.

Wie diese Bauwerke haben in Montbéliard bis heute viele deutsche Traditionen überdauert, wie z.B. der Weihnachtsmarkt, der jedes Jahr im Dezember rund um die Kirche St. Martin für festliche Stimmung sorgt. Nicht nur die (deutsche) Architektur der Renaissance prägt die Stadt, sondern auch die Industrialisierung: Seit 1912 ist Peugeot in Montbéliard ansässig. Die Entwicklung zum internationalen Industriekonzern kann man im Peugeot Abenteuer-Museum auf über 6.000 Quadratmetern erleben.

www.ot-pays-de-montbeliard.fr


Besançon, die Uneinnehmbare

Besançon scheint eine uneinnehmbare Stadt zu sein. Ihr Kern auf dem Mont Saint-Etienne liegt in einer Schleife des Doubs, der als natürlicher Wassergraben die Stadt schützt. Gekrönt wird der Berg von der Zitadelle, die der Militäringenieur Vauban vor über 300 Jahren erbaute. Das beeindruckende Bauwerk, das mit weiteren Befestigungsanlagen, Höfen und Treppen die Stadtstruktur prägt, ist Teil des Weltkulturerbes der Unesco.

Heute sind im Inneren der Zitadelle fünf Museen beheimatet. Der besondere Charme der Stadt beruht auch auf den typischen blauen und ockerfarbenen Fassaden. Doch die Stadt ist nicht nur für ihre beeindruckende Architektur bekannt sondern auch für ihre berühmten Kinder, wie die Brüder Lumière oder die Schriftsteller Victor Hugo und Colette, und ihre traditionsreichen Uhrmachereien.

www.besancon-tourisme.com


Belfort, die Heldenhafte

Das Wahrzeichen der Stadt, der berühmte Bartholdi-Löwe, erinnert an den heldenhaften Widerstand der Stadt Belfort gegen die preußischen Invasionen 1870/71. Kampfgeist und Widerstandskraft prägen die Stadt generell, wie auch der weniger bekannte Umstand beweist, dass die Zitadelle einen großen Keller hat, der im Jahre 1750 während der Herrschaft von Louis XV. erbaut wurde, um mit rund 1.200 Soldaten 48 Tage Belagerung zu überstehen.

www.belfort-tourisme.com


Dole, die ehemalige Hauptstadt


Dole war bis 1678/79 die Hauptstadt der Franche-Comté. Die majestätische Stiftskirche Notre-Dame aus dem 16. Jh., steile Gassen, historische Gebäude aus dem 16. bis 18. Jh. und das Gerberviertel mit seinen Werkstätten direkt am Kanal prägen die Altstadt von Dole. Besonders beeindruckend ist ein Besuch an der sogenannten “Quelle der Leprakranken”. Der berühmteste Sohn der Stadt, Louis Pasteur, wurde 1822 in einem der Gerberhäuser geboren, das heute ein Museum beherbergt.

www.tourisme-paysdedole.fr


Geschichten rund ums Salz

Die Geschichte der Franche-Comté wurde stark von der Förderung des “Weissen Goldes” beeinflusst. Noch heute zeugen die Stadt Salins-les-Bains und die Königliche Saline in Arc-et-vom Einfluss des Salzes. Beide gehören zum Weltkulturerbe der Unesco.

Das einzigartige Arc-et-Senans wurde übrigens von dem berühmten Stadtplaner Claude-Nicolas Ledoux entworfen. Auf einer Wanderung entlang der Salinen können Besucher in die Geschichten rund ums Salz eintauchen. Die Informationen über die einzelnen Etappen des 21 km langen Weges kann man auch unterwegs über QR-Codes herunterladen.

www.salineroyale.com


Der Ursprung der Welt kommt nach Ornans


Mit seinem Aktbild Der Ursprung der Welt hat der französische Maler Gustave Courbet für viel Empörung gesorgt. Von Juni bis August 2014 verlässt das Gemälde das Musée d’Orsay in Paris und wird im Courbet-Museum in Ornans – der Geburtstadt des Künstlers - zu sehen sein.


Luxeuil-Les-Bains: Wiege des Christentums

2015 wird das Jahr des Heiligen Columban, der in der Thermalstadt Luxeuil-Les-Bains 610 eines der ersten Klöster Europas baute. Von hier aus verbreitet der irische Mönch die Lehren des Christentums.


Überall liegt Musik in der Luft – Festivals und Events in der Franche-Comté 2014

Auch 2014 gibt es in der Franche-Comté wieder zahlreiche musikalische Events - von Rock bis Barock, von der Symphonie bis zum Popsong, von großen Festivals bis zu kleinen, intimen Konzerten findet sich fast alles auf dem Programm.


Festival International de Musique du Besançon

Das Festival International de Musique du Besançon ist längst eine Institution: es findet 2014 schon zum 67. Mal statt! Und der bekannte Wettbewerb für junge Dirigenten wird bereits zum 54. Mal im Rahmen des Festivals veranstaltet. Auch dieses Jahr ist die Programmgestaltung gewagt: aus den Partituren von Wagner, Mozart, Bach oder Verdi stehlen sich „allegro“ in die Kompositionen von Grieg, Katchaturian, Vasks oder Beffa.

Die geladenen Solisten und Orchester sorgen für ein vielfältiges, internationales „fortissimo“-Programm, das den gewohnten Rahmen des „crescendo“ sprengt. Die Konzerte finden nicht nur im Theater von Besançon statt, sondern laden auch dazu ein, die Stadt zu erkunden. So wie das Orchester Victor Hugo, das während der Ouvertüre ganz bewusst nicht auf seinem Platz bleibt und sich in den verschiedenen Vierteln der Stadt amüsiert.

In der zweiten Septemberhälfte. www.festival-besancon.com


Les Eurockéennes in Belfort

Les Eurockéennes ist derzeit zweifellos eines der größten französischen Musikfestivals. Für ein Wochenende wird das Gebiet von Belfort zum Mekka der Musik. 70 Gruppen, 4 Bühnen und mehr als 125.000 Besucher machen Les Eurockéennes jeden Sommer zum einem Festival, das offen ist für ALLE.

Hier trifft man die Besucher des ersten Festivals von 1989, aber auch ihre Kinder, Best Ager ebenso wie Jugendliche. Auch on stage zeigt sich ein gelungener Generationen-Mix: Von David Bowie bis Jay-Z, von James Brown bis Daft Punk, von Vanessa Paradis bis Amy Winehouse – sie alle haben hier schon die Bühne gerockt.

www.eurockeennes.fr


Die barocke Welle

Die Musik aus alter Zeit ist wie ein Reisepass für eine fabelhafte Reise in die Landschaften des Juras zwischen der Schweiz und Frankreich. Das Festival de musique du Haut-Jura ist eine einmonatige Veranstaltung mit einem Dutzend Konzerten, die in purer Emotionalität zu schweben scheinen. Eine romanische Kapelle, ein Tempel, ein Dorfcafé, eine Abtei; viele ausgewählte Orte stehen in perfektem Einklang mit dem musikalischen Anlass, der hier entstanden ist und geben dem Festival das nomadische Flair, das ihm so gut steht.

Jedes Jahr im Juni , www.festivalmusiquehautjura.com


Am Fuße der Vogesen gibt es ein ganz besonderes Festival für Liebhaber des französischen Barocks - das Musique et Mémoire. Die Künstler lassen das Barock wieder lebendig werden und treten an historischen Plätzen oder inmitten der Natur wie auf dem mystischen Plateau des Mille étangs auf. Dort zelebrieren sie eine neue Vereinigung von Barock und zeitgenössischer Musik.

Im Juli und August, www.musiqueetmemoire.com

Mehr zur Region Franche-Comté unter www.franche-comte.org


La Réunion setzt auf Nachhaltigkeit im Inseltourismus

Vom Nationalpark in 2007, über die UNESCO Klassifizierung zum Weltnaturerbe in 2010 bis hin zum Projekt „Route der Wale“ in 2013 – La Réunion hat sich für Ökologie und den Erhalt der Biodiversität entschieden. Gemeinsame Projekte im Rahmen der Marketingkooperation Inseln der Vanille sowie inseleigene Projekte stehen im Zeichen der biologischen Vielfalt.

Mit ihren beeindruckenden Naturlandschaften im Inselinneren und den verschiedenartigen Küstenabschnitten ist die Insel La Réunion im Indischen Ozean ein Juwel der Natur. 42% der Inselfläche sind seit 2010 UNESCO-Weltnaturerbe. Der Nationalpark und das 3.500 Hektar große Unterwasserschutzgebiet (La Réserve Marine) an der Westküste existieren seit 2007.

Der Nachhaltigkeitsgedanke zieht sich auch zukünftig durch zahlreiche Projekte: inselübergreifend im Sinne der Inseln der Vanille sowie auf reunionesischem Boden. Ziel der Destination La Réunion ist es, den Anforderungen der Urlauber an einem ökologischen und sozial nachhaltigen Aufenthalt gerecht zu werden und sich für den Erhalt sowie den Schutz der biologischen Artenvielfalt auf La Réunion zu engagieren.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem verantwortungsvollen Umgang mit der marinen Biodiversität. So gehören Wale, die Riesen der Meere, zum gemeinsamen Naturgut der Vanille-Inseln1. Auf der Route der Wale (frz. Route des baleines) finden sich jedes Jahr von Juni bis September, aufgrund der milden Klimakonditionen, Buckelwale aus der Antarktis im Indischen Ozean ein, die bei ihrem Balztanz oder später mit ihren Kälbern beobachtet werden können.

Ziel des im September im Rahmen der Pariser Messe IFTM Top Resa angestoßenen, gemeinsamen Wal-Projektes ist es, das Interesse der Urlauber für dieses einzigartige Naturerlebnis zu wecken. Gleichzeitig sollen Maßnahmen entwickelt werden, die den Schutz und die Erforschung der Meeressäuger in den Vordergrund stellen. Die Wale sind zu einem bedeutenden Symbol der Inseln der Vanille geworden und zählen unumstritten zu den großen Schätzen der von La Réunion.

Dieses Projekt steht im Einklang mit den Beschlüssen, der im September 2013 auf der Insel La Réunion stattgefundenen, internationalen Konferenz der Welttourismusorganisation zur nachhaltigen Entwicklung im Inseltourismus. Dort stand insbesondere die Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen der Förderung im regionalen Tourismus und dem Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt zu finden, im Fokus.

Aufgrund der geografischen Lage und weiterer Gemeinsamkeiten entstand 2010 die Marketingkooperation Inseln der Vanille – ein Zusammenschluss der Insel Seychellen, Mauritius, Madagaskar, Mayotte, der Komoren sowie der Insel La Réunion zu einer Destination im Indischen Ozean. 2013 schlossen sich die Malediven als siebte Destination an.

Ob zu Lande oder zu Wasser, die Insel La Réunion ist ökotouristisch auf dem Vormarsch: Der Unterwasserlehrpfad von L‘Ermitage erhielt den Palme IFRECOR 2013 in der Kategorie Umwelterziehung & Bildung, das Dorf Salazie wurde neben Entre-Deux zur zweiten Station Verte2 der französischen Überseegebiete ernannt. Verschiedene ökotouristische Angebote wie das mit einem Elektromotor ausgestattete Oté Tuk Tuk oder verschiedenste Tagesausflüge und Exkursionen mit Schwerpunkt auf Umwelt und Natur stehen den Besuchern zur Verfügung.


2014 wird bunt und authentisch – Ein Ausblick


Feste und Festivals, ob sportlich, musikalisch oder religiös, nehmen im Leben der Bewohner der Insel La Réunion einen hohen Stellenwert ein. Auch 2014 ist das kulturelle Leben der Insel von zahlreichen Veranstaltungen geprägt.

Der multikulturelle Einfluss und das harmonische Zusammenleben verschiedenster Kulturen und Religionen auf kleinstem Raum garantieren spektakuläre und farbenfrohe Erlebnisse in anderen Kulturkreisen. Neben Sportveranstaltungen mit internationalem Ruf wie dem Ultra-Cross-Lauf Grand Raid im Oktober oder dem Mountainbike-Abfahrtsrennen Mégavalanche im November sind jene religiösen Festlichkeiten Höhepunkte des Jahres. Noch im 21. Jahrhundert offenbaren die Feste und Veranstaltungen auf La Réunion den ursprünglichen Charakter der Vulkaninsel im Indischen Ozean.

14. April 2014 auf der ganzen Insel – Tamilisches Neujahrsfest Farbenfrohe Umzüge, begleitet vom Getöse der Fanfaren und dem Rhythmus der Trommler. Das Fest kündigt traditionell den Frühling und das Wiederaufleben der Natur an.

6.-10. Mai 2014 in Saint-Leu – Leu Tempo Festival –www.lesechoir.com Das älteste und wichtigste Festival der Insel widmet sich der darstellenden Kunst. Es verbindet Zirkusnummern, Straßentheater und Marionetten-Vorführungen.

12.-19. Mai 2014 an der Westküste – Pei Danse Festival – www.mova.re Getanzt wird auf den Straßen der Insel. Das Festival bietet Tanzbegeisterten zeitgenössischen Tanz, Theater-Tanz, Hip Hop sowie traditionellen Tanz.

14.-18. Mai 2014 in Saint-Denis – Les Electropicales – www.electropicales.com Zum sechsten Mal in Folge wird die Insel zum musikalischen Treffpunkt der Superlative. Das Musikfestival ist Kulisse für heimische und internationale Künstler.

23.-25. Mai 2014 in Saint-Pierre – Sakifo Festival – www.sakifo.com Sakifo stammt aus dem Kreolischen und bedeutet Alles was man braucht – Eine Anspielung auf die verschiedensten Musikrichtungen, die beim größten Festival des Indischen Ozeans aufeinander treffen.


Ende Juni in Saint-Gilles-les-Bains – Le Grand Boucan
Ende Juni herrscht Le Roi Dodo über den Küstenort Saint-Gilles. Es ist die Zeit der Narren
und Jecken und zugleich Winteranfang. Der Höhepunkt: die Verbrennung des Königs Dodo am Strand von Roches Noires.


Ende Juli in Saint-Denis – Guan-Di Fest Seit mehr als 100 Jahren wird in den Tempeln der Insel der Geburt des Kriegers Guan Di
gedacht. Traditionelle Löwen- und Drachentänze, chinesische Musik sowie Zeremonien geben einen Einblick in diesen Kulturkreis.


23.-27. Oktober 2014 – Dipavali-Lichterfest Das farbenfrohe Fest symbolisiert den Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Höhepunkt der Feierlichkeiten sind ein farbenfroher Umzug und ein spektakuläres Feuerwerk.

23.-26. Oktober 2014 – Le Grand Raid –www.grandraid-reunion.com 10.845 m positiver Höhenunterschied auf 170 Kilometer – Der Ultra-Cross Lauf durchquert von Süden nach Norden die Insel und wird nicht umsonst Diagonale der Verrückten genannt.

29.-30. November 2014 – Mégavalanche Ein Mountainbike-Abfahrtsrennen der Extraklasse im Westen der Insel. Vom Piton Maido in Richtung Küste werden auf einer Distanz von 25 Kilometern bis zu 3000 Höhenmeter gezählt.


20. Dezember 2014 – Gedenktag zur Sklavenbefreiung Als Fèt Caf oder Fèt de la Liberté bekannt, ist es nach Weihnachten das größte Fest der Insel. Maloya-Rhythmen erzählen in Texten und klangvollen Melodien von vergangenen Zeiten.


Januar 2015 – Feuerläufe (frz. Marches sur le feu) Altüberlieferte Tradition zu Ehren der Göttin Pandiale und heilendes Ritual für Körper und Geist. Feuerläufe und Festlichkeiten sind für die Öffentlichkeit zugänglich und finden mehrere Male pro Jahr in den tamilischen Tempeln der Insel statt.

Im Januar im Osten der Insel – Cavadee-Fest Das hinduistische Fest lässt den Osten der Insel im rosaroten Glanz des Gottes Muruga erstrahlen. Nach 10-tägiger Zeit der Enthaltsamkeit, des Meditierens und Betens vereinen sich die Gläubigen zur eigentlichen Prozession des wichtigsten Festes der tamilischen Glaubensgemeinschaft.


19. Februar 2015 – Chinesisches Neujahrsfest Das wichtigste Kulturereignis für die chinesische Bevölkerung der Insel. Dieser spirituelle Anlass zum Jahr der Holz-Ziege wird mit religiöser Ehrfurcht in den Pagoden begangen, während Löwentänze und farbenfrohe Umzüge den festlichen Rahmen bilden.


Lokale Produkte aus Frankreichs südlichster Region

Die Insel La Réunion ist reich an lokalen Produkten und traditionellem Handwerk. Das Village Artisanal de l’Eperon in den Höhen von Saint-Gilles wartet mit typisch kreolischer Handwerkskunst auf. Die bunten Wochenmärkte der Insel stehen im Zeichen von Herkunft, Authentizität und Qualität.

Zuckerrohr, Rum und Vanille – lokale Produkte, die zu Recht häufig mit der Insel La Réunion assoziiert werden und untrennbar mit ihrer Geschichte verbunden sind. Doch die Reichtümer der einstigen Ile Bourbon im Indischen Ozean sind weitaus zahlreicher.

Auf den Plantagen von La Plaine des Palmistes, der Hochburg des Tees, erfolgt auch im 21. Jahrhundert alles per Handarbeit. Lokale Aromen in Verbindung mit originellen Bestandteilen schaffen neue zeitgemäße Kreationen, wie weißen Goyavier-Tee, Geranium- oder Faham-Tee. Der Tee der Hochebene ist ein rein biologisches Produkt, das auf traditionelle Weise in der Sonne getrocknet und per Hand abgefüllt wird – seines Namens ´grünes Gold´ würdig.

Nicht minder kostbar zeigt sich im Mini-Talkessel der Hochebene Plaine des Grégues die Gelbwurzel Kurkuma, auch falscher Safran (Safran Pays) genannt. Das La Maison du Curcuma widmet sich diesem für die hiesige Gastronomie bedeutenden Gewürz.

Ihre tropische Lage mit 300 Sonnentagen im Jahr prädestiniert die Insel La Réunion als Anbaugebiet für exotisches Obst und Gemüse. Im Haus der Litschi in Sainte-Anne, nach dem Haus der Ananas in Le Tampon der zweite Ort, der einer Frucht gewidmet ist, werden Besucher auf insgesamt 10 Hektar in das Reich der roten Weihnachtsfrüchte eingeführt.

Ziel des neuen Agrotourismus-Konzeptes ist es, Anbau, Ernte, Verarbeitung und Verkauf der Früchte zu fördern sowie gleichzeitig die Aufmerksamkeit der Besucher für lokale Erzeugnisse zu steigern. Nach der Eröffnung des Hauses der Litschi im Oktober 2013 folgt in Kürze ein Haus der Mango in Saint-Gilles.

Seit August 2013 kann die Insel La Réunion sich einmal mehr als botanischen Schatz behaupten, denn 15 teils endemische oder einheimische Medizinpflanzen wurden in das Französische Arzneibuch aufgenommen. Diese offizielle Anerkennung ist nicht nur eine wertvolle Auszeichnung des Bestandes der Insel, sondern rückt das Wissen der sog. tisaneurs3 in den Vordergrund, die uralte Traditionen wahren und die Kräuterheilkunde bis heute anwenden.

Unter den im Französischen Arzneibuch klassifizierten Pflanzen befinden sich u. a. die Blätter der – auch in der Teeproduktion bedeutenden – Faham-Pflanze, einer endemischen Orchidee der Maskarenen.

Die berühmten Stickereien Jours de Cilaos aus dem gleichnamigen Talkessel, die als Choca-Kunst bekannten geflochtenen Blätter des Agavengewächses Choca aus dem kreolischen Dorf Entre-Deux und der Premium Coffee Bourbon Pointu als zweitteuerster Kaffee der Welt setzen noch kein Ende. Herkunft, sei es im Sinne von endemischen Pflanzen oder lokalen Produkten, ist auf La Réunion von großer Bedeutung. Sie verspricht qualitativ hochwertige Produkte, die in verschiedensten Bereichen Anwendung finden.


Die Insel La Réunion und ihr Dodo – Auf den Spuren eines Mythos

Seit dem 17. Jahrhundert gilt der flugunfähige Dodo auf der Insel La Réunion als ausgestorben. Als Symbol der reunionesischen Identität lebt er im lokalen Bier weiter. Doch was hat es eigentlich auf sich mit dem Dodo-Kult?

Um 1600 wurde der Dodo, auch bekannt als Dronte, zum ersten Mal auf den Inseln La Réunion und Mauritius gesichtet. Seine Unfähigkeit zu fliegen wurde ihm jedoch bereits knapp 80 Jahre später zum Verhängnis – er war eine leichte Beute für Seefahrer! Als Symbol der reunionesischen Identität lebt er bis heute in der lokalen Biermarke weiter und ziert das Etikett des La bière Bourbon – unter Einheimischen und zunehmend auch unter Besuchern als Dodo in aller Munde.

Einmal im Inselparadies angekommen, zieht der Dodo-Hype Besucher in seinen Bann. La dodo lé là in Grün, Gelb, Rot an Mauern, Häuserfassaden, Kneipen. Wörtlich übersetzt bedeutet es Dem Dodo geht es gut, weit verbreitet ist jedoch auch Das Dodo-Bier ist da.

Dieser Werbeslogan des La bière Bourbon ist selbst in den entlegensten Dörfern allgegenwärtig und stammt aus dem Kreolischen, der regionalen Sprache der Insel La Réunion. Die Erfolgsgeschichte begann am 9. Juni 1963, als in der Brasserie de Bourbon, der ersten Brauerei der Insel in der Inselhauptstadt Saint-Denis, der erste Tropfen Dodo-Pils die Sudpfanne verließ.

1970 wurde es offiziell in La bière Bourbon umbenannt. Gerhardt Avanzini, Vater des Dodo-Bier und zentrale Figur in der Geschichte des Bierbrauens auf La Réunion, hat seine Wurzeln in Hamburg. Mit einem Abschluss der Münchner Bierbrauschule schuf er in nur einem Jahr das erste reunionesische Bier – angepasst an das tropische Klima vor Ort. Geselligkeit und Authentizität sollte es ausdrücken, darüber hinaus sympathisch wirken – so entstand der Bezug zum Vogel Dodo, der auch heute noch in der Kommunikation Anwendung findet.

Gerhardt Avanzini hütet bis heute sein Geheimnis, das ihm bereits mehrere Male, zuletzt 2013, eine Trophäe des Internationalen Instituts für Qualitätsselektionen einbrachte. Monde Selection, gegründet 1961 in Brüssel, testet Konsumgüter und zeichnet diese mit einem international anerkannten Qualitätsgütesiegel aus. Zurzeit betreibt der niederländische Brauereikonzern Heineken die Brasseries de Bourbon.

Auch 50 Jahre nach seiner Kreation, ist das La bière Bourbon das meist konsumierte Bier der Insel. Als Teil der Inselgeschichte ist es mehr als nur ein Konsumgut, das über die Grenzen der Vulkaninsel hinweg internationale Bekanntheit genießt. Im Zuge des Fête de la Musique 1995 und der erstmaligen Ankündigung La Dodo lé là nahm der Mythos Dodo seinen Lauf. Besucher können im La Maison de la bière Dodo auf den Spuren des berühmten Bieres wandeln (Bas de la Rivière, 60 Quai Ouest, 97400 Saint-Denis, www.ladodo.com).

www.insel-la-reunion.com