Stuttgart: Verleihung des VdM-Dieselring 2011

Der Verband der Motorjournalisten VdM ehrte am 29. April 2011 bei einem Festakt im Stuttgarter Porsche-Museum den Präsident der Deutschen Verkehrswacht Kurt Bodewig mit den Goldenen VdM-Dieselring 2011.




Kurt Bodewik, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (l.) erhält vom VdM Vorsitzenden Heiner Klempp den Goldenen VdM-Dieselring


Kurt Bodewig erhielt den Original-Dieselring aus der Hand von Prof. Dipl. Ing. Dietmar Otte, Leiter der Unfallforschung Medizinische Hochschule Hannover, dem der Ring 2010 verliehen wurde. Der goldene VdM-Dieselring wird vom Verband der Motorjournalisten seit 1955 alljährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Verkehrssicherheit verdient gemacht haben. Der Ring, in dem ein Splitter des ersten Versuchsmotors von Rudolf Diesel aus dem Jahre 1893 eingearbeitet ist, symbolisiert die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der sich die VdM-Mitglieder verpflichtet fühlen.

Der diesjährige Preisträger, Kurt Bodewig, hatte sich als Parlamentarischer Staatssekretär ab 2000 und dann als Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sehr engagiert für die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Ein Meilenstein war der Verkehrsbericht 2000, das Konzept einer integrierten Verkehrspolitik als Grundlage für eine mobile Zukunft basierend auf einem modernen und gut ausgebauten Verkehrssystem, das den Kriterien und Erfordernissen der Nachhaltigkeit und Sicherheit gerecht wird.




Zum Festakt spielte die Band von Dieselringträger Bob Lee unterstützt von Helmut Schneikart, Träger der Johny-Rozendaal-Uhr.

     
Für die Verkehrssicherheitspolitik entscheidend war das erste integrierte „Verkehrssicherheitsprogramm 2001“, das über eine Dekade Handlungsmaßstab für die Verkehrssicherheitsarbeit der Bundesregierung und der Länder war. Das Programm hatte zum  Ziel, Menschenleben durch Unfallvermeidung zu schützen, Unfallfolgen zu lindern und volkswirtschaftlichen Schaden als Folge von Straßenverkehrsunfällen nachhaltig zu vermindern. Eine weitere Maßnahme in seiner Amtszeit als Bundesminister war der erste nationale Radverkehrsplan 2002 - 2012. Er ging von der Annahme aus, dass das Fahrrad in Zukunft als ein umwelt- und sozialverträgliches, sicheres, gesundheitsförderndes Fahrzeug an Bedeutung zunehmen wird. Auch heute noch wird unter der Regie des Bundesverkehrsministeriums der Nationale Radverkehrsplan umgesetzt und fortgeschrieben. Jährlich gibt es den „Nationalen Radverkehrskongress“ – dieses Jahr Ende Mai in Nürnberg.

Seit 2007 ist Kurt Bodewig Präsident der Deutschen Verkehrswacht DVW. „Die Pflege eines vermittelnden und zukunftsgerichteten Dialogs über alle Ebenen und die Einbeziehung aller Entscheidungsträger zeichnet seinen Führungsstil auch als Präsident der DVW aus. Stratege und Zielgerichtetheit, Altbewährtes mit Neuem verbinden sind seine Stärken“, schreibt DVW-Pressesprecherin Hannelore Herlan über ihren Chef. Unter Bodewigs Leitung kam es zu einer Neuaufstellung des Verbandes, gleichzeitig wurden die Kontakte zu den politischen Entscheidungsträgern erleichtert. In Brüssel führte Bodewig Gespräche zur Verordnung über Fahrerassistenzsysteme in Nutzfahrzeugen und zur grenzüberschreitenden Verkehrssicherheitsarbeit. Neben seiner Arbeit als Präsident der Deutschen Verkehrswacht ist Kurt Bodewig auch Vizepräsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates DVR. Er ist damit Garant für die enge Zusammenarbeit dieser beiden wichtigsten deutschen Verkehrssicherheits-Organisationen.




Der Festakt war im Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen


Die Deutsche Verkehrswacht ist die älteste und größte Bürgerinitiative in Deutschland. Seit Gründung der Deutsche Verkehrswacht 1924 arbeitet sie für mehr Sicherheit und weniger Unfälle auf unseren Straßen – heute mit mehr als 70.000 ehrenamtlich Engagierten. Sie informieren, beraten und trainieren mit Verkehrsteilnehmern jedes Alters sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Die Zielgruppenprogramme der DVW erreichen rund 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. Es gibt spezielle Programme für Kinder, Jugendliche, ältere Menschen, für Radfahren und für junge Fahrer. Mit über 650 örtlichen Verkehrswachten werden in Deutschland flächendeckend Initiativen der Verkehrssicherheit realisiert. Als Markenzeichen der DVW sind vor allem die Schülerlotsen und Bushelfer bekannt: Über 50.000 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Großeltern beteiligen sich Winter wie Sommer, bei Regen und Schnee, an dieser wichtigen Aufgabe zum Schutz jüngerer Schüler.


(alle Fotos: VdM, Ian Georg Strohbücker)
 
Weitere Info zum Porsche-Museum unter www.porsche.com, zum Verband der Motorjournalisten unter www.motorjournalist.de
 

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